Bésame mucho

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Bésame mucho ist ein berühmtes und in unterschiedlichen Musikstilen interpretiertes Liebeslied der neueren Musikgeschichte. Es wurde 1941 von der mexikanischen Komponistin Consuelo Velázquez komponiert, die auch den Text verfasste.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Melodie des als Bésame mucho weltbekannten Liebesliedes zitiert ein Thema des spanischen Komponisten Enrique Granados (1867–1916). Er verwendete es zunächst in dem Klavierstück Quejas o la maja y el ruiseñor (dt.: „Wehklagen oder: das Mädchen und die Nachtigall“) aus dem 1911 komponierten Klavierzyklus Goyescas, dessen bekanntestes Einzelstück es darstellt. 1915 verwendete er dasselbe Thema in seiner gleichnamigen zweiten Oper Goyescas als Arie der Nachtigall. Seinen Einzug in die populäre Musik fand das Thema, als Consuelo Velázquez im Jahr 1941 das Lied Bésame mucho komponierte und mit einem eigenen Text versah. „Als ich das Lied 1941 komponierte, hatte ich noch nie geküsst; es war alles ein Produkt meiner Fantasie“, sagte Velázquez selbst einmal in einem Interview.

Der Refrain lautet:

Bésame,
bésame mucho
como si fuera esta noche
la última vez
Bésame,
bésame mucho
que tengo miedo a perderte
perderte después

Küsse mich,
küss’ mich ganz feste!
Küss’ mich als wär’s heute Nacht
zum allerletzten Mal.
Küsse mich,
küss’ mich ganz feste,
denn ich hab’ Angst, ich verlier’ dich,
verlier’ dich danach.
   (Deutsche Übersetzung: Werner Bildhäuser)

Emilio Tuero spielte das Lied mit Sängerin Chela Campos mit diesem Text für den mexikanischen Markt ein. Diese Platte wurde auch in Radiosendern im Süden der Vereinigten Staaten häufig gespielt;[1] zum Lied verfasste Sunny Skylar einen englischen Text. Um die Jahreswende 1943/1944 kamen die ersten Coverversionen von Jimmy Dorsey und Abe Lyman auf den Markt, die sich, ebenso wie kurz darauf die Version von Andy Russell, gut in der Hitparade platzieren konnten. Die Interpretation der Dorsey-Band mit den Sängern Bob Eberly und Kitty Kallen wurde in den Vereinigten Staaten ein Nummer-eins-Hit; sie war (mit Unterbrechungen) insgesamt sieben Wochen an der Spitze. Das Lied wurde weltberühmt, über die Jahre von unzähligen Musikern interpretiert und in über 20 Sprachen übersetzt. Die französische Übertragung des Textes stammt von Pascal Sevran und Serge Lebrail; die erste französische Version sang Tino Rossi 1945. Es gibt auch eine von Ralph Maria Siegel geschriebene deutsche Adaption mit dem Titel Tausendmal möcht’ ich dich küssen.

Es wurde 1999 von der Real Academia Española als das (mit Ausnahme von Geburtstagsständchen und Weihnachtsliedern) meistgespielte Lied der Geschichte in spanischer Sprache ausgezeichnet.

Bedeutung[Bearbeiten]

Bemerkenswert ist die musikalische Vielfalt, mit der Bésame mucho im Laufe der Jahrzehnte in vielen Kulturkreisen adaptiert wurde. Die Herkunft aus der Oper hat das Lied gleichermaßen bei Musikern der klassischen wie auch der Unterhaltungsmusik beliebt gemacht. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Instrumentalversionen, insbesondere für Gitarre und Klavier. Der Geschwindigkeitsbereich variiert dabei von der getragenen Ballade bis hin zu mittelschnellen Versionen. Das Stück hat sich auch als Jazzstandard etabliert.

Hier eine Auswahl einiger Interpretationen:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Billboard vom 6. November 1943.