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Eurovision Song Contest 1958

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
3. Eurovision Song Contest
Datum 12. März 1958
Austragungsland Niederlande Niederlande
Austragungsort Die ehemaligen AVRO-Studios (Modell)
AVRO Studios Hilversum, Hilversum
Austragender Fernsehsender NTS
Moderation Hannie Lips
Pausenfüller Metropole Orkest
Teilnehmende Länder 10
Gewinner Frankreich 1946 Frankreich
Siegertitel André Claveau: Dors, mon amour
Erstmalige Teilnahme Schweden Schweden
Zurückgezogene Teilnahme Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Abstimmungsregel Jedes Land stellte 10 Jurymitglieder. Jedes Jurymitglied stimmte mit einem Punkt für einen einzigen Titel.
Deutschland Bundesrepublik ESC 1957 Frankreich 1946 ESC 1959

Der 3. Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne, so der offizielle Titel in diesem Jahr, fand am 12. März 1958 in den AVRO Studios Hilversum in den Niederlanden statt. 1958 bürgerte es sich ein, dass das Vorjahressiegerland oder vielmehr die dahinterstehende Rundfunkanstalt den Wettbewerb ausrichtete.

  • Teilnehmende Länder
  • Länder, die bereits an einem früheren ESC teilgenommen hatten, aber nicht im Jahr 1958
  • Zwar kam mit Schweden ein neues Land hinzu, aber die Teilnehmerzahl blieb zum Vorjahr gleich, da das Vereinigte Königreich wegen des schlechten Ergebnisses (die Sängerin Patricia Bredin erreichte mit All lediglich Platz 7 – den viertletzten Platz) pausierte.

    Wiederkehrende Interpreten

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    Land Interpret Vorherige(s) Teilnahmejahr(e)
     Belgien Fud Leclerc 1956
     BR Deutschland Margot Hielscher 1957
     Niederlande Corry Brokken 19561957
     Schweiz Lys Assia 19561957

    Jedes Lied wurde mit Live-Musik begleitet – folgende Dirigenten leiteten das Metropole Orchester bei dem/den jeweiligen Land/Ländern:

    •  Italien – Alberto Semprini
    •  Niederlande – Dolf van der Linden a
    •  FrankreichFranck Pourcel
    •  Luxemburg – Dolf van der Linden a
    •  Schweden – Dolf van der Linden a
    •  Dänemark – Kai Mortensen
    •  Belgien – Dolf van der Linden a
    •  BR Deutschland – Dolf van der Linden a
    •  Österreich – Willi Fantl
    •  SchweizPaul Burkhard b
    a 
    Musikalischer Leiter des Gastgebers
    b 
    Komponist und/oder Texter des Liedes

    Abstimmungsverfahren

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    Das Abstimmungsverfahren aus dem Vorjahr wurde wieder angewendet. In den einzelnen Ländern saßen wieder jeweils zehn Jurymitglieder, die jeweils eine Stimme an ein Lied vergeben durften. Die Ergebnisse wurden telefonisch und öffentlich nach Hilversum übermittelt.

    Platz Startnr. Land Interpret Lied
    Musik (M) und Text (T)
    Sprache Übersetzung
    (Inoffiziell)
    Punkte Bild
    1.3 FrankreichAndré ClaveauDors, mon amour
    M: Hubert Giraud; T: Pierre Delanoë
    FranzösischSchlafe, meine Liebe27André Claveau
    2.10 SchweizLys AssiaGiorgio
    M: Paul Burkhard; T: Fridolin Tschudi
    Deutsch, Italienisch24Lys Assia
    3.1 ItalienDomenico ModugnoNel blu dipinto di blu
    M: Domenico Modugno; T: Domenico Modugno, Franco Migliacci
    ItalienischIm Blau, blau gestrichen (Poetische Umschreibung für: Am strahlend blauen Himmel)13Domenico Modugno
    4.5 SchwedenAlice BabsLilla stjärna c
    M/T: Åke Gerhard
    SchwedischKleiner Stern10Alice Babs
    5.7 BelgienFud LeclercMa petite chatte
    M/T: André Dohet
    FranzösischMein kleiner Schatz8Fud Leclerc
    9 ÖsterreichLiane AugustinDie ganze Welt braucht Liebe
    M: Günther Leopold; T: Kurt Werner
    Deutsch8Liane Augustin
    7.8 BR DeutschlandMargot HielscherFür zwei Groschen Musik
    M: Friedrich Meyer; T: Fred Rauch, Walter Brandin
    Deutsch5Margot Hielscher
    8.6 DänemarkRaquel RastenniJeg rev et blad ud af min dagbog
    M: Sven Ulrik; T: Harry Jensen
    DänischIch riss ein Blatt aus meinem Tagebuch3Raquel Rastenni
    9.2 NiederlandeCorry BrokkenHeel de wereld
    M/T: Benny Vreden
    NiederländischDie ganze Welt1Corry Brokken
    4 LuxemburgSolange BerryUn grand amour
    M: Michel Eric; T: Monique Laniece, Raymond Roche
    FranzösischEine große Liebe1Solange Berry
    c 
    Das originale Lied hieß eigentlich Samma stjärnor lysa för oss två (zu dt.: „Dieselben Sterne scheinen für uns zwei“). Auf Wunsch von Alice Babs wurde der Beitrag umgeändert.
    Punktetafel
    Land Abstimmungsergebnisse
    Punkte
    CH
    Österreich
    AT

    DE

    BE
    Dänemark
    DK
    Schweden
    SE

    LU

    FR
    Niederlande
    NL
    Italien
    IT
    Votings
     Italien1311441117
     Niederlande111
     Frankreich27171191168
     Luxemburg111
     Schweden10311325
     Dänemark31113
     Belgien815114
     BR Deutschland511124
     Österreich8211135
     Schweiz242453646
    Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.

    Während des Live-Voting wurden vier Punkte, von Italien, aus Versehen an die Schweiz (korrekt) und an Schweden (falsch) vergeben, dies bedeutete, dass Schweden am Ende der Abstimmung 14 Punkte hatte. Der Fehler wurde erst nach der Show korrigiert.

    Der italienische Dirigent Alberto Semprini (links) und Domenico Modugno
    •  Italien: Aufgrund eines technischen Defekts musste Domenico Modugno ein zweites Mal auftreten.
    •  Niederlande: Erstmals fand der ESC im Land des Vorjahressiegers statt.
    Land Sender Moderation/Kommentar
    Teilnehmende Länder
     Belgien RTBF
    Radio Belgique[1]
    VRT
     BR Deutschland ARD Wolf Mittler
     Dänemark Statsradiofonien TV Svend Pedersen[2]
    Program 1
     Frankreich ORTF Pierre Tchernia[3]
    France I
     Italien Programma Nazionale Bianca Maria Piccinino
    Secondo Programma
     Luxemburg Télé-Luxembourg
     Niederlande NTS Siebe van der Zee[4]
    Hilversum 1
     Österreich ORF Wolf Mittler
     Schweden Sveriges TV Jan Gabrielsson[5]
     Schweiz TV DRS
    TSR Georges Hardy[6]
    RSR 2
    DRS 2
    RSI 1
    Nicht Teilnehmende Länder
     Vereinigtes Königreich BBC Television Service Peter Haigh
    Commons: Eurovision Song Contest 1958 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

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    1. Programma's Binnen- en Buitenlandse Zenders. In: De Telegraaf. 11. März 1958, S. 9, abgerufen am 5. Juni 2022 (niederländisch).
    2. Programoversigt – Fjernsyn – 12-03-1958. (PDF) Dansk Kulturarv, 12. März 1958, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2022; abgerufen am 5. Juni 2022 (dänisch).
    3. La carrière de Pierre Tchernia résumée en dix moments clés. In: Le Soir. 8. Oktober 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2022; abgerufen am 5. Juni 2022 (französisch).
    4. Programma's Binnen- en Buitenlandse Zenders. In: De Telegraaf. 11. März 1958, S. 9, abgerufen am 5. Juni 2022 (niederländisch).
    5. Leif Thorsson, Martin Verhage: Melodifestivalen genom tiderna : de svenska uttagningarna och internationella finalerna. Premium Publishing, Stockholm 2006, ISBN 91-89136-29-2, S. 14–15 (schwedisch).
    6. Programmes des Émissions Suisses et Étrangères. In: Radio – Je vois tout. Héliographia SA, 6. März 1958, S. 38–40, abgerufen am 5. Juni 2022 (französisch).