Bentzin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Bentzin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bentzin hervorgehoben
53.94660213.27429212Koordinaten: 53° 57′ N, 13° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Jarmen-Tutow
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 38,76 km²
Einwohner: 836 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17129
Vorwahl: 039997
Kfz-Kennzeichen: VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG
Gemeindeschlüssel: 13 0 75 009
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Dr.-Georg-Kohnert-Str. 5 17126 Jarmen
Webpräsenz: www.amt-jarmen-tutow.de
Bürgermeister: Hartmut Giermann
Lage der Gemeinde Bentzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Brandenburg Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen Buggenhagen Krummin Lassan Wolgast Wolgast Zemitz Ahlbeck (bei Ueckermünde) Altwarp Eggesin Grambin Hintersee (Vorpommern) Leopoldshagen Liepgarten Luckow Luckow Lübs (Vorpommern) Meiersberg Mönkebude Vogelsang-Warsin Bargischow Bargischow Blesewitz Boldekow Bugewitz Butzow Ducherow Iven Krien Krusenfelde Neetzow-Liepen Medow Neetzow-Liepen Neu Kosenow Neuenkirchen (bei Anklam) Postlow Rossin Sarnow Spantekow Stolpe (Peene) Alt Tellin Bentzin Daberkow Jarmen Kruckow Tutow Völschow Behrenhoff Dargelin Dersekow Diedrichshagen Hinrichshagen (Vorpommern) Levenhagen Mesekenhagen Neuenkirchen (bei Greifswald) Weitenhagen (bei Greifswald) Bergholz Blankensee (Vorpommern) Boock (Vorpommern) Glasow (Vorpommern) Grambow (Vorpommern) Löcknitz Nadrensee Krackow Penkun Plöwen Ramin Rossow Rothenklempenow Brünzow Hanshagen Katzow Kemnitz (bei Greifswald) Kröslin Kröslin Loissin Lubmin Neu Boltenhagen Rubenow Wusterhusen Görmin Loitz Sassen-Trantow Altwigshagen Ferdinandshof Hammer a. d. Uecker Heinrichswalde Rothemühl Torgelow Torgelow Torgelow Wilhelmsburg (Vorpommern) Jatznick Brietzig Damerow (Rollwitz) Fahrenwalde Groß Luckow Jatznick Jatznick Koblentz Krugsdorf Nieden Papendorf (Vorpommern) Polzow Rollwitz Schönwalde (Vorpommern) Viereck (Vorpommern) Zerrenthin Züsedom Karlshagen Mölschow Peenemünde Trassenheide Benz (Usedom) Dargen Garz (Usedom) Kamminke Korswandt Koserow Loddin Mellenthin Pudagla Rankwitz Stolpe auf Usedom Ückeritz Usedom (Stadt) Zempin Zirchow Bandelin Gribow Groß Kiesow Groß Polzin Gützkow Gützkow Karlsburg (Vorpommern) Klein Bünzow Lühmannsdorf Murchin Rubkow Schmatzin Wrangelsburg Ziethen (bei Anklam) Züssow Heringsdorf Pasewalk Strasburg (Uckermark) Ueckermünde Wackerow Greifswald Greifswald PolenKarte
Über dieses Bild
Kommunalwahl 2009[2]
Wahlbeteiligung: 42,3 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,2 %
19,1 %
12,4 %
7,3 %
6,2 %
2,9 %
1,0 %
Herrenhaus Alt Plestlin
Rekonstruktion des Steinhügelgrabes von Zarrenthin

Bentzin ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Sie liegt westlich von Jarmen. Bis zum 1. Januar 2004 war die Gemeinde Teil des Amtes Tutow und ist seitdem Teil des Amtes Jarmen-Tutow.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Bentzin liegt etwa sechs Kilometer westlich von Jarmen. Die Bundesstraße 110 verläuft südlich der Gemeinde. Der Ort ist über den Anschluss Jarmen der Bundesautobahn 20 zu erreichen. Durch das Gemeindegebiet fließt die Peene. An der Peene befindet sich im Ortsteil Alt Plestlin ein Wasserwanderrastplatz.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile:

  • Bentzin
  • Leussin
  • Alt Plestlin
  • Neu Plestlin
  • Zarrenthin
  • Zemmin

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortsnamen deuten auf eine slawische Herkunft hin, aber schon in der Steinzeit war die Gegend besiedelt. Die Dörfer wurden Ende des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Die Gegend litt stark unter dem Dreißigjährigen Krieg, als einige Gemeindedörfer verwüstet wurden. Von 1720 bis 1815 war die Peene Grenzfluss zwischen Preußen und Schweden.

Alt Plestlin

Das Rittergut Alt Plestlin war seit Jahrhunderten im Besitz der Familie der Freiherren von Keffenbrinck (auch Keaevenbrink genannt). Sie war 1650 in den schwedischen Adelsstand erhoben worden. 1910 wurde das Gut dem gräflichen Fideikommiß der Keffenbrinck zu Griebenow angeschlossen, da die freiherrliche Linie der Keffenbrinck aus Alt Plestlin ausstarb. Die Griebenower Linie hatte 1843 den preußischen Grafentitel erhalten. Doch auch diese Linie starb mit Siegfried Graf von Keffenbrinck-Griebenow 1920 aus. Das Gut Alt Plestlin erbte die Familie von Langen aus Parow, die sich jetzt hier von Langen-Keffenbrinck nannte. Plestlin gehörte jetzt dem Olympiasieger Carl Freiherr von Langen-Keffenbrink. Sein Pferd Hanko aus dem Film "... sie reiten für Deutschland" ist beim Schloss in Alt Plestlin begraben. Letzter Besitzer des Gutes war bis 1945 Dr. Hans-Wolfgang Freiherr von Langen-Keffenbrinck.[3]

Zemmin

Der Ortsteil Zemmin wurde als Summyn am 14. Februar 1305 erstmals urkundlich[4] erwähnt, als der Bischof Heinrich von Cammin Zemmin an den Pommernherzog Otto. I. verkaufte.

In der urkundlichen Ersterwähnung heißt es:

„Im Namen des Herrn Amen. Otto von Gottes Gnaden, Herzog der Slawen und Cassuben, Herr zu Stettin, allen auf immer. Damit nicht zweifelhaft werde, was verhandelt wird, muß es durch dauernde Bekräftigung befestigt werden. Darum haben wir mit unseres treuen Bruders, nämlich des Herzogs Bugislavs und unserer Getreuen Rat, von dem ehrwürdigen in Christo Vater, Herrn Heinrich, der Caminischen Kirche Bischof und vom Kapitel derselben Kirche gekauft für 3000 slawische Mark gewöhnlicher Münze das ganze Land Germyn (Jarmen) mit seinen Grenzen und unten genannten Dörfern, nämlich das Städtlein Germen (Anmerkung: Jarmen) selbst mit allen seinen Scheiden und das slavische Dorf Doytin (Anmerkung: Klein Toitin) und das deutsche Dorf Toytin (Anmerkung: Groß Toitin), Mossentin (Anmerkung: Müssenthin), Summyn (Anmerkung: Zemmin), Bentin (Anmerkung: Bentzin), Sarntin (Anmerkung: Zarrenthin), mit allen Scheiden, Grenzen und Nutznießungen, Freiheiten, Rechten und allen anderen, welche daraus herfließen können, gleichwie derselbe Bischof und das Kapitel jenes Land bisher besessen haben, jedoch so, daß das Eigentum des Landes ihnen verbleibt.“

Pommersches Urkundenbuch, Winter, 1903, Band 4/1, Nr. 2206, S. 171

Das Gut Zemmin war erst im Besitz der Familie von Horn und wurde Ende des 17. Jahrhunderts Besitz der Familie von Parsenow.

Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Familie von Sobeck letzter Gutsbesitzer in Zemmin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Bentzin

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bentzin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2012 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.ostsee-zeitung.de/spezial/wahlen_artikel_komplett.phtml?SID=84cd40b786d4b78fa24687d40c4b68f4&param=news&id=2448976
  3. Hubertus Neuschäffer, Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser, Verlag Husum, 1993, S. 17
  4. Pommersches Urkundenbuch, Winter, 1903, Band 4/1, Nr. 2206, S. 171