La Réole

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La Réole
La Rèula
Wappen von La Réole
La Réole (Frankreich)
La Réole
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Gironde
Arrondissement Langon
Kanton Le Réolais et Les Bastides
Gemeindeverband Réolais en Sud Gironde
Koordinaten 44° 35′ N, 0° 2′ WKoordinaten: 44° 35′ N, 0° 2′ W
Höhe 5–133 m
Fläche 12,53 km2
Einwohner 4.173 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 333 Einw./km2
Postleitzahl 33190
INSEE-Code
Website http://www.lareole.fr/

Mairie La Réole

La Réole (gaskognisch La Rèula oder L’Arrèula) ist eine Kleinstadt mit 4173 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine in Frankreich. Sie gehört zum Kanton Le Réolais et Les Bastides. Die Bewohner nennen sich Réolais.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Réole liegt an der Garonne, 62 Kilometer südöstlich von Bordeaux und 19 Kilometer östlich von Langon, 6 Kilometer westlich der Grenze des Départements Lot-et-Garonne. Der Hauptteil der kleinen Stadt liegt am orografisch rechten Flussufer, der Weiler Rouergue liegt am linken Ufer. Besonders für Rouergue besteht nach Unwettern Überschwemmungsgefahr durch die Garonne. In den Jahren 1835, 1855, 1875, 1879, 1918, 1927, 1930, 1981, 2006 und 2009 führte die Garonne Hochwasser.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt wurde von Regula Benedicti abgeleitet. Um das Jahr 977 war die Siedlung der Benediktinerabtei von Fleury zugeordnet.

1793 erhielt La Réole als La Réole Saint Aignan im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 unter dem heutigen Namen das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.[3]

Vom 17. Februar 1800 bis zum 10. September 1926 existierte das Arrondissement de La Réole, das Monségur, Pellegrue, La Réole, Saint-Macaire, Sauveterre-de-Guyenne und Targon umfasste. La Réole war der Hauptort. Die gesamte Gemarkung ging dann an das Arrondissement Langon über.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [3])
179318001846191119211946197519992007
503538064080424136444491501641874218

Am meisten Einwohner hatte La Réole 1793 (5035), am wenigsten 1921 (3644).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Priorei

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Benediktiner-Priorei Saint-Pierre ist offiziell als historisches Denkmal klassifiziert. Sie wurde 1704 erbaut und befindet sich im Besitz der Gemeinde und des Départements.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Réole XIII ist Mitglied der französischen „Dreizehner-Rugby League“.[5]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Réole wird von der Via Lemovicensis passiert.

Die Stadt besitzt einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Bordeaux–Sète der SNCF. Sie wird mit Zügen des TER Aquitaine befahren.

Ein Autobahnanschluss befindet sich an der Autoroute A62.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Mathematiker Abbo von Fleury verstarb am 13. November 1004 in La Réole.
  • Der Militär Olivier de Coëtivy war 1447 Kapitän von La Réole.
  • Der Theologe Bernard Seguin, der am 16. Mai 1553 in Lyon als evangelischer Märtyrer starb, wurde in La Réole geboren.
  • Der Staatsmann Joseph Henri Joachim Lainé wurde 1793 zum Distriktsadministrator von La Réole berufen.
  • Der Motocross Pilot Marvin Musquin wurde am 30. Dezember 1989 in La Réole geboren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Gironde. Flohic Éditions, 2 Bände, Paris 2001, ISBN 2-84234-125-2, S. 1228–1234.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Réole – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maurice Pardé: La crue de la Garonne en mars 1927. In: Revue de géographie alpine. Band 15, Nr. 3, 1927, ISSN 0035-1121, S. 455–458 (auf Persée [abgerufen am 20. Dezember 2015]). (Französisch)
  2. tian: Tempête, inondation: la Garonne se réveille... In: Le Post. Philippe Jannet, 26. Januar 2009, abgerufen am 16. August 2010 (französisch).
  3. a b La Réole - notice communal. In: Cassini.ehess.fr. Abgerufen am 16. August 2010 (französisch).
  4. La Réole. In: Base Mérimée. Ministère de la culture, abgerufen am 9. August 2010 (französisch).
  5. Offizielles Webangebot des La Réole XIII (Französisch)