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Lautersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Lautersheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lautersheim hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 35′ N,  6′ OKoordinaten: 49° 35′ N,  6′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Göllheim
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 3,71 km²
Einwohner: 619 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67308
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 041
Adresse der Verbandsverwaltung: Freiherr-vom-Stein-Straße 1–3
67307 Göllheim
Website: www.vg-goellheim.de
Ortsbürgermeister: Thomas Mattern (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Lautersheim im Donnersbergkreis
Karte
Karte

Lautersheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Göllheim an.

Die Gemeinde liegt zwischen Kaiserslautern und Worms auf einer Anhöhe des zum Alzeyer Hügelland gehörenden Göllheimer Hügellands; der Süden der Gemarkung bildet den Nordhang des Eisenberger Beckens. Südlich und östlich schließt sich der Landkreis Bad Dürkheim an. Bei Lautersheim liegt weiter die Wüstung Bittersheim.[2]

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Biedesheim, Quirnheim, Ebertsheim, Kerzenheim und Göllheim.

Erhebungen und Gewässer

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An der Gemarkungsgrenze zu Göllheim und Biedesheim erstreckt sich der 302,1 Meter hohe Galgenberg, alternativ Göllheimer Höhe genannt. An der Gemeindegrenze zu Kerzenheim erhebt sich mit 309 m der Esper.

Am südlichen Rand des Siedlungsgebiets entspringt der Mangelbach. Er fließt nach Südosten und mündet innerhalb von Ebertsheim in den Rodenbach.

Frühe urkundliche Erwähnungen eines Ortes liutmarsheim oder liutresheim in Schenkungen an das Kloster Lorsch könnten sich sowohl auf Lautersheim als auch auf das nur 10 km entfernte Laumersheim beziehen.[3] Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Kloster Höningen. Ende des 15. Jahrhunderts verfügte ebenso das Kloster Rosenthal über Eigentum in Lautersheim. Auch das Kloster Otterberg war im Ort begütert.[4]

Der Ort gab einer Adelsfamilie den Namen, von der mehrere Ritter als Namensträger ab dem Jahr 1238 belegt sind. Mit Aussterben des Adelsgeschlechts fiel der Ort in den Besitz der Grafschaft Leiningen-Westerburg, zu der es bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte.[5] Der Ort wurde 1793 französisch besetzt.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Lautersheim in den Kanton Göllheim eingegliedert und unterstand der Mairie Kertzenheim. 1815 hatte der Ort 299 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Lautersheim dem Landkommissariat Kirchheim – später Kirchhheimbolanden an; aus diesem ging das Bezirksamt Kirchhheimbolanden hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Kirchheimbolanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lautersheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Lautersheim 1969 in den neu gebildeten Donnersbergkreis; drei Jahre später wurde die Gemeinde in die ebenfalls neu entstandene Verbandsgemeinde Göllheim eingegliedert.

Die protestantische Gemeinde in Lautersheim wird vom Pfarrer in Kerzenheim betreut. Die katholische Kirche war bis 2007 Filiale von St. Oswald in Boßweiler, wurde anschließend jedoch nach Göllheim umgepfarrt.[6]

Der Gemeinderat in Lautersheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDCDUFWGWGRGesamt
2024[7]per Mehrheitswahl12 Sitze
2019[8]per Mehrheitswahl12 Sitze
2014[9]3912 Sitze
2009344112 Sitze
200437212 Sitze
  • FWG = Freien Wählergruppe Lautersheim e. V.

Ortsbürgermeister ist Thomas Mattern. Bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 wurde er mit einem Stimmenanteil von 86,4 % in seinem Amt bestätigt.[10]

Gemeindepartnerschaften

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Es besteht eine Partnerschaft mit der thüringischen Gemeinde Abtsbessingen.

Kulturdenkmäler

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In Lautersheim stehen 13 Objekte unter Denkmalschutz, darunter die beiden Kirchen. Die protestantische Kirche in Lautersheim ist ein Sandsteinquaderbau aus dem Jahr 1837. Die katholische Gemeinde nutzt die Kirche St. Joseph, eine Notkirche aus Holz, aus dem Jahr 1912.

Im Gemeindegebiet sind 16 Obstbäume an der L 448 als Naturdenkmal eingestuft.

Veranstaltungen

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Das größte Fest im Dorf ist die „Lautersheimer Kerwe“, die seit 1968 ohne Unterbrechung immer am vierten Wochenende im September gefeiert wird. Höhepunkt ist hier der „Kerweumzug“ mit anschließender „Kerweredd“ am Sonntagnachmittag.

Erdklotzheater Lautersheim

Im Jahr 1985 feierte der Singkreis 80, eine Unterabteilung des Sportvereins Lautersheim, sein 5-jähriges Bestehen. Für die Feier hatte er das Theaterstück „s Wassermüllers Lottche“ einstudiert. Das Ensemble bestand aus Mitgliedern des Singkreises 80 und des Sportvereins. Dies war Anlass, eine eigene „Theater-Unterabteilung“ im SV Lautersheim zu gründen. Am 7. April 2008 gliederte sich die „Theater-Unterabteilung“ aus dem SV-Lautersheim aus und gründete einen eigenständigen Verein.

Der Fußballverein SV Lautersheim spielt seit seiner Gründung im Jahre 1953 in der untersten deutschen Spielklasse, die mittlerweile als „Kreisklasse“ bezeichnet wird. 2001 hatte der SV Lautersheim seinen größten sportlichen Erfolg in seiner Geschichte: Neben der Meisterschaft in der Kreisliga errang er zusätzlich den Kreispokalsieg und die Vize-Bezirksmeisterschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Steingutfabrik Grünstadt bezog ihren Ton teilweise aus dem Gebiet der Gemeinde Lautersheim.

Durch den Ort verläuft die Landesstraße 448. Innerhalb der Bebauung zweigt von ihr die Kreisstraße 71 nach Göllheim ab. In kurzer Entfernung befinden sich die A 63 im Westen, die A 6 im Süden und die A 61 im Osten. Der nächste Bahnhof ist Ebertsheim an der Eistalbahn GrünstadtRamsen.

Grabmal des Landtagsabgeordneten Johann Adam Mann (1821–1886)

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Personen, die mit Lautersheim verbunden sind

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Commons: Lautersheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hrsg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015. ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (538).
  3. Thomas Bauer: Die mittelalterlichen Gaue. In: Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, Habelt, Bonn 2000, ISBN 3-7927-1818-9
  4. Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hrsg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015. ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (538).
  5. Ernst Christmann: Die Siedlungsnamen der Pfalz. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer 1952, S. 348.
  6. Umpfarrung der Filiale Lautersheim aus der Pfarrei Boßweiler St. Oswald in die Pfarrei Göllheim St. Johannes Nepomuk – OVB 8/2006
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2024 Lautersheim. Abgerufen am 16. Juli 2024.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Lautersheim. Abgerufen am 31. August 2019.
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  10. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2024. Abgerufen am 16. Juli 2024.
  11. Mann, Philipp Leonhard in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek.
  12. Mann, Johann Adam in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek.