Sankt Alban (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sankt Alban
Sankt Alban (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sankt Alban hervorgehoben

Koordinaten: 49° 41′ N, 7° 52′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Nordpfälzer Land
Höhe: 247 m ü. NHN
Fläche: 5,46 km2
Einwohner: 277 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67813
Vorwahl: 06362
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 066
Adresse der Verbandsverwaltung: Bezirksamtsstraße 7
67803 Rockenhausen
Website: st-alban.de
Ortsbürgermeisterin: Petra Becher
Lage der Ortsgemeinde Sankt Alban im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Sankt Alban ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Alban befindet sich im Nordpfälzer Bergland nördlich des Donnersbergs zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach. Zu Sankt Alban gehören zusätzlich die Wohnplätze Hengstbacherhof und Untermühle.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Gaugrehweiler, Gerbach, Dielkirchen, Bayerfeld-Steckweiler.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Appelbach; mitten im Siedlungsgebiet münden in diesen von rechts der Stößbach und von links der Erlengraben. Im nördlichen Gemeindegebiet nimmt ersterer von rechts den Dörrnbach auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Alban wurde von Mönchen gegründet. Später gehörte es zur Grafschaft Falkenstein und kam mit dieser in das Oberamt Winnweiler des Landes Vorderösterreich. Nach 1797 fiel der Ort an Frankreich und wurde in das französische Département Donnersberg eingegliedert.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war die Gemeinde in den Kanton Rockenhausen eingegliedert. Infolge des Wiener Kongresses (1815) ging Sankt Alban zunächst erneut zu Österreich. Ein Jahr später wurde er Bayern zugeschlagen, wo es Teil des Rheinkreises wurde. Von 1818 bis 1862 war Sankt Alban Bestandteil des Landkommissariat Kirchheim, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen. Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Steingruben innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz und dem Regierungsbezirk Pfalz zugeschlagen. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte die Gemeinde in den neu geschaffenen Donnersbergkreis, in dem der Landkreis Rockenhausen größtenteils aufging. 1972 wurde sie der neu gebildeten Verbandsgemeinde Rockenhausen zugeschlagen. Seit 2020 ist Sankt Alban Bestandteil der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land.

Sankt Alban hat zahlreiche Auszeichnungen beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erhalten. Der Mühlstein beim Lindenplatz erinnert an den Titel „Schönstes Nordpfalzdorf 1985“.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1840 hatte der Ort 65 Häuser und 478 Einwohner.[3]

Die Tabelle enthält die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Sankt Alban, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 305
1835 478
1840 478
1871 468
1905 431
1939 377
Jahr Einwohner
1950 363
1961 342
1970 383
1987 290
2005 335

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Alban wurde 1840 als evangelisches Pfarrdorf im Dekanat Obermoschel bezeichnet, die Katholiken waren der Pfarrei Gerbach zugeordnet.[3] Darüber hinaus existierte vor Ort einst ein jüdischer Friedhof. Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer und unterstehen dort dem Dekanat Donnersberg, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche der Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Sankt Alban besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Petra Becher. Ihr Vorgänger war der von 2009 bis 2014 amtierende Karl-Heinz Becker, davor hatte Herbert Wasem dieses Amt inne.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalzone Hengstbacherhof

Der Ortskern und der Hengstbacherhof sind als Denkmalzonen ausgewiesen. Letzterer verbindet alte Bausubstanz mit modernen Gewerbebetrieben.

Hinzu kommen insgesamt sieben Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die historische Kapelle, die seit 1911 als evangelische Kirche fungiert. Sie und drei ebenfalls denkmalgeschützte Fachwerkhäuser prägen den Ortskern.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb des Gemeindegebiets existieren insgesamt zwei Naturdenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerhalb des Kernortes existiert eine Bio-Solar-Siedlung mit einem Informationszentrum für regenerative Energien.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptteil der Gemeinde liegt an der Durchgangsstraße, der Landesstraße 400. Der Hengstbacherhof ist über die Die Kreisstraße 26 an das Straßennetz angebunden. Über die A 63 im Südosten besteht Anschluss an den Fernverkehr. In Rockenhausen ist ein Bahnhof der Alsenztalbahn. Zu diesem führt von Sankt Alban aus die von Behles Bus betriebene Buslinie 914, die in nördlicher Richtung bis nach Alsenz verläuft.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Sankt Alban führt außerdem der Appelbach-Radweg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sankt Alban – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2020 liegt vor.]. S. 91 (PDF; 2,2 MB).
  3. a b Max Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form, Verlag Georg Franz, München 1840. S. 156 (Google Books)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Sankt Alban. Abgerufen am 25. August 2019.