Olten

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Olten
Wappen von Olten
Staat: Schweiz
Kanton: Solothurn (SO)
Bezirk: Oltenw
BFS-Nr.: 2581i1f3f4
Postleitzahl: 4600
UN/LOCODE: CH OLT
Koordinaten: 635447 / 24482647.353337.907785396Koordinaten: 47° 21′ 12″ N, 7° 54′ 28″ O; CH1903: 635447 / 244826
Höhe: 396 m ü. M.
Fläche: 11.50 km²
Einwohner: i17'280 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 1503 Einw. pro km²
Stadtpräsident: Martin Wey (CVP)
Website: www.olten.ch
Altstadt mit Holzbrücke

Altstadt mit Holzbrücke

Karte
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Olten ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Kanton Solothurn in der Schweiz. Olten ist die grösste Stadt des Kantons.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung:

In weiss auf grünem Dreiberg drei rotbestammte grüne Tannen

Ein hochmittelalterliches Wappen von Olten ist nicht bekannt. Seit dem späten 14. Jahrhundert führte Olten als Landstadt im Territorium der Stadt Basel das Zeichen des Baslerstabs im Wappen. Das um 1580 verwendete neue Siegel zeigte drei Buchsbäume. Nach dem Bauernkrieg 1653 entzog die Stadt Solothurn der Untertanenstadt Olten das Recht, mit diesem Siegel Urkunden zu beglaubigen. In der Helvetik erhielt die Stadt Olten um 1800 das Siegelrecht wieder zurück. Seit dem 19. Jahrhundert gilt für die Stadt Olten das neue Siegel mit drei Tannen.

Geographie[Bearbeiten]

Olten liegt in einem Talkessel beidseits der Aare am Jurasüdfuss. Nördlich der Stadt ist der Untere Hauenstein, in den anderen Richtungen beschirmen die vorgelagerten Hügelzüge Born, Säli und Engelberg die Stadt.

Die Fläche des Gemeindegebietes beträgt 1149 Hektaren, davon sind 457 Hektaren (40 %) bewaldet.

Nachbargemeinden von Olten sind Boningen, Kappel (SO) und Wangen bei Olten im Westen der Stadt, Trimbach und Winznau im Norden, Starrkirch-Wil und Dulliken im Osten sowie die Aargauer Gemeinden Aarburg und Rothrist im Süden.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die 1803 erbaute Holzbrücke über die Aare in Olten
Religionszugehörigkeit der Einwohner Oltens (Stand: Volkszählung aus dem Jahr 2000)

Die Einwohnerzahl Oltens ging während Jahrzehnten zurück, von einst über 20'000 auf heute noch ca. 17'000, bedingt durch die Deindustrialisierung der letzten Jahrzehnte, aber auch durch den in Stadtregionen üblichen Suburbanisierungsprozess. In den letzten Jahren nahm die Bevölkerungszahl der Stadt wieder leicht zu. Mit Verwirklichung des Entwicklungsprojekts Olten SüdWest sollen zwei- bis dreitausend neue Einwohner dazukommen. In der Agglomeration Olten leben gut 100'000 Personen in 26 Gemeinden.

Bei der Volkszählung vom Dezember 2000 wurde ein Ausländeranteil von 26% ermittelt, den grössten Anteil stellen Italiener und Bürger des ehemaligen Jugoslawien.

Die Bevölkerung Oltens war früher überwiegend römisch-katholisch. Durch die Einwanderung aus der übrigen Schweiz nahm der Anteil der Menschen römisch-katholischer Konfession ab und betrug im Dezember 2004 41%. Dahinter folgten die Reformierten mit 26% Anteil. 12% der Oltner sind konfessionslos.

Obwohl die Christkatholiken nur 2% der Bevölkerung ausmachen, hat Olten für die christkatholische Kirche eine wesentliche Bedeutung: Hier entstand in der Stadtkirche die durch den Oltner Walther Munzinger gegründete erste christkatholische Gemeinde der Schweiz, die heute noch eine der grössten christkatholischen Gemeinden der Schweiz ist.

An der Grenze zu Trimbach befindet sich eine Gemeinde der Vereinigung Apostolischer Christen und gleichzeitig die schweizerische Verwaltung der Gemeinschaft.

Sprache[Bearbeiten]

In Olten wird traditionell ein Nordwestschweizer Dialekt gesprochen, der sich bereits deutlich vom Stadt-Solothurner Dialekt unterscheidet. Er enthält Gemeinsamkeiten mit Dialekten aus dem Bernbiet, dem Baselbiet und dem Aargauer Dialekt, welcher bereits dem Zürcher Dialekt nahesteht. Insofern schlägt sich die zentrale Lage zwischen den Grosszentren der Deutschschweiz auch sprachlich nieder. Die Bezeichnung „Bahnhofbuffet-Olten-Dialekt“ bezieht sich allerdings nicht auf den Oltner Dialekt, sondern bezeichnet scherzhaft einen schweizerdeutschen Allerweltsdialekt, dem eine bestimmte regionale Herkunft nicht mehr anzuhören sei – benannt nach dem Ort, an dem Deutschschweizer aller Regionen oft aufeinandertreffen (siehe Bahnhofbuffet Olten und den unteren Abschnitt „Verkehr“).

Verkehr[Bearbeiten]

Olten ist als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt eine typische Eisenbahnerstadt. Die weiträumigen Bahnanlagen des Bahnhofs Olten befinden sich östlich der Aare. In der Stadt treffen die Nord-Süd-Achse BaselMailand (Hauensteinlinie, Gotthardbahn), die West-Ost-Achse GenfSt. Gallen (Bahnstrecke Olten–Bern, Jurasüdfusslinie) sowie einige Regionallinien zusammen. Der grosse, repräsentative Bahnhof in Insellage aus dem Jahr 1903 mit Perronhalle ist im System der SBB ein Knotenbahnhof, d. h. immer zur vollen und zur halben Stunde treffen aus allen Richtungen die Züge ein. Dies erlaubt es den Reisenden bequem und rasch umzusteigen. Überwacht wird der Bahnbetrieb durch Fahrdienstleiter im Operativen Betriebszentrum (OBZ), welches gut sichtbar neben den Perronanlagen untergebracht ist. Ab 2015 wird der Zugsverkehr auf den nördlichen Gotthard- und Simplon-Zubringern sowie der West-Ost-Verkehr der SBB von der Betriebszentrale Olten aus gelenkt. Die SBB unterhalten zudem an diesem zentralen Punkt im Netz nördlich des Personenbahnhofes einen Rangierbahnhof, der allerdings vergleichsweise klein ist, seit 1927 keinen Ablaufberg mehr besitzt und auf dem seit 2008 keine Zugszerlegung mehr stattfindet, ausserdem mehrere Wartungsbetriebe, so unter anderem das grosse Industriewerk SBB, früher «Hauptwerkstätte» genannt. Im Frühjahr 2011 wird SBB Cargo International ihren Hauptsitz in Olten nahe dem Bahnhof beziehen.

Südlich der Stadt verläuft die Autobahn A1 von Zürich nach Bern, im Westen die Autobahn A2 durch den «Belchen-Tunnel» nach Basel. Olten leidet unter dem Durchgangsverkehr. In den Stosszeiten kommt es regelmässig zu Staus auf den Einfallstrassen und im Stadtzentrum. Im Jahr 2013 wurde eine grosse Umfahrung («Entlastung Region Olten») eröffnet; sie soll den Verkehr durch die Innenstadt reduzieren.

Der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu (BOGG) unterhält ein dichtes Busnetz in Stadt und Umgebung. Die Schweizerische Post betreibt eine Postauto-Linie nach Wolfwil und Oensingen.

Politik[Bearbeiten]

Stadthaus

Gemeindeparlament (Legislative)[Bearbeiten]

6
13
1
2
2
7
12
7
13 12 
Von 50 Sitzen entfallen auf:

Die Anliegen der Bevölkerung werden durch ein Gemeindeparlament vertreten. Es besteht aus 50 Mitgliedern und wird alle vier Jahre im Proporzwahlverfahren gewählt.


Partei 2013 2009
SP 13 13
FDP 12 13
CVP 7 7
SVP 7 7
Grüne 6 7
EVP 2 2
Grünliberale 2 1
Junge SP 1 0

Stadtrat (Exekutive)[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Olten besteht aus einem Stadtpräsidenten im Vollamt sowie vier Mitgliedern im Nebenamt. Die Mitglieder werden im Majorzverfahren gewählt.

Die fünf Stadträte für die Legislaturperiode August 2013-2017 sind:

  • Martin Wey (CVP), Stadtpräsident
  • Peter Schafer (SP)
  • Iris Schelbert (Grüne)
  • Thomas Marbet (SP)
  • Benvenuto Savoldelli (FDP)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Olten ist ein bedeutender Bildungsstandort.

In der Stadt befinden sich die Fachhochschule Nordwestschweiz mit den Bereichen Wirtschaft, angewandte Psychologie, Soziale Arbeit und Technik, das Berufsbildungszentrum Olten, die Kantonsschule Hardwald und das Heilpädagogische Schulzentrum hpsz. Dazu kommen zahlreiche Privatschulen und die Volkshochschule Region Olten.

Der Bevölkerung steht eine Stadtbibliothek zur Verfügung. Für eine noch breitere Auswahl kann die Zentralbibliothek Solothurn benützt werden.

Kultur[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Das Oltner Stadttheater[2] ist alljährlich der Hauptveranstaltungsort der Oltner Kabarett-Tage. Olten zählt zudem einige Kleintheater, z. B. das Theaterstudio Olten.

Museen[Bearbeiten]

Das Kunstmuseum Olten wurde 1902 eröffnet und basiert auf einer Sammlung von Werken des bedeutenden Oltner Malers Martin Disteli. Noch bis 1964 hiess es «Disteli-Museum»; heute umfasst es eine Kollektion von Gemälden und graphischen Blättern aus dem 19. Jahrhundert und eine Abteilung moderner Kunst.

Im Stadtzentrum befindet sich das Historische Museum Olten, das im Jahr 1902 gegründet und zunächst im Frohheimschulhaus untergebracht worden ist. Seit 1932 zeigt es seine Ausstellungen im damals neu errichteten Mehrzweckgebäude an der Konradstrasse. Das Museum pflegt umfangreiche Sammlungen mit Kulturgütern aus der Stadtgeschichte von Olten und aus andern Gemeinden des Kantons Solothurn und führt Vermittlungsprojekte zur Stadt- und Kulturgeschichte durch. Zu seiner Sammlung gehören unter anderem grosse Bildarchive mehrerer Oltner Fotografen, zum Beispiel von Franz Gloor, und des bekannten Industriefotografen Roland Schneider.

Die Wertpapierwelt ist das «erste internationale Museum für historische Wertpapiere der Welt». Die Ausstellung dokumentiert 400 Jahre Wirtschaftsgeschichte anhand ausgewählter historischer Aktien und Anleihen aus 63 Ländern.

Die Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts umfasst Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik, Mappenwerke und illustrierte Bücher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Schwerpunkt bei der Kunst der Romantik Deutschlands und der Schweiz).

Olten hat zudem ein Naturmuseum, das 1872 gegründet wurde.

Kultur- und Stadtmagazin KOLT[Bearbeiten]

Das beliebte Magazin KOLT Kultur//Agenda//Olten erscheint monatlich und berichtet über das kulturelle Leben in Olten. Die erste Ausgabe erschien im Oktober 2009.

Kulturelle Veranstaltungen[Bearbeiten]

Anfang November findet die "Buchmesse Olten" statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühzeit[Bearbeiten]

Frühe steinzeitliche Höhlensiedlungen konnten in den Sälihöhlen nachgewiesen werden, auch der Mammutfund von Olten wird mit diesen Siedlungen in Zusammenhang gebracht. Reiche Feuersteinvorkommen im Chalofen wurden abgebaut und in der Gegend als Rohmaterial für Werkzeuge verwendet.

Römerzeit[Bearbeiten]

Zahlreiche Bodenfunde belegen, dass auf dem Plateau der Oltner Innenstadt schon zur Römerzeit eine bedeutende Siedlung bestand, dessen Ortsname jedoch in keiner Inschrift überliefert ist. Wegen den vielen römischen Fundobjekten gab die Stadt der neu angelegten Quartierstrasse nördlich des Kapuzinerklosters im späten 19. Jahrhundert den Strassennamen"Römerstrasse". Im Bereich zwischen der Aare und der Baslerstrasse lag ein kleiner Vicus, ein römisches Strassendorf an der grossen Durchgangsstrasse zwischen der Stadt Aventicum und dem Legionslager Vindonissa. In den Stadtgebieten Im Grund und Römerpark kamen ausgedehnte Ruinen römischer Landhäuser aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. zum Vorschein. In der Spätantike errichteten die Römer - wie bei Solothurn - wohl zur Sicherung des Flussübergangs ein stark befestigtes Kastell, dessen Umfassungsmauer im Hochmittelalter als Fundament der Stadtmauer diente.

Mittelalter[Bearbeiten]

Obwohl eine ältere Besiedlung nachgewiesen ist, wird die Gründung von Olten den Grafen von Frohburg zugeschrieben. Im Stadtbrand von 1422 wurde leider das gesamte Archiv verbrannt, so dass keine Dokumente aus dieser Zeit mehr vorhanden sind.

1383 wurde Olten durch Bern und Solothurn belagert, aufgrund eines Unwetters mussten diese jedoch unverrichteter Dinge abziehen. Daraufhin wurde von ihnen das Gerücht verbreitet, dass das Unwetter durch eine Hexe beschworen wurde. Kurz darauf wurde in Niederbipp eine Frau aus der Klus als «Hexe von Olten» verhaftet. Dem Feuertod entging sie nur der Fürsprache der Frauen der Ratsherren.

Aufgrund der beiden verheerenden Stadtbrände von 1411 und 1422 erlosch das Interesse der Stadt Basel, und im Jahr 1426 gelangte Olten pfandweise in den Besitz der Stadt Solothurn. Im Jahr 1532 gingen die Herrschaftsrechte vom Bischof zu Basel für 1800 Gulden auf die Stadt Solothurn über.

1611 brach die Pest aus und soll die Oltner Einwohnerschaft bis auf 14 Bürger dahingerafft haben.

Die Unterstützung der aufständischen Bauern kostete die Stadt im Jahr 1653 sämtliche politische Privilegien und machte Olten zu einem gewöhnlichen Untertanenstädtchen. Erst die Helvetische Republik händigte am 12. November 1800 das seit 1653 in Solothurn deponierte Stadtrecht und Siegel wieder aus.

Neuzeit[Bearbeiten]

Bahnhof Olten um 1860.
Kilometer-Null-Stein im Bahnhof Olten

Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde Olten zum Knotenpunkt der wichtigen schweizerischen Eisenbahnlinien, die Stadt lockte die Schweizerische Centralbahn mit einer grosszügigen Offerte. Noch heute erinnert der Kilometer-Null-Stein daran, dass das gesamte Schienennetz der Schweiz von Olten aus vermessen wurde.

Heute existieren davon noch die Giroud-Olma AG als Fusion der beiden obigen Firmen sowie die R. Nussbaum AG.

Die beiden Weltkriege[Bearbeiten]

Im Bereich der Fortifikation Hauenstein (Wisenberg-Hauenstein-Ifenthal-Belchen) wurde im Ersten Weltkrieg ein Festungssystem mit 50 km Länge und über 150 Geschützstellungen angelegt. Der rückwärtige Dienst war mit über 72.000 Armeeangehörigen und 10.000 Pferden in Olten stationiert.

1918 wurde das Oltener Aktionskomitee durch den Führer der schweizerischen Arbeiterbewegung, Robert Grimm, ins Leben gerufen. Der Generalstreik in Olten verlief friedlich.

Auch im Zweiten Weltkrieg wurden in Olten wieder über 60.000 Armeeangehörige einquartiert. Zusätzlich gab es in Olten über 18.000 Flüchtlinge und Internierte. Der Flugplatz Gheid wurde mit einer Messerschmitt-Staffel von fünf Flugzeugen belegt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten]

Die Industrialisierung der Region Olten seit der Mitte des 19. Jahrhunderts führte zur Gründung vieler Firmen und Niederlassungen:

  • 1855 Zentralwerkstätte der Schweizerischen Centralbahn SCB, später SBB Hauptwerkstätte Olten, heute SBB Industriewerk Olten
  • 1866 Giesserei von Roll
  • 1866 Schuhfabrik Strub und Glutz
  • 1868 Maschinenfabrik Louis Giroud
  • 1888 Steinbaukasten Dr. Richter AG
  • 1898 Seifenfabrik Helvetia
  • 1901 Lampenfabrik Pfändler
  • 1903 R. Nussbaum AG
  • 1904 Berna
  • 1906 Glashütte Maetz und Söhne
  • 1911 Nago
  • 1917 OLMA

Medien[Bearbeiten]

Der Verlag Schweizerisches Jugendschriftenwerk wurde 1931 in Olten gegründet.

Prostitution[Bearbeiten]

Olten hatte während vieler Jahre den Ruf, den «längsten Strassenstrich der Schweiz» zu beheimaten. In einer Richtlinie von 1992 tolerierte der Stadtrat die gut zwei Kilometer lange Industriestrasse offiziell als Strichzone. Im Oktober 2004 beschloss der Stadtrat, der offenen Prostitution in diesem Gebiet ein Ende zu setzen, um den vorhandenen Betrieben und etwaigen Neu-Investoren ein angenehmeres Umfeld zu bieten. Für die Industriestrasse gilt seit Anfang 2005 zwischen 20 und 5 Uhr ein Nachtfahrverbot. Mit Polizeikontrollen werden Prostituierte und Freier vertrieben. Die Strategie hatte allerdings nur teilweise Erfolg. Die Szene hat sich in die benachbarte Haslistrasse verlagert, wo sie aber als weniger störend empfunden wird.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sälischlössli
  • Die 1803 von Blasius Balteschwiler erbaute Holzbrücke über die Aare führt den Besucher vom Bahnhofsquai schräg vis-à-vis des Hauptbahnhofes direkt in die malerische Altstadt mit einigen sehenswerten Kirchen, schönen alten Bürgerhäusern und dem Stadtturm.
  • Das Bahnhofbuffet Olten ist in der ganzen Schweiz bekannt; hier wurden zahlreiche bedeutende Vereinigungen gegründet, z. B. die Schweizer literarische Gruppe Olten oder der Schweizer Alpen-Club SAC.
  • Das Altstadtrestaurant Rathskeller (im Volksmund Chöbu) lohnt sich mit seiner Fassade von aussen und der Waffensammlung von innen.
  • Mehrere Wanderwege führen von Olten in die Umgebung, zum Beispiel auf die Frohburg oder das Sälischlössli, welches Starkoch Anton Mosimann kurzzeitig als Gourmettempel benutzte, mittlerweile aber wieder verkaufte. Ebenfalls sehr schön sind die zahlreichen Aareuferwege.
  • Die Berge des Schweizer Jura bieten in nächster Umgebung lohnende Gipfelziele wie den Belchen (1123 m) mit herrlichem Panorama ins westlich gelegene Baselbiet und nach Südosten auf die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau.
  • Olten ist ein guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Städte Aarau, Luzern, Solothurn, Bern und Basel, auch Zürich ist über die Autobahn oder mit dem Zug schnell erreichbar.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Denkmal für vier Oltner Persönlichkeiten

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Stadttheater Olten, Olten SO. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der Schweiz. Band 3, Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1726.