Joshua Kimmich

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Joshua Kimmich
Joshua Kimmich Training 2017-03 FC Bayern Muenchen-2.jpg
während einer Trainingseinheit
auf dem Gelände des FC Bayern München (2017)
Personalia
Name Joshua Walter Kimmich
Geburtstag 8. Februar 1995
Geburtsort RottweilDeutschland
Größe 176 cm
Position Abwehr / Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
0000–2007 VfB Bösingen
2007–2013 VfB Stuttgart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2013 RB Leipzig II 1 (0)
2013–2015 RB Leipzig 53 (3)
2015– FC Bayern München 79 (7)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2011 Deutschland U17 2 (0)
2013 Deutschland U18 5 (0)
2013–2014 Deutschland U19[1] 9 (1)
2014–2016 Deutschland U21 14 (2)
2016– Deutschland 27 (3)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2017/18

2 Stand: 27. März 2018

Joshua Walter Kimmich[2] [ˈjoːzu̯a][3] (* 8. Februar 1995 in Rottweil) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht seit der Saison 2015/16 beim Bundesligisten FC Bayern München unter Vertrag. Seit 2016 spielt er für die A-Nationalmannschaft des DFB.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und VfB Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joshua Kimmich begann beim VfB Bösingen in der gleichnamigen Gemeinde im Landkreis Rottweil mit dem Fußballspielen und wechselte mit zwölf Jahren in das Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart.[4] Nach Durchlaufen aller Altersklassen absolvierte er in der Saison 2012/13 21 Spiele in der A-Jugend-Bundesliga.[5] Parallel zu seiner Fußballkarriere legte er am Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart das Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,7 ab.[6]

RB Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der A-Jugend des VfB Stuttgart wurde Kimmich zur Saison 2013/14 vom Drittligaaufsteiger RB Leipzig verpflichtet. Er erhielt einen Zweijahresvertrag, dessen Laufzeit sich um zwei weitere Jahre verlängert hätte, wenn der VfB Stuttgart eine Rückkaufoption nicht genutzt hätte.[7] Für RB Leipzig bestritt er in seiner Premierensaison im Seniorenbereich 26 Ligaspiele, in denen er ein Tor erzielte. Sein Debüt gab er am 28. September 2013 (11. Spieltag) beim 2:2 im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching mit Einwechslung für Thiago Rockenbach in der 55. Minute. Sein erstes Tor als Profi erzielte er am 30. November 2013 (18. Spieltag) beim 3:2-Sieg im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Saarbrücken. In allen weiteren Spielen, in denen er eingesetzt wurde, gehörte er zur Startaufstellung; am Saisonende stieg er mit der Mannschaft als Tabellenzweiter in die 2. Liga auf. Dort debütierte er am 10. August 2014 (2. Spieltag) beim 3:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München.

FC Bayern München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joshua Kimmich beim Training auf dem Gelände des FC Bayern München (2015)
beim Training auf dem Gelände des FC Bayern München (2017)

Zur Saison 2015/16 verpflichtete ihn der FC Bayern München, bei dem Kimmich einen zunächst bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag erhielt. Die Ablöse floss größtenteils an den VfB Stuttgart, der Kimmich per Vertragsoption vom RB Leipzig zurückgeholt und ihn direkt an den FC Bayern München transferiert hatte.[8][9][10] Alexander Zorniger, der zur Saison 2015/16 Cheftrainer des VfB wurde, bewertete im November 2015 den Transfer von Kimmich aufgrund dessen guter sportlicher Entwicklung in München als „eine fatale Fehlentscheidung“.[11]

Sein Pflichtspieldebüt für den FC Bayern bestritt er am 9. August 2015 beim 3:1-Sieg gegen den FC Nöttingen im Erstrundenspiel um den DFB-Pokal. Sein Bundesligadebüt gab er am 12. September 2015 (4. Spieltag), als er beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Augsburg in der Nachspielzeit für Philipp Lahm eingewechselt wurde. Am Ende der Saison 2015/16 wurde Kimmich mit dem FC Bayern deutscher Meister. In seiner ersten Saison kam er unter Trainer Pep Guardiola auf wechselnden Positionen zum Einsatz, bestritt 23 der 34 Ligaspiele und stand 15-mal in der Startelf. Am 21. Mai 2016 stand er in Berlin gegen Borussia Dortmund im Pokalfinale. Er stand in der Startelf; der FC Bayern gewann mit 4:3 im Elfmeterschießen, wobei Kimmich als einziger Bayern-Spieler seinen Elfmeter nicht verwandeln konnte. Er gewann damit das Double. Auch in der Champions League kam er mehrfach zum Einsatz, teils in der Startaufstellung, wurde jedoch bei den Halbfinalspielen gegen Atlético Madrid, in denen der FC Bayern knapp unterlegen war, nicht berücksichtigt. Auch in der Folgesaison, nun unter Trainer Carlo Ancelotti, wurde er gerade bei vielen "großen" Spielen kaum berücksichtigt, wie im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Arsenal oder im Viertelfinale beim Ausscheiden gegen Real Madrid sowie beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund, welches mit 2:3 verloren wurde. Mit sechs Toren in 27 Ligaspielen trug er zum Gewinn der deutschen Meisterschaft 2017 bei. Mit diesem Titel trat der langjährige Bayern-Kapitän Philipp Lahm ab und beendete seine Laufbahn. Kimmich trat seine Nachfolge auf der Position des Rechtsverteidigers an und etablierte sich als Stammspieler. Mit dem FC Bayern wurde er erneut deutscher Meister, in der Champions League schied der Verein wiederum gegen Real Madrid aus, diesmal im Halbfinale, wobei Kimmich in beiden Spielen ein Tor erzielte.

Sein Vertrag läuft bis 30. Juni 2023.[12]

Nationalmannschaftskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Kimmich 2011 bereits zwei Länderspiele für die U-17- (am 12. und 15. November gegen die Auswahl Aserbaidschans) und 2013 fünf für die U-18-Nachwuchsmannschaft des DFB absolviert hatte, debütierte er am 13. November 2013 in Bayonne beim 4:3-Sieg der U-19-Nationalmannschaft gegen Frankreich und erzielte mit dem Treffer zum 2:2 in der 49. Minute auch sein erstes Länderspieltor.

In der U-21-Nationalmannschaft kam er erstmals am 10. und 14. Oktober 2014 als Einwechselspieler in den beiden Ausscheidungsspielen für die U-21-Europameisterschaft (die im Juni 2015 in Tschechien stattfand) gegen die Ukraine zum Einsatz.

Am 17. Mai 2016 wurde Kimmich erstmals für den vorläufigen Kader der A-Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich nominiert.[13][14] Sein A-Länderspieldebüt gab er am 29. Mai 2016 in Augsburg bei der 1:3-Niederlage im Testspiel gegen die Slowakei, anschließend wurde er für den endgültigen EM-Kader bestätigt.[15]

Bei der Europameisterschaft in Frankreich kam Kimmich im dritten Spiel der Gruppenphase gegen Nordirland zu seinem zweiten Einsatz in der Nationalmannschaft. Er absolvierte die gesamte Spieldauer als rechter Außenverteidiger. Er sicherte sich für die folgenden Spiele einen Stammplatz. Im Anschluss an das Turnier wurde er von der UEFA in das All-Star-Team aufgenommen.[16]

Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 4. September 2016 in Oslo mit dem Treffer zum 2:0 in der 45. Minute beim 3:0-Sieg im Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2018 gegen Norwegen.

Bundestrainer Joachim Löw nominierte Kimmich für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 in Russland.[17] Dort übernahm er im dritten Gruppenspiel gegen Kamerun nach der Auswechslung von Julian Draxler erstmals die Kapitänsbinde der deutschen A-Nationalmannschaft. Er war der einzige deutsche Spieler, der in allen fünf Turnierspielen über die komplette Spielzeit auf dem Platz stand. Am 2. Juli 2017 gewann er mit der DFB-Elf durch einen 1:0-Finalsieg gegen Chile den Konföderationen-Pokal.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RB Leipzig (2013–2015)
FC Bayern München (seit 2015)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joshua Kimmich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DFB.de: U-19-Nationalspieler Joshua Kimmich
  2. Spielerliste FIFA Confederations Cup Russia 2017. In: tournament.fifadata.com. Archiviert vom Original am 24. Juli 2017; abgerufen am 27. September 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tournament.fifadata.com
  3. Saskia Aleythe: Kimmich zum FC Bayern: Musterschüler aus der ersten Riege. In: sueddeutsche.de. 4. Januar 2015, abgerufen am 13. April 2016.
  4. André Schmidt: RB Leipzig: Joshua Kimmich (18) über Nationalelf, Vorbild Xavi und Tortillas. In: bild.de. 7. Dezember 2013, abgerufen am 17. Dezember 2015.
  5. Julian Koch: RB Leipzig gewinnt Tauziehen um Joshua Kimmich. In: liga3-online.de. 5. Juli 2013, abgerufen am 17. Dezember 2015.
  6. Wilfried Sprenger: Musterschüler Joshua Kimmich. In: wn.de. 24. Juni 2015, abgerufen am 26. Juni 2016.
  7. VfB Stuttgart: Joshua Kimmich wechselt zu RB Leipzig. In: stuttgarter-nachrichten.de. Abgerufen am 17. Dezember 2015.
  8. Warum der FC Bayern München Joshua Kimmich unbedingt will. In: t-online.de. 28. Mai 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.
  9. Joshua Kimmich wechselt zum FC Bayern München. In: vfb.de. Abgerufen am 17. Dezember 2015.
  10. Bayern holen Kimmich bis 2020 - der VfB kassiert. In: kicker.de. 2. Januar 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.
  11. VfB-Coach Zorniger über Kimmich-Transfer: „Fatale Fehlentscheidung“. In: transfermarkt.de. 9. November 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.
  12. Redaktion: FC Bayern verlängert vorzeitig mit Joshua Kimmich - FC Bayern München. In: FC Bayern München. 9. März 2018 (fcbayern.com [abgerufen am 9. März 2018]).
  13. Löws EM-Auswahl, dfb.de, abgerufen am 21. Mai 2016
  14. Der erweiterte EM-Kader für die Europameisterschaft in Frankreich 2016 (10. Juni bis 10. Juli) (Memento vom 21. Mai 2016 im Internet Archive), dfb.de, abgerufen am 21. Mai 2016
  15. Der Kader für die Europameisterschaft in Frankreich 2016 (10. Juni bis 10. Juli) (Memento vom 31. Mai 2016 im Internet Archive), dfb.de, abgerufen am 31. Mai 2016
  16. de.uefa.com: UEFA EURO 2016: Die Mannschaft des Turniers. uefa.com, 12. Juli 2016, abgerufen am 12. Juli 2016.
  17. Das ist der deutsche Kader für den Confed Cup 2017. TZ.de, 19. Juni 2017, abgerufen am 19. Juni 2017.
  18. Michael Stricz: Fritz-Walter-Medaille 2013: Die Gewinner: Das sind die besten Talente Deutschlands. spox.com, 5. Juli 2013, abgerufen am 14. August 2014.
  19. Preisträger 2016 auf generationen.de, abgerufen am 16. Oktober 2017
  20. https://fanclub.dfb.de/artikel/kimmich-ist-nationalspieler-des-jahres-180707/