Zemitz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Zemitz führt kein Wappen
Zemitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zemitz hervorgehoben
53.98333333333313.759Koordinaten: 53° 59′ N, 13° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Am Peenestrom
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 30,96 km²
Einwohner: 729 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17440
Vorwahlen: 03836, 038374
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 147
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Burgstraße 6
17438 Wolgast
Webpräsenz: www.amt-am-peenestrom.de
Bürgermeisterin: Susanne Darmann
Lage der Gemeinde Zemitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
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Zemitz ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Gemeinde wird vom Amt Am Peenestrom mit Sitz in Wolgast verwaltet. Bis zum 1. Januar 2005 war Zemitz Teil des Amtes Wolgast-Land.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Zemitz liegt etwa sieben Kilometer südlich von Wolgast und sieben Kilometer nördlich von Lassan. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Peenestrom. Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 111. Durch das Gemeindegebiet fließt der Brebowbach zum Peenestrom. Einzig nennenswerter See ist der Hohe See beim Ortsteil Hohensee. Südöstlich von Zemitz liegt die höchste Erhebung im Gemeindegebiet, der 43 m ü. NHN hohe Rauhe Berg.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Zemitz
  • Hohensee
  • Seckeritz
  • Lepelsruh (wüst)
  • Wehrland-Bauer
  • Negenmark
  • Milchhorst
  • Lütkendahl (wüst)

Geschichte[Bearbeiten]

Zemitz[Bearbeiten]

Zemitz wurde 1504 erstmals als „Sumentz“ urkundlich erwähnt. Der Name ist slawischen Ursprungs und leitet sich von Semlja für Erde ab. Die zahlreichen Bodenfunde aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit deuten auf eine frühe Besiedlung der Gegend hin. 1504 besaß ein Krienker Brünnig Lepel das gesamte Gut Zemitz. Bis 1843 besaß die Familie von Lepel das Gut. Dann wechselten viele Male die Besitzer von Zemitz. Im Jahr 1901 wurde das Gut Zemitz aufgesiedelt.

Seckeritz[Bearbeiten]

Der Ortsteil Seckeritz wurde 1319 gegründet. Von 1369 bis 1833 war das Rittergut im Besitz der Familie von Lepel. Ab 1833 war das Gut im Besitz der Landwirtsfamilie Dudy, danach gehörte es Adolf von Corswant. Im Jahr 1912 erwarb der Landwirt und Agrarwissenschaftler Paul Gerhard Hepner das abgewirtschaftete Rittergut. Er machte daraus einen anerkannten Kartoffelsaatzuchtbetrieb. Auch widmete er sich der Zucht der Edellandschweine. Bis zur Enteignung 1948 wurde der Betrieb als Mustergut von der Familie Hepner bewirtschaftet. Die Begräbnisstätte des Paul Gerhard Hepner existiert dort bis heute. Das Herrenhaus, umgeben von einem Wallgraben fiel 1965 einem Brand zum Opfer. Das Gut zeigte folgendes Wappen: Sechs Querbalken, von links unten nach rechts oben. Das Zeichen symbolisiert eine Pflugschar. Im oberen Quadrat zeigt sich ein „L“, für die Familie „von Lepel“ (so ein Wappen ist bei den Lepels nicht verzeichnet, es muss etwas anderes bedeuten).

Hohensee[Bearbeiten]

Hoher See in Hohensee

Der Ortsteil Hohensee erfuhr im Jahr 1451 seine erste urkundliche Erwähnung. Der Name wurde von dem kleinen See, dem Hohen See abgeleitet, an dem der Ort liegt. Das Dorf war anfangs im Besitz des Adelsgeschlechtes von Köller. Im 17. Jahrhundert war ein Kanzleirat aus Stettin Eigentümer. Bis ins 19. Jahrhundert blieb das Gut Hohensee in wechselndem Familienbesitz. Das Herrenhaus wurde 1926 durch ein Großfeuer völlig zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Im Jahr 1945 brannte das Gebäude erneut nieder.

Milchhorst[Bearbeiten]

Eine Pertinenz zu Hohendorf war der Ortsteil „Milchhorst“, das erstmals 1859 erwähnt wurde. Er liegt nördlich von Sekeritz und ist heute nur noch ein kleiner Wohnplatz.

Bauer und Alt Bauer[Bearbeiten]

Der Ortsteil Bauer wurde im Jahre 1320 erstmals urkundlich erwähnt. Ob hierbei Bauer oder Alt Bauer gemeint war, ist nicht sicher. Der Ort war erst im Besitz des Geschlechtes von Köller und gehörte ab 1493 der Familie von Lepel. Nach dem Meßtischblatt von 1919 lag Alt Bauer nördlich von Wehrland jenseits des Bauerbaches nur 300 m entfernt und Bauer 1000 m westlich davon. Das Herrenhaus befand sich in Alt Bauer und der Wirtschaftshof in Bauer. Zu diesem Gut gehörte Wehrland als Pertinenz. Zu Bauer/Alt Bauer gehört auch eine Ansiedlung am Bauerberg, dort befand sich das Bauersche Fischerhaus, eine Ziegelei und auf dem Berg eine Ausflugsgaststätte. Das Fischerhaus ist noch als Wohnhaus vorhanden, die Ziegelei ist schon vor 1920 verschwunden, das Anwesen auf dem Berg ist heute eine Unterkunft für Katamaran-Segler.

Wehrland[Bearbeiten]

Der Ortsteil Wehrland wurde 1626 erstmals auch als Lepelscher Besitz bezeichnet. Bereits im 12. Jahrhundert begann man aber schon mit dem Bau einer Kirche. Im Jahr 1817 zerstörte ein Großfeuer fast alle Häuser des Ortes. Im Jahr 1867 erwarb August von Quistorp die Güter Bauer und Wehrland und erbaute das heute noch vorhandene Herrenhaus in Alt Bauer. Die Familie blieb bis ins Jahr 1945 Eigentümer. Im Zuge der Bodenreform wurden die Ländereien enteignet, aufgeteilt und an Neubauern vergeben. Die Quistorps richteten nach 1990 auf dem Wehrlander Kirchhof wieder ein Erbbegräbnis ein. Ursprung war das Grab des Ulrich von Quistorp (1860–1903). Die Familien Lepel und Quistorp waren wesentlich an der Restaurierung der stark gefährdeten Wehrlander Feldsteinkirche finanziell beteiligt, die Quistorps als letzte Besitzer vor 1945 und die Lepels, weil Begräbnisse in der Kirche von ihren Familienangehörigen vorhanden sind.

Lepelsruh[Bearbeiten]

Lepelsruh wurde 1868 genannt, es war Pertinenz zu Wehrland – ist dann bald wüst gefallen. Heute gibt es nur noch den Flurnamen.

Lütkendahl[Bearbeiten]

Lütkendahl wurde 1782 erstmals als „Lüttendahl“ genannt (niederdeutsch = kleines Tal). Es war eine Ziegelei an der Peene und war eine Pertinenz zu Bauer. Es wurde auch Kleinthal genannt. Nach 1868 fiel es wüst. Es lag östlich von Sekeritz dicht am Haff.

Negenmark[Bearbeiten]

Negenmark wurde mit gleichen Namen 1707 gegründet. Der Ort gehörte zuerst zum Gut Hohensee.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Michael in Zemitz
Barocke Bemalung der Decke in St. Nikolai zu Bauer

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Zemitz

  • Kirche St. Michael wurde im 18. Jahrhundert als Kapelle errichtet. 1913 erfolgte der Umbau zu einer Saalkirche mit barockisierendem Westturm.
  • St. Nikolai zu Bauer: Die Feldsteinkirche entstand im 13. Jahrhundert; der Chor um 1285. An der nördlichen Chorwand befinden sich zwei Epitaphen, die an die Familie von Quistorp erinnern: Hans Ulrich von Quistorp (1904-1946) sowie Ulrich von Quistorp (1860-1903). Gegenüber erinnern zwei weitere Epitaphen an Albert Voss (1842-1866) sowie an die Familie von Lepel. Im Innern befindet sich eine flache Balkendecke mit einer barocken Ornamentbemalung, die um 1708 entstand. Neben den goldfarbenen Ranken sind mehrere Putten sowie der Titel der Kirchenkantate „Gloria In Excelis Deo“ (Ehre sei Gott in der Höhe) von Johann Sebastian Bach zu sehen. Weiterhin befindet sich in dem Gebäude die einzige Orgel Remlers in Vorpommern aus dem Jahr 1866.
  • Gutsanlagen von Bauer, Wehrland, Hohensee und Seckeritz
  • Die Hünengräber um Wehrland und Bauer
  • Aussichtspunkt Bauerberg, erreichbar über einen Feldweg östlich von St. Nikolai

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen'. Bd. 2: Festland. (= Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6; Seiten 81, 87, 93, 152

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zemitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)