Tonegawa Susumu

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Tonegawa Susumu

Tonegawa Susumu (jap. 利根川 進 Tonegawa Susumu, * 6. September 1939 in Nagoya) ist ein japanischer Molekularbiologe und Immunologe.

Er erhielt 1981 den Asahi-Preis und den Avery-Landsteiner-Preis, 1982 den Louisa-Gross-Horwitz-Preis, 1983 einen Gairdner Foundation International Award, 1986 den Robert-Koch-Preis und 1987 sowohl den Albert Lasker Award for Basic Medical Research als auch den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung der genetischen Grundlage für das Entstehen des Variationsreichtums der Antikörper.

Leben[Bearbeiten]

Tonegawa wurde 1939 als Sohn eines Ingenieurs einer Textilfabrik geboren. Er ist der zweite von drei Söhnen und hat eine jüngere Schwester. Aus beruflichen Gründen musste Tonegawas Vater regelmäßig von einem Produktionsort seiner Arbeitgebers zum nächsten ziehen. Tonegawa wuchs dadurch in mehreren Kleinstädten in ländlichen Gegenden auf. Als er älter wurde, schickten ihn seine Eltern nach Tokio zu einem Onkel, damit er die besseren Bildungsmöglichkeiten der Großstadt nutzen kann. Tonegawa besuchte die renommierte Hibiya-Schule, an der er ein Interesse für Chemie entwickelte. Nach dem Schulabschluss nahm er deshalb an der Aufnahmeprüfung für die Fakultät für Chemie der Universität Kyōto teil. Nachdem er beim ersten Versuch durchgefallen war, bekam er 1959 einen Studienplatz.

Nach seinem Studienabschluss erhielt Tonegawa eine Promotionsstelle am Institut für Virusforschung der Universität von Kobe, aber nach nur zwei Monaten riet ihm sein betreuender Professor wegen der besseren Lehrprogramme in die USA zu gehen. Die Graduate School der Fakultät für Biologie der Universität von Kalifornien in San Diego nahm ihn an und 1968 erhielt Tonegawa den Ph.D. Er blieb anschließend bis 1969 am Labor von Professor Hayashi als Postdoktorand und ging dann an das Labor von Renato Dulbecco an das Salk Institute for Biological Studies. Da der Ablauf seines Visums anstand, nahm er die Möglichkeit, an das Basel Institute for Immunology zu wechseln, wahr und blieb dort von 1971 bis 1981. Dann nahm er eine Professorenstelle am MIT an, die er bis heute innehat.

Weblinks[Bearbeiten]

Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Tonegawa der Familienname, Susumu der Vorname.