FC Valletta

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FC Valletta
FC Valetta Logo
Voller Name Valletta Football Club
Gegründet 1904/1944
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Ta’ Qali-Stadion, Attard
Plätze 17.000
Präsident Victor Sciriha
Trainer Ton Caanen
Liga Maltese Premier League
2014/15 2. Platz
Heim
Auswärts
Eingang zum Vereinsbüro des Valletta Football Club

Der Valletta Football Club ist ein maltesischer Fußballverein mit Sitz in Valletta, der Hauptstadt Maltas.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 9. Januar 1904 wurde Valletta United gegründet. In der Saison 1914 / 1915 wurde der Klub erstmals Meister. Nachdem 1928 nur die Vizemeisterschaft gelungen war, feierte der Klub 1932 seinen zweiten Titelgewinn. Im selben Jahr erfolgte die Umbenennung in Valletta City, die sieben Jahre Bestand haben sollte. 1939 wurde der Klub in Valletta St. Paul's AFT umbenannt. Da während des Zweiten Weltkrieges teilweise der Spielbetrieb zum Stillstand gekommen war, fusionierte der Klub 1944 mit dem Ortsrivalen Valletta Prestons zum Valletta F.C..

Der neu gegründete Verein war gleich in seiner ersten Saison erfolgreich und holte die maltesische Meisterschaft, die im Jahr darauf verteidigt werden konnte. In den folgenden Jahren gehörte der FC Valletta zusammen mit den Sliema Wanderers, dem FC Floriana und Hibernians Paola zu den dominierenden Mannschaften der maltesischen Meisterschaft. Aber auch im maltesischen Pokal war der Klub erfolgreich: Seit er 1960 mit einem 3:0-Finalsieg gegen den FC Floriana erstmals den Titel gewann, folgten zehn weitere Titel.

Seit 2001, als der Klub das Double gewann, musste man auf einen Titel warten, ehe im Mai 2008 die Meisterschaft zwei Spieltage vor Schluss gesichert wurde, als Marsaxlokk nicht gegen Birkirkara gewinnen konnte.

Gegenwärtiger Ausrüster des FC Valletta ist Nike, der Hauptsponsor ist Insignia, eine Lifestyle Management Firma.

Erfolge[Bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1963/64 Europapokal der Landesmeister Vorrunde TschechoslowakeiTschechoslowakei Dukla Prag 0:8 0:6 (A) 0:2 (H)
1964/65 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Spanien 1945Spanien Real Saragossa 1:8 0:3 (H) 1:5 (A)
1972/73 UEFA-Pokal 1. Runde ItalienItalien Inter Mailand 1:7 1:6 (A) 0:1 (H)
1974/75 Europapokal der Landesmeister 1. Runde FinnlandFinnland HJK Helsinki 2:4 1:0 (H) 1:4 (A)
1975/76 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde UngarnUngarn Haladás Szombathely 1:8 0:7 (A) 1:1 (H)
1977/78 UEFA-Pokal 1. Runde Sowjetunion 1955Sowjetunion Dynamo Moskau 0:7 0:2 (H) 0:5 (A)
1978/79 Europapokal der Landesmeister 1. Runde SchweizSchweiz Grasshopper Club Zürich 03:13 0:8 (A) 3:5 (H)
1979/80 UEFA-Pokal 1. Runde EnglandEngland Leeds United 0:7 0:4 (H) 0:3 (A)
1980/81 Europapokal der Landesmeister Vorrunde UngarnUngarn Honvéd Budapest 00:11 0:8 (A) 0:3 (H)
1983/84 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde SchottlandSchottland Leeds United 00:18 0:8 (H) 00:10 (A)
1984/85 Europapokal der Landesmeister 1. Runde OsterreichÖsterreich Austria Wien 0:8 0:4 (A) 0:4 (H)
1987/88 UEFA-Pokal 1. Runde ItalienItalien Juventus Turin 0:7 0:4 (H) 0:3 (A)
1989/90 UEFA-Pokal 1. Runde OsterreichÖsterreich First Vienna FC 1894 1:7 1:4 (H) 0:3 (A)
1990/91 Europapokal der Landesmeister 1. Runde SchottlandSchottland Glasgow Rangers 00:10 0:4 (H) 0:6 (A)
1991/92 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde PortugalPortugal FC Porto 0:4 0:3 (H) 0:1 (A)
1992/93 UEFA Champions League Vorrunde IsraelIsrael Maccabi Tel Aviv 1:3 1:2 (H) 0:1 (A)
1993/94 UEFA-Pokal 1. Runde TurkeiTürkei Trabzonspor 2:6 1:3 (A) 1:3 (H)
1994/95 UEFA-Pokal Vorrunde RumänienRumänien Rapid Bukarest 3:7 2:6 (H) 1:1 (A)
1995/96 Europapokal der Pokalsieger Vorrunde SlowakeiSlowakei Inter Slovnaft Bratislava 2:5 0:0 (H) 2:5 (A)
1996/97 Europapokal der Pokalsieger Vorrunde RumänienRumänien Gloria Bistrița 2:4 1:2 (H) 1:2 (A)
1997/98 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde LettlandLettland Skonto Riga 1:2 1:0 (H) 0:2 (A)
1998/99 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde Zypern RepublikRepublik Zypern Anorthosis Famagusta 0:8 0:2 (H) 0:6 (A)
1999/2000 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde WalesWales Barry Town 3:2 0:0 (A) 3:2 (H)
2. Qualifikationsrunde OsterreichÖsterreich Rapid Wien 0:5 0:3 (A) 0:2 (H)
2000/01 UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde KroatienKroatien HNK Rijeka 6:8 2:3 (A) 4:5 n.V. (H)
2001/02 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde FinnlandFinnland Haka Valkeakoski 0:5 0:0 (H) 0:5 (A)
2002 UEFA Intertoto Cup 1. Runde AlbanienAlbanien KS Teuta Durrës 1:2 1:2 (H) 0:0 (A)
2003/04 UEFA-Pokal Qualifikation SchweizSchweiz Neuchâtel Xamax 0:4 0:2 (H) 0:2 (A)
2005 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro FK Budućnost Podgorica 2:7 0:5 (H) 2:2 (A)
2008/09 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde SlowakeiSlowakei FC Artmedia Petržalka 0:3 0:2 (H) 0:1 (A)
2009/10 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde IslandIsland Keflavík ÍF 5:2 3:0 (H) 2:2 (A)
1. Qualifikationsrunde IrlandIrland St Patrick’s Athletic 1:2 1:1 (A) 0:1 (H)
2010/11 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde PolenPolen Ruch Chorzów (a)1:1(a) 1:1 (H) 0:0 (A)
2011/12 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde San MarinoSan Marino SP Tre Fiori 5:1 3:0 (A) 2:1 (H)
2. Qualifikationsrunde LitauenLitauen Ekranas Panevėžys 2:4 2:3 (H) 0:1 (A)
2012/13 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde AndorraAndorra FC Lusitanos 9:0 8:0 (H) 1:0 (A)
2. Qualifikationsrunde SerbienSerbien Partizan Belgrad 2:7 1:4 (H) 1:3 (A)
2013/14 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde San MarinoSan Marino SP La Fiorita 4:0 3:0 (A) 1:0 (H)
2. Qualifikationsrunde WeissrusslandWeißrussland FK Minsk 1:3 1:1 (H) 0:2 (A)
2014/15 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde AserbaidschanAserbaidschan Qarabağ Ağdam 0:5 0:1 (H) 0:4 (A)
2015/16 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde WalesWales Newtown AFC : 1:2 (A) (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 81 Spiele, 10 Siege, 12 Unentschieden, 59 Niederlagen, 63:225 Tore (Tordifferenz -162)

Stationen im Europapokal[Bearbeiten]

Bei seinen insgesamt 35 Teilnahmen im Europapokal konnte der Valletta FC sich fünfmal gegen eine gegnerische Mannschaft durchsetzen; so häufig wie kein anderer Verein des Inselstaates. Den Anfang machten die „Citizens“ 1999 gegen Barry Town (0:0 und 3:2), anschließend warfen sie noch den Keflavík ÍF (3:0 und 2:2 2009), Tre Fiori (3:0 und 2:1 2011), Lusitanos (8:0 und 1:0 2012) und La Fiorita (3:0 und 1:0 2013) aus dem jeweiligen Wettbewerb.

Der 8:0-Erfolg gegen den andorranischen Meister FC Lusitanos in der ersten Qualifikationsrunde zur Champions League 2012/13 ist nicht nur der mit Abstand höchste Sieg des Valletta FC, sondern einer maltesischen Vereinsmannschaft im Europapokal überhaupt. Die höchste Niederlage war das 0:10 bei Glasgow Rangers in der ersten Runde um den Europapokal der Pokalsieger 1983/84, nachdem bereits das Hinspiel 0:8 verloren wurde, so dass das Gesamtergebnis von 0:18 auch das schlechteste in der Europapokalgeschichte der Citizens ist. Sieben Jahre später traf Valletta im Europapokal der Landesmeister 1990/91 erneut auf die Glasgow Rangers und unterlag erneut deutlich, wenn auch diesmal „nur“ mit dem Gesamtergebnis von 0:10. Weitere zweistellige Gesamtniederlagen musste der Valletta FC gegen Grasshopper Zürich (3:13 1978) und Honvéd Budapest (0:11 1980) hinnehmen.

Zu den weiteren großen Namen, gegen die der Valletta FC in einem europäischen Wettbewerb antrat, gehören Inter Mailand (1972), Dynamo Moskau (1977), Leeds United (1979), Juventus Turin (1987), der FC Porto (1991) sowie die drei Wiener Vereine FK Austria (1984), First Vienna FC (1989) und SK Rapid (1999).

Das wohl denkwürdigste Europapokalspiel der Citizens fand am 24. August 2000 im Ta’ Qali-Stadion gegen den kroatischen Vertreter HNK Rijeka statt. Nachdem der HNK das Hinspiel vor eigenem Publikum mit 3:2 gewonnen hatte, lag er im Rückspiel mit demselben Ergebnis hinten, so dass eine Verlängerung erforderlich wurde. Bereits in der 94. Minute brachte Goran Brajković mit seinem Treffer zum 3:3 den HNK auf die Siegesstraße, weil der Valletta FC aufgrund der Auswärtstorregel zum Weiterkommen nunmehr einen Sieg mit zwei Toren Vorsprung benötigt hätte. Das Eigentor von Karl Bonnici zum 3:4 aus Sicht der Gastgeber in der 103. Minute sorgte für die endgültige Vorentscheidung zu Gunsten der Kroaten, an dem auch der Ausgleichstreffer von David Carabott in der 107. Minute zum 4:4 nichts mehr ändern konnte. Das letzte Tor zum 4:5-Endstand erzielte Admir Hasančić in der 119. Minute.[1]

Bekannte Fußballspieler[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daten zum Spiel bei UEFA.com (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]