Loissin

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Loissin führt kein Wappen
Loissin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Loissin hervorgehoben
54.11267913.5279862Koordinaten: 54° 7′ N, 13° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Lubmin
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 15,29 km²
Einwohner: 784 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17509
Vorwahl: 038352
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 081
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Geschwister-Scholl-Weg 15
17509 Lubmin
Webpräsenz: www.amtlubmin.de
Bürgermeister: Detlef Sadewasser
Lage der Gemeinde Loissin im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild

Loissin ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie wird vom Amt Lubmin mit Sitz im Seebad Lubmin verwaltet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Loissin liegt zwischen Greifswald und Lubmin an der Ostseeküste an der Dänischen Wiek und dem Greifswalder Bodden. Zirka 15 Kilometer westlich der Gemeinde liegt die Stadt Greifswald und sechs Kilometer östlich liegt der Amtssitz Lubmin. Durch die Gemeinde verläuft eine Kreisstraße.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Loissin
  • Gahlkow
  • Ludwigsburg

Geschichte[Bearbeiten]

Loissin

Loissin wurde 1248 erstmals als Lodizin urkundlich genannt.[2] Es war eine slawische Gründung. Loissin war Tafelgut des Bischofs von Cammin, wurde aber 1240 an die Stadt Greifswald verkauft, die es mit dem Kloster Eldena austauschte. Der Klosterbesitz ging nach der Säkularisierung an die Landesuniversität Greifswald.

Loissin hatte 1865 156 Einwohner, 12 Wohnhäuser und 19 Wirtschaftsgebäude.

Gahlkow

Gahlkow ist ebenfalls eine slawische Gründung. Es war ein Rittergut, vor 1809 besaß es die Familie von Lühmann, danach die Familie von Vahl.

Kliff bei Gahlkow mit ungewöhnlichen Geröllen

Gahlkow hatte 1865 96 Einwohner, 9 Wohnhäuser, 1 Fabrik und 10 Wirtschaftsgebäude.

Ludwigsburg

Die Funde aus dem Neolithikum nach einer Grabung in der Ortslage und in der Umgebung deuten auf eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit hin. Ludwigsburg wurde als Darsim bereits 1207 urkundlich genannt. Es ist eine slawische Gründung und bedeutet so viel wie der wilde Wald. Darsim gehörte bis 1534 dem Kloster Eldena (Vorpommern), mit der Säkularisierung kam das Dorf an die Pommernherzöge. 1577 gab Herzog Ernst Ludwig das Gebiet als Leibgedinge an seine jung vermählte Frau Sophie Hedwig aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg. Es wurde ein Ackerwerk (Gut) mit Bauhof und das fürstliche Haus errichtet. Der Ort wurde mit Ludwigshof benannt, woraus später Ludwigsburg wurde. Die Herzogin, inzwischen Witwe, überließ das Gut mit Schloss 1609 ihren Gläubigern, behielt aber das Eigentumsrecht. Schließlich gelangte es an die Herzogin Anna von Croy und ihren Sohn, die aber 1650 an den General Müller von der Lühnen verkaufte. 1747 kam es per Versteigerung an die Familie von Horn und 1776 nochmals - dann an die Familie von Klinkowström. 1810 kaufte es der Greifswalder Kaufmann Weißenborn, dessen Familie das Gut bis 1945 besaß.

Ludwigsburg hatte 1865 175 Einwohner, 1 Kirche, 1 Schule, 12 Wohngebäude (mit Schloss), 2 Fabrikgebäude und 20 Wirtschaftsgebäude.

1945 - Nach einer kurzzeitigen russischen Besetzung wurde das Schloss als Wohnhaus für Flüchtlinge genutzt. 1975 wurde das Haus freigezogen und trotz Denkmalschutz dem Verfall preisgegeben. Schwammbefall, Durchfeuchtung, Holzwurmbefall und andere Schäden waren die Folge.

Jörg Weissenborn, ein Nachkomme der Familie hat Schloss und Gutshof mit Park 1993 wieder zurückgekauft. Mit einem engagierten Schlossverein wurde eine Vereinbarung zur Nutzung und Pflege abgeschlossen. Der Verein hatte sich das Ziel gesetzt, dass letzte erhaltene pommersche Herzogsschloss auf deutschem Boden zu retten und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Mit Hilfe der Denkmalpflege wurde die Schwammsanierung, die Dacherneuerung und andere Sicherungsmaßnahmen geschafft. Damit war zumindest dem Verfall Einhalt geboten. Problem sind nach wie vor die finanziellen Absicherungen.

Nördlich von Ludwigsburg liegt eine Wüstung mit Namen Merotiz, sie wurde bereits 1209 urkundlich erwähnt, ist dann aber bald verschwunden. Die Lage war urkundlich lange umstritten, bis Bodendenkmalpfleger W. Hornemann 1967 eindeutige Funde machte und damit die Wüstung orten konnte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Loissin

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen , IV. Teils Band II, Anklam 1868, S. 1100 ff. und 398 ff.
  • Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. (=Greifswalder Beiträge zur Ortsnamenkunde. Bd. 2), Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Slawistik, Greifswald 2001, ISBN 3-86006-149-6. S. 89

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Manfred Niemeyer: Ostvorpommern. Quellen- und Literatursammlung zu den Ortsnamen. Bd. 2: Festland. S. 83

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Loissin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien