Karneid

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Karneid
(ital.:Cornedo all'Isarco)
Wappen
Wappen von Karneid
Karte
Location of Karneid (Italy).png
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Salten-Schlern
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2015)
3.314/3.388
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
89,03 % deutsch
10,64 % italienisch
0,33 % ladinisch
Koordinaten 46° 29′ N, 11° 23′ OKoordinaten: 46° 29′ N, 11° 23′ O
Meereshöhe: 283–1680 m s.l.m. (Zentrum: 800 m s.l.m.)
Fläche: 40,4 km²
Dauersiedlungsraum: 8,2 km²
Fraktionen: Blumau, Breien, Gummer, Kardaun, Karneid, Steinegg
Nachbargemeinden: Bozen, Deutschnofen, Ritten, Tiers, Völs am Schlern, Welschnofen
Partnerschaft mit: Oberperfuss
Postleitzahl: 39053
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021023
Steuernummer: 80013950219
Bürgermeister (2015): Martina Lantschner Pisetta (SVP)

Karneid ([karˈnaɪ̯t]; italienisch Cornedo all'Isarco) ist eine Gemeinde im Südtiroler Eisacktal in der Nähe von Bozen (Italien) mit 3388 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015). Benannt ist sie nach dem Dorf Karneid mit der gleichnamigen Burg (siehe Burg Karneid), eine der schönsten des Landes. Sitz der Gemeinde ist aber Kardaun.

Das Gemeindegebiet wird weitgehend von den drei Wasserläufen Eisack, Eggentaler Bach und Braibach (Tierser Tal) begrenzt, zwischen denen sich der „Karneider Berg“, ein Ausläufer der westlichen Dolomiten, befindet.

Fraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinegger Erdpyramiden

Die Gemeinde Karneid wird gebildet von den Fraktionen Steinegg, Gummer, Kardaun, Blumau und Karneid; der Sitz des Rathauses, des Sozial- und Gesundheitssprengels sowie des Sozialzentrum mit Behindertenwerkstätte liegt in Kardaun, im Bozner Talkessel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karneid wird in der Imbreviatur des Bozner Notars Jakob Haas von 1242 als „Curneit“ ersturkundlich genannt.[1] Die moderne Namensform „Karneyd“ ist 1477 urkundlich bezeugt.[2] Etymologisch ist der Örtlichkeitsname auf latein. cornu mit dem Suffix -etu in der Bedeutung „hornähnliches Gelände, Gelände mit hornartiger Erhebung“ zurückzuführen.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Karneid

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[5]

  • Peter Falser: 1952–1956
  • Franz Lantschner: 1956–1964
  • Franz Mock: 1964–1969
  • Alois Zelger: 1969–1974
  • Hans Mahlknecht: 1974–2000
  • Albin Kofler: 2000–2015
  • Martina Lantschner: 2015–

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Resch (* 29. Oktober 1934 in Steinegg), Theologe, Psychologe und Paranormologe
  • Gerda Weißensteiner (* 3. Januar 1969 in Bozen), Rodlerin und Bobfahrerin (lebt in Steinegg)
  • Ulli Mair (* 11. September 1974 in Bozen), Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen
  • Katja Schroffenegger (* 21. April 1991), Fußballspielerin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irmgard Lantschner: Die Gemeinde Karneid. Hrsg. vom Verein für Kultur und Heimatpflege Karneid, Karneid 2000.
  • Frieda Resch: Die Flurnamen in der Gemeinde Karneid. Karneid, Gemeindeverwaltung 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karneid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans von Voltelini, Franz Huter: Die Südtiroler Notariats-Imbreviaturen des 13. Jahrhunderts. Teil 2 (Acta Tirolensia 4). Wagner: Innsbruck 1951, Nr. 98.
  2. Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500. Band 2. Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2008, ISBN 978-88-901870-1-8, S. 167, Nr. 1178.
  3. Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Band 1. Bozen: Athesia 1991. ISBN 88-7014-634-0, S. 183–184.
  4. Planetarium Südtirol Alto Adige. Website des Planetariums. Abgerufen am 4. August 2013.
  5. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).