Kloster San Salvador de Leyre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kloster San Salvador de Leyre
Apsis der Klosterkirche von Leyre
Apsis der Klosterkirche von Leyre
Lage SpanienSpanien Spanien
Region Navarra
Koordinaten: 42° 38′ N, 1° 10′ W42.635277777778-1.1716666666667Koordinaten: 42° 38′ 7″ N, 1° 10′ 18″ W
Ordnungsnummer
nach Janauschek
671
Gründungsjahr unbekannt
zisterziensisch seit 1269
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1836
Mutterkloster Kloster La Oliva (Navarra)
Primarabtei Kloster Morimond

Das Kloster San Salvador de Leyre ist das älteste Kloster in der nordspanischen Region Navarra. Es liegt ca. 50 km südöstlich von Pamplona bei Yesa am Fuße der Pyrenäen über dem Tal des Aragón.

Das Gründungsjahr des Klosters ist unbekannt. Im Jahr 848 wurde es vom Hl. Eulogius von Córdoba, mozarabischer Prediger und Asket, besucht und in einem Brief an Wilesindo, Bischof von Pamplona, als Gemeinschaft gottesfürchtiger Männer beschrieben. Um einem bedeutenden Kirchenvertreter aus dem islamischen Süden als Ziel für eine so gefährliche Reise durch ganz Spanien zu dienen, muss es zu diesem Zeitpunkt ein wichtiges spirituelles Zentrum gewesen sein. Etwa ab 860, nach der Besetzung von Pamplona durch die Mauren, bis 1023 diente es als Bischofssitz der Diözese. Mit dem Übergang an den Zisterzienserorden unterstellte es sich im Jahr 1269 dem Mutterkloster La Oliva aus der Filiation der Primarabtei Morimond.

Die drei ersten Könige von Pamplona, Íñigo Arista († 851/852), García Íñiguez († 882) und Fortún Garcés († nach 905), sind in San Salvador de Leyre bestattet.

Während der Desamortización ab 1798 wurden die spanischen Klöster aufgelöst und die Zisterzienser 1836 aus Leyre vertrieben. Seit 1954 leben hier benediktinische Mönche aus Burgos, die für die Sanierung des inzwischen baufälligen Komplexes sorgten und die Praxis des gregorianischen Chorgesangs wiederaufnahmen.

Die Krypta der Klosterkirche Santa María de Leyre, auf deren Gewölbe die gesamte Kirche ruht und die zugleich Grablege der Könige von Navarra war, stammt aus dem 9. Jahrhundert Die Kirche selbst, im romanischen Stil erbaut, wurde im 11. Jahrhundert geweiht. Das Westportal aus dem 12. Jahrhundert gilt als Meisterwerk der Spätromanik. Der Westteil der Kirche wurde bis zum 13. Jahrhundert vollendet, als schon der Zisterzienserorden das Kloster übernommen hatte, und weist mit seinem Kreuzrippengewölbe Merkmale der frühen Gotik auf. Der Kreuzgang ist nicht mehr vorhanden. Die Abteigebäude stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Als bekannteste Persönlichkeit des Klosters Leyre gilt Abt San Virila. Er soll (eine Abwandlung der Siebenschläfer-Legende) beim Meditieren über die Dreifaltigkeit durch den Gesang einer Nachtigall in einen Schlaf gefallen und erst nach 300 Jahren wieder erwacht sein.

Im Klosterbereich gibt es ein Hotel und ein Restaurant, jedoch keine Pilgerherberge.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Míllan Bravo Lozano: Praktischer Pilgerführer. Der Jakobsweg. Editorial Everest, Léon 1994, ISBN 84-241-3835-X
  • Tomás Moral Contreras: Leyre en la Historia y en el Arte. Mintzoa, Iruña 1988

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kloster San Salvador de Leyre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Muszla Jakuba.svg
Navigationsleiste Jakobsweg „Nebenstrecke zum Camino Francés

← Vorhergehender Ort: Yesa | Kloster San Salvador de Leyre | Nächster Ort: Yesa →