Aínsa (Huesca)

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Gemeinde Aínsa
Aínsa – Ortsansicht
Aínsa – Ortsansicht
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Aínsa
Aínsa (Huesca) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Huesca
Comarca: Sobrarbe
Koordinaten 42° 25′ N, 0° 8′ O42.4172222222220.1375869Koordinaten: 42° 25′ N, 0° 8′ O
Höhe: 869 msnm
Fläche: 284,77 km²
Einwohner: 2.250 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 7,9 Einw./km²
Postleitzahl: 22330
Gemeindenummer (INE): 22907 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Ayuntamiento de Aínsa Webpräsenz der Gemeinde

Aínsa ist eine nordspanische Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) in der Provinz Huesca in der Autonomen Gemeinschaft Aragón. Der alte Ortskern mit seinem großen Hauptplatz (Plaza Mayor) wurde als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico eingestuft.

Lage[Bearbeiten]

Aínsa liegt auf einer felsigen Anhöhe in den südlichen Ausläufern der Pyrenäen zwischen den Flüssen Cinca und Ara am Nordende eines Stausees (Embalse de Mediano) etwa 100 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich von Huesca. Andorra la Vella liegt etwa 220 Kilometer östlich, die alte Bischofsstadt Jaca liegt gut 70 Kilometer westlich von Aínsa.

In der Nähe befindet sich auch der Ort Sarsa de Surta, ein fast verlassenes Dorf im Naturpark Sierra de Guara, welches von Aísne aus mitverwaltet wird.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2007
Einwohner 2.493 1.621 1.209 1.387 1.624 1.951

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hatte Aínsa deutlich über dreitausend Einwohner.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Traditionell sind Landwirtschaft, Handwerk und Handel von größter Bedeutung für das Wirtschaftsleben der kleinen Stadt. Infolge der rapide zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind viele Arbeitsplätze entfallen. Dafür kam der Tourismus – insbesondere die Vermietung von Ferienwohnungen – als Einnahmequelle in der Stadt hinzu.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Legende führt den Ursprung des Ortes auf ein Kreuzeswunder in der Zeit der islamischen Dominanz über weite Teile der Iberischen Halbinsel zurück, doch wurden bislang keinerlei Anzeichen für die Anwesenheit muslimischer Kultur so weit im Norden Spaniens entdeckt. Die Burg von Aínsa stammt aus dem 11. Jahrhundert und wird als Teil einer christlichen Verteidigungslinie gegenüber Angriffen aus dem Süden (Saragossa) angesehen; in dieser Zeit gehörte Aínsa zum Königreich Nájera. Im 12. Jahrhundert war es die Hauptstadt der ehemaligen Grafschaft Sobrarbe, die im Königreich Navarra aufging, dessen Südhälfte dann im Jahr 1512 auf Befehl von Ferdinand von Aragon innerhalb von nur zwei Wochen durch Fadrique Álvarez de Toledo, 2. Herzog von Alba erobert und in das spanische Kronland integriert wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Hauptsehenswürdigkeit von Ainsa ist der große langgestreckte Hauptplatz (Plaza Mayor), der zu beiden Seiten von Arkadenhäusern aus Stein umstanden ist. Auffällig ist das vollständige Fehlen von Fachwerk- oder Holzbauten in der gesamten Altstadt; lediglich in den Decken der Arkadengänge werden Holzbalken sichtbar.
  • Mehrere Steinhäuser (darunter die Casa de Bielsa, die Casa Latorre und die Casa Arnal) gehen auf das 16. und 17. Jahrhundert zurück.
  • Weite Teile der aus dem 11. und dem 16./17. Jahrhundert stammenden Burg (castillo) befinden sich in ruinösem Zustand.
  • Die einschiffige ehemalige Kollegiatskirche (colegiata) Santa María wurde im Jahr 1183 geweiht – sie steht in der Nordostecke des Platzes. Ihr Äußeres beeindruckt durch ihren wuchtigen romanischen Turm, der in seiner Art für Aragón einmalig ist, und durch das mehrfach gestufte und von Archivolten überhöhte Südportal. Das einschiffige Innere ist tonnengewölbt; die Altarfront zeigt ein radartiges Christusmonogramm bestehend aus den griechischen Buchstaben Chi und Rho ergänzt um die Buchstaben Alpha und Omega. Für Spanien eher ungewöhnlich ist das Vorhandensein einer dreischiffigen Krypta mit nichtfigürlichen romanischen Kapitellen. Der schmucklose kleine und unregelmäßig geformte Kreuzgang (claustro) stammt aus dem 15. Jahrhundert (Spätgotik) und erinnert an die Tatsache, dass die Kirche ehemals Teil eines Kollegiatstifts war.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aínsa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).