Riffian

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Riffian
(ital.: Rifiano)
Wappen von Riffian
Riffian in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2015)
1.333/1.310
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,76 % deutsch
1,85 % italienisch
0,39 % ladinisch
Koordinaten 46° 42′ N, 11° 11′ OKoordinaten: 46° 42′ N, 11° 11′ O
Meereshöhe: 504 m s.l.m.
Fläche: 35,75 km²
Dauersiedlungsraum: 2,9 km²
Fraktionen: Magdfeld, Vernuer, Gfeis, Tschenn
Nachbargemeinden: Kuens, Moos in Passeier, Sankt Leonhard in Passeier, St. Martin in Passeier, Schenna, Tirol
Partnerschaft mit: Inning am Holz, Deutschland
Postleitzahl: 39010
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021073
Steuernummer:
Bürgermeister (2015): Franz Pixner (SVP)

Riffian ([ˈrɪfɪan]; italienisch: Rifiano) ist eine Gemeinde mit 1310 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in Südtirol (Italien). Sie befindet sich am Eingang von Passeier nördlich von Meran.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riffian wird im Jahre 1116 als Riffian erwähnt, was sich wahrscheinlich vom lateinischen Personennamen Rufius ableitet. Im Mittelalter erlangte Riffian Bedeutung als Marien-Wallfahrtsort. Die Gemeinde gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Meran und war Teil des Bezirks Meran. Heute spielt der Tourismus eine wichtige Rolle; 34,52 % der vor Ort Beschäftigten (Stand: 2001) arbeiten im Beherbergungs- und Gaststättenwesen. Die touristische Attraktivität Riffians ist insbesondere auf das milde Klima und die Nähe zur Kurstadt Meran zurückzuführen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[1]

  • Franz Laimer: 1952–1954
  • Johann Pircher: 1954–1974
  • Alois Pircher: 1974–1995
  • Albin Kofler: 1995–2005
  • Karl Werner: 2005–2015
  • Franz Pixner: 2015–

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde von Riffian ist Inning am Holz bei Erding.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche in Riffian

Wallfahrtskirche „Zu den sieben Schmerzen Mariens“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Pfarrkirche zur Schmerzhaften Muttergottes (Riffian)

Dem Barockbau von Franz Delai (1671) ist ein gotischer Vorläufer (1310 erwähnt) vorausgegangen, über den Einzelheiten nicht bekannt sind. Die Kirche birgt das Gnadenbild einer gotischen Pietà, eine farbige Tonskulptur.

Kapelle Unsere Liebe Frau am Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Friedhofskapelle ist mit spätgotischen Fresken eines gewissen Meister Wenzeslaus (Signatur an einem Löwen mit Schriftband, datiert 1415) ausgemalt, dessen Identität noch weitgehend unerforscht ist.

Archäologische Funde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgstall ist eine Siedlung aus der späten Eisenzeit (ca. 400 v. Chr.), die im 1. Jahrhundert v. Chr. einem Brand zum Opfer fiel. Ausgegraben ist das zentrale Herrenhaus. Geführte Wanderungen dorthin werden u.a. vom Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen organisiert.

Der vor mehr als 4000 Jahren bearbeitete Lochstein von Riffian steht im Ort.

Fraktion Magdfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magdfeld (italienisch Campo) ist eine Fraktion der Gemeinde Riffian. Die Fraktion liegt auf 1148 m Meereshöhe oberhalb des Kalmtales und hat 17 Einwohner (VZ 2001).

Fraktion Vernuer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Vernuer

Vernuer (italienisch Vernurio) liegt oberhalb von Riffian. Charakteristisch sind die ca. 15 Höfe, das Gasthaus Brunner sowie die Pfarrkirche zum hl. Johannes Nepomuk. Da Vernuer keinen Pfarrer mehr hat, hält der Pfarrer von Riffian und Kuens auch in Vernuer die Messen. Der letzte Pfarrer von Vernuer war von 1956 bis 1999 Albert Prinoth aus Kastelruth.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leo Andergassen: Südtirol. Kunst vor Ort, 2002
  • Mathilde Weger: Riffian – Geschichte des Dorfes und seiner Wallfahrt, 1983
  • Ida Leinberger, Walter Pippke: DuMont Kunstreiseführer Südtirol, 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Riffian – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).