Leopoldshagen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Leopoldshagen führt kein Wappen
Leopoldshagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leopoldshagen hervorgehoben
53.77489213.8951026Koordinaten: 53° 46′ N, 13° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Am Stettiner Haff
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 19,56 km²
Einwohner: 701 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17375
Vorwahl: 039774
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 075
Adresse der Amtsverwaltung: Hans-Fischer-Straße 21
17367 Eggesin
Webpräsenz: www.eggesin.de
Bürgermeister: Werner Hackbarth
Lage der Gemeinde Leopoldshagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild

Leopoldshagen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Am Stettiner Haff mit Sitz in Eggesin verwaltet.

Geografie[Bearbeiten]

Luftbild (Blickrichtung Osten)

Die Gemeinde liegt am Nordwestrand der Anklamer Heide, ca.16 Kilometer von der ehemaligen Kreisstadt Anklam entfernt. Leopoldshagen ist als typisches Straßenreihendorf an der Hauptstraße ausgerichtet, wobei eine südlich verlaufende parallele Straße eine zweite Bebauungslinie bildet. Die Kirche des Ortes ist inselartig von der Hauptstraße umschlossen.
Die etwa drei Kilometer breiten Haffwiesen trennen Leopoldshagen vom Stettiner Haff.

Unmittelbar nordwestlich von Leopoldshagen beginnt das Anklamer Torfmoor, ein unter Naturschutz stehendes Feuchtgebiet, das sich am westlichen Haffufer bis Anklam entlangzieht.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Leopoldshagen
  • Grünberg
  • Hoheheide
  • Mörkerhorst

Geschichte[Bearbeiten]

Leopoldshagen

Auf Anordnung des Preußenkönigs Friedrich II. wurde der Ort 1748 durch den Landbaumeister Knüppel als ein langgestrecktes Straßenreihendorf angelegt und mit 30 Kolonisten besiedelt. 29 Kolonisten kamen aus Mecklenburg-Strelitz und eine Familie aus Schwedisch-Pommern. Zunächst wurden 30 Bauernhöfe nach der Rodung des großes Eichenwaldes angelegt. 18 dieser Hofanlagen mit ihren giebelständigen Wohngebäuden blieben erhalten. Den Namen Leopoldshagen erhielt der Ort im Jahre 1752 zu Ehren des Fürsten Leopold Maximilian von Anhalt-Dessau, zweiter Sohn von Leopold I. von Anhalt-Dessau.[2]

Trotz der beschwerlichen Kultivierung wuchs der Ort und eine kleine Fachwerkkirche entstand 1754 und im Jahre 1763 kam der erste Pfarrer nach Leopoldshagen. Die Kolonisten wurden verpflichtet auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die so genannte Büdnerseite, Doppelwohnhäuser zu errichten, um weitere Menschen anzusiedeln. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand dann die so genannte Hinterreihe.

Seit dem 1. Oktober 1896 war der Bahngleisbau vollendet und Leopoldshagen verfügte über einen eigenen Kleinbahnhof. Die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn (MPSB) hatte fortan eine eigene Gleisverbindung von Leopoldshagen zur Kreisstadt Anklam. Am 28. April 1945 endete der planmäßige Zugverkehr auf der Strecke Anklam–Leopoldshagen. Schon bald nach dem Krieg wurde die gesamte Strecke demontiert, da die Gleise unter Reparationsleistungen an die Sowjetunion gefallen waren.

Leopoldshagen gehörte bis 1952 zur Kreisstadt Anklam. Die breite Dorfstraße mit der Kirche in der Mittellage trennte die Bauern auf der Nordseite von den Büdnern und Handwerkern auf der anderen Straßenseite, was zum Teil heute noch an der Bausubstanz ersichtlich ist. Die kleinteiligen Strukturen verschwanden jedoch nach 1945 und zwei Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) wurden gegründet.[3] Die heute noch bestehenden kulturellen Vereine, der Sportverein; DTSV „Blau-Weiß 58“ und Karnevalsverein; „Le-Ha“, wurden vom Dorfclubvorsitzenden Max Eckhardt gegründet.

Die Gemeinde ist heute Ort der Grundschule, auch für die Nachbargemeinden Mönkebude und Grambin. Seit 1991 wurde der Ortskern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.

Grünberg
Hoheheide
Mörkerhorst

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Leopoldshagen

  • In der Ortsmitte steht die Leopoldshagener Fachwerkkirche, Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, mit einem Dachreiter. Drei Glocken finden sich im Glockenstuhl der Kirche.
  • Eine Besonderheit ist ein Wohnhaus mit Zwiebelturm.
  • In einer alten Motormühle wurde 1998 anlässlich der 250-Jahr-Feier eine Heimatstube eingerichtet. Sie zeigt wie die Kolonisten, Handwerker und zwei Fischer lebten sowie Beiträge zur Kirchengeschichte und zum Schulalltag.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Neun Kilometer westlich von Leopoldshagen liegt die Gemeinde Ducherow. Dort besteht Anschluss an das Bundesstraßennetz (B 109) und an die Bahnlinie Berlin–Stralsund. Die Umgebung ist gut durch Rad- und Wanderwege erschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Karl von Scheven (1882–1954), evangelischer Theologe und Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. *Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Bd. 1, W. Dietze, Anklam-Berlin 1865, S. 281(Digitalisat bei Google Books).
  3. BIG-Städtebau: Faltblatt der Gemeinde zur Stadterneuerung, 1995

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leopoldshagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien