Bornheim (Pfalz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bornheim
Bornheim (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bornheim hervorgehoben
49.2219444444448.1680555555556139Koordinaten: 49° 13′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Offenbach an der Queich
Höhe: 139 m ü. NHN
Fläche: 3,55 km²
Einwohner: 1440 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 406 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76879
Vorwahl: 06348
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Lerch-Ring 6
76877 Offenbach an der Queich
Webpräsenz: www.bornheim-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Karl Keilen (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Bornheim im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Maikammer Sankt Martin (Pfalz) Herxheim bei Landau/Pfalz Herxheimweyher Rohrbach (Pfalz) Insheim Bornheim (Pfalz) Essingen (Pfalz) Hochstadt (Pfalz) Offenbach an der Queich Billigheim-Ingenheim Birkweiler Birkweiler Böchingen Böchingen Böchingen Eschbach (Pfalz) Frankweiler Frankweiler Göcklingen Heuchelheim-Klingen Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Impflingen Knöringen Leinsweiler Ranschbach Siebeldingen Siebeldingen Walsheim Walsheim Walsheim Bad Bergzabern Barbelroth Birkenhördt Böllenborn Dierbach Dörrenbach Gleiszellen-Gleishorbach Hergersweiler Kapellen-Drusweiler Kapsweyer Klingenmünster Niederhorbach Niederotterbach Oberhausen (bei Bad Bergzabern) Oberotterbach Oberschlettenbach Pleisweiler-Oberhofen Schweigen-Rechtenbach Schweighofen Steinfeld (Pfalz) Vorderweidenthal Albersweiler Albersweiler Annweiler am Trifels Annweiler am Trifels Dernbach (Pfalz) Eußerthal Gossersweiler-Stein Münchweiler am Klingbach Ramberg (Pfalz) Rinnthal Silz (Pfalz) Völkersweiler Waldhambach (Pfalz) Waldrohrbach Wernersberg Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Burrweiler Burrweiler Edenkoben Edenkoben Edesheim Edesheim Edesheim Edesheim Flemlingen Flemlingen Flemlingen Freimersheim (Pfalz) Gleisweiler Gleisweiler Gommersheim Gommersheim Gommersheim Großfischlingen Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Kleinfischlingen Rhodt unter Rietburg Rhodt unter Rietburg Roschbach Roschbach Venningen Venningen Venningen Weyher in der Pfalz Weyher in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landkreis Germersheim Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Südwestpfalz FrankreichKarte
Über dieses Bild

Bornheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich an. Bornheim ist durch die Aktion Pfalzstorch, die erfolgreich eine Wiederansiedelung des Weißstorches betreibt und hier ihren Sitz hat, über die deutschen Grenzen hinaus bekannt geworden.

Geographie[Bearbeiten]

Bornheim liegt wenige Kilometer vom Ostrand des Pfälzerwaldes in den hügeligen Ausläufern des Weinbaugebietes der Pfalz. Westlich der Gemeinde breitet sich die Stadt Landau aus, östlich bestimmt die überwiegend als Grasland genutzte Niederung des Flüsschens Queich die nun flache Landschaft der Oberrheinischen Tiefebene.

Orte im nächsten Umkreis sind außer Landau: Essingen, Hochstadt und Offenbach an der Queich.

Geschichte[Bearbeiten]

Bornheim wurde im 10. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Von 1500 bis 1709 teilten sich das Hochstift Speyer und die Kurpfalz die Herrschaft, bis das Dorf im Rahmen eines Tauschgeschäfts ganz zur Kurpfalz kam. Nach der Französischen Revolution fiel Bornheim an Frankreich und 1816 an das Königreich Bayern. Seit 1946 ist es Teil des damals neugebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehört seit 1972 der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich an, die ihren Verwaltungssitz in Offenbach hat.

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 39,8 Prozent der Einwohner evangelisch und 39,2 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2] Die Evangelischen gehören zur Protestantischen Landeskirche Pfalz, die Katholiken gehören zum Bistum Speyer.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bornheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 3 7 6 16 Sitze
2009 3 8 5 16 Sitze
2004 4 6 6 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Rot ein silbernes Gemarkungszeichen in Form von zwei waagrechten dicken Balken, die in der Mitte durch einen schmäleren senkrechten Pfahl verbunden sind“.

Es wurde 1956 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1709.[4]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Saubrunnen
  • Wachthaus von 1835
  • Storchenscheune mit WebCams auf dem Dach und Weißstorch-Pflegestation
  • Storchenzentrum
  • Evangelische Kirche
  • Rathaus
  • Saubrunnen (geschaffen von Bildhauer Gernot Rumpf)
  • Max-und-Moritz-Platz
  • Hirtenplatz
  • Schulhaus von 1868
  • Dorfgemeinschaftshaus

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bornheim

Freizeit- und Sporteinrichtungen[Bearbeiten]

Westlicher Wendepunkt der „Südpfalz-Draisine“ neben der Hornbach AG

Vereine[Bearbeiten]

  • Aktion Pfalzstorch
  • Freundeskreis „Die Wachthäusler“
  • Bornheimer Boule-Club e. V. „Nooh draa“
  • Kinderinitiative Bornheim (KIB) e. V.
  • Diakonieverein Bornheim e. V.
  • Feuerwehrverein St. Florian Bornheim e. V.
  • Chorgemeinschaft Concordia e. V.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Hexennachtturnier des Bornheimer Boule-Clubs (30. April/1. Mai)
  • Saubrunnenfest (eine Woche nach Pfingsten)
  • Storchenfest der Aktion Pfalzstorch mit „Versteigerung“ der Jungstörche (Juli/August)
  • Kerwe (Anfang September)

Wettbewerbe zum Ortsbild[Bearbeiten]

Goldmedaille 1993
1995: 1. Platz auf Kreisebene, 1. Platz auf Bezirksebene, 5. Platz auf Landesebene
1999: 2. Platz in der Sonderklasse auf Kreisebene
2012: 2. Platz in der Sonderklasse auf Kreisebene

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verwaltungszentrale der Hornbach AG

Bornheim ist durch den Weinbau geprägt. Am Ortsrand befindet sich der Sitz der Zentrale der Hornbach Baumarkt AG. Der erste Baumarkt der Kette wurde 1968 in Bornheim eröffnet.

Verkehr[Bearbeiten]

Nördlich von Bornheim führt die Bundesstraße 272 (Landau–Speyer) vorbei, zu der es zwei Zufahrten gibt. Die B 272 mündet zwei Kilometer westlich an der Anschlussstelle Landau Nord in die Autobahn 65 (Ludwigshafen am RheinKarlsruhe). Auf einem Teil der stillgelegten Eisenbahnstrecke Landau–Lingenfeld wird heute die bei den Freizeiteinrichtungen aufgeführte Draisinenbahn betrieben.

Sohn der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Egon Ehmer: Bornheim – Ein Dorf und seine Geschichte. Ortschronik. Bornheim 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bornheim (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3