Nordheim am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordheim a.Main
Nordheim am Main
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordheim a.Main hervorgehoben
Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Volkach
Höhe: 196 m ü. NHN
Fläche: 5,3 km²
Einwohner: 993 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97334
Vorwahl: 09381
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 155
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
97334 Nordheim a.Main
Webpräsenz: www.nordheim-main.de
Bürgermeister: Guido Braun (Nordheimer Liste)
Lage der Gemeinde Nordheim a.Main im Landkreis Kitzingen
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Über dieses Bild

Nordheim am Main (amtlich: Nordheim a.Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Volkach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordheim am Main liegt etwa 15 km östlich von Würzburg im Maintal auf der Weininsel, die durch eine natürliche Schleife des Flusses und den künstlich angelegten, verbindenden Mainkanal gebildet wird. Die Landschaft ist vom Weinbau geprägt. Zwei Einzellagen existieren: Die südlicher gelegene Lage Nordheimer Vögelein mit Spitzenparzellen in Südlage und die angrenzende, nördlichere Lage Nordheimer Kreuzberg, auch mit aufgrund des herausragenden Kleinklimas äußerst ungewöhnlichen Weinbergen in Nordlage.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Westen an Köhler, Neuses am Berg und Dettelbach, im Norden an Astheim, Escherndorf und Köhler, drei Ortsteile der Stadt Volkach, im Osten an Volkach und im Süden an Sommerach.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Maindreieck zählt zu den wärmsten und trockensten Regionen Frankens. Dieses Klima ist besonders günstig für den Anbau von Wein, Obst und Gemüse.

Ansicht auf Nordheim am Main von Köhler

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Nordheims war im Jahre 918. Das Kloster Münsterschwarzach erwarb 1306 die Vogtei und Vogteirechte mit allem Zubehör und hatte bis zu seiner Auflösung 1803 die Dorfherrschaft inne. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Nordheim 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Pressburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit dem es 1814 endgültig zum Königreich Bayern kam. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Gespalten von Blau und Silber; vorne ein senkrecht stehender silberner Rost, hinten ein roter Palmzweig“.

Wappengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus einem Gerichtssiegel des 18. Jahrhunderts, das den Heiligen Laurentius zeigt, wurde der ihm beigegebene Rost und der Palmzweig in das Wappen der Gemeinde übernommen. Dem Heiligen Laurentius ist die Ortskirche geweiht. Auf das Kloster Münsterschwarzach, das 1306 die Vogteirechte erwarb und die Herrschaft in der Gemeinde bis 1803 ausübte, weisen die Farben Silber und Blau aus dessen Wappen hin.
Das Wappen verlieh das bayerische Innenministerium am 4. November 1970.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nordheim am Main hat eine Städtepartnerschaft mit Nordheim im Elsass.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordheim am Main - Mainfähre
  • Fähre an doppelter Hochseilanlage.
  • Der Zehnthof des Ortes wurde im Jahr 16. Jahrhundert errichtet und beherbergt eine ehemalige stuckierte Kapelle in seinem Inneren.
  • Mehrere Bildstöcke stehen in den Weinbergen, die den Ort umgeben. Besonders prächtig ist die Ausgestochene Marter und der sogenannte Vierzehnheiligenbildstock.
  • Eine Mariensäule bildet das Zentrum des Marktplatzes.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Nordheim am Main

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weinfest in der Kastanienallee, meist an Christi Himmelfahrt im Mai. Veranstalter ist die Winzergenossenschaft Nordheim am Main.
  • Skate`n´Rock ConFest, gemeinnützige Jugendförderveranstaltung am Festplatz mit Skatecontest & Rockfestival, seit 2009 jährlich im August. [2]
  • Kulinarisches Weinfest der Nordheimer Weingüter, Weinbaubetriebe und der örtlichen Winzergenossenschaft im September.[3]

Sehenswertes aus der Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich von Nordheim am Main liegt das Naturschutzgebiet Mainaue zwischen Sommerach und Köhler.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Wein wird in Nordheim Spargel angebaut. Nordheim ist der größte Weinbauort Frankens. Es gibt laut offizieller Angaben über 50 Weingüter; 250 Mitglieder gehören der Winzergenossenschaft an.[4] Die Früchte von Zwetschgen-, Apfel-, Mirabellen- und Kirschbäumen werden unter anderem für Schnäpse und Edelbrände verwendet. Im Ort befinden sich verschiedene Gaststätten, Häckerwirtschaften, Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaftsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramaansicht von Nordheim am Main, Blick unterhalb von Kloster Vogelsburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nordheim am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Nordheim am Main – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Skate`n´Rock ConFest
  3. nordheim-main.de: Informationen zum kulinarischen Weinfest im Ort (Informationsstand 24. März 2011)
  4. nordheim-main.de: Informationen zum Ort (deutsch, abgerufen am 15. Februar 2011)