Börrstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Börrstadt
Börrstadt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Börrstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 35′ N, 7° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 15,08 km2
Einwohner: 898 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67725
Vorwahl: 06357
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 009
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Website: boerrstadt.de.tl
Ortsbürgermeister: Martin Fattler
Lage der Ortsgemeinde Börrstadt im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Blick auf Börrstadt

Börrstadt ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an, innerhalb derer sie gemessen an der Fläche die zweitgrößte und gemessen an der Einwohnerzahl die fünftgrößte Ortsgemeinde ist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland zwischen dem Donnersberg im Norden und den nördlichsten Ausläufern des Pfälzerwaldes im Süden in der sogenannten Börrstadter Senke. Zu Börrstadt gehören die Wohnplätze Hahnweilerhof, Herfingerhof, Kreuzhof, Lindenhof, Mühlbusch, Sonnenhof, Theresienhof, Walzhof, Bahnwärterhaus Aalenbach, Forsthaus Börrstadt und Waldhaus Klausberg.[2]

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Steinbach am Donnersberg, Standenbühl, Dreisen, Göllheim, Breunigweiler, Sippersfeld, Winnweiler, Imsbach und Rockenhausen.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im südwestlichen Gebiet der Gemarkung erstreckt sich an der Gemarkungsgrenze zu Winnweiler und Sippersfeld der insgesamt 400,6 Meter hohe Bocksrück. Südöstlich des Hahnweilerhofs liegt die 369,8 Meter hohe Langdell. Im äußersten Osten der Gemarkung verläuft in Süd-Nord-Richtung die Pfrimm. Deren linker Nebenfluss Grundheckerbach, der vor seiner Mündung den Eichbach aufnimmt, fließt mitten durch das Börrstadter Siedlungsgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Börrstadt wurde am 10. Februar 891 als „Birensceidt“ erstmals urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken. Ab dem Hochmittelalter gehörte Börrstadt zur Grafschaft Falkenstein. Im 15. Jahrhundert wurde der Ort in Ober- und Niederbörrstadt geteilt. Erst nach der Französischen Revolution wurden die Orte wieder vereinigt. Ab Ende des 18. Jahrhunderts war Börrstadt kurz Teil des vorderösterreichischen Oberamtes Winnweiler.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war die Gemeinde in das französische Département Donnersberg und in den Kanton Winnweiler eingegliedert. Infolge des Wiener Kongresses gehörte der Ort 1815 zunächst erneut zu Osterreich. Ein Jahr später wurde er Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 war Börrstadt Bestandteil des Landkommissariats Kaiserslautern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen.

Ab 1939 war die Gemeinde Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der Französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. 1961 hatte die Gemeinde insgesamt 953 Einwohner. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Börrstadt am 7. Juni 1969 zusammen mit den meisten anderen Orten des Kreises in den neu geschaffenen Donnersbergkreis. Drei Jahre später wurde der Ort Teil der Verbandsgemeinde Winnweiler.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholischerseits bildet Börrstadt zusammen mit Breunigweiler eine Pfarrgemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Börrstadt besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Börrstadt
Blasonierung: „Geteilt und unten gespalten; oben in Blau eine wachsende Madonna in goldenem Gewand mit Kind, die Mutter silbern nimbiert, der Sohn golden, er trägt einen Kirschzweig in der rechten Hand; unten rechts in Rot ein silbernes Tatzenkreuz, links in Silber zwei rote Kirschen an grünem Zweig.“

Das Wappen wurde 1931 verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteil Hahnweilerhof
Mittelalterliche Eremitenklause

Die katholische Kirche St. Nikolaus wurde um 1800 erbaut. Neben ihr steht ein Steinkreuz von 1752. Das denkmalgeschützte Forsthaus auf dem Hahnweilerhof wurde 1737 zur Zeit der Habsburger errichtet. Beim Hahnweilerhof befindet sich eine in den Fels gehauene Eremitenklause aus dem Mittelalter.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordwesten der Gemarkung befindet sich ein Hinkelstein. Weiter nordwestlich in der Nähe des Hahnweilerhofes liegt das Grabhügelfeld Pfaffenschlag; es umfasst sechs Grabhügel aus der Zeit 800–400 v. Chr.

Gartenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gartenbahn Börrstadt ist die bundesweit einzige Modellbahn im Maßstab 1:5, bei der die Personenbeförderung gestattet ist. Die von Karl-Heinz Jung gefertigten Lokomotiven wurden nach originalgetreuen Vorlagen erbaut. Das Gelände rund um die Gemeindehalle bietet mit Bahnhof, Stellwerk, Tunnel, Brücke und Bahnübergang eine adäquate Kulisse.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1992 befand sich vor Ort das von der US Army betriebene Börrstadt Ammunition Depot.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt nordöstlich von Börrstadt verläuft die A 63 (KaiserslauternMainz). Der ehemalige Bahnhof der Zellertalbahn in Börrstadt wurde aufgelassen. In Winnweiler befindet sich der nächste Bahnhof an der Alsenztalbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die im Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Börrstadt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 144 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen