Lautersheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lautersheim
Lautersheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lautersheim hervorgehoben

Koordinaten: 49° 35′ N, 8° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Göllheim
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 3,72 km2
Einwohner: 623 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67308
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 041
Adresse der Verbandsverwaltung: Freiherr-vom-Stein-Straße 1–3
67307 Göllheim
Website: www.vg-goellheim.de
Ortsbürgermeister: Thomas Mattern (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Lautersheim im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Lautersheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Göllheim an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf der Anhöhe des Göllheimer Hügellands, nördlich des Naturparks Pfälzerwald, zwischen Kaiserslautern und Worms.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Ortes ist derzeit noch unklar. Frühe urkundliche Erwähnungen eines Ortes liutmarsheim oder liutresheim in Schenkungen an das Kloster Lorsch könnten sich sowohl auf Lautersheim als auch auf das nur 10 km entfernte Laumersheim beziehen.[2]

Der Ort gab einer Adelsfamilie den Namen, von denen mehrere Ritter als Namensträger ab dem Jahr 1238 belegt ist. Mit Aussterben des Adelsgeschlechts fiel der Ort in den Besitz der Grafschaft Leiningen-Westerburg.[3] Der Ort wurde 1793 französisch besetzt und gehörte zum Kanton Göllheim. 1816 kam der Ort zur bayerischen Rheinpfalz, mit der Verwaltungsreform 1862 wurde der Ort dem Bezirksamt Kirchheimbolanden, später Landkreis Kirchheimbolanden zugeschlagen. Seit 1945 gehört er zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lautersheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG WGR Gesamt
2019[4] per Mehrheitswahl 12 Sitze
2014[5] 3 9 12 Sitze
2009 3 4 4 1 12 Sitze
2004 3 7 2 12 Sitze
  • FWG = Freien Wählergruppe Lautersheim e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Thomas Mattern. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 88,57 % in seinem Amt bestätigt.[6]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine Partnerschaft mit der thüringischen Gemeinde Abtsbessingen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die protestantische Kirche in Lautersheim ist ein Sandsteinquaderbau aus dem Jahr 1837. Die Gemeinde in Lautersheim wird vom Pfarrer in Kerzenheim betreut.

Die katholische Gemeinde nutzt die Kirche St. Joseph, eine Notkirche aus Holz aus dem Jahr 1912. Die Kirche war bis 2007 Filiale von St. Oswald in Boßweiler, wurde dann aber nach Göllheim umgepfarrt.[7]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte Fest im Dorf ist die „Lautersheimer Kerwe“, die seit 1968 ohne Unterbrechung immer am vierten Wochenende im September gefeiert wird. Höhepunkt ist hier der „Kerweumzug“ mit anschließender „Kerweredd“ am Sonntagnachmittag.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort verläuft die L 448. In kurzer Entfernung befinden sich die A 63 im Westen, die A 6 im Süden und die A 61 im Osten. Der nächste Bahnhof ist Ebertsheim an der Eistalbahn GrünstadtRamsen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabmal des Landtagsabgeordneten Johann Adam Mann (1821–1886)

Der Fußballverein SV Lautersheim spielt seit seiner Gründung im Jahre 1953 in der untersten deutschen Spielklasse (mittlerweile Kreisklasse) 2001 hatte der SV Lautersheim seinen größten sportlichen Erfolg in der Geschichte: Neben der Meisterschaft in der Kreisliga konnte auch der Kreispokalsieg und die Vize-Bezirksmeisterschaft errungen werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lautersheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Thomas Bauer: Die mittelalterlichen Gaue. In: Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, Habelt, Bonn 2000, ISBN 3-7927-1818-9
  3. Ernst Christmann: Die Siedlungsnamen der Pfalz. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1952, S. 348.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Lautersheim. Abgerufen am 31. August 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 31. August 2019 (siehe Göllheim, Verbandsgemeinde, achte Ergebniszeile).
  7. Umpfarrung der Filiale Lautersheim aus der Pfarrei Boßweiler St. Oswald in die Pfarrei Göllheim St. Johannes Nepomuk – OVB 8/2006
  8. Mann, Philipp Leonhard in der Parlamentsdatenbank beim Haus der Bayerischen Geschichte
  9. Mann, Johann Adam in der Parlamentsdatenbank beim Haus der Bayerischen Geschichte