Jacqueline Kennedy Onassis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Jacky Kennedy)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jacqueline Kennedy, 1963

Jacqueline „Jackie“ Lee Bouvier Kennedy Onassis (* 28. Juli 1929 in Southampton auf Long Island als Jacqueline Lee Bouvier; † 19. Mai 1994 in New York) war eine US-amerikanische Journalistin und Verlagslektorin. Sie war die Ehefrau des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy und damit vom 20. Januar 1961 bis zum 22. November 1963 die First Lady der USA. Sie bevorzugte die französische Aussprache ihres Vornamens.

Die in den 1960er Jahren als „Jackie Kennedy“ bekannt gewordene Präsidentengattin machte durch ihren modischen Stil und ihre Bemühungen um die Kulturförderung auf sich aufmerksam. Während ihrer zweiten Ehe mit dem 23 Jahre älteren griechischen Reeder Aristoteles Onassis verliehen ihr die Medien den Spitznamen „Jackie O.“.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten]

Ihre Eltern, der irisch- und französischstämmige New Yorker Bankier John Vernou Bouvier III (1891–1957)[1] und Janet Norton Lee (1907–1989), heirateten am 7. Juli 1928 in der katholischen Kirche St. Philomena in East Hampton.[2] Der erste Bouvier, der in den USA lebte, war 1815 aus der Provence nach Philadelphia ausgewandert. Norton Lees Großeltern waren aus dem County Cork stammende Einwanderer, die sich während der Großen Hungersnot in Irland in den 1840ern in New York niedergelassen hatten.

Am 3. März 1933 kam Jacquelines Schwester Caroline Lee Bouvier (Rufname Lee, nach ihrem Großvater mütterlicherseits James T. Lee), die heute Radziwill heißt, zur Welt. Die Schwestern wurden römisch-katholisch erzogen. In den ersten Jahren wohnte die Familie in New York, wo Jacqueline 1935 eingeschult wurde, und in East Hampton auf Long Island.[3]

Die Eltern ließen sich 1940 scheiden. Die Mutter heiratete noch zweimal, ihr zweiter Ehemann war der zweifach geschiedene New Yorker Börsenmakler Hugh Dudley Auchincloss jr. (1897–1976). Aus dieser Ehe hatte Jacqueline zwei Halbgeschwister, Janet Jennings Auchincloss (1945–1985) und James Lee Auchincloss (* 1947). Durch die beiden ersten Ehen ihres Stiefvaters Hugh Auchincloss hatte sie zudem drei Stiefgeschwister, Hugh D. Auchincloss III (* 1927), Nina Gore Auchincloss (* 1935) und Thomas Gore Auchincloss (* 1937). 1947 schloss Jacqueline ihre Schulausbildung in Farmington (Connecticut), ab. Neben Englisch hatte sie Französisch, Italienisch und Spanisch gelernt.

Studium[Bearbeiten]

Sie begann am Vassar College in Poughkeepsie, das sie bis 1949 besuchte, ein Studium in Geschichte, Literatur, Kunst und Französisch. Jacqueline Bouvier erhielt 1947/1948 den Titel Debütantin des Jahres. Sie besuchte 1949/1950 als Austauschschülerin die Sorbonne in Paris. Ihr Studium der Französischen Literatur beendete sie an der George Washington University. An der Georgetown University[1] absolvierte sie ein Aufbaustudium in amerikanischer Geschichte.

Nachdem sie 1951 ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, fand sie eine Anstellung als Fotografin und Journalistin bei der Zeitung Washington Times-Herald; sie verdiente 42,50 US-Dollar pro Woche. Ihre Aufgabe bestand darin, zufällig ausgewählten Bewohnern in Washington D. C. originelle Fragen zu stellen, die zunehmend politischer werden sollten.

Zunächst verlobte sich Bouvier im Dezember 1951 mit dem jungen Börsenmakler John Husted; im März 1952 wurde die Verlobung aufgelöst.

Ehe mit John F. Kennedy[Bearbeiten]

Jacqueline Kennedy bei ihrer Hochzeit mit John F. Kennedy (Fotografie von Toni Frissell, 1953)

John F. Kennedy und Jacqueline Bouvier lernten sich im Mai 1952 auf einer Dinnerparty kennen und verlobten sich im Juni 1953.[4] Sie heirateten am 12. September 1953 in Newport, Rhode Island. Die ersten Jahre ihrer Ehe verbrachten sie in Washington D. C.

John F. und Jackie Kennedy hatten vier Kinder: Arabella (Totgeburt 1956), Caroline (* 27. November 1957), John Fitzgerald Kennedy jr. (* 25. November 1960; † 16. Juli 1999) und Patrick Bouvier Kennedy (Frühgeburt, * 7. August 1963; † 9. August 1963). Die wahrscheinliche Ursache für die Früh- und Fehlgeburten – Jacqueline hatte vor Arabella mindestens noch eine Fehlgeburt – war eine Chlamydieninfektion, die von ihrem Mann auf sie übertragen worden war.

Die zehnjährige Ehe mit John F. war für sie nicht immer glücklich. Dies belegen ihre zahlreichen, langen und sehr persönlichen Briefe an den irischen Priester Joseph Leonard, die sie diesem im Rahmen einer seelsorgerlichen Korrespondenz ab 1950 bis zu seinem Todesjahr 1964 nach Irland sandte, und die erst 2014 auftauchten.[5]

First Lady der Vereinigten Staaten[Bearbeiten]

Im Wahlkampf von 1960, in dem John F. Kennedy für das Präsidentenamt kandidierte, spielte Jacqueline eine zwar durch ihre Schwangerschaft begrenzte, aber doch aktive Rolle. Sie beteiligte sich an Fernseh- und Zeitungsinterviews und nahm Radiokampagnen in fremden Sprachen auf. Ferner beriet sie ihren Mann in der Gestaltung seiner Reden, indem sie sich an geschichtlichen Beispielen orientierte.[1]

Schließlich konnte sich Kennedy gegen seinen Konkurrenten Nixon durchsetzen, am 20. Januar 1961 legte er seinen Amtseid als 35. Präsident der Vereinigten Staaten ab. Jackie Kennedy war damit die drittjüngste First-Lady der USA.[4] Obwohl sie sich im Wahlkampf engagiert hatte, zeigte sie sich während der Präsidentschaft zunächst politisch desinteressiert.[6]

Einrichtung des Weißen Hauses[Bearbeiten]

Jackies erstes großes Projekt waren Veränderungen der Einrichtung im Weißen Haus. Zu diesem Zweck gründete sie im Februar 1961 ein Gremium.

Am 14. Februar 1962 führte sie das amerikanische Fernsehen durch das Weiße Haus. Charles Collingwood vom Columbia Broadcasting System moderierte die Führung, die über 50 Millionen Amerikaner verfolgt haben.[4] Die National Academy of Television Arts and Sciences verlieh Jacqueline Kennedy aufgrund des Erfolgs der Sendung einen Emmy-Award.[4]

Jackie und John F. Kennedy bei ihrer Ankunft in Dallas am 22. November 1963 (Fotografie von Cecil W. Stoughton)
Staatsbesuche und öffentliche Auftritte[Bearbeiten]

Jackie Kennedy machte in der Öffentlichkeit vor allem durch ihre Garderobe auf sich aufmerksam. Besonders populär waren ihre Pillbox-Hüte. Bereits Ende 1960 war sie zur Bestgekleideten Frau der Welt gewählt worden.[7] Für die Anfertigung ihrer Kleider wählte sie den Hollywood-Designer Oleg Cassini aus. Er gestand ihr guten Geschmack und vor allem die Fähigkeit zu, sich mit kompetenten Menschen umgeben zu haben.[8]

Einen ihrer am meisten beachteten Auftritte hatte sie, als sie mit ihrem Mann am 31. Mai 1963 zu Charles de Gaulle nach Frankreich reiste, wo sie mit ihren Kenntnissen der französischen Sprache und ihrem Wissen über die französische Kultur beeindruckte. Im Rahmen eines Galadiners anlässlich des Staatsbesuches bemerkte John F. Kennedy:

“I am the man who accompanied Jacqueline Kennedy to Paris – and I have enjoyed it.”

