U-Bahnhof Oberbilk S

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Oberbilk S-Bahn Rhein-Ruhr
ehem. Oberbilk Bf./PhilipsHalle
Stadtbahn.svg
U-Bahnhof in Düsseldorf
Basisdaten
Ortsteil Oberbilk
Eröffnet 15. Juni 2002
Gleise (Bahnsteig) 2 (Seitenbahnsteige)
Koordinaten 51° 12′ 30″ N, 6° 48′ 28″ OKoordinaten: 51° 12′ 30″ N, 6° 48′ 28″ O
Nutzung
Strecke(n) Stammstrecke 1
Linie(n) U 74 U 77 U 79
Umstiegsmöglichkeiten BUS-Logo.svg, Tram-Logo.svg, S-Bahn Rhein-Ruhr
Fahrgäste ca. 15.000 bis 20.000 je Tag

Der U-Bahnhof Oberbilk S-Bahn Rhein-Ruhr (bis 2012 wurde er mit U-Bahnhof Oberbilk Bf./PhilipsHalle bezeichnet) ist eine Station der Düsseldorfer Stadtbahn. Er liegt im Verlauf der ersten Stammstrecke im Stadtteil Oberbilk der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Der nördlich des namensgebenden S-Bahnhofs errichtete Bahnhof wurde am 15. Juni 2002 dem Verkehr übergeben.[1] Der U-Bahnhof erschließt die benachbarte Mitsubishi Electric Halle und die umgebenden Wohnquartiere. Er wird von den Stadtbahnlinien U74, U77 und U79 bedient. Eine Verknüpfung mit weiteren Linien des Düsseldorfer Nahverkehrs besteht an einer oberirdischen Haltestelle der Straßenbahn und dem bereits erwähnten S-Bahnhof. Im Jahr 2002 lag die Zahl der Ein-, Aus- und Umsteiger bei ca. 15.000 bis 20.000 je Werktag.[2] Die seitlich angeordneten Bahnsteige stellen im Düsseldorfer Tunnelnetz, bis auf die beiden weiteren U-Bahnhöfe dieser Strecke, eine Besonderheit dar.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckennetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übergang zum nahegelegenen S-Bahnhof

Der U-Bahnhof befindet sich südöstlich der Innenstadt im Stadtteil Oberbilk. Hinter dem Hauptbahnhof teilen sich die im Innenstadttunnel gemeinsam geführten Stammstrecken wieder auf. Dabei wird die zweite Stammstrecke Richtung Eller über den U-Bahnhof Handelszentrum/Moskauer Straße und die erste Stammstrecke über den U-Bahnhof Ellerstraße zum U-Bahnhof Oberbilk S weitergeführt. Nachdem sie diesen passiert hat, verläuft der Tunnel unterhalb der Eisenbahnstrecke von Düsseldorf nach Köln und erreicht kurz darauf eine Rampe in Höhe der Kaiserslauterner Straße, nach der die Strecke in einem leichten Einschnitt bis zum Haltepunkt Kaiserslauterner Straße geführt wird.

Stadtteil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof selbst befindet sich im südlichen Bereich des Stadtteiles Oberbilk und ist unterhalb der Straßenkreuzung Oberbilker Allee/Stoffeler Straße bzw. Siegburger Straße gelegen. Etwas weiter nördlich schließt sich mit Kölner Straße das Stadtteilzentrum an. So dient er den umgebenden Wohnquartieren im Norden, Westen und Osten sowie der benachbarten Gemeinschaftsgrundschule Stoffeler Straße als Zugang zum Düsseldorfer Stadtbahnnetz.

Südlich des U-Bahnhofs befindet sich der namensgebende S-Bahnhof Düsseldorf-Oberbilk. Weiter südlich schließen sich der Volksgarten und die Veranstaltungsstätte Mitsubishi Electric Halle an. Für die letztgenannte übernimmt er, neben dem S-Bahnhof, die Hauptfunktion in der Zu- und Wegführung der Besucherströme durch den ÖPNV.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Stadtbahn Rhein-Ruhr bestehen seit Anfang der 1960er Jahre Planungen für ein umfangreiches Stadtbahnnetz in Düsseldorf. Ursprünglich war geplant, die Stammstrecke 1 von Oberbilk durch den Südpark bis zur Heinrich-Heine-Universität zu bauen. Diese Pläne wurden jedoch nicht weiter verfolgt.

1994 wurde dann begonnen, ab der Rampe Stahlwerkstraße an den Innenstadttunnel anschließend den Oberbilker Tunnel in südliche Richtung verlaufend zu errichten. Damit sollten sowohl die Kölner Straße als auch die Stoffeler Straße entlastet werden und die Fahrzeit auf diesem Streckenabschnitt um fünf Minuten verkürzt werden.[3]

Der U-Bahnhof wurde zusammen mit dem Tunnel der Stammstrecke 1 am 15. Juni 2002 dem Verkehr übergeben.[3][4]

Im Zuge des Fahrplanwechsels am 7. Januar 2012 wurde der Name von „U-Bahnhof Oberbilk Bf./PhilipsHalle“ in „U-Bahnhof Oberbilk S“ geändert.[5] Dies geschah vor dem Hintergrund der im Herbst 2011 erfolgten Umbenennung der nahegelegenen Multifunktionshalle vom bisherigen Namen „PhilipsHalle“ in Mitsubishi Electric Halle.

Bahnhofsanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick in den Bahnsteigbereich

Der U-Bahnhof ist über Rolltreppen sowie über einen Aufzug erreichbar, er ist damit barrierefrei.[6] Die obere Ebene des Bahnhofs ist die Verteilerebene und führt in die tiefer gelegene Bahnsteigebene. Letztere verfügt über zwei Seitenbahnsteige, an denen die Linien Richtung Holthausen und Richtung Duisburg bzw. Meerbusch/Am Seestern halten.

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der U-Bahnhof Oberbilk S befindet sich an der ersten Stammstrecke des Düsseldorfer Stadtbahnnetzes. Alle auf dieser Strecke verkehrende Stadtbahnlinien bedienen den U-Bahnhof.

Über die Linie aus Duisburg wird die Nachbarstadt, sowie die nördlichen Stadtteile Wittlaer, Kaiserswerth und Lohausen erreicht. Die in das Linksrheinische abzweigenden Linien binden die dortigen Stadtteile Oberkassel und Lörick sowie die Nachbarstadt Meerbusch an. In Richtung Altstadt besteht die Verbindung zu dem zentralen Umsteigepunkt Heinrich-Heine-Allee. Dort sind Umsteigemöglichkeiten zu mehreren Straßenbahn- und Buslinien sowie ab 2014 zur dritten Stammstrecke, der sogenannten Wehrhahn-Linie vorhanden. Davor liegt der Umsteigebahnhof Düsseldorf Hbf, welcher die Stadtbahn mit der S-Bahn Rhein-Ruhr und weiteren Verbindungen im Regional- und Fernverkehr verknüpft. Im weiteren Verlauf der ersten Stammstrecke werden die südlich gelegenen Stadtteile Wersten, Holthausen und Benrath, sowie die Heinrich-Heine-Universität und der Botanische Garten angebunden.

Bis auf die Linie U79, welche gemeinsam mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft betrieben wird, werden alle Stadtbahnlinien von der Düsseldorfer Rheinbahn bedient. So verkehren auf der Linie U79, seitens der Duisburger Verkehrsgesellschaft, hochflurige Stadtbahnfahrzeuge des Typs B80C. Zusätzlich werden hier, wie auch auf allen anderen Linien, Wagen des Typs B80D, ebenfalls hochflurig, eingesetzt.

Alle Linien der Stadtbahn, Straßenbahn und S-Bahn können mit Fahrausweisen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr genutzt werden.

Linie Verlauf Takt
U 74 Meerb.-Osterath, Görgesheide1 Hoterheide – Kamperweg – Bovert Haus Meer2 Forsthaus – Büderich, Landsknecht – ) D-Lörick3 Löricker Straße – Lohweg – Prinzenallee – Heerdter Sandberg – Rheinbahnhaus4a Belsenplatz4b Barbarossaplatz – Luegplatz – Tonhalle/Ehrenhof U Heinrich-Heine-Allee Stadtbahn U Steinstraße/Königsallee U Oststraße U Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn5 U Oberbilker Markt/Warschauer Straße U Ellerstraße U D-Oberbilk S-Bahn Kaiserslautener Straße – Provinzialplatz – Werstener Dorfstraße – Opladener Straße – Ickerswarder Straße – Elbruchstraße – D-Holthausen6
Hochflurbetrieb der Rheinbahn; Linie gehört zum Düsseldorfer Nachtnetz;
Abschnitt 1–3: Sa 8–15 Uhr alle 30 min und Mo–Fr in der morgendlichen HVZ zweimal zwischen 3 und 6;
Abschnitt 3–6: abweichender Takt Mo–Fr 21–23 Uhr, Sa 20–23 Uhr und So 13–23 Uhr alle 15 min, Sa–So 0–4 Uhr, Sa 5–19 Uhr und So 9–13 Uhr (und 5–9 Uhr im Abschnitt 4a/b–6) alle 30 min;
Durchgehende Züge zwischen Krefeld und D-Holthausen Mo–Fr 21–23 Uhr, Sa 20–23 und So 13–23 Uhr von Krefeld ab 3 als U 74 und von Holthausen ab 5 als U 76.
20 min (3–6)
U 77 D-Lörick, Am Seestern Prinzenallee – Heerdter Sandberg – Rheinbahnhaus – Belsenplatz Barbarossaplatz – Luegplatz – Tonhalle/Ehrenhof U Heinrich-Heine-Allee Stadtbahn U Steinstraße/Königsallee U Oststraße U Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn5 U Oberbilker Markt/Warschauer Straße U Ellerstraße U D-Oberbilk S-Bahn Kaiserslautener Straße – Provinzialplatz – Werstener Dorfstraße – Opladener Straße – Ickerswarder Straße – Elbruchstraße – D-Holthausen )
Hochflurbetrieb der Rheinbahn; verkehrt nur Mo–Fr 5–20 Uhr und alle 30 min Sa 7–20 Uhr
20 min
U 79 D-Universität Ost/Botanischer Garten Südpark Werstener Dorfstraße – Provinzialplatz – Kaiserslauterner Straße – U D-Oberbilk S-Bahn U Ellerstraße U Oberbilker Markt/Warschauer Straße U Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn U Oststraße U Steinstraße/Königsallee U Heinrich-Heine-Allee Stadtbahn U Nordstraße U Victoriaplatz/Klever Straße Kennedydamm – Golzheimer Platz Theodor-Heuss-Brücke Reeser Platz – Nordpark/Aquazoo Messe Ost/Stockumer Kirchstraße Freiligrathplatz Lohausen Alte Landstraße – Kittelbachstraße – Klemensplatz Kalkumer Schlossallee Am Mühlenacker – Wittlaer1 D-Froschenteich – DU-Kesselsberg Angerbogen (nie in Betrieb genommen) St. Anna Krankenhaus Sittardsberg – Mühlenkamp – Münchener Straße – Waldfriedhof Im Schlenk – Kulturstraße – Grunewald Betriebshof – Grunewald – Karl-Jarres-Straße – Kremerstraße – Musfeldstraße – Platanenhof – U Steinsche Gasse U König-Heinrich-Platz U Duisburg Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn U Duissern2 (– U Auf dem Damm U DU-Meiderich Bf Deutsche Bahn AG-Logo.svg3)
Hochflurbetrieb der Rheinbahn und DVG; ehemalige D-Bahn; in den Schulferien gilt ein besonderer Fahrplan.
15-Minuten-Takt Mo–Fr 19–20 Uhr, 20-Minuten-Takt Fr 17–19 Uhr und 30-Minuten-Takt Mo–Fr 19–22 Uhr (bis 3) und Sa 7–20 Uhr (bis 2)
10 min (bis 1)
10/20 min (bis 3)

Neben den Umsteigemöglichkeiten zwischen den einzelnen Stadtbahnlinien bestehen Umsteigebeziehungen zur Straßenbahn und drei Linien der S-Bahn Rhein-Ruhr.

Linie Verlauf Takt
705 D-Unterrath S-Bahn1 Unterrath, Eckenerstraße – Großmarkt – Johannstraße – Derendorf, Spichernplatz2 – Pempelfort, Dreieck3 – Venloer Str. – Nordstraße Stadtbahn – Pempelfort, Sternstraße – Stadtmitte, Schadowstraße Stadtbahn – Steinstraße Stadtbahn – Stadtmitte, Berliner Allee4 – D-Friedrichstadt, Helmholtzstraße – Sonnenstraße (Friedrichstadt S-Bahn) – Oberbilk, Kruppstraße – Oberbilk S-Bahn Stadtbahn – Lierenfeld, Schlesische Straße Stadtbahn.svg – D-Eller Mitte S-Bahn Stadtbahn – Eller, Vennhauser Allee Stadtbahn5
Betrieb im Standardtakt der Düsseldorfer Straßenbahnen; Abschnitt 1–2 wird nur Mo–Fr 6–20 Uhr alle 20 min bedient; weitere Haltestellen nur in den Abschnitten 1–3 und 4–5, aber alle Umsteigehaltestellen sind aufgeführt.
10 min
S 6 Essen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn Essen Süd E-Stadtwald E-Hügel E-Werden Kettwig Kettwig Stausee Hösel Ratingen Ost D-Rath Stadtbahn D-Rath Mitte Stadtbahn D-Derendorf D-Zoo D-Wehrhahn Stadtbahn Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn D-Volksgarten D-Oberbilk Stadtbahn D-Eller Süd D-Reisholz D-Benrath Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn D-Garath D-Hellerhof Langenfeld-Berghausen Langenfeld (Rheinland) Lev.-Rheindorf Lev.-Küppersteg Leverkusen Mitte Deutsche Bahn AG-Logo.svg Lev.-Chempark K-Stammheim K-Mülheim Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn K-Buchforst K-Messe/Deutz Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn Köln Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn K-Hansaring Stadtbahn K-Nippes (– K-Geldernstraße/Parkgürtel Stadtbahn K-Longerich K-Volkhovener Weg – U K-Chorweiler Stadtbahn U K-Chorweiler Nord K-Blumenberg K-Worringen)
Nippes-Worringen nur in der HVZ
20 min
S 68 W-Vohwinkel Deutsche Bahn AG-Logo.svg Haan-Gruiten Hochdahl-Millrath Hochdahl Erkrath D-Gerresheim Stadtbahn D-Flingern Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn D-Volksgarten D-Oberbilk Stadtbahn D-Eller Süd D-Reisholz D-Benrath Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn D-Garath D-Hellerhof Langenfeld-Berghausen Langenfeld (Rheinland)
Verkehrt nur während der HVZ und teilweise nur in Lastrichtung

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedhelm Blennemann: U-Bahnen und Stadtbahnen in Deutschland Planung Bau Betrieb. alba, Düsseldorf 1975, ISBN 3-87094-304-1.
  • Amt für Verkehrsmanagement Landeshauptstadt Düsseldorf (Hrsg.): Lichtblicke im Untergrund. Landeshauptstadt Düsseldorf, Düsseldorf 2003.
  • Christoph Groneck, Paul Lohkemper, Robert Schwandl: Rhein-Ruhr Stadtbahn Album 1. Robert Schwandl Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-936573-06-9.
  • Fritz D. Kegel: U-Bahnen in Deutschland Planung Bau Betrieb. alba, Düsseldorf 1971.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Oberbilk S – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rheinbahn AG Feierliche Eröffnung: Tunnel nach Oberbilk ging in Betrieb, Stand: 3. Januar 2012
  2. Düsseldorf – Amt für Verkehrsmanagement: Nahverkehrsplan 2002–2007. 2003, S. 59, abgerufen am 3. Januar 2012 (PDF; 7,69 MB).
  3. a b Rheinbahn AG: Feierliche Eröffnung: Tunnel nach Oberbilk ging in Betrieb. Abgerufen am 3. Januar 2012.
  4. Düsseldorf – Amt für Verkehrsmanagement: 15. Juni 2002 – Eröffnung. Abgerufen am 3. Januar 2012 (PDF; 3,06 MB).
  5. Rheinbahn AG: Änderungen für die Rheinbahn-Kunden. Abgerufen am 3. Januar 2012.
  6. Rheinbahn AG: Mobilitätsbehindertenplan. Abgerufen am 3. Januar 2012 (PDF; 1,29 MB).
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Ellerstraße
← Meerbusch, Görgesheide
U 74
K-Bahn
Kaiserslauterner Straße
Benrath, Betriebshof →
Ellerstraße
← Am Seestern
U 77
K-Bahn
Kaiserslauterner Straße
Holthausen →
Ellerstraße
← Duisburg-Meiderich Bahnhof
U 79
D-Bahn
Kaiserslauterner Straße
Universität Ost/Botanischer Garten →