Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

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Wappen von Friedrichshain-Kreuzberg
Wappen von Berlin
Friedrichshain-Kreuzberg
2. Bezirk von Berlin
Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 30′ 0″ N, 13° 26′ 0″ O52.513.433333333333Koordinaten: 52° 30′ 0″ N, 13° 26′ 0″ O.
Fläche 20,2 km²
Einwohner 278.579 (30. Nov. 2012)
Bevölkerungsdichte 13.818 Einwohner/km²
Ausländeranteil 22,4[1] % (31. Dez. 2012)
Arbeitslosenquote 13,3[2] % (30. Apr. 2013)
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Frankfurter Allee 35/37
10247 Berlin
Website friedrichshain-kreuzberg.de
Durchschnittsalter 37,3 Jahre[1] (31. Dezember 2012)
(somit der Bezirk mit den jüngsten Einwohnern)
Gliederung
Bezirksschlüssel 02
Gliederung des Bezirks

2 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne);
designiert: Monika Herrmann[3] (Grüne)
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Peter Beckers (SPD)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
Grüne SPD Linke Piraten CDU
22 13 7 5 4
Sitzverteilung in der BVV
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B1 B5 B96a
S-Bahn Berlin S1.svg Berlin S2.svg Berlin S25.svg Berlin S3.svg Berlin S41.svg Berlin S42.svg Berlin S45.svg Berlin S46.svg Berlin S5.svg Berlin S7.svg Berlin S75.svg Berlin S8.svg Berlin S85.svg Berlin S9.svg
U-Bahn Berlin U1.svg Berlin U2.svg Berlin U5.svg Berlin U6.svg Berlin U7.svg Berlin U8.svg

Friedrichshain-Kreuzberg (umgangssprachlich Xhain) ist der zweite[4] Verwaltungsbezirk von Berlin und hat rund 280.000 Einwohner. Er entstand im Jahr 2001 durch die Fusion des Ost-Bezirks Friedrichshain und des West-Bezirks Kreuzberg. Der Bezirk gilt als alternativ, kreativ[5] und als Hochburg linker Parteien. Friedrichshain-Kreuzberg hat sowohl die jüngste Bevölkerung als auch mit rund 14.000 Einwohnern pro Quadratkilometer mit Abstand die höchste Bevölkerungsdichte aller zwölf Berliner Bezirke. Das Wahrzeichen des Bezirks ist die Oberbaumbrücke, die beide Ortsteile miteinander verbindet.

Der Bezirk gehört zu den Szenevierteln Berlins und ist deshalb von Gentrifizierung betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Ortsteile[Bearbeiten]

Die beiden Ortsteile des Bezirks, Kreuzberg und Friedrichshain, sind durch die Spree voneinander getrennt. Die Oberbaumbrücke verbindet beide Altbezirke und ist damit zum Wahrzeichen des neuen Verwaltungsbezirks geworden.

Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Einwohner[6]
31. Dezember 2012
Einwohner
pro km²
Lage des Ortsteils im Bezirk
Friedrichshain-Kreuzberg
0201 Friedrichshain 9,78 119.905 12.260
Kreuzberg Freidrichshain BerlinOrtsteile des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg
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0202 Kreuzberg 10,40 149.566 14.381
Kreuzberg Freidrichshain BerlinOrtsteile des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg
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Eine Reihe von historischen Stadtteilbezeichnungen auf dem Gebiet des Bezirks, wie zum Beispiel Luisenstadt und Tempelhofer Vorstadt, leben in den Bezeichnungen der Grundbücher weiter.

In der Nähe der Alexandrinenstraße 12 im Ortsteil Kreuzberg liegt der geometrische Mittelpunkt Berlins. (Lage52.501413.4028)

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungspyramide des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg 2010
Bevölkerungsentwicklung im Bezirk
Friedrichshain-Kreuzberg 1999 bis November 2012
Jahr Einwohner
1999
  
248.600
2000
  
250.194
2001
  
251.769
2002
  
254.128
2003
  
255.958
2004
  
258.494
2005
  
261.811
2006
  
265.857
2007
  
267.919
2008
  
270.572
2009
  
268.839
2010
  
268.688
2011
  
274.386
2012
  
278.579

Strukturell unterscheiden sich beide Ortsteile insbesondere hinsichtlich ihrer Bevölkerungszusammensetzung. Während beispielsweise der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Kreuzberg bei 32,8 Prozent der Bevölkerung liegt (Statistisches Landesamt, 2002), liegt er in Friedrichshain bei 8,7 Prozent. Am 31. Dezember 2012 betrug der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund 37,6 Prozent.[1] Auch die Alterszusammensetzung der Bevölkerung unterscheidet sich deutlich. In Kreuzberg ist der Anteil der 35- bis 60-Jährigen höher, der Anteil der Jüngeren ist dementsprechend niedriger als in Friedrichshain. Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wohnen vor allem junge Erwachsene.

Die Fertilitätsrate lag 2007 bei 1,17, was sowohl unter dem Berliner Durchschnitt von 1,275 als auch unter dem Schnitt in Deutschland liegt.

Politik[Bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2011[7]
Wahlbeteiligung: 57,8 %
 %
40
30
20
10
0
35,5
20,8
14,3
12,5
7,9
2,8
6,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006[7]
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+2,5
-4,8
+14,3
-4,0
-0,9
+1,3
-8,4

Bezirksbürgermeister[Bearbeiten]

Mitglieder des Bezirksamtes[Bearbeiten]

  • Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Finanzen, Personal und Stadtentwicklung: Franz Schulz (Grüne)
  • Stellvertretender Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Wirtschaft, Ordnung, Schule und Sport: Peter Beckers (SPD)
  • Bezirksstadträtin für Familie, Gesundheit, Kultur und Bildung: Monika Herrmann (Grüne)
  • Bezirksstadtrat für Soziales, Beschäftigung und Bürgerdienste: Knut Mildner-Spindler (Linke)
  • Bezirksstadtrat für Umwelt, Verkehr, Grünflächen und Immobilienservice: Hans Panhoff (Grüne)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg

Das Wappen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg wurde am 7. Oktober 2003 durch den Senat von Berlin verliehen. Die Blasonierung lautet wie folgt:

„In silbernem Schild mit blauem Wellenschildfuß, belegt mit vier silbernen Wellenfäden, eine rote gezinnte Brücke, die durch zwei spitzbedachte und beknaufte Türme, die mit Zinnen, Zwischendächern, Simsen und schwarzen Schießscharten und Spitzfenstern bedeckt sind, in drei gleichmäßige Bögen unterteilt ist. Die beiden äußeren Bögen sind als Halbbögen dargestellt. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.“

Senatsverwaltung für Inneres und Sport[8]

Die Mauerkrone ist dabei das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Das Wappen ist vom erst 1991 entworfenen Wappen des ehemaligen Bezirks Friedrichshain abgeleitet. Es zeigt mit der Oberbaumbrücke das verbindende Wahrzeichen des neugebildeten Bezirks auf der ehemaligen Grenze der vorherigen Bezirke. Das blaue Wellenband verweist auf die Spree, über die die Oberbaumbrücke führt, und wurde auch aus dem vorherigen Wappen übernommen, das es wiederum aus der blauen Tingierung des Wappens Stralaus entlehnte.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unterhält aktuell zehn Städtepartnerschaften.

International[Bearbeiten]

NicaraguaNicaragua San Rafael del Sur, Nicaragua – seit Januar 1986

IsraelIsrael Kirjat Jam, Israel – seit 1990

PolenPolen Stettin, Polen – seit Juni 1996

TurkeiTürkei Kadıköy (Bezirk von Istanbul), Türkei – seit August 1996

BulgarienBulgarien Oborischte (Bezirk von Sofia), Bulgarien – seit Mai 1999

National[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Gemüseschlacht[Bearbeiten]

Seit 1998 findet auf der Oberbaumbrücke jedes Jahr eine als Demonstration angemeldete Gemüseschlacht zwischen Bewohnern der vormaligen Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain statt. Sie ist eine parodistische Auseinandersetzung mit den diffusen Animositäten der Bewohner der beiden Ortsteile.

Wagenburg[Bearbeiten]

In der Revaler Straße befindet sich das Wagendorf Hänger & Laster, als Modell für alternative Lebensformen.[9]

Ort der Vielfalt[Bearbeiten]

Am 23. September 2008 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Friedrichshain-Kreuzberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 18. Juni 2013.
  2. Arbeitslosigkeits-Atlas – Arbeitslosigkeit in Berlin – Zahlen und Quoten in der Stadt und in den Bezirken. Berliner Morgenpost. Abgerufen am 18. Juni 2013.
  3. Neue Bürgermeisterin von Kreuzberg ist die Anti-Buschkowsky. In: Berliner Morgenpost, 27. Mai 2013. Abgerufen am 13. Juni 2013.
  4. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  5. Friedrichshain-Kreuzberg – Kreativ und angesagt. Abgerufen am 13. Juni 2013.
  6. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2012, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 7. April 2013 (PDF-Datei).
  7. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin
  8. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen Friedrichshain-Kreuzberg
  9. Linke mögen keine Rollheimer mehr. In: Berliner Zeitung, 21. Februar 2009