„Ich bin der Mann, der Jacqueline Kennedy nach Paris begleitete – und ich habe es genossen.“

Nachruf in der New York Times[9]
Ermordung des Präsidenten[Bearbeiten]

Nachdem im August 1963 ihr jüngstes Kind Patrick gestorben war, erschien Jackie Kennedy seltener in der Öffentlichkeit. Ihren ersten Auftritt nach Patricks Tod hatte sie im November desselben Jahres: Sie begleitete ihren Ehemann zum Wahlkampf nach Texas. Beim Attentat auf Kennedy am 22. November in Dallas saß sie in einem offenen Cabrio links neben ihm auf dem Rücksitz.

Jacqueline Kennedy mit ihren Kindern Caroline und John jr. auf den Stufen des Kapitols, in dem Kennedys Leiche aufgebahrt lag; hinter ihr Robert F. Kennedy mit seiner Schwester Patricia Lawford (24. November 1963, Fotografie von Abbie Rowe)

Ihr blutbespritztes Kostüm wollte sie in den folgenden Stunden nicht wechseln.[10] Sie trug es auch, als am selben Tag Lyndon B. Johnson in ihrer Anwesenheit als der neue Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde. Sie begründete dies damit, dass die Leute das Blut sehen sollten. Auf der Trauerfeier am 25. November entzündete sie die Ewige Flamme auf dem Arlington National Cemetery.

Der Tod ihres Mannes hat Jackie Kennedy zutiefst getroffen.

“I feel more cruelly every day what I have lost — I always would have rather lost my life than lost Jack.”

„Ich empfinde jeden Tag schmerzhafter, was ich verloren habe – ich hätte schon immer lieber mein eigenes Leben verloren als Jack.“

Aus einem Brief an Joseph Leonard, Ende 1963[11]

Leben nach dem Attentat auf JFK[Bearbeiten]

Nach dem Auszug aus dem Weißen Haus zwei Wochen nach der Beerdigung erwarb Jacqueline Kennedy ein Apartment in der New Yorker Fifth Avenue und zog sich für ein Jahr aus der Öffentlichkeit zurück.

Im Mai 1965 weihte sie zusammen mit Königin Elisabeth II. in Runnymede, England, ein offizielles Denkmal ein, das John F. Kennedy gewidmet ist. Das Denkmal umfasst ein mehrere Hektar großes Gelände, auf dem im Jahr 1215 die Magna Carta von König John unterzeichnet worden war. Die Gedenkstätte wurde den USA von Großbritannien übereignet. Zwei Jahre später nahm Jackie Kennedy an der Taufe des Flugzeugträgers USS John F. Kennedy (CV-67) in Newport News, Virginia, teil.

In den späten 1960ern half sie mit, das historische New Yorker Grand Central Terminal vor dem Abbruch zu bewahren, indem sie eine Bürgerinitiative anführte.

1968 wurde Jackie Kennedy zusammen mit Věra Čáslavská zur Frau des Jahres gewählt. Das Ladies Home Journal wählte sie unter die 100 mächtigsten Frauen des 20. Jahrhunderts.

Offizielles Porträt (Ölgemälde von Aaron Shikler, 1970)

Ehe mit Aristoteles Onassis[Bearbeiten]

Am 20. Oktober 1968 heiratete Jackie Kennedy auf der Insel Skorpios den 23 Jahre älteren, griechischen Großreeder und Milliardär Aristoteles Onassis (1906–1975). Mit ihren Kindern verließ sie daraufhin die USA. Durch die Heirat verlor sie ihren Anspruch auf den Schutz durch den Secret Service.

Die Öffentlichkeit reagierte irritiert, als die Hochzeit bekannt wurde. Die Bild-Zeitung veröffentlichte die Schlagzeile, Amerika habe eine Heilige verloren. Ein US-amerikanischer Kommentator bezeichnete die Heirat als schwerste Beleidigung der amerikanischen Männer seit Pearl Harbor. Auch Freunde kritisierten Jackie Kennedy Onassis.[7] Später rechtfertigte sie sich so: „Ich konnte nicht länger als Kennedy-Witwe leben. Es war ein Ausbruch aus der beklemmenden Besessenheit, mit der die Amerikaner mich und meine Kinder in Anspruch nahmen.“[12]

Jackie und Aristoteles Onassis sahen sich selten. Onassis wurde in der Öffentlichkeit wiederholt mit Maria Callas gesehen. Jackie lebte abwechselnd auf Skorpios und in Paris. Die meiste Zeit verbrachte sie mit Reisen und Einkaufen, was wiederholt zu Auseinandersetzungen des Paares führte. Onassis gab ihr infolge der hohen Ausgaben bei ihren Einkäufen den Spitznamen Supertanker, da er meinte, sie kostete ihn genauso viel wie der Kauf eines Schiffes.[10]

Onassis ließ gerade die Scheidung vorbereiten, als er am 15. März 1975 starb. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Jackie mit ihren Kindern in New York. Ihr Anteil am Erbe war durch einen Ehevertrag stark eingeschränkt. Sie akzeptierte schließlich die von Christina Onassis angebotenen 27 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug verzichtete sie auf sämtliche Ansprüche in Bezug auf das Anwesen der Familie Onassis.

Letzte Jahre[Bearbeiten]

Nachdem ein Paparazzo Jackie Kennedy Onassis nackt auf einer griechischen Insel fotografiert hatte, erwarb Larry Flynt, der Herausgeber des Hustler, die Aufnahmen und veröffentlichte sie in der amerikanischen Ausgabe vom August 1975. Ab diesem Zeitpunkt verwendeten die Medien mehr und mehr die Bezeichnung „Jackie O“.

Jackie Kennedy Onassis lebte in New York und Martha’s Vineyard mit dem belgischstämmigen Maurice Tempelsman (* 26. August 1929), einem verheirateten Industriellen und Diamantenhändler, zusammen.[13]

Ab 1976 arbeitete sie als Lektorin beim Verlag Doubleday.[4] Sie schätzte die Beiträge afro-amerikanischer Autoren zur US-amerikanischen Literatur und ermutigte Dorothy West, ihre Nachbarin in Martha’s Vineyard und letzte Überlebende der Harlem Renaissance, ihren Roman The Wedding zu vollenden, der 1995 veröffentlicht wurde. Oprah Winfrey machte 1998 durch einen Fernsehfilm, in dem Halle Berry mitwirkte, Millionen von Amerikanern mit dieser Erzählung bekannt. Dorothy West erwähnte Jackies Ermutigungen auf dem Titelbild des Buches.

Grab von Jacqueline Kennedy Onassis

In den 1980er Jahren war sie eine wichtige Figur bei Protesten gegen einen geplanten Wolkenkratzer auf dem Columbus Circle, der große Schatten auf den Central Park geworfen hätte.

Im Januar 1994 wurde bei Jackie Kennedy Onassis ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert. Einen Tag vor ihrem Tod kehrte sie ein letztes Mal aus dem Krankenhaus nach Hause zurück. Sie starb am 19. Mai 1994 um 22.15 Uhr im Alter von 64 Jahren im Schlaf in ihrer Wohnung in 1040 Fifth Avenue.[14] Da sie in der Nacht starb, wird als Todesdatum oft auch der 20. Mai 1994 angegeben.

Ihre Beisetzung fand am 23. Mai statt. Sie wurde in Arlington neben ihrem ermordeten ersten Ehemann nach dem Ritus der katholischen Kirche bestattet. An ihrer Beisetzung nahmen die frühere First Lady Lady Bird Johnson und die damalige First Lady Hillary Clinton teil.[1] Die Grabrede hielt Präsident Bill Clinton.[15]

Ihre Grabinschrift „Jacqueline Bouvier Kennedy Onassis“ enthält sowohl ihren Geburtsnamen als auch die Namen ihrer beiden Ehemänner.

Nach ihrem Tod[Bearbeiten]

Kurz nach ihrem Tod wurden einige ihrer wertvollsten Besitztümer verkauft. Arnold Schwarzenegger, dessen Ex-Ehefrau Maria Shriver eine Nichte Kennedys ist, bezahlte insgesamt mehr als eine Million US-Dollar.[10]

1995 wurde in New York die Jacqueline Kennedy Onassis High School for International Careers nach der ehemaligen First Lady der USA benannt.[16]

Das New Yorker Metropolitan Museum of Art stellte 2001 einige ihrer Kleidungsstücke aus. Montebello, der Direktor der Ausstellung, sagte dazu:

„Wir wollen den zeitlosen Einfluss ihrer außerordentlichen und unvergesslichen Anmut, ihre Grazie und ihren Stil feiern.[17]

Im März desselben Jahres veröffentlichte Lee Radziwill ein Buch mit dem Titel Happy Times. In einem Interview mit CNN gab Radziwill an, dass Jacqueline und Onassis viel miteinander gemeinsam gehabt hätten.[18]

Im September 2011 veröffentlichte ihre Tochter Tonbänder mit Interviews, die ihre Mutter im März 1964 (vier Monate nach der Ermordung ihres Mannes) Arthur M. Schlesinger gegeben hatte.[19] Sie erschienen auch in Buchform (siehe unten).

[veraltet]

Die 33 Briefe mit einem Umfang von 130 handgeschriebenen Seiten, die sie an den irischen Priester Joseph Leonard schickte, werden im Juni 2014 in Durrow versteigert.[5]

Bezüge in der Popkultur[Bearbeiten]

  • Die New Order-Single 1963 basiert „auf einer Theorie, dass JFK versucht habe, seine Frau durch den Schuss loszuwerden.“[20]
  • Shel Silversteins One’s On the Way stellt mit der Zeile „Und Jackie wurde tanzend in der letzten Disko gesehen“ einen Bezug zu Jacqueline Onassis her.[21]
  • Das Rod Stewart-Lied aus dem Jahr 1972 You Wear It Well enthält die Zeilen
„You made me feel a millionaire and you wear it well
Madame Onassis got nothing on you“ [22]
„I wanna be Jackie Onassis
I wanna wear a pair of dark sunglasses
I wanna be Jackie O
Oh oh oh oh please don’t die!“ [23]
  • Jackie Kennedy und die Ermordung ihres Ehemannes ist das Thema des Tori Amos-Liedes Jackie’s Strength.
  • In der Seinfeld-Episode The Chaperone bewarb sich Elaine Benes um Bouviers Job bei dem Doubleday-Verlag. Nachdem Elaine den Job bei Doubleday nicht bekommen hatte, erhielt sie einen Job bei einem früheren (fiktiven) Freund von Jacqueline. Der Grund dafür, dass Elaine einen Job bei dem Freund erhielt: dieser fand, dass Elaine der verstorbenen Jacqueline ähneln würde. In der Episode trägt Elaine große Sonnenbrillen und einen Schal über ihrem Haar, Bestandteile eines Kleidungsstils, der Jacqueline in ihren späteren Jahren prägte. „Ich habe Mrs. Onassis sehr bewundert“, sagt Elaine zu dem Freund.
  • In der Zeichentrickserie Die Simpsons lautet Marge Simpsons Geburtsname Bouvier, ihre Mutter heißt mit Vornamen Jacqueline. Springfields Bürgermeister Quimby spricht im englischsprachigen Original mit einem Tonfall, der dem John F. Kennedys sehr ähnelt. Seine Ehefrau erscheint regelmäßig in Jackies berühmtem roséfarbenen Chanelkostüm wie auch mit ihrer Frisur und ihrem Pillbox-Hütchen.
  • Jackie O wird auch in dem Lied Lady Is a Vamp von den Spice Girls erwähnt. Eine Zeile des Liedes lautet:
„Jackie O, we loved her so
Sorry Mr. President, as far as we know.“ [24]
  • Mos Defs Single Ms. Fat Booty vergleicht Mädchen in dem Lied mit Jacqueline Kennedy („She was like J. Kennedy“).[25]
  • Carly Simon schrieb das Lied Touched by the Sun, das auf ihrem Album Letters Never Sent 1994 erschienen und Bouvier gewidmet ist.
  • Das Lied Posthuman aus dem Album Mechanical Animals von Marilyn Manson enthält die Zeilen:
„She’s pilgrim and pagan
Softworn and so-cial
In all of her dreams
She’s a saint like Jackie-O“
  • Marilyn Mansons Musikvideo mit dem Lied Coma White enthält eine Passage, in der die Ermordung John F. Kennedys nachgespielt wird. Mansons damalige Freundin Rose McGowan spielt Jackie Kennedy.
  • In dem Lied Anything von Third Eye Blind wird Jackie O mehrmals erwähnt. Eine Zeile lautet:
„Jackie O with the top down open.“
„There will be no highlights on the eleven o'clock
news and no pictures of hairy armed women
liberationists and Jackie Onassis blowing her nose.“ [26]
  • Das Lied Bullet von Misfits, welches sich mit der Ermordung von Kennedy beschäftigt, enthält eine Zeile, die „Run Jackie run“ lautet.
  • In dem Film Natürlich blond wird die Protagonistin Elle Woods von ihrem Freund Warner, einem angehenden Harvard-Studenten und zukünftigen Senator, verlassen. Zur Begründung äußert er sich so:
„Ich brauche eine Jacky. Keine Marilyn!“ [27]
  • Michael Daugherty komponierte eine Oper namens „Jackie O“.
  • Die Band B-52's spielt in ihrem Lied „52 girls“ auf „Jackie O“ an.
  • Nikita Sergejewitsch Chruschtschow schenkte ihr 1961 einen Welpen (Pushenka) der Hündin Strelka, die als erstes Lebewesen lebend aus dem Weltraum zurückkehrte.[28]
  • In der US-amerikanischen Zeichentrickserie The Venture Brothers tritt Dr. Girlfriend, die Partnerin eines der Bösewichte der Serie, stets in einem rosafarbenem Chanelkostüm mit dem Pillbox-Hut auf.

