Schwarzach am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schwarzach a.Main
Schwarzach am Main
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schwarzach a.Main hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 21,11 km²
Einwohner: 3574 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97359
Vorwahlen: 09324
09325 (Ortsteil Düllstadt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 165
Marktgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
97359 Schwarzach a.Main
Webpräsenz: www.schwarzach-main.de
Bürgermeister: Volker Schmitt (FCW)
Lage des Marktes Schwarzach a.Main im Landkreis Kitzingen
Landkreis Bamberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Würzburg Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Wiesenbronn Segnitz Rüdenhausen Rödelsee Obernbreit Martinsheim Marktsteft Markt Einersheim Marktbreit Mainstockheim Mainbernheim Kleinlangheim Kitzingen Geiselwind Castell (Unterfranken) Buchbrunn Albertshofen Abtswind Willanzheim Wiesentheid Volkach Sulzfeld am Main Sommerach Seinsheim Schwarzach am Main Prichsenstadt Nordheim am Main Iphofen Großlangheim Dettelbach Biebelried Landkreis HaßbergeKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Rathaus

Schwarzach am Main (amtlich Schwarzach a.Main) ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Kitzingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzach am Main gliedert sich in sechs Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Volkach, Wiesentheid, Kleinlangheim, Großlangheim, Kitzingen, Dettelbach und Sommerach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster Münsterschwarzach wurde vor 788 als Nonnen- und Eigenkloster des karolingischen Herrscherhauses gegründet. Schwarzach war im Jahr 1554 Schauplatz der Schlacht von Schwarzach, in der Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach vernichtend geschlagen wurde. Die vorher zum Hochstift Würzburg und dem Fränkischen Reichskreis gehörende Stadt kam im Reichsdeputationshauptschluss 1803 zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Hörblach, Schwarzenau und Stadtschwarzach zur neuen Gemeinde Schwarzach am Main zusammen.[3] Am 1. Oktober 1973 kamen Düllstadt, Gerlachshausen und Münsterschwarzach hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung
In Silber ein breiter links gerichteter schwarzer Schrägbalken, belegt mit einer eingekerbten von Silber und Rot gevierten Fahne an goldener Lanze, beidseitig begleitet von je drei auf die Spitze gestellten roten Quadraten

Wappengeschichte
Die von Silber und Rot gevierte Fahne des Hochstifts Würzburg im Wappen des Marktes Schwarzach stammt aus dem Wappen des Ortsteils Stadtschwarzach, der bereits 1230 urkundlich genannt wurde und auch heute noch das Zentrum des Marktes ist. Der Ort erhielt früh die Stadtrechte, gab sie jedoch 1818 auf und wurde Markt. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Siegelführung von Stadtschwarzach belegt. Im Schild des Siegels stehen zwei gekreuzte Krummstäbe, das Zeichen des Klosters Münsterschwarzach, das zu dieser Zeit die Ortsherrschaft besaß. Im 15. Jahrhundert ist der Schild im Siegel gespalten, vorne steht die Würzburger Hochstiftsfahne, hinten befinden sich die gekreuzten Krummstäbe. Seit 1531 hat das Hochstift Würzburg die alleinige Ortsherrschaft. In Siegeln des 16. Jahrhunderts ist der Schild mit einem breiten Querbalken belegt, der in vorhandenen Wappenbildern schwarz dargestellt ist. Im 17. Jahrhundert wird im Wappen nur die Hochstiftsfahne geführt. Die sechs roten Quadrate im heutigen Wappen symbolisieren die zu Schwarzach gehörenden Ortsteile. Der schwarze Querbalken steht redend für den Ortsnamen. Die Farben Silber und Rot sind die Farben Frankens.
Das Wappen wurde am 22. August 1983 durch die Regierung von Unterfranken verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswertes in der Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Schwarzach befindet sich das Naturschutzgebiet Sandfluren bei Volkach, Schwarzach a. Main und Sommerach.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzach am Main liegt besonders verkehrsgünstig an der Autobahn A 3 und nahe dem Biebelrieder Kreuz sowie an der B 22 Würzburg – Bamberg und der Staatsstraße 2271 Kitzingen – Schweinfurt. Der nächste Bahnhof ist Dettelbach, etwa sechs Kilometer entfernt. Der nächste Bahnhof mit Schalterbetrieb ist Kitzingen, etwa elf Kilometer entfernt.

Äbtissinnen des Klosters Münsterschwarzach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vor 814 bis 844/853: Theodrada (* vermutlich 785; † 844/853), Tochter von Karl dem Großen und seiner Frau Fastrada
  • 853–856: Hildegard (* 826; † 23. Dezember 856), Tochter Ludwigs des Deutschen
  • 853/856–877: Bertha († 26. März 877), Tochter Ludwigs des Deutschen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/173551&attr=OBJ&val=1670
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 498.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 747.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzach am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien