Lembach (Bas-Rhin)

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Lembach
Wappen von Lembach
Lembach (Frankreich)
Lembach
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Wissembourg
Kanton Wissembourg
Gemeindeverband Vallée de la Sauer.
Koordinaten 49° 0′ N, 7° 47′ O49.0041666666677.7905555555556199Koordinaten: 49° 0′ N, 7° 47′ O
Höhe 177–551 m
Fläche 48,89 km²
Einwohner 1.658 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 34 Einw./km²
Postleitzahl 67510
INSEE-Code
Website www.ot-lembach.com

Die Hauptstraße von Lembach (Route de Bitche)

Lembach ist eine französische Gemeinde mit 1658 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Kanton Wissembourg im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie ist Teil des Naturparks Nordvogesen.

Geografie[Bearbeiten]

Lembach liegt im Tal der Sauer, umgeben von den Wäldern und Sandsteinfelsen der Nordvogesen an der Route départementale 3. Zu Lembach gehören die Ortsteile Pfaffenbronn, Disteldorf, Eichholz, Les Châtaigniers, Ziegelhutte, Steinacker und Gimbelhof.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Lembach verlief in der Zwischenkriegszeit ein Teilstück der Maginot-Linie, deren Spuren bis heute ausgeprägt vorhanden sind. Westlich der Stadt tobten hier während des Zweiten Weltkriegs am 19. Juni 1940 schwere Kämpfe. Bis zum Abend dieses Tages hatte die deutsche 215. Infanterie-Division die Maginot-Linie in diesem Raum durchbrochen.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1742 1799 1782 1681 1710 1689 1728

Disteldorf[Bearbeiten]

Disteldorf ist der kleinste Ortsteil von Lembach mit 17 Einwohnern. Der Weiler besteht aus 3 Gebäuden und hat 17 Einwohner (2013). Er ist nur über einen Waldweg erreichbar. Disteldorf wurde im 17. Jahrhundert als Köhlerdorf gegründet, in der näheren Umgebung existierten 5 Glasfabriken. Im 19. Jahrhundert lebten mehr als 100 Einwohner in 12 Häusern und es existierte eine einklassige Schule und eine Kapelle. Nach dem Anschluss Elsass-Lothringens an das Deutsche Reich (1871) sank die Nachfrage nach Holzkohle und die Männer gingen als Waldarbeiter in die Pfalz und nach Rheinhessen. Sie kehrten nur ein- bis zweimal im Jahr zu ihren Familien zurück. Disteldorf wurde im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört durch Beschuss von der Maginot Festung "Four A Chaux" (Kalkofen) bei Lembach, siehe oben. Die Einwohner waren, wie die meisten Einwohner des Nord-Elsass, ins Departement Haut-Vienne evakuiert. Nach dem Krieg kehrte nur eine Familie zurück und baute ihre Häuser wieder auf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Lembach ist von vielen in den Sandstein gehauenen Burgen umgeben. Deren bedeutendste ist der Fleckenstein aus dem 12. Jahrhundert, aber auch die Hohenburg und der Löwenstein sind sehenswert und haben als staufische Festungen eine bedeutende Vergangenheit. Im Zentrum stehen die zwei bedeutsamen Kirchen des Ortes: die evangelische Kirche von 1750 mit mittelalterlichem Turm und die neugotische katholische Kirche aus dem 19. Jahrhundert.

Freizeit und Tourismus[Bearbeiten]

Lembach ist weit über die Landesgrenzen hinaus vor allem durch ein Haute-Cuisine-Restaurant als Pilgerziel für Feinschmecker bekannt. Der Vogesenclub hat im Umkreis viele Wanderwege markiert, die auch zu sämtlichen Burgruinen und pittoresken Felsen führen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Paul Bertololy (1892-1972), Arzt, Schriftsteller, Ehrenbürger von Lembach

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lembach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien