Lassan

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lassan
Lassan
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lassan hervorgehoben
53.93333333333313.8333333333335Koordinaten: 53° 56′ N, 13° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ostvorpommern
Amt: Am Peenestrom
Höhe: 5 m ü. NN
Fläche: 27,98 km²
Einwohner: 1702 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17440
Vorwahl: 038374
Kfz-Kennzeichen: OVP
Gemeindeschlüssel: 13 0 59 049
Adresse der Amtsverwaltung: Burgstr. 6
17389 Wolgast
Webpräsenz:
Bürgermeister: Fred Gransow
Lage der Stadt Lassan im Landkreis Ostvorpommern
Karte

Lassan ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, sie liegt im Landkreis Ostvorpommern und gehört dem Amt Am Peenestrom an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Lassan mit einer sehenswerten erhaltenen Altstadt liegt etwa 15 Kilometer südlich von Wolgast und 15 Kilometer nordöstlich von Anklam am Westufer des Peenestroms.

Die Küstenregion ist Teil des Naturparks Insel Usedom.

Zu Lassan gehören die Ortsteile Klein Jasedow, Papendorf, Pulow und Waschow.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Name

Den Namen der Landschaft Lesane trug 1136 auch der Ort. Der Name veränderte sich 1168 in Lessan und schon 1295 in Lassan. Das altpolabische Lěšane bedeutet möglicherweise „Bewohner aus dem Wald[1] .

[Bearbeiten] Mittelalter

Die ursprüngliche slawische Fischersiedlung mit einer Burg war Mittelpunkt der Landschaft Lesane. Der Ort mit der dann deutschen Burg wurde 1136 erstmalig urkundlich erwähnt. Ab 1200 legten die Herzöge von Pommern den Ort planmäßig an. Er erhielt 1274 das Stadtrecht und wurde 1291 als civitas und 1299 als oppidum genannt. Durch die günstige Lage am Peenestrom gewannen der Hafen und die Stadt an Bedeutung. Um 1300 wurde auch die Hallenkirche St. Johannes gebaut.

[Bearbeiten] Neuere Geschichte

Die Innenstadt mit der Kirche, der Stadtmauer und dem Rathaus wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert. 1996 entstand der Wasserwanderrastplatz. Danach wurde der Hafenplatz ausgebaut.

[Bearbeiten] Sehenswertes und Kultur

  • Die langgestreckte Altstadt mit ihrem kleinstädtischen Flair, die landschaftliche Lage am Wasser und die Wälder in der Umgebung sind Anziehungspunkte für den Fremdenverkehr.
  • Die gotische Backstein-Stadtkirche St. Johannes aus dem 13./14. Jahrhundert ist eine dreischiffige Hallenkirche mit dem 3-jochigen spätgotischen Langhaus (Gewölbe teils ergänzt im 19. Jahrhundert), den Seitenschiffen, dem Chor und dem West-Turm (Turmhelm 1993 saniert) in der Breite des Mittelschiffs. Im Inneren befinden sich ein Altar von 1723 und eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert, beide aus der Werkstatt von Elias Keßler. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1823.
  • Die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer.
  • Die hölzernen Haustüren in Lassan zeigen eine bemerkenswert große Vielfalt.
  • Die Fachwerkhäuser u.a. Wendenstraße 1, 59, 76 und das Pfarrhaus.
Lassan im Jahre 1761
  • Die Lassaner Mühle, teilweise aus dem 15. Jahrhundert, in der ein Museum und die Interessengemeinschaft Heimatgeschichte untergebracht sind.
  • Ab 1962 wurden in Lassan gewerblich Pommersche Fischerteppiche geknüpft. Die zuständige PGH Volkskunst an der Ostssee hatte in der Langen Straße ihr Lager sowie ihre Werkstatt und Färberei. Insgesamt waren rund 20 Frauen bis zum Konkurs der PGH 1992 beschäftigt.

Am 7. Juni 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Pulow nach Lassan eingemeindet.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde unter der Nr. 112 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Blau ein silberner Fisch, kreisförmig begleitet oben von drei und unten von vier sechsstrahligen goldenen Sternen.“

Das Wappen wurde 1972 von dem Lassaner Alfred Püschel gestaltet und 1996 vom Designbüro Schönherr & Maciejewski aus Anklam neu gezeichnet.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr

Ein Kleinbahnanschluss von 1896 über die Anklam-Lassaner Kleinbahn, durch den Lassan mit Anklam und Buddenhagen verbunden war, wurde 1945 nach Ende des Zweiten Weltkriegs abgebaut.[2] Lassan ist mit Bussen oder mit dem Auto erreichbar.

Die Bootswerft von Rudi Menge ist bereits seit 1920 in dritter Generation in Lassan tätig.

Der Lassaner Hafen hat für die Stadt eine große Bedeutung. Der Wasserwanderrastplatz hat 42 Liegeplätze. Angrenzend liegt der kleine Fischereihafen.

[Bearbeiten] Zitate

  • „In Lassan werden die Tore mit einer Rübe statt mit einem Schlosse zugemacht.“ [3]

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Chroniken

  • Karl Biohl: Geschichte der Stadt Lassan von ihren ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart - Aus den Werken pommerscher Geschichtsschreiber und den städtischen Akten. Berlin 1862, 152 Seiten, online. (Bis über die Mitte des 19. Jahrhunderts hinausreichende Stadtchronik mit Quellenangaben.)
  • Die Stadt Lassan, in: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen (bearbeitet von Heinrich Berghaus), IV. Teils Band II, Anklam 1868, S. 858-931, online. (Stadtchronik mit statistischen Angaben aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und mit einem Urkunden-Anhang.)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ernst Eichler/Werner Mühlmer: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern, Ingo Koch Verlag, Rostock, 2002, ISBN 3-935319-23-1
  2. Klaus Kieper, Reiner Preuß, Elfriede Rehbein: Schmalspurbahn-Archiv. S. 99-105. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1980.
  3. Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5. Leipzig 1880.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Lassan – Bilder, Videos und Audiodateien
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