Neuwiller-lès-Saverne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neuwiller-lès-Saverne
Wappen von Neuwiller-lès-Saverne
Neuwiller-lès-Saverne (Frankreich)
Neuwiller-lès-Saverne
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Bouxwiller
Koordinaten 48° 49′ N, 7° 24′ O48.8230555555567.4011111111111231Koordinaten: 48° 49′ N, 7° 24′ O
Höhe 187–415 m
Fläche 31,89 km²
Einwohner 1.138 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 36 Einw./km²
Postleitzahl 67330
INSEE-Code

Neuwiller-lès-Saverne (deutsch Neuweiler) ist eine französische Gemeinde mit 1138 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass.

Geographie[Bearbeiten]

Neuwiller liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von Straßburg. Die Gemarkung der Gemeinde gehört zum Naturpark Nordvogesen, dem französischen Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2004
Einwohner 1201 1206 1115 1059 1166 1146 1134

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die um 720 gegründete ehemalige Abteikirche St. Peter und Paul gehörte zu einem der ältesten Klöster am Oberrhein. Dieses wurde in seinen ersten Jahren unter anderem vom hl. Pirminius geleitet. Die Kirche zählt zu den künstlerisch wertvollsten und stilistisch vielfältigsten des Elsass. Sie weist eine karolingische Krypta (8. Jahrhundert), romanische Kapellen (11. Jahrhundert), einen Chor und ein Querhaus im Übergangsstil zur Gotik (spätes 12. Jahrhundert), ein rein gotisches Langhaus (13. Jahrhundert) und eine klassizistische Fassade mit Turm (1768) auf. Die Überreste des Klostergebäudes (Kapitelsaal, ein Flügel des Kreuzgangs) sind gotischen Stils (13. Jahrhundert). Die Ausstattung ist sehr reichhaltig (mittelalterliche Grabdenkmäler und Wandteppiche aus den Jahren nach 1504 mit Darstellungen aus dem Leben und der Wundertätigkeit des heiligen Adelphus von Metz in den Kapellen; Taufstein, Kanzel, Adelphischrein, Orgel, Heiliges Grab im Kirchenschiff). Auch die Portale und Fensterrosen sind bemerkenswert gestaltet und verziert. Nördlich von der Kirche sind archäologische Überreste von weiteren, verschollenen Gebäuden der Klosteranlage zu sehen.
  • Die protestantische Kirche St. Adelphus wurde 1200 bis 1225 im Übergangsstil von Romanik zu Gotik erbaut. Sie imponiert durch ihre kraftvolle Westfassade und ihr schlichtes Innere. Der Chor der Kirche wurde im 19. Jahrhundert abgetragen, der bis dahin das Reliquiar und die Wandteppiche mit dem Leben des Adelphus von Metz enthielt und durch eine flache Wand ersetzt.
  • Die Burg Herrenstein (Ruine) wurde Anfang des 13. Jahrhunderts durch die Grafen von Dagsburg errichtet. Im 16. Jahrhundert wurde sie durch den elsässischen Militärarchitekten Daniel Specklin zur Festung umgebaut.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henri Hitz: Die Wandteppiche des heiligen Adelphus von Neuwiller-les-Saverne, Société d'histoire et d'archéologie de Saverne et environs (SHASE) 1989
  • Jaques Wimpfeling (Deutsch: Jakob Wimpheling): Vita Sancti Adelphi, 1506

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuwiller-lès-Saverne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien