Bentzin
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Vorpommern-Greifswald | |
| Amt: | Jarmen-Tutow | |
| Höhe: | 12 m ü. NN | |
| Fläche: | 38,76 km² | |
| Einwohner: |
935 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 24 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17129 | |
| Vorwahl: | 039997 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VG | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 75 009 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Dr.-Georg-Kohnert-Str. 5 17126 Jarmen | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hartmut Giermann | |
| Lage der Gemeinde Bentzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald | ||
Bentzin ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Gemeinde liegt westlich von Jarmen. Bis zum 1. Januar 2004 war die Gemeinde Teil des Amtes Tutow und ist seitdem Teil des Amtes Jarmen-Tutow.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie und Verkehr
Bentzin liegt etwa sechs Kilometer westlich von Jarmen. Die Bundesstraße 96 verläuft östlich und die B 110 südlich der Gemeinde. Der Ort ist über den Anschluss Jarmen der Bundesautobahn 20 zu erreichen. Durch das Gemeindegebiet fließt die Peene. An der Peene befindet sich im Ortsteil Alt Plestlin ein Wasserwanderrastplatz.
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Bentzin, Leussin, Alt Plestlin, Neu Plestlin, Zarrenthin und Zemmin.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Ortsnamen deuten auf eine slawische Herkunft hin, aber schon in der Steinzeit war die Gegend besiedelt. Die Dörfer wurden Ende des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Die Gegend litt stark unter dem Dreißigjährigen Krieg, als einige Gemeindedörfer verwüstet wurden. Von 1720 bis 1815 war die Peene Grenzfluss zwischen Preußen und Schweden. Plestlin gehörte dem Olympiasieger Carl Freiherr von Langen-Keffenbrink. Sein Pferd Hanko ist beim Schloss begraben.
[Bearbeiten] Zemmin
Der Ortsteil Zemmin wurde als Summyn am 14. Februar 1305 erstmals urkundlich erwähnt, als der Bischof Heinrich von Cammin Zemmin an den Pommernherzog Otto. I. verkaufte.
In der urkundlichen Ersterwähnung heißt es: „Im Namen des Herrn Amen. Otto von Gottes Gnaden, Herzog der Slawen und Cassuben, Herr zu Stettin, allen auf immer. Damit nicht zweifelhaft werde, was verhandelt wird, muß es durch dauernde Bekräftigung befestigt werden. Darum haben wir mit unseres treuen Bruders, nämlich des Herzogs Bugislavs und unserer Getreuen Rat, von dem ehrwürdigen in Christo Vater, Herrn Heinrich, der Caminischen Kirche Bischof und vom Kapitel derselben Kirche gekauft für 3000 slawische Mark gewöhnlicher Münze das ganze Land Germyn (Jarmen) mit seinen Grenzen und unten genannten Dörfern, nämlich das Städtlein Germen (Anmerkung: Jarmen) selbst mit allen seinen Scheiden und das slavische Dorf Doytin (Anmerkung: Klein Toitin) und das deutsche Dorf Toytin (Anmerkung: Groß Toitin), Mossentin (Anmerkung: Müssenthin), Summyn (Anmerkung: Zemmin), Bentin (Anmerkung: Bentzin), Sarntin (Anmerkung: Zarrenthin), mit allen Scheiden, Grenzen und Nutznießungen, Freiheiten, Rechten und allen anderen, welche daraus herfließen können, gleichwie derselbe Bischof und das Kapitel jenes Land bisher besessen haben, jedoch so, daß das Eigentum des Landes ihnen verbleibt. Denn das Land haben wir vom gedachten Bischof und der Kirche zu Lehn genommen und ebenso werden unsere wahren Erben in Bezug auf dasselbe tun, und sie (Anmerkung: nämlich Bischof und Kapitel) werden uns das gedachte Land und dessen Güter und Scheiden von Ansprechenden und Andringenden, wie es Rechtens sein wird, freihalten, so daß wir es und unsere wahren Erben stets und ruhig besitzen können.“
Das Gut Zemmin war erst im Besitz der Familie von Horn und wurde Ende des 17. Jahrhunderts Besitz der Familie von Parsenow.
Anfang der 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Familie von Sobeck die letzten Gutsbesitzer in Zemmin.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Herrenhaus Alt Plestlin aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
- Kirche in Bentzin neugotischer Feldstein-Ziegelbau von 1862
- Dorfkirche Zemmin aus dem 15. Jahrhundert mit Sobeckscher Gruft und Mausoleum auf dem Friedhof (19. Jahrhundert)
- Dorfkirche Alt Plestlin aus dem 17. Jahrhundert
- Steinzeitgräber am Zarrenthiner Kiessee, im Zemminer Wald Richtung Sophienhof
- Teufelsstein, Findling bei Neu Plestlin
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Berthold Beitz (* 26. September 1913 im Ortsteil Zemmin), Unternehmer
- Julius Friedrich von Keffenbrink (1714–1775), Jurist, Numismatiker und preußischer Regierungsbeamter aus Alt Plestlin
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 kB) (Hilfe dazu)
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