Saint-Gilles-les-Bois

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Saint-Gilles-les-Bois
Sant-Jili-ar-C’hoad
Saint-Gilles-les-Bois (Frankreich)
Saint-Gilles-les-Bois
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Guingamp
Kanton Plouha
Gemeindeverband Leff Armor Communauté
Koordinaten 48° 39′ N, 3° 6′ WKoordinaten: 48° 39′ N, 3° 6′ W
Höhe 39–100 m
Fläche 9,45 km2
Einwohner 428 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 45 Einw./km2
Postleitzahl 22290
INSEE-Code

Dorfkirche saint-Gilles

Saint-Gilles-les-Bois (bretonisch: Sant-Jili-ar-C’hoad) ist eine französische Gemeinde mit 428 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Guingamp und zum Kanton Plouha. Die Bewohner nennen sich Saint Gillois(es).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Gilles-les-Bois liegt rund 12 km (Luftlinie) nördlich von Guingamp im zentralen Norden der Bretagne. Mehrheitlich bilden Bäche eine natürliche Gemeindegrenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1325 wird der Ort in der lateinischen Form Sancti Aegidi de Pommerit Vicecomitis erstmals namentlich erwähnt. Bis zur Französischen Revolution verwalteten verschiedene Adelsgeschlechter das Gebiet der heutigen Gemeinde. Von 1793 bis 1801 war Saint-Gilles-les-Bois ein Teil des Distrikts Pontrieux. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde Kantonshauptort des Kantons Saint Gilles le Vicomte. Danach gehörte der Ort bis 2015 zum Kanton Pontrieux. Verwaltungstechnisch ist Saint-Gilles-les-Bois zudem seit 1801 Teil des Arrondissements Guingamp. In der Zeit nach der Französischen Revolution trug die Gemeinde zeitweise den Namen Bellevue. Im Jahr 1833 wurde der Weiler Kerionou an die Gemeinde Trévérec abgetreten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1800 1821 1866 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 1.011 846 1.051 1.047 738 640 550 512 471 451 421 401 408 406
Quellen: Cassini und INSEE

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und die zahlreichen Toten des Ersten Weltkriegs führten zu einem Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefststände in der Gegenwart.

Sehenswürdigkeiten[1][2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herrenhaus Manoir de La Villeneuve (auch Manoir du Traumeu) in Kernevez aus dem Jahr 1620
  • Dorfkirche Saint-Gilles (Chor 14., mehrheitlich 17., Kirchenschiff und Seitenkapelle mit Taufbecken 18. Jahrhundert); seit 1925 teilweise ein monument historique
  • Kapelle Sainte-Anne aus dem Jahr 1880
  • Häusergruppe von drei Häusern mit einem gemeinsamen Langdach (18. und 19. Jahrhundert)
  • mehrere weitere Häuser und ein Bauernhof in Gueven aus dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Mühle Moulin de Brestic am Bach Ruisseau de Goaz Mab

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 1107.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liste der Kulturgüter von Saint-Gilles-les-Bois (französisch)
  2. Übersicht der Sehenswürdigkeiten (französisch) (Memento des Originals vom 19. Juli 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.topic-topos.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Gilles-les-Bois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien