Sebastian Rudy

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Sebastian Rudy

im Nationaltrikot (2010)

Spielerinformationen
Geburtstag 28. Februar 1990
Geburtsort Villingen-SchwenningenDeutschland
Größe 179 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–2001
2001–2003
2003–2007
FC Dietingen
SV Zimmern
VfB Stuttgart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2007–2010
2008–2010
2010–
VfB Stuttgart II
VfB Stuttgart
TSG 1899 Hoffenheim
37 (12)
15 0(0)
195 (11)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2007
2007–2008
2008–2009
2009–2013
2011–
Deutschland U-17
Deutschland U-18
Deutschland U-19
Deutschland U-21
Deutschland
8 0(1)
7 0(0)
11 0(1)
23 0(5)
14 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

2 Stand: 26. März 2017

Sebastian Rudy (* 28. Februar 1990 in Villingen-Schwenningen) ist ein deutscher Fußballspieler, der beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag steht und auch für die A-Nationalmannschaft aktiv ist. Seine Hauptposition ist im zentralen Mittelfeld, doch wird er zuweilen auch im rechten Mittelfeld oder als rechter Verteidiger eingesetzt.[1] Zur Saison 2017/18 wurde er vom FC Bayern München verpflichtet.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudy wuchs mit vier Geschwistern in Dietingen im Landkreis Rottweil auf.[2] Sein ein Jahr älterer Bruder Florian war ebenfalls Fußballprofi in der 3. Liga und beendete seine Karriere im Jahr 2014. Seit Mai 2014 ist Sebastian Rudy mit seiner langjährigen Freundin Elena verheiratet.[3]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudy begann das Fußballspielen beim FC Dietingen, bei dem sein Vater ihn in der E-Jugend trainierte.[4] Anschließend spielte er zwei Jahre für den SV Zimmern im gleichen Landkreis, bevor er 2003 mit seinem Bruder Florian zum VfB Stuttgart wechselte. Während sein Bruder den Verein 2004 verließ, absolvierte Rudy bereits zum Ende des Jahres 2007 mit 17 Jahren seine ersten Spiele für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Süd. 2008 wurde ihm die Fritz-Walter-Medaille in Silber in der Altersklasse U-18 verliehen. Am 30. Juli 2008 unterzeichnete er, mittlerweile volljährig, einen bis Juni 2012 datierten Lizenzspielervertrag beim VfB Stuttgart.[5] Er gehörte zwar dem Kader der ersten Mannschaft an, spielte zunächst aber meist in der zweiten Mannschaft.

Ab Sommer 2008 spielte die zweite Mannschaft des VfB dann in der neu geschaffenen 3. Liga. Rudy kam am 2. August 2008 bei der 1:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Union Berlin erstmals zum Einsatz. Nur acht Tage später absolvierte er im Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim 5:0-Erfolg beim FC Hansa Lüneburg sein erstes Pflichtspiel für die erste Mannschaft des VfB Stuttgart, mit der er am 4. Spieltag beim torlosen Remis im Carl-Benz-Stadion gegen die TSG 1899 Hoffenheim dann auch sein Bundesligadebüt gab. In der Saison 2009/10 spielte er auch erstmals in der Champions League und erzielte ein Tor gegen die Glasgow Rangers.

Nach 15 Bundesligaspielen und acht im Europapokal-Wettbewerb, in dem er in zwei Spielzeiten zwei Tore erzielte, wechselte er am 23. August 2010 zur TSG 1899 Hoffenheim, nachdem er zu Beginn der Saison 2010/11 noch drei Punktspiele für den VfB Stuttgart bestritten hatte.[6] Am 28. August debütierte er für seinen neuen Verein, der am 2. Spieltag beim FC St. Pauli mit 1:0 gewann, als er in der 89. Minute für Peniel Mlapa eingewechselt wurde.[7] Am 5. Februar 2011 (21. Spieltag) erzielte er beim 3:2-Sieg im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit dem Treffer zum 2:0 in der 40. Minute sein erstes Bundesligator.

Am 15. Januar 2017 gab der FC Bayern München die Verpflichtung von Rudy zum 1. Juli 2017 bekannt. Er erhielt dort einen Dreijahresvertrag.[8]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebastian Rudy spielte für mehrere deutsche Junioren-Nationalmannschaften. Er belegte 2007 mit Deutschland bei der U-17-Weltmeisterschaft den dritten Platz. Danach spielte er für die U-18- und die U-19-Nationalmannschaft. Am 4. September 2009 debütierte er in der U-21-Nationalmannschaft, die im EM-Qualifikation-Spiel gegen die Auswahl San Marinos mit 5:0 gewann.

Weil sich nach Bastian Schweinsteiger und Christian Träsch auch noch Sami Khedira und Simon Rolfes verletzten, wurde Rudy am 5. Juni 2011 von Bundestrainer Joachim Löw für das EM-Qualifikationsspiel der A-Nationalmannschaft gegen die Auswahl Aserbaidschans am 7. Juni 2011 erstmals nominiert, kam jedoch nicht zum Einsatz.[9]

Erst im Mai 2014 wurde Rudy für das Test-Länderspiel gegen die Auswahl Polens nach drei Jahren erneut für die Nationalmannschaft berufen.[10] In diesem Spiel, zu dem kurz vor der WM-Vorbereitung 2014 ein Großteil der Stammspieler verhindert war, debütierte er am 13. Mai 2014 neben elf anderen Spielern beim torlosen Remis in Hamburg.[11] Am 2. September berief ihn Löw wegen personeller Sorgen im defensiven Mittelfeld nachträglich in den Kader für das Test-Länderspiel gegen die Auswahl Argentiniens und für das EM-Qualifikationsspiel gegen die Auswahl Schottlands, in dem er sein Startelfdebüt gab.

Für die Europameisterschaft 2016 wurde Rudy in den erweiterten, 27 Spieler umfassenden Kader berufen.[12][13] Im endgültigen Kader war er dann jedoch nicht vertreten.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Positionen laut transfermarkt.de
  2. Sebastian Rudy: Aufstieg im Eiltempo (Memento vom 14. Juli 2008 im Internet Archive)
  3. Ganz großes Kino: Sebastian Rudy hat geheiratet (Memento vom 1. November 2014 im Internet Archive)
  4. TSG-Spieler Sebastian Rudy im Interview, 5. November 2014, abgerufen 1. April 2016
  5. Vertrag bis 2012
  6. Rudy geht nach Hoffenheim auf vfb.de vom 23. August 2010
  7. Später Sieg für Hoffenheim dank Vorsah auf kicker.de vom 28. August 2010
  8. FC Bayern München verpflichtet Niklas Süle und Sebastian Rudy. In: fcbayern.com, abgerufen am 15. Januar 2017.
  9. Khedira und Rolfes fallen aus - Holtby und Rudy nachnominiert auf dfb.de vom 5. Juni 2011
  10. Nils Römeling: DFB: Der Kader zum Polen-Länderspiel. fussballnationalmannschaft.net, 8. Mai 2014, abgerufen am 8. Mai 2014.
  11. Mit acht Debütanten gegen Polen auf DFB.de vom 13. Mai 2014
  12. Löws EM-Auswahl, dfb.de, abgerufen am 21. Mai 2016
  13. Der erweiterte EM-Kader für die Europameisterschaft in Frankreich 2016 (10. Juni bis 10. Juli) (Memento vom 21. Mai 2016 im Internet Archive), dfb.de, abgerufen am 21. Mai 2016
  14. Löw streicht Bellarabi, Brandt, Reus und Rudy (Memento vom 31. Mai 2016 im Internet Archive), dfb.de, abgerufen am 31. Mai 2016