Einselthum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Einselthum
Einselthum
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Einselthum hervorgehoben
Koordinaten: 49° 39′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Göllheim
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 5,51 km2
Einwohner: 793 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67308
Vorwahl: 06355
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 018
Adresse der Verbandsverwaltung: Freiherr-vom-Stein-Straße 1 - 3
67307 Göllheim
Webpräsenz: www.einselthum.de
Ortsbürgermeisterin: Marion Baumrucker (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Einselthum im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Kriegerdenkmal 1870/71 von Gottfried Renn

Einselthum ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Göllheim an. Im Jahre 2012 wurde die Gemeinde Landessieger in der Hauptklasse des Wettbewerbs Unser Dorf hat Zukunft.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinort liegt über dem Zellertal, nördlich des Naturparks Pfälzerwald, zwischen Kaiserslautern und Worms. Zu Einselthum gehört auch der Wohnplatz Wiesenmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 791 im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Bis 1344 gehörten die Pfarrkirche St. Martin, sowie bedeutende Güter des Ortes der Abtei Neuweiler im Elsaß. In jenem Jahr kaufte das Kloster Liebenau bei Worms von der genannten Abtei das Patronatsrecht und den Zehnt der Einselthumer Kirche, ebenso einen dort befindlichen Klosterhof und das sogenannte Steinerne Haus. Der Kauf erfolgte von dem Vermögen, das Pfalzgräfin Irmengard ins Kloster einbrachte, nachdem sie als Witwe dort Ordensschwester geworden war.[3]

Die heutige katholische Martinskirche des Ortes wurde 1762 auf den Grundmauern des mittelalterlichen Vorgängerbaues errichtet; der Chor besitzt noch einen gotischen Grundriss. Hier hat sich eine der ältesten Glocken der Pfalz erhalten, die aus dem 14. Jahrhundert stammt.[4] Im Jahr 1794 besetzte Frankreich im Ersten Koalitionskrieg das Linke Rheinufer. Von 1798 bis 1814 gehörte Einselthum zum Kanton Kirchheim (auch Kanton Kirchheimbolanden genannt) im Departement Donnersberg.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Einselthum besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD WEB FWG Gesamt
2014 5 4 3 12 Sitze
2009 5 4 3 12 Sitze
2004 7 3 2 12 Sitze
  • WEB = Wählervereinigung Einselthumer Bürger e.V.
  • FWG = Freie Wählergruppe Einselthum e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Durch eine aufsteigende eingebogene rote Spitze gespalten; rechts Weiß und Blau gerautet, links in Schwarz ein goldener Löwe, rot gezungt und rot bewehrt, in der Spitze über einem silbernen Andreaskreuz ein goldener sechszackiger Stern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste Gebäude der Gemeinde ist das Steinerne Haus, vermutlich 600 bis 700 Jahre alt. Vom Gewölbekeller aus führte einst ein unterirdischer Gang ins Nachbardorf Zell.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einselthumer Weinkerwe findet jedes Jahr am dritten Wochenende im Juli statt. Eine weitere Kerwe – die jährlich letzte Kerwe des Donnersbergkreises – wird in Einselthum im November veranstaltet. Sie wird organisiert von den Einselthumer Kerweborsch. Im Ortsgeschehen haben ferner die regional vielbeachteten jährlichen Kappensitzungen einen besonderen Stellenwert, da die erzielten Einnahmen einen wesentlichen Beitrag zum Unterhalt der von den lokalen Vereinen und Gruppierungen getragenen Dorfgemeinschaftshalle leisten. Aktueller Sitzungspräsident ist Ulrich Schmeiser.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf 82 Hektar der Gemarkungsfläche wird Wein angebaut. Im Ort findet man drei aktive Weingüter: Weingut Martinspforte (Fam. Bayer), Weingut Olaf Bescher und Wellers Weinhäusel. Alle Weingüter befinden sich an der Hauptstraße und bieten ihre Erzeugnisse in eigener Probierstube an.

In kurzer Entfernung befinden sich die A 63 im Westen, die A 6 im Süden und die A 61 im Osten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Einselthum – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 89 (PDF; 2,3 MB)
  3. Franz Xaver Glasschröder: Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter, München, 1903, Seiten 245 u. 246, Urkundenregeste Nr. 594 u. 597
  4. Bernhard H. Bonkhoff: Pfälzisches Glockenbuch, Seite 30, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, 2008, ISBN 3927754633; (Ausschnittscan)
  5. Statistisches Jahrbuch für das Departement von Donnersberg, 1811, S. 279 (Google Books)
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen