Mörsfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mörsfeld
Mörsfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mörsfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Kirchheimbolanden
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 5,25 km2
Einwohner: 463 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67808
Vorwahl: 06358
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 046
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Allee 2
67292 Kirchheimbolanden
Ortsbürgermeister: Ulrich Volker
Lage der Ortsgemeinde Mörsfeld im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Daimbacher Hof mit Abraumhalde im Vordergrund

Mörsfeld ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mörsfeld liegt ungefähr 15 Kilometer nördlich vom Gipfel des Donnersbergs. Die Städte Kirchheimbolanden, Bad Kreuznach und Alzey sind jeweils 15 km entfernt. Aufgrund der Lage der Pfalz zugehörig, orientieren sich die meisten Einwohner jedoch nach Rheinhessen, aufgrund der besseren Verkehrsanbindung.

Zwischen Mörsfeld und Stein-Bockenheim entspringt der Dunzelbach, der durch das Landschaftsschutzgebiet Rheinhessische Schweiz fließt.

Zu Mörsfeld gehören auch die Wohnplätze Daimbacherhof, Pfaffenloch und Pfalzblick.[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 594 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 20 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen doppelt so viel Niederschläge wie im Januar. Die Niederschläge variieren mäßig. An 45 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich ist der Ort nach einem Siedler namens „Moro“ benannt. Bereits Ende des 9. Jahrhunderts soll das Land um Mörsfeld besiedelt gewesen sein, allerdings wurde Mörsfeld erstmals 1381 urkundlich erwähnt. Bis zum 19. Jahrhundert wurde in Mörsfeld Quecksilber abgebaut.[3]

Älteste Hinweise zum pfälzischen Quecksilberbergbau gehen auf eine urkundliche Nachricht zurück, die um das Jahr 1100 verfasst wurde. Es wird eine „Alte Grube“ in Daimbach (heute Daimbacher Hof bei Mörsfeld) erwähnt.[4]
Auf dem Daimbacher Hof wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Zisterzienserinnenkloster errichtet. Im Pfälzischen Bauernkrieg wurde das Kloster mehrmals verwüstet und anschließend gänzlich verlassen. Bis 1993 befand sich im Wald zwischen Mörsfeld und Stein-Bockenheim das Mörsfeld Storage Point, ein der US-Armee in Bad Kreuznach angegliedertes Lager für konventionelle Munition. Die Liegenschaft wurde im Zuge der europäischen Truppenreduzierung als Folge des 1. Golfkrieges aufgegeben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mörsfeld besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat zwölf Ratsmitglieder an.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Schwarz und Silber geteilt, oben ein schreitender rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, unten aus blauem Wellenschildfuß aufsteigend drei natürliche Schilfkolben mit grünen Blättern nebeneinander“.

Es wurde 1950 durch das rheinland-pfälzische Innenministerium verliehen und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1536. Es verweist oben auf den kurpfälzer Löwen. Unten wird der Ortsname redend dargestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Autobahn A 63 (MainzKaiserslautern), Anschlussstelle Erbes-Büdesheim, sind es ca. 15 km.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mörsfeld gibt es vier landwirtschaftliche Betriebe, die eine Gesamtfläche von 650 Hektar bewirtschaften.[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liste der Kulturdenkmäler in Mörsfeld
  • Die Geschichtswerkstatt e. V. hat 2010 ein Ortsfamilienbuch herausgegeben mit allen Familien ab 1650 bis 1930
  • Mörsfelder Kerb am dritten Wochenende im Juli

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mörsfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 90 (PDF; 2,3 MB)
  3. RRZN: http://www.pfalzlexikon.de/M.htm. 15. Oktober 2006.
  4. RRZN: http://www.pollichia.de/arbeitskreise/geowissenschaften/mineralogische_r.pdf. Pollicia-Kurier 21(2)-2005
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten