FC Differdingen 03

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FC Differdingen 03
FC Differdange 03 Logo
Basisdaten
Name Football Club Differdange 03
Sitz Differdingen
Gründung 2003
Präsident Fabrizio Bei
Website www.d03.lu
Erste Mannschaft
Trainer Pascal Carzaniga
Stadion Stade Municipal de la Ville de Differdange
Plätze 3.000
Liga BGL Ligue
2016/17 2. Platz
Heim
Auswärts

Der FC Differdingen 03 (luxemburgisch: FC Déifferdeng 03) ist ein luxemburgischer Fußballverein aus Differdingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde 2003 als Zusammenschluss der beiden Vereine Red Boys und AS gegründet.

Vorgängervereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Boys Differdingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Boys Differdange.svg

Red Boys Differdingen wurde am 25. Mai 1907 als SC Differdingen gegründet und ist somit einer der ältesten luxemburgischen Fußballvereine. Am 11. Juli 1919 erfolgte die Umbenennung in Red Boys.[1] Während der deutschen Besetzung Luxemburgs hieß der Verein ab 1940 FK 07 Differdingen. Seit 1944 trug er wieder den Namen Red Boys. Die Red Boys wurden sechsmal Landesmeister und sind mit 16 Titeln luxemburgischer Rekordpokalsieger. Darüber hinaus erreichten sie weitere neun Male das Pokalfinale. Spielstätte war das 1921 erbaute Stade du Thillenberg mit einer Kapazität von 6.300 Plätzen. [2]

Red Boys nahm zehnmal an der Hauptrunde eines europäischen Wettbewerbs teil. Dabei traf das Team auf so prominente Mannschaften wie den AC Mailand, Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und Olympique Lyon. Der einzige Sieg datiert vom 19. September 1979, als Omonia Nikosia in der Vorrunde des Europapokals der Landesmeister vor heimischer Kulisse mit 2:1 geschlagen wurde. Aufgrund einer 1:6-Niederlage im Rückspiel schied Red Boys wie bei allen anderen Teilnahmen an einem europäischen Wettbewerb bereits in der ersten Runde aus.

Am 18. September 1984 gelang im Hinspiel der ersten Runde des UEFA-Pokals 1984/85 im Stade Municipal Obercorn ein bemerkenswertes 0:0-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam. Das Rückspiel verloren die Red Boys jedoch mit 0:14, was bis heute einen Rekord im UEFA-Pokal darstellt.

1965 und 1979 wurden die Red Boys zur luxemburgischen Mannschaft des Jahres gewählt.

AS Differdingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Association Sportive (Sportvereinigung) Differdingen wurde 1921 gegründet. 1940 wurde der Verein in FK Rotstern Differdingen umbenannt, 1941 verboten und aufgelöst. 1944 erfolgte die Wiedergründung und Rückbenennung in AS.

AS gehörte in den Spielzeiten 1928/29, 1935/36, 1937/38 und 1939/40 der Nationaldivision an, stieg jedoch jeweils nach nur einer Saison wieder ab.

Größter Erfolg nach dem Zweiten Weltkrieg war das Erreichen des nationalen Pokalfinales 1990 gegen Swift Hesperingen, in dem AS nach einem 3:3 nach Verlängerung im Wiederholungsspiel mit 1:7 unterlag.

Sportliche Entwicklung nach der Fusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr der Fusion belegte Red Boys in der Abschlusstabelle der zweitklassigen Ehrenpromotion den elften Rang. AS Differdingen spielte zu diesem Zeitpunkt drittklassig. Der FC Differdingen 03 nahm den Platz von Red Boys ein und schaffte 2006 den Aufstieg in die Nationaldivision. Am Ende der Saison 2006/07 gelang dem Verein als Drittplatzierter den Einzug in den UEFA Intertoto Cup. Dort schieden die Differdinger in der ersten Runde gegen Slovan Bratislava mit 0:2 und 0:3 aus.

Am Ende der Saison 2008/09 wurde FC 03 erstmals Vizemeister und qualifizierte sich für die neue UEFA Europa League. In der 2. Qualifikationsrunde traf das Team auf den Dritten der kroatischen Meisterschaft HNK Rijeka. Das Hinspiel wurde mit 1:0 durch ein Tor von Pierre Piskor gewonnen, das Rückspiel eine Woche später in Kroatien ging allerdings mit 0:3 verloren, weshalb man auch 2009 schon in der ersten Runde ausschied.

Von 2009 bis 2013 belegte Differdingen 03 viermal hintereinander den vierten Platz. 2010 und 2011 qualifizierte sich die Mannschaft jeweils als Pokalsieger, 2012 über die Platzierung für die Europa League.

In der 2. Qualifikationsrunde der Europa League 2011/12 setzte sich Differdingen gegen den estnischen Teilnehmer FC Levadia Tallinn mit 0:0 und 1:0 durch. In der folgenden Runde unterlag man dem griechischen Vertreter Olympiakos Volos in beiden Spielen mit 0:3. Weil Volos wegen Manipulationsvorwürfen nur kurze Zeit später von der UEFA aus dem Wettbewerb ausgeschlossen wurde, rückte Differdingen als erster luxemburgischer Verein in die Play-off-Runde vor, unterlag dann dort jedoch dem französischen Erstligisten Paris Saint-Germain.

Szene aus dem Spiel CS Grevenmacher – FC Differdingen 03 am 17. August 2014

Im Juni 2012 wurde die Verpflichtung von Michel Leflochmoan als Nachfolger des kurz zuvor zurückgetretenen Trainers Paolo Amodio bekanntgegeben. [3] Unter Leflochmoan gelang in den Spielzeiten 2013 und 2014 jeweils die Qualifikation zur UEFA Europa League sowie der Gewinn des Coupe de Luxembourg 2014. In der Saison 2012/13 eliminierte der Klub NSÍ Runavík in der ersten Qualifikationsrunde und scheiterte in der nächsten Runde am belgischen Erstligisten KAA Gent. 2013/14 setzte sich der FC Differdingen in der ersten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen KF Laçi und in der nächsten Runde überraschend gegen FC Utrecht durch. In der dritten Runde verloren sie gegen den norwegischen Klub Tromsø IL nach Elfmeterschießen und schieden somit aus dem Wettbewerb aus.

Nachdem der Verein schon vor Ende der Saison angekündigt hatte, den Vertrag mit Leflochmoan nicht zu verlängern,[4] wurde einen Tag nach dem Pokaltriumph die Verpflichtung von Marc Thomé als neuen Trainer zur Saison 2014/15 bekanntgegeben. [5] Mit Thomé erreichten die Differdinger 2015 und 2016 die Qualifikationsrunde der UEFA Europa League. In der Spielzeit 2015/16 trat der FC Differdingen 03 in der ersten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League an und besiegte den walisischen Vertreter Bala Town, scheiterte jedoch in der folgenden Runde an dem türkischen Vertreter Trabzonspor.

Zur Saison 2016/17 übernahm der Franzose Pascal Carzaniga den Posten des Cheftrainers [6] und verpasste die Meisterschaft mit nur einer Saisonniederlage aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber F91 Düdelingen. In der UEFA Europa League kam der FC 03 nicht über die erste Qualifikationsrunde hinaus und unterlag Zirə FK aus Aserbaidschan mit 0:2 und 1:2.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Boys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AS Differdingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luxemburgischer Pokalfinalist: 1990

FC 03[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ewige Tabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ewigen Tabelle der höchsten luxemburgischen Spielklasse seit 1909 belegen FC 03 und die Vorgängervereine folgende Plätze:

Rang Verein Punkte
004. Red Boys 02.150
019. FC 03 00544
041. AS Differdingen 00057

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Boys Differdingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1972/73 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde ItalienItalien AC Mailand 1:7 0:1 (H) 1:6 (A)
1974/75 UEFA-Pokal 1. Runde FrankreichFrankreich Olympique Lyon 00:11 0:7 (A) 1:4 (H)
1976/77 UEFA-Pokal 1. Runde BelgienBelgien KSC Lokeren 1:6 0:3 (H) 1:3 (A)
1977/78 UEFA-Pokal 1. Runde NiederlandeNiederlande AZ'67 Alkmaar 01:16 00:11 (A) 0:5 (H)
1979/80 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Zypern RepublikZypern Omonia Nikosia 3:7 2:1 (H) 1:6 (A)
1980/81 UEFA-Pokal 1. Runde NiederlandeNiederlande AZ'67 Alkmaar 00:10 0:6 (A) 0:4 (H)
1981/82 UEFA-Pokal 1. Runde PortugalPortugal Sporting Lissabon 00:11 0:4 (A) 0:7 (H)
1982/83 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde BelgienBelgien KSV THOR Waterschei 1:8 1:7 (A) 0:1 (H)
1984/85 UEFA-Pokal 1. Runde NiederlandeNiederlande Ajax Amsterdam 00:14 0:0 (H) 00:14 (A)
1985/86 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde SchwedenSchweden AIK Solna 00:13 0:8 (A) 0:5 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 20 Spiele, 1 Sieg, 1 Unentschieden, 18 Niederlagen, 8:103 Tore (Tordifferenz −95)

FC Differdingen 03[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Europa League Play-off-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain am 25. August 2011 im Parc des Princes
Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2007 UEFA Intertoto Cup 1. Runde SlowakeiSlowakei ŠK Slovan Bratislava 0:5 0:2 (H) 0:3 (A)
2009/10 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde KroatienKroatien HNK Rijeka 1:3 1:0 (H) 0:3 (A)
2010/11 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde SerbienSerbien FK Spartak Zlatibor Voda 3:5 3:3 (H) 0:2 (A)
2011/12 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde EstlandEstland FC Levadia Tallinn 1:0 0:0 (H) 1:0 (A)
3. Qualifikationsrunde GriechenlandGriechenland Olympiakos Volos[9] 0:6 0:3 (H) 0:3 (A)
Play-offs FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain 0:6 0:4 (H) 0:2 (A)
2012/13 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde FaroerFäröer NSÍ Runavík 6:0 3:0 (H) 3:0 (A)
2. Qualifikationsrunde BelgienBelgien KAA Gent 2:4 0:1 (A) 2:3 (H)
2013/14 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde AlbanienAlbanien KF Laçi 3:1 1:0 (A) 2:1 (H)
2. Qualifikationsrunde NiederlandeNiederlande FC Utrecht 5:4 2:1 (H) 3:3 (A)
3. Qualifikationsrunde NorwegenNorwegen Tromsø IL 1:1
(3:4 i. E.)
0:1 (A) 1:0 n. V. (H)
2014/15 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde LitauenLitauen Atlantas Klaipėda 2:3 1:0 (H) 1:3 (A)
2015/16 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde WalesWales Bala Town 4:3 3:1 (H) 1:2 (A)
2. Qualifikationsrunde TurkeiTürkei Trabzonspor 1:3 0:1 (A) 1:2 (H)
2016/17 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde NordirlandNordirland Cliftonville FC 1:3 1:1 (H) 0:2 (A)
2017/18 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde AserbaidschanAserbaidschan Zirə FK 1:4 0:2 (A) 1:2 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 32 Spiele, 10 Siege, 4 Unentschieden, 18 Niederlagen, 31:51 Tore (Tordifferenz −20)

Kader Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 19. Juli 2017

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Patrick Worré LuxemburgLuxemburg
30 Julien Weber FrankreichFrankreich
04 André Rodrigues LuxemburgLuxemburg PortugalPortugal
05 Tom Siebenaler LuxemburgLuxemburg
15 Giuliano Jackson LuxemburgLuxemburg
19 David Vandenbroeck BelgienBelgien
21 Mathias Jänisch (C)Kapitän der Mannschaft LuxemburgLuxemburg DeutschlandDeutschland
23 Gianluca Bei LuxemburgLuxemburg ItalienItalien
25 Geoffrey Franzoni FrankreichFrankreich
33 Selmin Skenderovic LuxemburgLuxemburg
06 Farid Ikene LuxemburgLuxemburg AlgerienAlgerien
08 Pedro Ribeiro LuxemburgLuxemburg PortugalPortugal
12 David Fleurival GuadeloupeGuadeloupe FrankreichFrankreich
13 Dwayn Holter LuxemburgLuxemburg
17 Jordan Yéyé FrankreichFrankreich
20 Gilles Bettmer LuxemburgLuxemburg
24 Jérémy Mélinger FrankreichFrankreich
28 Mounir Hamzaoui TunesienTunesien
07 Yannick Bastos LuxemburgLuxemburg PortugalPortugal
09 Nicolas Perez FrankreichFrankreich
11 Gauthier Caron FrankreichFrankreich
31 Gonçalo Almeida LuxemburgLuxemburg
34 Chadli Amri AlgerienAlgerien FrankreichFrankreich

Trainerstab und Funktionäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktion Name Nationalität
Chef-Trainer Pascal Carzaniga FrankreichFrankreich
Co-Trainer David Zitelli FrankreichFrankreich
Torwart-Trainer Arny Kirsch LuxemburgLuxemburg
Konditionstrainer Pascal Bürger LuxemburgLuxemburg
Teammanager Jean-Philippe Caillet FrankreichFrankreich

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC 03[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Boys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AS Differdingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • LuxemburgLuxemburg Dan Theis (20. November 2003–30. Juni 2006)
  • LuxemburgLuxemburg Maurice Spitoni (1. Juli 2006–30. Juni 2008)
  • LuxemburgLuxemburg Roland Schaack (1. Juli 2008–30. Juni 2009)
  • LuxemburgLuxemburg Dan Theis (1. Juli 2009–10. April 2011)
  • LuxemburgLuxemburg Maurice Spitoni (interim) (10. April 2011–30. Juni 2011)
  • LuxemburgLuxemburg Paolo Amodio (1. Juli 2011–30. Juni 2012)
  • FrankreichFrankreich Michel Leflochmoan (1. Juli 2012–30. Juni 2014)
  • LuxemburgLuxemburg Marc Thomé (1. Juli 2014-30. Juni 2016)
  • FrankreichFrankreich Pascal Carzaniga (1. Juli 2016-)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FC Differdange 03 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vor hundert Jahren begann in Differdingen das Fussballfieber. Abgerufen am 24. Mai 2014. auf dem Portal der Stadt Differdingen
  2. www.stadionwelt.de
  3. tageblatt.lu: „Leflochmoan ist neuer Trainer“ vom 6. Juni 2012
  4. wort.lu: „Leflochmoan verlängert nicht“ vom 24. Mai 2014
  5. lessentiel.lu: „Marc Thomé prend les rênes de Differdange“ vom 24. Mai 2014
  6. lessentiel.lu: „Pascal Carzaniga übernimmt Differdingen“ vom 23. Mai 2016
  7. tageblatt.lu: „D03 holt den Pott“ vom 23. Mai 2014
  8. wort.lu: „Differdingen triumphiert im Elfmeterschießen“ vom 31. Mai 2015
  9. Der eigentliche Gewinner der Drittrundenqualifikation, Olympiakos Volos, wurde aufgrund von Manipulationsvorwürfen nachträglich für drei Jahre von allen UEFA-Wettbewerben ausgeschlossen. Als Ersatzteam wurde seitens der UEFA FC Differdange festgelegt.