Mannweiler-Cölln
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 42′ N, 7° 48′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Donnersbergkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Nordpfälzer Land | |
| Höhe: | 165 m ü. NHN | |
| Fläche: | 4,9 km² | |
| Einwohner: | 382 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 78 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67822 | |
| Vorwahl: | 06362 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KIB, ROK | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 33 043 | |
| LOCODE: | DE 4JK | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schulstraße 16 67821 Alsenz | |
| Website: | www.nordpfälzerland.de | |
| Ortsbürgermeister: | Udo Weyh | |
| Lage der Ortsgemeinde Mannweiler-Cölln im Donnersbergkreis | ||
Mannweiler-Cölln ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Das Winzerdorf gehört der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Rockenhausen und eine zusätzliche Verwaltungsstelle in Alsenz hat.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mannweiler-Cölln liegt im Nordpfälzer Bergland innerhalb dessen Teilbereich Glan-Alsenz-Höhen. Ortsteile sind Cölln und Mannweiler. Zum Ortsteil Cölln gehören auch die Wohnplätze Morsbacherhof und Weidelbacherhof.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Oberndorf, Bayerfeld-Steckweiler und Schiersfeld.
Gewässer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ortsgemeinde liegt im Tal der Alsenz. Von rechts nimmt diese den Morsbach, der in seinem Unterlauf die Grenze zu Oberndorf bildet und von links den Weidelbach, alternativ Steiggraben genannt.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mannweiler-Cölln wurde im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform am 7. Juni 1969 aus den aufgelösten Gemeinden Mannweiler und Cölln neu gebildet und in den neu geschaffenen Donnersbergkreis eingegliedert.[3] Drei Jahre später folgte die Zuordnung zur Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel. Seit 2020 ist Mannweiler-Cölln Bestandteil der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Katholiken gehören zum Dekanat Donnersberg im Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz. Die Protestantische Kirchengemeinde hieß bis ins 20. Jahrhundert Menzweiler.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei Bundestagswahlen gehört Mannweiler-Cölln seit 2002 zum Bundestagswahlkreis Kaiserslautern. Von 1969 bis 1998 war sie Bestandteil des Wahlkreises Frankenthal. Bei Landtagswahlen ist die Gemeinde seit 1991 wie der restliche Donnersbergkreis in den Wahlkreis Donnersberg eingegliedert.
Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Mannweiler-Cölln besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]
Ortsbürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Udo Weyh wurde am 17. Juli 2019 Ortsbürgermeister von Mannweiler-Cölln. Da für die Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich auf seiner Sitzung mehrheitlich für den bisherigen Ersten Beigeordneten Udo Weyh entschied.[5][6] Da auch bei der folgenden Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, erfolgte die Wiederwahl von Udo Weyh auf der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats am 2. Juli 2024.[7]
Sein Vorgänger Hubert Becker hatte das Amt 2009 übernommen und kandidierte nach einer Wiederwahl im Jahr 2014 bei der Wahl 2019 nicht erneut als Ortsbürgermeister.[8][6]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kulturdenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortskern von Mannweiler und die Ruine der Burg Randeck sind jeweils als Denkmalzone ausgewiesen.
Hinzu kommen zwölf Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen. Die örtliche protestantische Kirche wurde in den Jahren 1860 und 1861 erbaut. Ein katholischer Kapellenraum ist im ehemaligen katholischen Schulhaus untergebracht, das 1741 durch Umbau eines Bauernhauses entstanden war. Das Fachwerkhaus weist Glasmalereien auf und wird heute noch gelegentlich für Gottesdienste genutzt. Das Randeck-Museum befindet sich im ehemaligen Schultheißenamt und Schulhaus, wurde 1748 erbaut und ist Heimatmuseum.
Natur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einziges Naturdenkmal der Gemeinde sind zwei Rosskastanien und ein Bergahorn im Ortsteil Cölln.
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kulturhistorischer Verein Mannweiler-Cölln e. V.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Mannweiler-Cölln gibt es ein Weingut; seit 1971 ist der Ort trotz seiner Lage in der Pfalz Bestandteil des Weinanbaugebiets Nahe. Darüber ist Mannweiler-Cölln ein Produktionsstandort des Autositzeherstellers Adient.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 48. Über die A 63 im Osten besteht Anschluss an den Fernverkehr. Die Kreisstraße 16 verbindet die Gemeinde mit Schiersfeld, die Kreisstraße 28 führt zum Morsbacherhof und die von ihr abzweigende Kreisstraße 30 zum Unteren Stolzenbergerhof, der bereits zu Bayerfeld-Steckweiler gehört.
Die Gemeinde ist über die von Behles Bus betriebene Buslinie 908, die in südlicher Richtung nach Rockenhausen und in nördlicher Richtung bis nach Alsenz verläuft, an das Nahverkehrsnetz angebunden. In Mannweiler befand sich einst ein Haltepunkt der Alsenztalbahn, ehe dieser nach dem Zweiten Weltkrieg mangels Rentabilität aufgelassen wurde. Der nächste Bahnhof befindet sich in Alsenz.
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt am Alsenz-Radweg. Durch den Südwesten der Gemeindegemarkung verlaufen der Prädikatswanderweg Pfälzer Höhenweg und der mit einem weißen Kreuz markierte Fernwanderweg Nahegau-Wasgau-Vogesen. Mitten durch das Siedlungsgebiet führt ein Wanderweg, der mit einem weiß-blauen Balken gekennzeichnet ist.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- August Leyendecker (1873–1937), Jurist
- Walter Giers (1937–2016), Künstler und einer der Pioniere der Electronic Art
Personen, die mit Mannweiler-Cölln verbunden sind
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Susanne Fiscus, 1990/1991 Weinprinzessin im Weinanbaugebiet Nahe, stammt aus Mannweiler-Cölln
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dieter Krenke (Bearbeitung): Mannweiler-Cölln. In: Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz. Band 15. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1998, ISBN 3-88462-153-X, S. 76–84.
- Literatur über Mannweiler-Cölln in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 145 (PDF; 1,9 MB).
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 171 (PDF; 2,8 MB).
- ↑ Wahl zum Gemeinderat (Mehrheitswahl): 9. Juni 2024, Mannweiler-Cölln. Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land, abgerufen am 30. August 2025.
- ↑ Protokoll der 1. öffentliche Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Mannweiler-Cölln. (PDF) Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land, 26. Juni 2019, abgerufen am 1. September 2024.
- 1 2 Protokoll der 2. öffentliche Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Mannweiler-Cölln. (PDF) Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land, 17. Juli 2019, abgerufen am 1. September 2024.
- ↑ Konstituierende Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Mannweiler-Cölln 2024. In: Rats- und Bürgerinformationssystem. Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land, 2. Juli 2024, abgerufen am 30. August 2025.
- ↑ Becker bleibt Bürgermeister. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 4. Juli 2014, abgerufen am 30. August 2025.
