Eurovision Song Contest 2001

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46. Eurovision Song Contest
Eurovision Song Contest 2001.svg
Datum 12. Mai 2001
Austragungsland DanemarkDänemark Dänemark
Austragungsort Parken Stadion, Kopenhagen
Austragender Fernsehsender Danmarks-Radio-Logo 2013.png
Moderation Natasja Crone und Søren Pilmark
Pausenfüller Aqua feat. Safri Duo: Medley
Teilnehmende Länder 23
Gewinner EstlandEstland Estland
Zurückkehrende Teilnehmer GriechenlandGriechenland Griechenland
Abstimmungsregel Die Zuschauer bestimmten per TED, wie das Land 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und einen Punkt an die zehn besten Lieder vergibt. In einigen Ländern kamen wegen des schlechten Telefonnetzes auch Jurys zum Einsatz.
SchwedenSchweden ESC 2000EstlandEstland ESC 2002

Der 46. Eurovision Song Contest fand am 12. Mai 2001 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Austragungsort war das Parken Stadion, das 40 000 Zuschauern Platz bietet. Somit ist der Eurovision Song Contest 2001 der größte aller Zeiten, was die Zuschauerzahl vor Ort betrifft. Moderiert wurde das Spektakel von Natasja Crone und Søren Pilmark, die ihre Ansagen und Zwischentexte teilweise in Reimform vortrugen.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Interpret des Siegertitels, Tanel Padar, im Jahre 2006
Ein Interpret des Siegertitels, Dave Benton, im Jahre 2009

Als Favoriten galten im Vorfeld die Lieder aus Spanien, Schweden, Frankreich, Slowenien und Griechenland. Letztendlich gewann der estnische Beitrag Everybody, der von Tanel Padar und dem aus Aruba stammenden Dave Benton und ihrer Backgroundgruppe 2XL vorgetragen wurde. Den zweiten Platz belegte der Gastgeber Dänemark; mit dem von Rollo & King in Country-Style gesungenen Lied Never Ever Let You Go war man zum Beispiel auch in Deutschland Favorit. Die Türkei, vertreten durch Sevgiliye son von Sedat Yüce (11. Platz), erhielt bei dieser Wertung nur sieben Punkte.

Als einziges deutschsprachiges Land nahm Deutschland teil, vertreten durch Michelle, die mit dem Titel Wer Liebe lebt Achte wurde. Auch die Niederlande traten mit einer Künstlerin namens Michelle an, ihr voller Name lautete Michelle Courtens. Out on My Own wurde aber nur 19.

In diesem Jahr wurde der von einer Fanseite initiierte Barbara Dex Award zum fünften Mal vergeben. Mit diesen nicht ganz ernst zu nehmenden Preis soll das „schlechteste“ Outfit des Wettbewerbes ausgezeichnet werden. Der diesjährig Gewinner war Piasek aus Polen.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teilnehmende Länder
  • Länder, die bereits an einem früheren ESC teilgenommen hatten, aber nicht im Jahr 2001
  • Griechenland nahm wieder am Wettbewerb teil. Mazedonien, Zypern, die Schweiz, Österreich und Rumänien, Belgien und Finnland mussten wegen ihres schlechten Abschneidens in den Jahren zuvor aussetzen, wieder dabei nach einer einjährigen Zwangspause waren Polen, Litauen, Slowenien, Portugal und Bosnien-Herzegowina. Somit nahmen insgesamt 23 Länder teil. Zum ersten Mal seit 1989 kehrte kein Teilnehmer zum Wettbewerb zurück.

    Abstimmungsverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Dieses Jahr führte die EBU zum ersten Mal einen Mix der Abstimmung ein (50 % Televoting und 50 % Jury). Für die Länder, die das nicht wollten, konnte auch zu 100 % ein Televoting durchgeführt werden. Nach Angaben der EBU-Regeln (veröffentlicht am 5. Oktober 2000) war es jedem Teilnehmerland frei zur Wahl gestanden, welches Abstimmungssystem durchgeführt wird. In Ausnahmefällen, in denen Televoting nicht möglich war, wurde nur eine Jury eingesetzt: Bosnien und Herzegowina, Türkei und Russland. Nur wenige Länder entschieden sich für das gemischte Abstimmungsverfahren: Kroatien, Griechenland und Malta. Die zehn besten Lieder erhielten 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und einen Punkt.

    Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Platz Startnr. Land Interpret Titel
    (M = Musik; T = Text)
    Sprache Übersetzung Punkte
    01. 20 EstlandEstland Estland Tanel Padar, Dave Benton & 2XL Everybody
    M: Ivar Must; T: Maian-Anna Kärmas
    Englisch Jedermann 198
    02. 23 DanemarkDänemark Dänemark Rollo & King Never Ever Let You Go
    M: Søren Poppe; T: Thomas Brekling, Stefan Teilmann Laub Nielsen
    Englisch Dich niemals gehen lassen 177
    03. 22 GriechenlandGriechenland Griechenland Antique I Would Die for You
    M: Nikos Terzis; T: Antonis Pappas
    Englisch, Griechisch Ich würde für dich sterben 147
    04. 14 FrankreichFrankreich Frankreich Natasha Saint-Pier Je n’ai que mon âme
    M: Jill Kapler; T: Jill Kapler, M. Jones
    Französisch, Englisch Ich habe nur meine Seele 142
    05. 07 SchwedenSchweden Schweden Friends Listen to Your Heartbeat
    M/T: Thomas G:son, Henrik Sethsson
    Englisch Hör auf deinen Herzschlag 100
    06. 13 SpanienSpanien Spanien David Civera Dile que la quiero
    M/T: Alejandro Abad
    Spanisch Sag ihr, dass ich sie liebe 076
    07. 17 SlowenienSlowenien Slowenien Nuša Derenda Energy
    M: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič, Lucienne Lonchina
    Englisch Energie 070
    08. 19 DeutschlandDeutschland Deutschland Michelle Wer Liebe lebt
    M: Gino Trovatello, Matthias Stingl; T: Eva Richter, Mary Applegate
    Deutsch, Englisch 066
    09. 21 MaltaMalta Malta Fabrizio Faniello Another Summer Night
    M: Paul Abela; T: Georgina Abela
    Englisch Noch eine Sommernacht 048
    10. 10 KroatienKroatien Kroatien Vanna Strings of My Heart
    M: Tonči Huljić; T: Vjekoslava Huljić
    Englisch Die Saiten meines Herzens 042
    11. 15 TurkeiTürkei Türkei Sedat Yüce Sevgiliye son
    M: Semih Güneri; T: Nurdan Güneri, Figen Çakmak
    Türkisch, Englisch Das Ende der Liebe 041
    12. 06 RusslandRussland Russland Mumiy Troll
    Мумий Тролль
    Lady Alpine Blue
    M/T: Ilja Lagutenko
    Englisch 037
    13. 08 Litauen 1989Litauen Litauen Skamp You Got Style
    M: Viktoras Diawara; T: Viktoras Diawara, Erica Quinn Jennings, Vilius Alesius
    Englisch, Litauisch Du hast Stil 035
    14. 03 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Nino Hano
    M/T: Nino Pršeš
    Bosnisch, Englisch Hannah 029
    15. 16 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Lindsay D. No Dream Impossible
    M/T: Russ Ballard, Chris Winter
    Englisch Kein Traum ist unmöglich 028
    16. 05 IsraelIsrael Israel Tal Sondak
    טל סונדק
    Ein davar
    אין דבר
    M: Yair Klinger; T: Shimrit Orr
    Hebräisch Macht nichts 025
    17. 11 PortugalPortugal Portugal MTM Eu só sei ser feliz assim
    M/T: Marco Quelhas
    Portugiesisch Ich kann nur so glücklich sein 018
    18. 09 LettlandLettland Lettland Arnis Mednis Too Much
    M: Arnis Mednis; T: Arnis Mednis, Gustavs Terzens
    Englisch Zu viel 016
    18. 01 NiederlandeNiederlande Niederlande Michelle Out on My Own
    M: Dirk-Jan Vermeij, André Remkes; T: André Remkes
    Englisch Alleine draußen 016
    20. 18 PolenPolen Polen Piasek 2 Long
    M: Robert Chojnacki; T: Andrzej Piaseczny
    Englisch Zu lange 011
    21. 12 IrlandIrland Irland Gary O’Shaughnessy Without Your Love
    M/T: Pat Sheridan
    Englisch Ohne deine Liebe 006
    22. 02 IslandIsland Island Two Tricky Angel
    M: Einar Bárðarson, Magnús Þór Sigmundsson; T: Einar Bárðarson
    Englisch Engel 003
    22. 04 NorwegenNorwegen Norwegen Haldor Lægreid On My Own
    M: Tom-Steinar Hanssen, Ole Henrik Antonsen; T: Tom-Steinar Hanssen, Ole Henrik Antonsen, Ole Jørgen Olsen
    Englisch Alleine 003

    Ab diesem Jahr qualifizierten sich die Länder wieder nach dem Modus von 1993. Die rot markierten Länder mussten im nächsten Jahr pausieren. Lettland durfte 2002 nur teilnehmen, weil Portugal sich entschloss, 2002 nicht teilzunehmen.

    Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Erhaltendes Land Vergebendes Land
    Land Insg. NiederlandeNiederlande NED IslandIsland ISL Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina BIH NorwegenNorwegen NOR IsraelIsrael ISR RusslandRussland RUS SchwedenSchweden SWE Litauen 1989Litauen LTU LettlandLettland LVA KroatienKroatien CRO PortugalPortugal POR IrlandIrland IRL SpanienSpanien ESP FrankreichFrankreich FRA TurkeiTürkei TUR Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR SlowenienSlowenien SVN PolenPolen POL DeutschlandDeutschland DEU EstlandEstland EST MaltaMalta MLT GriechenlandGriechenland GRE DanemarkDänemark DEN
    NiederlandeNiederlande Niederlande 16 5 1 6 4
    IslandIsland Island 003 1 2
    Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 029 4 10 7 1 7
    NorwegenNorwegen Norwegen 003 3
    IsraelIsrael Israel 025 6 10 7 2
    RusslandRussland Russland 037 5 3 10 8 4 2 5
    SchwedenSchweden Schweden 100 7 3 2 8 2 2 6 4 5 8 5 2 8 8 5 7 8 10
    Litauen 1989Litauen Litauen 035 5 1 2 4 10 1 5 1 4 2
    LettlandLettland Lettland 016 8 8
    KroatienKroatien Kroatien 042 7 10 5 3 10 7
    PortugalPortugal Portugal 018 6 12
    IrlandIrland Irland 006 1 5
    SpanienSpanien Spanien 076 7 2 5 4 12 5 4 7 3 5 6 3 1 1 3 8
    FrankreichFrankreich Frankreich 142 8 4 12 7 2 12 6 7 7 6 12 7 3 1 6 6 10 6 10 4 6
    TurkeiTürkei Türkei 041 3 7 7 7 4 10 3
    Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 028 2 3 3 3 3 2 4 1 2 2 3
    SlowenienSlowenien Slowenien 070 4 6 10 6 1 4 7 4 8 2 2 1 6 4 5
    PolenPolen Polen 011 2 3 5 1
    DeutschlandDeutschland Deutschland 066 1 3 8 1 1 10 6 10 6 3 2 4 1 5 1 4
    EstlandEstland Estland 198 12 10 4 10 6 6 8 12 12 2 10 8 8 12 12 12 12 10 12 12 8
    MaltaMalta Malta 048 3 1 5 7 3 1 4 2 1 3 1 2 3 12
    GriechenlandGriechenland Griechenland 147 6 8 8 8 10 5 12 5 2 5 4 5 12 3 5 7 8 8 8 6 7 5
    DanemarkDänemark Dänemark 177 10 12 12 7 10 6 10 12 8 12 7 4 4 10 10 7 12 12 6 6

    Anm.: Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.

    Karte der Punktevergabe für den Siegertitel aus Estland nach Ländern

    Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Anzahl Land erhalten von
    9 EstlandEstland Estland Griechenland, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Polen, Slowenien, Türkei, Vereinigtes Königreich
    6 DanemarkDänemark Dänemark Deutschland, Estland, Island, Irland, Kroatien, Norwegen
    3 FrankreichFrankreich Frankreich Bosnien und Herzegowina, Portugal, Russland
    2 GriechenlandGriechenland Griechenland Schweden, Spanien
    1 MaltaMalta Malta Dänemark
    SpanienSpanien Spanien Israel
    PortugalPortugal Portugal Frankreich

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]