Vöran

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vöran
(ital.: Verano)
Wappen
Wappen von Vöran
Karte
Location of Vöran (Italy).png
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2016)
931/945
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,90 % deutsch
2,10 % italienisch
0,00 % ladinisch
Koordinaten 46° 36′ N, 11° 14′ OKoordinaten: 46° 36′ N, 11° 14′ O
Meereshöhe: 595–2025 m s.l.m. (Zentrum: 1204 m s.l.m.)
Fläche: 22,1 km²
Dauersiedlungsraum: 6,0 km²
Fraktionen: Aschl, Vöran
Nachbargemeinden: Burgstall, Hafling, Meran, Mölten, Sarntal
Postleitzahl: 39010
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021112
Steuernummer: 00253800213
Bürgermeister (2015): Thomas Egger (SVP)

Vöran ([ˈføˑran]; italienisch Verano) ist eine italienische Gemeinde mit 945 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in Südtirol auf dem Tschögglberg in der Nähe von Meran.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort, der Fraktion „Aschl“ und den Örtlichkeiten „Hinterkofl“, „Unterdorf“ und „Leadner Alm“. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von insgesamt etwa 23 Quadratkilometer.

Vöran Dorf, Panorama

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vöran wird erstmals im Jahr 1186 in einer Besitzbestätigungsurkunde Papst Urbans III. für das Augustinerchorherrenstift Au-Gries (heute Muri-Gries) in Bozen als „Veran“ genannt.[1] Die Gemeinde gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Meran und war Teil des Bezirks Meran.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vöran war eine von 10 Modellgemeinden der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (Arge Alp) und verfügt dadurch heute über ein Biosolarheizwerk, welches das Dorfzentrum zentral und durch Verwendung von erneuerbaren Brennstoffen mit Wärme versorgt.

In wirtschaftlicher Hinsicht sind die modern aufstrebende Landwirtschaft – die über 70 Höfe sind heute zum Großteil vollständig mechanisiert –, das ebenso blühende Handwerk und der Tourismus hervorzuheben. Viele Vöraner pendeln auch in die Städte Meran und Bozen oder in die umliegenden Dörfer (Hafling, Mölten, Burgstall und Sarnthein).

Vöran ist eines der sonnenreichsten Dörfer Südtirols. Bedingt durch die Meereshöhe, die südwestliche Ausrichtung und die günstige Lage auf einem Hochplateau darf sich Vöran über eine lange Abendsonne freuen (Meran z. B. liegt dann lange schon im Schatten). Vöran erhält auch frühzeitig die Morgensonne.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[2]

  • Ignaz Kröss: 1952–1976
  • Johann Kienzl: 1976–1985
  • Alfons Alber: 1985–2010
  • Thomas Egger: 2010–

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Autoverkehr ist die Gemeinde über die Landesstraße 98 erschlossen, die von Meran und Terlan aus die Tschögglberger Gemeinden Hafling, Vöran und Mölten miteinander verbindet.

Die alte Seilbahn Vöran 2013, seit 2017 durch eine neue Anlage ersetzt

Seit 1957 ist das Bergdorf zudem mit der Seilbahn Vöran von Burgstall im Etschtal aus erreichbar. Im Jahre 2017 wurde die ursprüngliche Konstruktion durch eine komplett neue Anlage ersetzt.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • das Knottnkino, ein besonders gestalteter Aussichtspunkt auf dem Porphyrfelsen Rotsteinkogel

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vöran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz Huter: Tiroler Urkundenbuch. I. Abt. Band 1. Innsbruck: Wagner 1937. S. 226, Nr. 429.
  2. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).