Bestwig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bestwig
Bestwig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bestwig hervorgehoben
51.35758.3866666666667300Koordinaten: 51° 21′ N, 8° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 69,48 km²
Einwohner: 11.353 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59909
Vorwahlen: 02904/02905
Kfz-Kennzeichen: HSK
Gemeindeschlüssel: 05 9 58 008
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile in 6 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
59909 Bestwig
Webpräsenz: www.bestwig.de
Bürgermeister: Ralf Péus (CDU)
Lage der Gemeinde Bestwig im Hochsauerlandkreis
Hessen Hamm Kreis Höxter Kreis Olpe Kreis Paderborn Kreis Siegen-Wittgenstein Kreis Soest Märkischer Kreis Arnsberg Bestwig Brilon Eslohe (Sauerland) Hallenberg Marsberg Medebach Meschede Olsberg Schmallenberg Sundern (Sauerland) WinterbergKarte
Über dieses Bild
Bestwig
Luftbild

Bestwig ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, die zum Hochsauerlandkreis gehört. Weite Teile des Gemeindegebiets sind als großräumiges Natur- oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Plästerlegge, der höchste natürliche Wasserfall Nordrhein-Westfalens, liegt innerhalb des gleichnamigen Naturschutzgebietes.

Der an der Ruhr und am Rande des Arnsberger Waldes liegende Ort war im 14. Jahrhundert ein Kleinweiler mit einem Doppelhof des Stiftes Meschede und einem Hof des Klosters Grafschaft. Nach dem Bau eines Bahnhofs an der Oberen Ruhrtalbahn entwickelte sich der Weiler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer Eisenbahnergemeinde. Zudem führte der Bergbau in der damaligen Nachbargemeinde Ramsbeck zum Anwachsen der Einwohnerzahl. Die Gemeinde Bestwig entstand in ihrer heutigen Form erst im Zusammenhang mit der kommunalen Neugliederung von Nordrhein-Westfalen im Jahr 1975. Durch sie wurden stark gewerblich oder noch bergbaulich orientierte Gemeinden mit überwiegend landwirtschaftlich geprägten Orten zusammengelegt.

Geografie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bestwig liegt im Norden des Hochsauerlandkreises zwischen den Städten Meschede im Westen, Brilon und Olsberg im Osten und Schmallenberg im Süden. Der höchste Punkt ist der Bastenberg (744,8 m ü. NN), die tiefste Stelle liegt im Ruhrtal mit 280 m ü. NN. Die höchste Erhebung im Höhenzug, der die Täler von Elpe und Valme trennt, ist mit 731,5 m ü. NN der Berg Stüppel.

Geologie[Bearbeiten]

Bestwig liegt am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges. Die Hochlagen mit den Ramsbecker Höhen und Schluchten im Süden bilden den Nordrand des Rothaargebirges. Der geologische Aufbau ist von den Sedimentgesteinen des Karbons und Devons bestimmt. Die aus dem Mitteldevon stammenden Ton- und Sandsteine weichen nach Norden hin einem jüngeren Sedimentgestein. Der Naturpark Arnsberger Wald im Norden ist höchstens 500 m hoch. Dort herrschen Ton-, Schluff- und Sandsteine aus dem Pennsylvanium vor. Diese sind teilweise tiefgründig verwittert und von starken Lehmauflagen bedeckt.[2] Im Gemeindegebiet ist bodentypologisch die Braunerde mit mittlerer bis großer, seltener mit sehr großer oder geringer Entwicklungstiefe am stärksten verbreitet. Braunerden mit großer bis sehr großer Entwicklungstiefe haben ihre größte Verbreitung im Bereich der Nuttlarer Schiefer. Die meist flachgründigen Höhenzüge werden überwiegend forstwirtschaftlich genutzt. Ackernutzung im stärkeren Umfang ist im Wesentlichen auf zwei breite, fast parallel von Südwest nach Nordost verlaufende Ruhrtalzonen und die Gebiete zwischen Halbeswig, Heringhausen und Ramsbeck beschränkt.[3]

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten]

Blick vom Lörmecketurm zum Berg Stüppel mit dem Stüppelturm

Das Gemeindegebiet gliedert sich im Wesentlichen in drei unterschiedliche naturräumliche Haupteinheiten. Der nördliche Teil der Gemeinde gehört zum Arnsberger Wald. Er ist überwiegend von forstwirtschaftlicher Nutzung geprägt. Zwei Drittel des Waldes bestehen aus Nadelhölzern. Es gibt dort auch Moor-, Bruch- und Quellstandorte sowie einige Oberläufe von Fließgewässern.

Den mittleren Teil des Gemeindegebiets nimmt das Ruhrtal und seine Umgebung ein. Dort reihen sich verstärkt Siedlungsgebiete aneinander. Dazu gehören auch die früher landwirtschaftlich genutzten Unterhanganlagen. Südlich grenzen Mischnutzungsbereiche an, die bis an die Nordhänge des Bastenbergs, des Dörnbergs und des Stüppel reichen. Die Kuppen erreichen Höhen bis zu 500 m. Dazwischen befinden sich recht breite Urstromtäler, die teilweise die landwirtschaftliche Nutzung ermöglichten. Heute dominieren allerdings in der Achse Heringhausen bis Nierbachtal Weihnachtsbaumkulturen. Ökologische Sonderbedingungen herrschen in einem großen, südlich des Ruhrtals verlaufenden Diabas- und Spanganophyliumkalkzuges und einem kleinen Diabaskalkzug zwischen Heringhausen und Ramsbeck.

Der Süden des Gemeindegebiets ist geprägt vom Nordrand des Hochsauerländer Schluchtgebirges. Dort erreichen die Kuppen wie Dörnberg, Bastenberg und Stüppel eine Höhe von 700 m. Im Gebirgsland liegen auch das tief eingeschnittene Tal der Valme und seine Zuflüsse. Wegen der starken Höhenunterschiede konnte dort in der Vergangenheit kaum Landwirtschaft betrieben werden.[2]

Ausdehnung des Stadtgebiets und Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über etwa 16 Kilometer vom Arnsberger Wald im Norden bis südlich von Obervalme im Süden. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt sieben Kilometer von Wehrstapel im Westen bis Bigge im Osten, wobei die genannten Ortschaften nicht zum Gemeindegebiet Bestwigs gehören.[4]

Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 69,36 km², davon sind etwa 8,5 km² (11,3 %) Siedlungsfläche, davon 4,92 km² (7,1 %) mit Gebäuden bestanden oder Betriebsflächen. Von den 60,83 km² Freiflächen sind 46,47 km² (67 %) Waldungen und 13,66 km² (19,7 %) landwirtschaftliche Nutzflächen. Der Freiflächenanteil von 87,7 % liegt über dem Landesdurchschnitt von 78,7 %. Ebenso ist der 67-prozentige Waldanteil überdurchschnittlich (Nordrhein-Westfalen: 25 %).[5]

Bestwig grenzt im Uhrzeigersinn, im Nordwesten beginnend, an die Städte Warstein, Rüthen (beide im Kreis Soest), Olsberg, Schmallenberg und Meschede (alle im Hochsauerlandkreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus 17 Ortsteilen, die den Ortschaften Velmede, Nuttlar, Ostwig, Heringhausen, Ramsbeck und Andreasberg angehören.[6]

Ortschaft Ortsteile
Velmede Bestwig, Velmede, Föckinghausen, Nierbachtal, Halbeswig
Nuttlar Nuttlar, Grimlinghausen
Ostwig Ostwig, Alfert, Borghausen
Heringhausen Heringhausen
Ramsbeck Ramsbeck, Berlar, Valme
Andreasberg Andreasberg, Dörnberg, Wasserfall

Klima[Bearbeiten]

In Bestwig herrscht typisches Mittelgebirgsklima, das durch den im südöstlichen Westfalen vorherrschenden Übergangsbereich zwischen dem ozeanischen und dem kontinentalen Klima geprägt ist. Die Sommer waren in einigen Jahren trocken-warm, manchmal aber auch feucht-kühl. Im Winter wurden Tiefstwerte von unter −20 °C gemessen. Die Jahresniederschlagsmenge lag in den Jahren 1961 bis 1991 im Jahresmittel bei 1065,9 Millimeter pro Jahr. Die Monatsdaten können dem Klimadiagramm entnommen werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte, Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Archäologische Funde bei Heringhausen aus der Bronzezeit sowie in der Veledahöhle bei Velmede aus der Eisenzeit belegen die Anfänge der Besiedlung.

Die frühmittelalterliche Besiedlung bestand aus Weilern und Einzelhöfen. Aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage wurde Velmede von den Kölner Erzbischöfen zum Zentralort des Kirchspiels erhoben. Albert K. Hömberg sah die Pfarrei Velmede als die erste Missionspfarrei zu Beginn der Christianisierung der Region an.[7] Es ist anzunehmen, dass die Ortschaft im 10. Jahrhundert aus etwa sechs Höfen bestand. In einer Stiftungsurkunde der Benediktinerabtei Grafschaft wurden die Orte Nuttlar und Velmede 1072 erstmals erwähnt. Das an der Einmündung der Valme in die Ruhr gelegene Bestwig bestand im 14. Jahrhundert aus einem Doppelhof des Stifts Meschede und einem Hof des Klosters Grafschaft. Kloster Grafschaft vergab bis zum Ende des Alten Reiches die Pfarrstelle in Velmede.[8]

Das Gebiet bildete die Freigrafschaft Velmede und gehörte den Edelherrn von Rüdenberg mit Sitz in der Nähe von Arnsberg. Im Jahre 1296 erwarb Graf Ludwig von Arnsberg die Hälfte der Freigrafschaft; die andere Hälfte ging an den Grafen von Waldeck. Seit 1368 gehörte das Gebiet zum kurkölnischen Herzogtum Westfalen.

Bergbau wurde im Raum Ramsbeck wohl seit dem Hoch- oder Spätmittelalter betrieben.[9] Die 1936 aufgebrachte These, dass es dort bereits um 1500 v. Chr. Bergbau gab, ist wohl nicht zu halten. Dass der überaus enge, nur 1,30 m hohe Venetianerstollen von Venetern, einem angeblich kleinwüchsigen Volksstamm der Illyrer, in den Berg gehauen wurde, ist eine Legende.[10] Urkundlich nachgewiesen ist der Bergbau erstmals für das Jahr 1518. 1559 wurde Ramsbeck zur Bergfreiheit erhoben.[11]

Der Beginn des Schieferabbaus ist unklar. In Nuttlar wurde das Gewerbe jedenfalls im 18. Jahrhundert als bäuerlicher Nebenerwerb offenbar mit einigem Erfolg betrieben. Daher strengten die Besitzer des Hauses Antfeld, zu dem auch Schiefergruben gehörten, 1727 einen Prozess vor dem Reichskammergericht gegen die Konkurrenz an.[12]

Im Jahr 1759 gab es im Gericht Velmede, zu dem große Teile des heutigen Bestwigs gehörten, keine nennenswerten adligen oder klösterlichen Besitzungen. 35 ganze Bauernstellen entsprachen 14 % aller Besitzungen. Ebenfalls recht gering war die Zahl der Halbbauern mit 23 (9,2 %). Deutlich größer mit 63 (25,2 %) war die Zahl der Kötter mit nur sehr geringem Besitz. Die größte Gruppe waren die 129 Brinksitzer (51,6 %), die weitgehend ohne landwirtschaftlichen Besitz waren.[13]

Eisenbahn und Bergbauexpansion[Bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Gemeinde Bestwig wurde im 19. Jahrhundert von zwei Entwicklungen entscheidend geprägt. Die eine war der Anschluss an die Eisenbahn durch den Bau der Oberen Ruhrtalbahn. Dies führte ab 1870 zum Bau des für das Sauerland bedeutenden Bahnhofs und schuf zahlreiche Arbeitsplätze, vor allem im örtlichen Bahnbetriebswerk. Durch die Bahn nahm die Einwohnerzahl, insbesondere in Bestwig selbst, deutlich zu. Lebten dort 1864 nur 44 Einwohner, nahm die Einwohnerzahl in der „Eisenbahngemeinde“ bis 1905 auf 625 zu.[14] Die zweite war die Expansion des Ramsbecker Blei- und Zinkbergbau zunächst durch die Ramsbecker Gewerkschaft und seit den 1850er Jahren durch die Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation. Über Jahrzehnte war dieser Betrieb das mit Abstand größte Unternehmen im gesamten heutigen Hochsauerlandkreis. Beide Entwicklungen unterschieden das Gebiet der heutigen Gemeinde Bestwig von anderen Teilen des oberen Sauerlandes. In weiten Teilen der heutigen Gemeinde dominierte nicht die bäuerliche, sondern die Arbeiterbevölkerung.

Anders als der Typus der agrarisch-gewerblichen Mischwirtschaften, die im Übrigen ehemals kurkölnischen Sauerland vorherrschten, hatten die meisten Bergarbeiter in Ramsbeck und Andreasberg keinen nennenswerten Landbesitz. Auch über Hausbesitz verfügten sie nicht, sondern lebten in Häusern der Bergbauunternehmen. Die in den 1850er Jahren errichteten Bergarbeitersiedlungen waren die ersten in Westfalen.[15] Kennzeichnend für den Ramsbecker Bergbau waren die schlechten Gesundheitsverhältnisse. Über die Ursachen waren sich die damaligen Experten nicht einig und konstatierten eine spezifische Bergarbeiterkrankheit, auf die man 1886/88 50 % aller Todesfälle im Ramsbecker Revier zurückführte. Nur wenig anders war die Lage an der Wende zum 20. Jahrhundert. Die meisten Bergarbeiter waren bereits mit 35 bis 40 Jahren „bergfertig“ und starben meist wenig später. Wegen der hohen Sterblichkeit der Bergarbeiter wurden die Dörfer des Ramsbecker Reviers auch als „Witwendörfer“ bezeichnet.

Bereits relativ früh gab es soziale Unruhen im Revier. Erste Streiks gab es kurz nach der Gründung der Kolonien. Nach Jahrzehnten ohne Vorkommnisse griff der große Bergarbeiterstreik von 1889 im Ruhrgebiet auch auf das Ramsbecker Revier über. Im Jahr 1897 waren die Ramsbecker Bergleute eine der ersten Gruppen, die sich außerhalb des Ruhrgebiets dem Christlichen Bergarbeiterverband anschlossen.

Tiefgreifende Folgen hatten auch die wirtschaftlichen Krisen nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs und in der Weimarer Republik. Das Ramsbecker Revier wurde während der Weltwirtschaftskrise zum Notstandsgebiet erklärt. Dies war teilweise mit einer politischen Radikalisierung verbunden. In der Bergarbeiterkolonie Andreasberg stimmten bei der Wahl zum preußischen Landtag 1932 über 30 % für die KPD. Dies war der mit Abstand höchste Wert für diese Partei in den Kreisen Arnsberg, Meschede und Brilon.[16]

Wappentafel des Rittergutes Ostwig auf dem Kirchplatz in Ostwig

Neben der KPD konnte die NSDAP in Bestwig erst spät Fuß fassen. Eine Ortsgruppe wurde am 20. Januar 1933 in Ostwig gegründet.[17] SA-Leute aus dem Amt Bestwig beteiligten sich an gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Kommunisten in Freienohl.[18]

Im Amt Bestwig dominierte bis zum Ende der Weimarer Republik die Zentrumspartei. Bei der zweiten Reichstagswahl des Jahres 1932 wählten 3082 Wahlberechtigte das Zentrum. Die zweitstärkste Kraft war die KPD mit 785 Stimmen. An dritter Stelle folgte die NSDAP mit 637 Stimmen. Die Bedeutung der SPD war mit 276 Stimmen eher gering. Die übrigen Parteien waren noch schwächer. Bei der Wahl im Januar 1933 verloren SPD 231 und KPD 582 Stimmen. Durch die Bedrohung von Rechts und Links konnte das Zentrum Stimmen hinzugewinnen und kam auf 3224. Stark zulegen konnte auch die NSDAP mit 979 Stimmen.[19]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Der Amtsbürgermeister Walter Spangenberg hatte sich am Ende der Republik öffentlich gegen Nationalsozialisten und Deutschnationalen ausgesprochen. Unmittelbar nach dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft wurde er beurlaubt. Auch in den Gemeinden des Amtes wurden Zentrumsanhänger durch Nationalsozialisten ersetzt.[20] Einige wenige leisteten Widerstand. Zu ihnen gehörte der kommunistisch orientierte Bergmann Friedrich Noll aus Ostwig, der durch die Gestapo im Dortmunder Gefängnis 1939 ermordet wurde.[21] Zu den prominenten Persönlichkeiten der Nationalsozialisten gehörte der im Ortsteil Ostwig geborene spätere Widerstandskämpfer Ferdinand Freiherr von Lüninck. Dieser wurde 1933 nach Fürsprache Franz von Papens bei Adolf Hitler Oberpräsident von Westfalen. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Lüninck auf seinem Gut Haus Ostwig bei Bestwig verhaftet und am 14. November im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet.[22]

Schulzentrum

Während des Zweiten Weltkriegs war 1942 bei der Eisenbahn in Bestwig mindestens eine Kolonne jüdischer Zwangsarbeiter beschäftigt.[23] Am 5. März 1945 wurde die 1889 erbaute evangelische Kirche in Bestwig durch einen Fliegerangriff völlig zerstört. Der Zweite Weltkrieg endete in Bestwig, als die Amerikaner am 7. April 1945 nach vorherigem Artilleriebeschuss den Ort besetzten.[24] Beim Einmarsch sprengten die vorrückenden Truppen im Ortsteil Alfert die Ruhrbrücke an der B 7.[25]

Seit dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach 1945 wurden die katholische Christkönig-Kirche und die evangelische Kirche neu gebaut.[26] Die Einweihung der evangelischen Kreuzkirche fand am 7. Dezember 1952 statt. Anfang 1967 plante Karl von Wendt im Tal der Elpe bei Gevelinghausen eine Autorennstrecke, den sogenannten Sauerlandring. Die Amtsverwaltung Bestwig beteiligte sich am Stammkapital des Projektes mit 10.000 DM. Das Vorhaben scheiterte jedoch am Einspruch der Landesregierung.[27] Zwei Jahre später wurde mit der Neuordnung des Schulwesens die Volksschulen im Gemeindegebiet aufgegeben. Es entstanden Grund- und Hauptschulen. Im Ortsteil Ostwig errichtete man später das Schulzentrum. Es war im August 1977 bezugsfertig. In den 1970er und 1980er Jahren erfolgte zudem der Ausbau der Wasser- und Abwasserversorgung. Die Ortskernentwicklung in Ramsbeck und Andreasberg fand nach der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 bis 1980 und nachfolgend bis 1990 in Bestwig statt. Das neue Rathaus wurde im Jahr 1994 errichtet.

Evangelische Kirche

Religionen[Bearbeiten]

Die Einwohner des heutigen Gemeindegebietes waren bis ins 19. Jahrhundert hinein fast ausschließlich katholisch, da sie zum ehemaligen kurkölnischen Sauerland gehörten. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts kamen Angehörige anderer Konfessionen in nennenswerter Anzahl hinzu. Die jüdischen Einwohner gehörten zum Bereich der Synagoge Meschede.[28] Durch die Zuwanderung von Bergleuten aus Sachsen und dem Erzgebirge entstand in Ramsbeck-Andreasberg bereits 1855 eine evangelische Gemeinde.[29] In Bestwig führte die Eisenbahn seit den 1870er Jahren zur Bildung einer evangelischen Gemeinde.[30] Die evangelische Kirche wurde in den letzten Kriegswochen des Zweiten Weltkrieges bei einem Bombenangriff zerstört. Bis in die 50er Jahre diente eine Baracke als Notkirche. Der Grundstein zur neuen Evangelischen Kirche wurde 1951 gelegt. Mittlerweile war die Gemeinde durch Zuzug von Evakuierten und Ostvertriebenen auf 1700 Mitglieder angewachsen.[31] Die Einwohner Bestwigs sind heute zu 70 % katholisch, 12 % sind evangelisch und 18 % gehören einem anderen Glauben an oder sind konfessionslos.[32] In Bestwig befindet sich im Bergkloster eine Niederlassung der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel. Zwischen 1969 und 2003 war das Kloster das Mutterhaus des Ordens in Deutschland. Die katholischen Kirchengemeinden in Andreasberg, Bestwig, Heringhausen, Nuttlar, Ostwig, Ramsbeck und Velmede gehören zum Pastoralverbund Ruhr-Valmetal, die beiden evangelischen Kirchengemeinden in Andreasberg/Ramsbeck und Bestwig zum Kirchenkreis Arnsberg. In Ramsbeck gibt es die Yeni Dami Moschee.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bestwig entstand im Zuge der kommunalen Neugliederung von Nordrhein-Westfalen am 1. Januar 1975. Damals wurden mit Ausnahme einzelner Gebietsteile die Gemeinden Grimlinghausen, Heringhausen, Nuttlar, Ostwig, Ramsbeck und Velmede zur neuen Gemeinde Bestwig zusammengeschlossen.[33] Eingegliedert wurden Gebietsteile aus den Gemeinden Antfeld, Gevelinghausen, Elpe, Bödefeld-Land, hier aus der Gemarkung Brabecke und der Gemeinde Eversberg. Das Amt Bestwig wurde aufgelöst.[34]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohner
1987[35] 11.318
1990[36] 11.571
1991 11.821
1992 11.912
1993 11.929
1994 11.938
Datum Einwohner
1995 12.148
1996 12.281
1997 12.265
1998 12.107
1999 12.063
2000 12.013
Datum Einwohner
31. Dezember 2001 12.000
2002 11.908
2003 11.833
2004 11.773
31. Dezember 2005 11.812
30. Juni 2006 11.685
Datum Einwohner
30. Juni 2008 11.371
30. Juni 2009 11.266
31. Dezember 2010 11.285
31. Dezember 2012 11.446
30. Juni 2013 11.249

Teile des Gemeindegebiets waren zeitweise bevorzugtes Ziel von Zuwanderern. Dies gilt insbesondere für die Zeit des Bergbaubooms der 1850er Jahre. Aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg zog der Bergbau zahlreiche Arbeitsmigranten an. Der Anteil der ausländischen Einwohner ist immer noch überdurchschnittlich hoch und liegt bei 11,5 %. Die entsprechende Zahl für Schmallenberg liegt bei 5,2 %, für den Hochsauerlandkreis bei 6,8 % und für das Land Nordrhein-Westfalen bei 10,6 %.[37]

Wies Bestwig bis Ende der 1990er Jahre noch eine überdurchschnittlich starke Bevölkerungsentwicklung auf, hat sich dies seit 1997 geändert. Die Bevölkerungszahlen sind noch deutlicher zurückgegangen als im Hochsauerlandkreis insgesamt.[37] Hinsichtlich der Wanderungsbewegungen in den letzten Jahrzehnten weist Bestwig neben Hallenberg im Hochsauerlandkreis einen Negativtrend auf. Wanderungsziele innerhalb des Kreises sind die Zentren Meschede, Brilon und Arnsberg. Dies sind auch die bevorzugten Pendlerziele.[38] Die Bevölkerungsentwicklung wird unter Einrechnung des demographischen Wandels bis 2020 mit −6,04 % prognostiziert. Dies wäre ein deutlich höherer Bevölkerungsverlust als im Durchschnitt des Hochsauerlandkreis (−3,42 %) oder von Nordrhein-Westfalen (−1,83 %).[37]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus in Bestwig

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Bestwig hat 26 Mitglieder und setzte sich über Jahrzehnte aus den Fraktionen von CDU und SPD zusammen. Einzige Ausnahme während dieser Zeit ist die Junge Liste Bestwig (JLB); eine Abspaltung junger Mitglieder der CDU Bestwig. Die JLB erzielte bei den Kommunalwahlen 1989 21,5 % der Stimmen und zog mit sieben Mandaten in den Gemeinderat ein. Als Konsequenz aus dem Streit im konservativen Lager wurde schließlich Hans-Georg Meyer der erste sozialdemokratische Bürgermeister der Gemeinde Bestwig. Seit 1999 stellt die CDU wieder den Bürgermeister.

2014 erlangte die Piratenpartei Deutschland ein Mandat im Gemeinderat. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg schaffte es somit eine dritte Partei in den Gemeinderat.

Ergebnisse der Kommunalwahlen

Bei den Kommunalwahlen 1999[39], 2004 ,2009[40] und 2014[41] errangen die Parteien folgende Stimmanteile und Anzahl von Sitzen im Stadtrat.

Stimmenanteile
Jahr CDU SPD Piraten
1999 56,6 43,4 -
2004 62,1 37,9 -
2009 61,7 38,3 -
2014 57,2 39,5 2,6 [42]
Sitzverteilung
Jahr CDU SPD PIRATEN
1999 15 11 -
2004 17 10 -
2009[43] 17 11 -
2014 16 11 1

Die Wahlbeteiligung lag bei der Kommunalwahl 2014 bei 55,72 Prozent[44] und ist damit niedriger als die Wahlbeteiligung während der vorangegangenen Legislaturperiode (damals 59,6 Prozent[45]).

Ergebnisse der Landtags- und Bundestagswahlen[Bearbeiten]

Bei der letzten Landtags- und Bundestagswahl erhielten die Parteien in Bestwig folgende Stimmenanteile:

Partei Landtagswahl 2005[46] Bundestagswahl 2005[47] Bundestagswahl 2009[48] Landtagswahl 2010[49] Bundestagswahl 2013[50]
CDU 55,8 % 44,3 % 41,2 % 45,7 % 53,4%
SPD 32,5 % 37,8 % 28,6 % 33,2 % 34,6%
FDP 4,4 % 8,0 % 13,1 % 5,2 % 1,2 %
Die Grünen 2,7 % 3,4 % 5,4 % 6,4 % 3,3%
Die Linke (0,5 %[51]) 3,7 % 7,7 % 3,8 % 3,3 %
Sonstige 1,9 % 2,7 % 3,4 % 5,5 % 2,5%

Die Wahlbeteiligung lag bei der Landtagswahl 2010 bei 62,5 Prozent.

Bürgermeister / Amtsleiter[Bearbeiten]

Amtsbürgermeister
  • 1945–1946: Wilhelm Henke
  • 1946–1948: Anton Bamfaste
  • 1948–1960: Karl Momper
  • 1960–1961: Hans Nölke
  • 1961–1964: Josef Hücker
  • 1964–1969: Georg Steinberg
  • 1969–1974: Gottfried Freiherr von Lüninck
Amtsdirektoren
  • 1945–1946: Albert Klein (hauptamtlicher Amtsbürgermeister, durch die Militärregierung eingesetzt)
  • 1947–1956: Franz Keseberg
  • 1956–1971: Anton Dröge
  • 1971–1974: Werner Vorderwülbecke
Bürgermeister
  • 1975–1989: Karl Senge (CDU)
  • 1989–1999: Hans-Georg Meyer (SPD)
  • 1999–2005: Christof Sommer (CDU) (erster hauptamtlicher Bürgermeister)
  • seit 2005: Ralf Péus (CDU)
Gemeindedirektoren
  • 1975–1993: Werner Vorderwülbecke
  • 1994–1999: Franz Josef Esser
Ehren-Bürgermeister
  • Karl Senge (* 1926, † 8. März 2001); von 1975 bis 1989 Bürgermeister von Bestwig, davor (1967–1974) Bürgermeister von Ramsbeck; Titel Ehrenbürgermeister seit 1989[52]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Bestwig

Blasonierung: In Silber ein blaues Andreaskreuz.

Beschreibung: Das Andreaskreuz im Wappen deutet auf den Patron der Velmeder Pfarrkirche, den Apostel Andreas, hin. Die Farben Silber (Weiß) und Blau repräsentieren die Zugehörigkeit zur ehemaligen Grafschaft Arnsberg. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 25. Februar 1977.[53]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde pflegt Kontakte zu den Gemeinden Niederorschel in Thüringen und Niederwiesa in Sachsen. Die freundschaftlichen Beziehungen zur Partnergemeinde Niederwiesa entstanden Anfang 1990 durch die Hilfe der Gemeinde Bestwig beim Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung Niederwiesas.[54] Die partnerschaftliche Beziehung zur Gemeinde Niederorschel geht ebenfalls in das Jahr 1990 zurück. Damals kam es zwischen dem Niederorscheler Kirchenchor St. Marien und dem Chor in Bestwig-Velmede zu Kontakten, denen gegenseitige Besuche folgten.[55]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Für kulturelle Veranstaltungen werden verschiedene Räumlichkeiten genutzt. Der Bürgersaal im Rathaus verfügt über eine Bühne mit Lichttechnik und bietet Platz für 400 Personen. Kleinere Veranstaltungen, wie Lesungen, Ausstellungen und musikalische Darbietungen, finden im Foyer oder im Bürgertreff des Rathauses, in der Kundenhalle der Sparkasse, im Treibhaus der Gärtnerei Droste und in der Begegnungsstätte Junkern Hof in Ramsbeck statt. Eine kleine Bühne für Musikkonzerte und Kabarett gibt es im Ortsteil Velmede.[56] Auch die Dreifaltigkeitskirche im Bergkloster wird für Veranstaltungen genutzt.

Neben anderen Vereinen organisiert seit 1989 der ehrenamtlich tätige Verein Kultur pur kulturelle Veranstaltungen aller Art. Mit einer eigenen Theatergruppe, die aus etwa 20 Personen im Alter von 5 bis 55 Jahren besteht, ließ er 2004 das Schwarze Theater mit speziellem UV-Licht wieder aufleben.[57]

Erzbergwerk Ramsbeck (Förderturm und Museumseingang)

Museen[Bearbeiten]

Das ehemalige Erzbergwerk Ramsbeck ist ein Bergbaumuseum. Neben dem Besuch der Ausstellung ist auch eine Fahrt untertage möglich.

Bauwerke[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es 66 Baudenkmäler. Die Liste der Baudenkmäler in Bestwig listet alle Baudenkmäler mit einer kurzen Beschreibung auf.

Die Alte Kornmühle Ramsbeck, auch Wassermühle Ramsbeck genannt, stammt aus dem Jahr 1810 und hatte früher drei Wasserräder und Mahlgänge. Sie war in Westfalen-Lippe die einzige ihrer Art. Die Mühlentechnik stammt vermutlich aus der Zeit um 1860. Gemahlen wurde in der Mühle bis zu ihrer Schließung im Jahre 1958. 1983 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.[58][59]

Das Haus Ostwig im Ortsteil Ostwig wurde im 15. Jahrhundert zu einem Rittergut ausgebaut. Als Lehnsgut fand es bereits 1200 in einer Urkunde des Stiftes Meschede Erwähnung. Das 1670 in ein zweigeschossiges Herrenhaus umgebaute Gebäude ist in Privatbesitz.[60]

Auf dem Berg Stüppel wurde 2001 im Fort Fun Abenteuerland vom Betreiber und einem Mobilfunkanbieter ein 57 Meter hoher Stahlfachwerkturm, der sogenannte Stüppelturm errichtet. Die Eröffnung erfolgte am 29. April 2001. Von der Aussichtsplattform auf 30 Meter Höhe hat man einen weiten Blick ins umliegende Sauerland. Der Turm dient als Station für Mobilfunknetze.[61]

Natur- und Landschaftsschutz[Bearbeiten]

Seit dem 20. Mai 2008 gibt es für das Bestwiger Gemeindegebiet einen Landschaftsplan, in dem die Flächen außerhalb der bebauten Ortsteile und des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wurden, sofern kein höherer Schutzstatus wie beispielsweise Naturschutzgebiet (NSG) besteht.[2]

Die Landschaftsschutzgebiete sind in die Typen A, B und C unterteilt, in denen unterschiedliche Auflagen zum Schutz der Natur einzuhalten sind. Im Landschaftsschutzgebiet Typ A, Allgemeiner Landschaftsschutz, ist unter anderem das Errichten von Bauten verboten. Im Typ B, Ortsrandlagen und Landschaftscharakter, sind zusätzlich Erstaufforstungen, auch die Neuanlage von Weihnachtsbaumkulturen, verboten. Beim Typ C, Wiesentäler und bedeutsames Extensivgrünland besteht zusätzlich ein Umwandlungsverbot von Grünland und Grünlandbrachen. Vom Landschaftsschutzgebiet Typ A gibt es im Gemeindegebiet nur das großräumige Landschaftsschutzgebiet Bestwig mit 4912,1 Hektar (ha). Vom Typ B gibt es 10 Gebiete mit insgesamt 622,3 ha, die zwischen 6,5 und 200,9 ha groß sind. Beim Typ C gibt es sechs Gebiete mit 101,7 ha, die zwischen 4,9 und 49,7 ha groß sind.

Der Norden des Gemeindegebiets ist ab der Ruhr Teil des Naturparks Arnsberger Wald.

Plästerlegge

Es gibt insgesamt 32 Naturschutzgebiete unterschiedlicher Größe, die insgesamt 442 Hektar umfassen. Im NSG Plästerlegge – Auf’m Kipp befindet sich die Plästerlegge, was im niederdeutschen Dialekt etwa Plätscherfelsen bedeutet. Die Plästerlegge ist mit etwa 20 Meter Fallhöhe der höchste natürliche Wasserfall Nordrhein-Westfalens. Zumindest teilweise sind das Lörmecketal, das Ruhrtal, die Bergbauhalden bei Ramsbeck, die Höhlen und Stollen bei Olsberg und Bestwig sowie die Schluchtwälder bei Elpe als Europäische Schutzgebiete (FFH-Gebiete) ausgewiesen. Die großen, oft aus mehreren Teilflächen bestehenden FFH-Gebiete umfassen meist mehrere Naturschutzgebiete und Flächen anderer Schutzkategorien. So gehört die Plästerlegge zum FFH-Gebiet Schluchtwälder bei Elpe. Dort kommen zahlreiche seltene, auf diesen Lebensraum angepasste Pflanzenarten vor. Im FFH-Gebiet Halden bei Ramsbeck gibt es extrem seltene Schwermetallrasen mit einer speziellen Schwermetallvegetation aus Moosen, Flechten und Pflanzen, die auf dem schwermetallhaltigen Haldenmaterial gedeiht, unter anderem mehrere tausend Pflanzen der Hallerschen Schaumkresse.

Im aus zehn Teilgebieten bestehenden FFH-Gebiet Höhlen und Stollen bei Olsberg und Bestwig gibt es zehn Höhlen bzw. Stollen, darunter die Veledahöhle. Die Höhlen und Stollen sind ein Winterquartier für Fledermäuse. Bemerkenswert sind die je 50 bis 100 Exemplare von Großes Mausohr und Teichfledermaus, wobei der Bestand von Jahr zu Jahr leicht schwankt. Die Teichfledermäuse kommen aus den Niederlanden zum Überwintern ins Sauerland. Die Veledahöhle ist das einzige Dauerquartier der Nordfledermaus in Nordrhein-Westfalen (NRW). Die Nordfledermaus hat in diesem Schutzgebiet ihr Kern- und Ausbreitungsgebiet in NRW. Ferner gibt es in dem Gebiet höhlenbewohnende wirbellose Höhlenkrebse.

Stausee Laufwasserkraftwerk Alfert

Im Gemeindegebiet befinden sich auch 25 geschützte Landschaftsbestandteile mit 25,5 ha Fläche, 134 gesetzlich geschützte Biotope mit ca. 151 ha Fläche, die gleichzeitig in Flächen anderer Schutzkategorien liegen, und 13 Naturdenkmale. Bei sechs Naturdenkmalen handelt es sich um alte Einzelbäume oder bemerkenswerte Baumgruppen, während die anderen 7 Naturdenkmale Felsen mit einer Fläche von 5,87 ha sind. Unter den als geschützte Landschaftsbestandteile ausgewiesenen Flächen befindet sich auch der Venetianerstollen, der gleichzeitig auch als Bodendenkmal geschützt ist. Weitere Bodendenkmale sind die Veledahöhle, gleichzeitig NSG, und der Friedhof am Schlinksiepenkopf.[2]

Neben anderen Vogelarten kommen in Bestwig die Großvogelarten Schwarzstorch, Uhu und Rotmilan vor.

Sport[Bearbeiten]

In Bestwig gibt es sieben Sportplätze, fünf Turnhallen, fünf Tennisplätze, ein Hallenbad[62] und 22 Sportvereine.[63] In Wasserfall betreibt der Freizeitpark Fort Fun einen Ankerlift und einen Sessellift. Das Gemeindegebiet wird unter anderem vom Fernwanderweg Astenweg berührt. Der Bestwiger Panoramaweg führt über die Höhen des Feriengebietes Bestwig.[64] Ebenso führt der RuhrtalRadweg durch Bestwig.

In Nuttlar fand zwischen 1965 und 1984 mit dem ADAC Sauerland-Bergpreis eines der bedeutendsten Bergrennen in Deutschland statt.

Von Arnsberg aus über Bestwig führt die Hauptwanderstrecke Friedrich-Wilhelm-Grimme-Weg nach Olsberg zu den Bruchhauser Steinen.[65]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

In mehreren Ortschaften finden jährlich Schützenfeste statt. Sitzungskarneval wird ebenfalls in einigen Ortsteilen gefeiert. Einen Karnevalsumzug gibt es nur in Heringhausen.[66] Der Bestwiger Kultursommer Kultur pur findet seit 1989 statt.[67] Seit 2003 werden vom Sielmann-Natur-Ranger-Team Bestwig, das im April 1997 ins Leben gerufen wurde, regelmäßig Fledermaussafaris durchgeführt, die im Ortsteil Ostwig beginnen. Nach einer kurzen Wanderung erfahren nicht nur Kinder und Jugendliche unter dem Motto Sehen aber nicht stören spielerisch Wissenswertes über Fledermäuse.[68]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftsgeschichte[Bearbeiten]

Neben der Land- und Forstwirtschaft spielte seit dem 19. Jahrhundert der Bergbau insbesondere in Ramsbeck und Andreasberg eine große Rolle. In Nuttlar hatte der Schieferabbau im 19. Jahrhundert einen großen Aufschwung. Ein Traditionsunternehmen in Nuttlar war bis 2005 eine Schnapsbrennerei mit der Marke Ganz alter Schneider. Sie besteht weiter, wird aber nicht mehr vor Ort produziert.

In Bestwig selbst war das Betriebswerk der Eisenbahn von großer Bedeutung. Die Betreiberin der Ruhrtalbahn, die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft, baute 1873 in Bestwig eine Lokomotivstation. Im Jahr 1918 wurde das Werk weiter ausgebaut und nahm 1924 den Betrieb auf. Seit 1968 war es eine Außenstelle des Bahnbetriebswerks Hagen und verlor 1982 seine Bedeutung. Die Drehscheibe und das Dach des Ringlokschuppens wurden entfernt.

Neben der Fernbahn gab es die 750-Millimeter-Schmalspurbahn, das sogenannte Bähnchen. Sie nahm 1897 von Ramsbeck nach Bestwig den Dienst auf. Die Strecke führte vom Bestwiger Bahnhof entlang der Valme über Heringhausen nach Ramsbeck. Im Jahr 1952 wurde die Bahn stillgelegt und die Gleisanlagen abgebaut.[69]

Das Erzbergwerk Bergwerk in Ramsbeck wurde 1974 und das Bahnbetriebswerk 1981 geschlossen. Der Schieferabbau wurde 1984 eingestellt.

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Durch die Ansiedlung kleinerer Betriebe unter anderem im Fahrzeugbau und der Gießerei konnte der Verlust der Arbeitsplätze teilweise aufgefangen werden. Größter Arbeitgeber ist die Firma Tital, ein 1974 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen von Honsel und W. C. Heraeus mit Produkten aus Titan- und Aluminiumlegierungen. Bereits seit 1890 besteht ein Zweigwerk der M. Busch AG aus dem benachbarten Meschede-Wehrstapel. In den Ortsteilen Alfert und Velmede befinden sich zwei Laufwasserkraftwerke der RWE Innody.[70]

Im Jahr 2002 wurden insgesamt 2891 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gezählt. Davon entfiel der größte Teil (987) auf das verarbeitende Gewerbe. Im Dienstleistungssektor (ohne Berücksichtigung der öffentlichen Verwaltung) waren 772 Personen und im Handel 319 Menschen tätig. Im ehemals starken Verkehrssektor waren 2002 nur etwa 100 Beschäftigte tätig.[71]

Obwohl Bestwig mit Fort Fun eine überregional bedeutende Freizeiteinrichtung besitzt, ist die Bedeutung des Tourismus insgesamt begrenzt. Die Anzahl der Übernachtungen pro 1000 Einwohner liegt bei 9167. Dies ist zwar deutlich mehr als in NRW insgesamt (2129), aber weniger als im Hochsauerlandkreis (12694) oder in Schmallenberg (23633).[37]

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Bestwig liegt an der B 7 und an der L 776. Das Teilstück Arnsberg–Bestwig der Bundesautobahn 46 endet zurzeit im Ortsteil Velmede. Der Ausbau der A 46 in Richtung Osten/Brilon/Göttingen hat Ende 2009 begonnen. Das sechs Kilometer lange Teilstück zwischen Velmede und Nuttlar soll bis 2015 fertig gestellt werden. Mehr als 2,5 Kilometer der neuen Autobahn werden auf Brückenbauwerken verlaufen. Die Talbrücke Nuttlar wird mit 656 Metern nicht nur die längste Spannweite haben, sondern mit 115 Metern Höhe über dem Tal auch die höchste Talbrücke in Nordrhein-Westfalen sein.[72] Regionalbusse fahren regelmäßig in die umliegenden Städte.

Schiene / Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Bestwig

Der Bahnhof hat eine Bedeutung als Knotenpunkt zweier Strecken. Auf der Oberen Ruhrtalbahn (nach Hagen, Dortmund und Warburg, Kassel) verkehrt der Sauerland-Express (RE 17), auf der Bahnstrecke Nuttlar–Frankenberg nach Winterberg der Dortmund-Sauerland-Express (RE 57) (Dortmund Hbf – Fröndenberg – Neheim-Hüsten – Arnsberg – Meschede – Bestwig (– Brilon Wald – Willingen) – Siedlinghausen – Winterberg).

Bis Anfang der 1980er Jahre besaß Bestwig ein eigenes Bahnbetriebswerk mit Rundschuppen und Drehscheibe, das am 1. Mai 1982 in eine Außenstelle des Bahnbetriebswerkes Hagen umgewandelt und später ganz geschlossen wurde. Wasserturm und Wasserkran der Anlage wurden unter Denkmalschutz gestellt.[73][74][75]

Der öffentliche Personennahverkehr wird von der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe und durch die Westfalenbus GmbH durchgeführt. Sie erschließen die einzelnen Ortsteile miteinander und stellen die Verbindung zu den Umlandgemeinden her.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Die nächsten Verkehrsflughäfen sind der Flughafen Dortmund und der Flughafen Paderborn/Lippstadt.

Medien[Bearbeiten]

In Bestwig erscheinen als Tageszeitungen mit Ortsausgabe die zur WAZ-Mediengruppe gehörende Westfalenpost und Westfälische Rundschau. Außerdem erscheint mittwochs und sonntags der kostenlose Sauerlandkurier.[76] Der lokale Hörfunk wird durch Radio Sauerland über den Sendestandort Meschede bedient.[77]

Bildung[Bearbeiten]

Berufskolleg und Bergkloster Bestwig

In den Ortsteilen der Gemeinde gibt es insgesamt neun Kindergärten oder -tageseinrichtungen. In Velmede, Ramsbeck und Nuttlar bestehen Grundschulen. Das Schulzentrum Bestwig im Ortsteil Ostwig besteht aus einer Gemeinschaftshauptschule und einer Realschule. In Ostwig gibt es auch eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. In Trägerschaft der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel befinden sich das Berufskolleg Bergkloster und die Bildungsakademie für Therapieberufe.[78] Die Volkshochschule Hochsauerland bietet auch in Bestwig Kurse an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Ehrenbürgerschaft wurde verliehen an:

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bestwig war Geburtsort einiger bekannter Persönlichkeiten. Zu den in der Gemeinde geborenen Personen gehören

  • Wilhelm Kathol (* 1. November 1854 in Berlar; † 24. April 1944 in Thalfang im Hunsrück) war ein deutscher Techniker und Chemiker.
  • Eduard Dransfeld (* 6. November 1883 in Bestwig; † 22. Januar 1964 in Groß-Rohrheim) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Flieger der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg
  • Ferdinand Freiherr von Lüninck (* 3. August 1888 in Ostwig; † 14. November 1944 in Berlin-Plötzensee, hingerichtet), war ein deutscher Adeliger, Offizier und Politiker (DNVP) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
  • Hermann Freiherr von Lüninck (* 3. Mai 1893 in Ostwig; † 16. Mai 1975 in Alsbach bei Engelskirchen) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Agrarfunktionär.
  • Gottfried Hoberg (* 9. November 1857 geboren in Heringhausen; † 19. Januar 1924 in Freiburg im Breisgau) war ein katholischer Theologe, Philologe, Priester und Hochschullehrer.
  • Franz Hoffmeister (* 22. März 1898 in Ramsbeck; † 27. März 1943 in Holthausen), Mitbegründer Sauerländer Heimatbund
  • Franz Kardinal Hengsbach (* 10. September 1910 in Velmede; † 24. Juni 1991 in Essen), Bischof von Essen
  • Florentine Mütherich (* 26. Januar 1915 in Bestwig) ist eine deutsche Kunsthistorikerin, die sich besonders mit Buchmalerei des frühen Mittelalters befasst hat
  • Günter Luther (* 17. März 1922 in Bestwig, Westfalen; † 31. Mai 1997 in Kiel) war ein Admiral der Deutschen Marine.
  • Martin Wendt (* 24. März 1935 in Velmede; † 8. September 2010), Politiker (SPD), 1965 bis 1980 Mitglied des Bundestags
  • Hans Josef Rath (* 24. Mai 1947 in Nuttlar; † 4. September 2012 in Wilstedt), Professor für Technische Mechanik und Strömungslehre, Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation an der Universität Bremen
  • Theo Bücker (* 10. Juli 1948 in Bestwig) ist ein ehemaliger deutscher Bundesliga-Fußballspieler und Trainer.
  • Christof Sommer (* 18. Mai 1965 in Nuttlar) war von 1999 bis 2005 Bürgermeister von Bestwig und ist seit 2005 Bürgermeister von Lippstadt
  • Franky Kubrick (* 17. November 1980, bürgerlich Frank Werker) ist ein in Stuttgart lebender Rapper

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten sind zwar nicht in der Gemeinde geboren, aber durch ihr Leben, ihre Arbeit und ihr Wirken eng mit Bestwig verbunden. Dazu gehört

  • Wilhelm Seel (* 15. August 1816 in Siegen; † 15. August 1875 in Ramsbeck) war Berg- und Hüttenwerksdirektor in Ramsbeck.
  • Hans Max Philipp von Beust (* 25. Mai 1820 Weimar; † 1882) war zur Zeit des Bergbaubooms der 1850er Jahre Betriebs- und Fabrikdirektor in Ramsbeck.
  • August Disselhoff (* 25. November 1829 in Soest; † 9. März 1903 in Allstedt) war ein evangelischer Geistlicher und ab 1855 Hilfsprediger in der Gemeinde Ramsbeck-Andreasberg.
  • August Beule (* 27. November 1867 in Elpe; † 24. Dezember 1923 in Ramsbeck) war Schuhmachermeister und Poet in Ramsbeck
  • Carl Haber (* 8. Januar 1833 in Worbis, † 17. Mai 1914 in Bonn) war Berg- und Hüttenwerksdirektor in Ramsbeck
  • Dagmar Schmidt (* 8. April 1948 in Herten; † 9. November 2005 in Siegen), Politikerin (SPD), 1994 bis 2005 Mitglied des Bundestags. Sie war Lehrerin in Bestwig.
  • Elisabeth Freifrau von Lüninck (* 2.November 1932) langjährige Vorsitzende des Caritasverbandes Meschede

Literatur[Bearbeiten]

  •  Richard Götte, Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis (Hrsg.): Flora im östlichen Sauerland, Verbreitungskarten für alle Farn- und Blütenpflanzen auf dem Gebiet der Städte Brilon, Marsberg, Olsberg, Winterberg, Medebach, Marsberg und der Gemeinde Bestwig. ISBN 978-3-00-021099-0.
  •  Heimatbund der Gemeinde Bestwig e. V. (Hrsg.): An Ruhr, Valme und Elpe – Heimatkundliche Beiträge aus den Dörfern der Gemeinde Bestwig. 2007.
  •  Hochsauerlandkreis – Untere Landschaftsbehörde (Hrsg.): Landschaftsplan Bestwig (PDF; 915 kB). 2008.
  •  Theodor Tochtrop: 100 Jahre Bahnbetriebswerk Bestwig 1873–1973. 1973.
  •  Verein für Natur- und Vogelschutz im HSK e. V. (Hrsg.): Handbuch Natur: Tier- und Pflanzenwelt im Hochsauerland. 1998, ISBN 3-00-003345-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bestwig – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. a b c d  Hochsauerlandkreis (Hrsg.): Landschaftsplan Bestwig. (http://www.geoserver.hochsauerlandkreis.de/webdaten/lp/lpbes.pdf, abgerufen am 20. Mai 2010).
  3.  Wolters Partner, Gemeinde Bestwig (Hrsg.): Flächennutzungsplan. Erläuterungsbericht 2005. S. 18 (http://www.eps-forum.de/bestwig/pdf/bestwig_bericht.pdf, abgerufen am 20. Mai 2010).
  4. Topografische Karte 1:25.000
  5. Homepage der Gemeinde Bestwig
  6. Hauptsatzung der Gemeinde Bestwig (Stand 6. November 2009): § 3 Einteilung des Gemeindegebietes in Ortschaften Abruf: 28. Februar 2010
  7.  Paul Leidinger: Zur Christianisierung des kölnischen Westfalens südlich der Lippe. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. 1, Aschendorff, Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 52.
  8.  Harm Klueting: Das kurkölnische Herzogtum Westfalen als geistliches Territorium im 16. und 18. Jahrhundert. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. 1, Aschendorff, Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 483.
  9.  Martin Straßburger: Archäologie des Ramsbecker Bergbaus. In: Reinhard Köhne, Wilfried Reininghaus, Thomas Stöllner (Hrsg.): Bergbau im Sauerland: Westfälischer Bergbau in der Römerzeit und im Frühmittelalter. Verlag des Westfälischen Heimatbundes, Münster 2006, ISBN 978-3-928052-12-2, S. 58–82 (= Schriften der Historischen Kommission für Westfalen, 20).
  10. Sie geht auf den Ingenieur Heinrich Quiring zurück, der 1936 aufgrund der Enge und geringen Höhe des Stollens darüber spekulierte (Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen, Band 84 (1936), S. 126).
  11. Geschichtliches Bergbaumuseum Ramsbeck
  12. Wilfried Reininghaus: Salinen, Berg- und Hüttenwerke, Gewerbe und Handel im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das kölnische Herzogtum Westfalen von den Anfängen der Kölner Herrschaft im südlichen Westfalen bis zur Säkularisation 1803. Münster, 2009 S. 742
  13. Bernward Selter: Landwirtschaft, Waldnutzung und Forstwesen im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das kölnische Herzogtum Westfalen von den Anfängen der Kölner Herrschaft im südlichen Westfalen bis zur Säkularisation 1803. Münster, 2009 S. 780
  14. Bestwig.de – Geschichte abgerufen am 23. Februar 2010
  15.  Reinhard Köhne: Die Industriesiedlungen im Ramsbecker Bergland. In: Günther Becker (Hrsg.): Sauerland – Siegerland – Wittgensteiner Land. Jahrestagung der Geographischen Kommission in Olpe 1989. Münster 1989, S. 101–111 (= Spieker, Nr. 33).
  16. Jens Hahnwald: „Schwarze Brüder in rotem Unterzeug …“ Arbeiter- und Arbeiterbewegung in den Kreisen Arnsberg, Brilon und Meschede. In: Karl-Peter Ellerbrock/Tanja Bessler-Worbs (Hrsg.): Wirtschaft und Gesellschaft im südöstlichen Westfalen. Dortmund, 2001. S.237–254, S.274f.
  17. Alfred Bruns: Der Gau Westfalen-Süd. In: Alfred Bruns, Michael Senger (Redaktion): Das Hakenkreuz im Sauerland. Schieferbergbau-Heimatmuseum, Schmallenberg-Holthausen 1988 S.34
  18. Centralvolksblatt 153/1932
  19. Centralvolksblatt 54/1933 und 55/1933
  20. Ottilie Knepper-Babilon/Hannelie Kaiser-Löffler: Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Sauerland. Brilon, 2003 S.25
  21. Michael Senger: Eine ganz normale Sterbeurkunde. In: In: Alfred Bruns, Michael Senger (Redaktion): Das Hakenkreuz im Sauerland. Schieferbergbau-Heimatmuseum, Schmallenberg-Holthausen 1988 S.315ff.
  22. vergl. Patrick Ernst Sensburg: Ferdinand Freiherr von Lüninck. In: Die großen Juristen des Sauerlandes. Arnsberg 2002, S. 231–240.
  23. Rudolf Brüschke: Fremdlinge – Mitbürger – Verfolgte. In: Jüdisches Leben im Hochsauerland. Fredeburg, 1994 S.230
  24. Albert Huyskens: Der Kreis Meschede unter der Feuerwalze des zweiten Weltkrieges. Bielefeld 1949, S. 57.
  25. Geschichte Ostwig, abgerufen am 12. Mai 2010
  26. Bernhard Göbel / Ferdinand Tönne / Theodor Tochtrop: Das obere Sauerland. Land und Leute, Bigge 1966, S. 177.
  27. Franz-Josef Brüggemeier u. Jens Ivo Engels (Hrsg.): Natur- und Umweltschutz nach 1945 – Konzepte, Konflikte, Kompetenzen (Geschichte des Natur- und Umweltschutzes), Das Projekt eines Sauerlandrings, S. 116 ff. (Google Books), Campus Verlag, 2005, ISBN 3593377314
  28. Bau der Synagoge Meschede
  29. Ev. Gemeinde Ramsbeck und Andreasberg
  30. Ev. Gemeinde Bestwig
  31. Bernd Schulte: Aus den Archiven des Sauerlandes, Band 1, Verlag Podszun Brilon, 1991, ISBN 3-923448-78-3 Seiten 30 und 31
  32. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land, Münster, ISBN 3-402-05497-3 S.57
  33.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  34. recht.nrw.de: § 10 Sauerland/Paderborn-Gesetz
  35. Volkszählungsergebnis
  36. Quelle 1990–2006: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW
  37. a b c d Sozialraumstudie Bergkloster Bestwig
  38. Wirtschaftliche und demographische Rahmenbedingungen für den HSK (PDF; 486 kB)
  39. Kommunalwahl 1999 abgerufen am 12. Februar 2010
  40. Kommunalwahlen 1975 bis 2009 abgerufen am 12. Februar 2010
  41. Kommunalwahl 2014 abgerufen am 4. Juni 2014
  42. Citcomm.de – Kommunalwahl Bestwig
  43. Landeswahllwiterin NRW Laut Website der Gemeinde hat aber die CDU 18 Sitze (Stand 13. Januar 2014)
  44. Wahlbeteiligung 2014 abgerufen am 4. Juni 2014
  45. KDVZ 2009 abgerufen am 28. Mai 2010
  46. KDVZ – Landtagswahl 2005
  47. KDVZ – Bundestagstagswahl 2005 Zweitstimmen
  48. KDVZ – Bundestagstagswahl 2009 Zweitstimmen
  49. KDVZ – Landtagswahl 2010
  50. Bundestagswahl 2013
  51. Bei der Landtagswahl 2005 traten PDS und WASG getrennt an. Sie erhielten zusammen 2,7 % der Stimmen.
  52. Karl Senge: Historie
  53. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 48 ISBN 3-87793-017-4
  54. Niederwiesa: Unsere Partnergemeinde Bestwig
  55. Kirchenchor St. Marien: Markante Punkte von der Gründung bis zur Gegenwart
  56. Kultur pur Bestwig: Veranstaltungsorte
  57. Kultur pur – „Wir über uns“
  58. Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege: Zuschuss für die Restaurierung der alten Kornmühle Ramsbeck
  59. Mühlen in Westfalen-Lippe: DMT Nr. 102: Wassermühle Ramsbeck (PDF; 101 kB)
  60. Burgen, Schlösser und Herrensitze in Westfalen: Haus Ostwig
  61. Bestwig.de: Stüppelturm
  62. Sportstätten in Bestwig abgerufen am 21. Februar 2010
  63. Sportvereine in Bestwig abgerufen am 21. Februar 2010
  64. Homepage Bestwiger Panoramaweg abgerufen am 23. Februar 2010
  65. Friedrich Wilhelm Grimme-Weg abgerufen am 23. Februar 2010 (PDF; 1,4 MB)
  66. KCM-Heringhausen abgerufen am 22. Februar 2010
  67. Bestwiger Kultursommer – Kultur pur abgerufen am 22. Februar 2010 (PDF; 4,7 MB)
  68. Sielmanns Natur-Ranger: Team Bestwig
  69. Ramsbeck.de – Bähnchen abgerufen am 16 März 2010
  70. RWE Kraftwerksliste abgerufen am 17. Mai 2010
  71. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land, Münster, ISBN 3-402-05497-3 S.58f.
  72. Der Westen – Erster Spatenstich an der A46 abgerufen am 10. März 2010
  73. Strecke Bestwig–Winterberg: Bahnbetriebswerk Bestwig (Bw Bestwig) Abruf: 28. Februar 2010
  74. Eisenbahndirektion Essen (Bahnstatistik): Zeittafel: 1. Mai 1982
  75. Flächennutzungsplan der Gemeinde Bestwig (Erläuterungsbericht 2005): 7.11.3 Festsetzungen nach dem Denkmalschutzgesetz, S. 83. (PDF; 1,3 MB) Abruf: 28. Februar 2010
  76. Verbreitungsgebiete Sauerlandkurier
  77. LfM – Lokaler Hörfunk in Nordrhein-Westfalen: Sender und Verbreitungsgebiete
  78. Homepage Berufskolleg Bergkloster abgerufen am 3 Juni 2010
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Dieser Artikel wurde am 14. Juni 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.