Ansehen[Bearbeiten]

Jackie Kennedy als Stil-Ikone[Bearbeiten]

Jacqueline Kennedy wurde von allen First Ladys am meisten fotografiert, sie rief das größte Medieninteresse hervor.[1] Prominente (Cassini, de Gaulle) bezeichneten sie als geschmackvoll und gebildet. Ihre geometrischen, schlicht geschnittenen Kostüme und die kecken Pillbox-Hüte wurden von Frauen auf der ganzen Welt kopiert.[29] Mit Cassinis Hilfe war ihre Erscheinung stets perfekt geplant.[30]

Nach ihrem Tod wurde sehr viel Mühe in die Erhaltung ihrer Garderobe investiert, damit diese auf Ausstellungen präsentiert werden konnte. Man achtete darauf, die Kleidung nur in säurefreie Kartons zu betten, hängende Kleider wurden mit Baumwollhüllen gestützt, damit der Stoff atmen konnte. Dieser durfte maximal sechs Monate dem Licht ausgesetzt sein, danach musste er ausgetauscht werden.[8]

Jackie Kennedy wollte dem Weißen Haus eine historische Ausstrahlung verleihen. So setzte sie sich mit Leuten in Verbindung, von denen sie wusste, dass diese Gegenstände aus dem Weißen Haus aus früheren Jahren besaßen und so beförderte sie Besitztümer ehemaliger US-Präsidenten aus dem Keller ans Licht. Sie sagte:

„Alle Leute, die das Weiße Haus besuchen, sollen darin ein Gefühl für Geschichte bekommen.“ [7]

Jackie Kennedy und Marilyn Monroe[Bearbeiten]

Jackie Kennedy und Monroe werden des Öfteren vom Auftreten und Benehmen her als stark gegensätzlich bezeichnet, beispielsweise in dem Film Natürlich blond. Dazu kommt, dass beide Frauen zur gleichen Zeit im Rampenlicht standen und gleichermaßen populär waren. Die Zeit:[30]

„Jackie war ein Schönheits- und Nichtsexsymbol. Anders gesagt, sie war das Gegenteil ihrer Zeitgenossin Marilyn Monroe, bei der Bekleidung nur dem Zweck zu dienen schien, die Formen des Körpers zu betonen, als wäre dieser nackt.“

Man sagt Monroe und John F. Kennedy bis heute ein Verhältnis nach.

„[…] aber er [Kennedy] wird sich auch kaum auf Marilyn Monroe beschränkt haben.“ (stern [7])

Als Marilyn Monroe am 29. Mai 1962 anlässlich des 45. Geburtstags von Kennedy das Lied Happy Birthday, Mr. President sang, war Jackie nicht anwesend. Stattdessen saß Rose Kennedy an John F. Kennedys Seite.

Einfluss der Herkunft[Bearbeiten]

Ihre Vorliebe für die Kultur Frankreichs sollte Jackie Kennedy in ihrer Zeit als erste Dame im Staat stark prägen. Diese Leidenschaft wurzelt in dem einjährigen Abschnitt ihrer Studienzeit, den sie in Paris verbracht hatte. Sie bezeichnete diese Zeit später als das schönste Jahr ihres Lebens.[31]

Jackies Verhältnis zur Kennedy-Familie war schwierig, da sie andere Ideale hatte und unter anderem von dem in dem Clan häufig betriebenen Sport nicht viel hielt. Die Kennedy-Schwestern verliehen ihr den Spitznamen die Debütantin, Jacqueline beschwerte sich über die Manieren und den Umgangston des Clans.[7]

Als First Lady orientierte sie sich dann neben Cassini noch an französischen Haute Couture-Designern und gewährte der französischen Küche großen Einfluss auf die Zubereitung der Dinners im Weißen Haus.

Mentalität[Bearbeiten]

Neben ihren Bemühungen um eine historische Einrichtung des Weißen Hauses kümmerte sich Jackie Kennedy um einen kulturellen Anstrich mit geistigen Ansprüchen. So organisierte sie das Treffen der neunundvierzig Nobelpreisträger am 29. April 1962 und die Ausstellung der Mona Lisa am 8. Januar 1963 in Washington.[4]

„Kennedy lobte das Dinner im Weißen Haus als die dichteste Konzentration von Wissen und Talent seit den Tagen, da Thomas Jefferson dort allein sein Essen einnahm. […] Die Leute sollten wissen, so sagte sie [Bouvier], dass auch unter ihrem Pillbox-Hütchen etwas sei.“

Die Zeit[8]

Jacqueline Kennedy wurde in ihrer geistigen Haltung von Edith Hamilton beeinflusst.

Filme[Bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten]

Diese Spielfilme beschäftigen sich (auch) mit Jacqueline Kennedy Onassis:

Jahr Titel Regisseur als Jacqueline Kennedy
2011 The Kennedys[10] Jon Cassar Katie Holmes
2008 Grey Gardens[10] Michael Sucsy Jeanne Tripplehorn
2003 Der amerikanische Traum: John F. Kennedy jr.
America’s Prince: The John F. Kennedy Jr. Story[32]
Eric Laneuville Jacqueline Bisset
2002 Timequest[33] Robert Dyke Caprice Benedetti
2001 Jackie, Ethel, Joan: The Women of Camelot[34] Larry Shaw Jill Hennessy
2000 Thirteen Days[35] Roger Donaldson Stephanie Romanov
2000 Jackie Bouvier Kennedy Onassis[36] David Burton Morris Joanne Whalley
1992 Love Field[37] Jonathan Kaplan Rhoda Griffis
1991 Das Schicksal der Jackie O.
A Woman Named Jackie[38]
Larry Peerce Roma Downey / Sarah Michelle Gellar (in jüngeren Jahren)
1988 Onassis: The Richest Man in the World[39] Waris Hussein Francesca Annis
1987 LBJ: The Early Years[40] Peter Werner Robin Curtis
1987 Hoover vs. the Kennedys: The Second Civil War[41] Michael O’Herlihy Jennifer Dale
1983 Kennedy[42] Jim Goddard Blair Brown
1981 Das Leben der Jackie Kennedy
Jacqueline Bouvier Kennedy[43]
Steven Gethers Jaclyn Smith

Dokumentarfilme[Bearbeiten]

Erscheinung Titel Regisseur
30. November 1962[4] Jacqueline Kennedy’s Asian Journey Leo Seltzer
14. Februar 1962 Tour of the White House Franklin J. Schaffner
1960 Primary Robert Drew

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1947: Debütantin des Jahres
  • 1951: Vogue Magazine Contest
  • 1962: Emmy Special Award for public service (verliehen von der National Academy of Television Arts and Sciences)
  • 1968: Frau des Jahres
  • 1995: Women’s International Center Living Legacy Award
  • Eine der 100 mächtigsten Frauen des 20. Jahrhunderts - eine Bewertung des Ladies Home Journal

Werke[Bearbeiten]

  • Jacqueline Kennedy: A Memoir, 1967, Look Magazine, 27 November
  • Jacqueline Kennedy Onassis: A Dream Realized, 1971, Ladies’ Home Journal, September
  • Jacqueline Bouvier Onassis, Lee Bouvier Radziwill: One Special Summer, New York 1974, Delacorte Press
  • Jacqueline Kennedy Onassis: Being Present, 1975, The New Yorker, 29 January
  • Jacqueline Kennedy Onassis: The Firebird and Other Russian Fairy Tales, New York 1978, Viking Press
  • Jacqueline Kennedy Onassis: Introduction, 1979, Atget’s Gardens. William Howard Adams Garden City: Doubleday
  • Jacqueline Kennedy Onassis: Introduction, 1988, Moonwalk. Michael Jackson New York: Doubleday
  • Jacqueline Kennedy Onassis[Ed.]: In the Russian style, 1976, London
  • Jacqueline Kennedy: Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy. Mit einem Vorwort von Caroline Kennedy. Interviews mit Arthur M. Schlesinger. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-50238-1[44]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jacqueline Lee Bouvier Kennedy Onassis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Presse[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d e National First Ladies' Library
  2. Sarah Bradford, Jackie Kennedy Onassis- ein leidenschaftliches Leben, 2. Auflage, Frankfurt am Main 2007, Seite 19
  3. Our First Ladies: Jacqueline Lee Bouvier Kennedy“ auf den Webseiten des Weißen Hauses
  4. a b c d e f g Jacqueline Kennedy Timeline
  5. a b Lazar Backovic: Jackie Kennedy: Briefe über JFK aufgetaucht. SPIEGEL ONLINE. 15. Mai 2014. Abgerufen am 15. Mai 2014.
  6. Arlington National Cemetery
  7. a b c d e Besser vom Podest stürzen, als darauf zu erfrieren
  8. a b c Gut erhaltenDie Zeit
  9. Nachruf in der New York Times
  10. a b c d e Biographie für Jacqueline Kennedy in der IMDb
  11. New York Daily News über die Briefe an Joseph Leonard
  12. Amerikas Königin – Stern.de
  13. jackie and maurice
  14. http://abagond.wordpress.com/2008/08/27/1040-fifth-avenue-where-jackie-o-lived/
  15. Deutscher Taschenbuch Verlag – Elisabeth Veit: Jacqueline Kennedy
  16. Jacqueline Kennedy Onassis High School (engl.)
  17. Die Mode Jacqueline Kennedys – stern.de
  18. CNN.com transcripts – Lee Radziwill Shares Her Remarkable Memories
  19. Jackies Leben mit dem Präsidenten
  20. New Order Online (Englisch)
  21. International Lyrics Playground
  22. Lyrics Freak – You Wear It Well
  23. Lyrics Freak – Tire Me
  24. Lyrics Freak – Lady Is a Vamp
  25. musicsonglyrics.com
  26. www.gilscottheron.com
  27. filmszene.de
  28. Pets
  29. Jacqueline Kennedys Modeschöpfer gestorben – stern
  30. a b Ursula März: Eine Inszenierung namens Jackie. In: Die Zeit. Abgerufen am 16. November 2010.
  31. JFK Library
  32. America's Prince: The John F. Kennedy Jr. Story – imdb.com
  33. Timequest – imdb.com
  34. Jackie, Ethel, Joan: The Women of Camelot – imdb.com
  35. Thirteen Days – imdb.com
  36. Jackie Bouvier Kennedy Onassis – imdb.com
  37. Love Field – imdb.com
  38. A Woman Named Jackie – imdb.com
  39. Onassis: The Richest Man in the World – imdb.com
  40. LBJ: The Early Years – imdb.com
  41. Hoover vs. the Kennedys: The Second Civil War – imdb.com
  42. Kennedy – imdb.com
  43. Jacqueline Bouvier Kennedy – imdb.com
  44. ausführliche Besprechung mit weiteren Materialien z.B. unter JFK-Witwe im Interview-Also sprach Jackie einestages.spiegel.de.