Michele Dancelli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Michele Dancelli (* 8. Mai 1942 in Castenedolo, Provinz Brescia) ist ein ehemaliger italienischer Radrennfahrer.

Dancelli hält den wohl ungewöhnlichen Rekord, bereits als 17-jähriger in die Italienische Nationalmannschaft berufen worden zu sein, als er 1959 bei der West-Berliner Vier-Etappenfahrt der Amateure zum Einsatz kam und einen sensationellen, damals aber nicht sonderlich beachteten 4. Platz in der Gesamtwertung erreichte. 1963 schaffte er dann den Durchbruch mit dem Sieg bei der Italienischen Straßenmeisterschaft der Amateure.

Seine Profi-Karriere begann er noch im selben Jahr und erkämpfte den 3. Platz beim Herbstklassiker Giro di Lombardia. Dancelli fuhr bis 1966 im MOLTENI-Team mit Gianni Motta und Rudi Altig, war danach als einer der spurtstärksten Italiener Mannschaftskapitän der Rennställe von Pepsi-Cola, Molteni, SCIC und Dreherforte. Er war bis 1974 im Alter von 32 Jahren aktiv und errang insgesamt 81 Siege.

Dancelli war sowohl bei Etappenrennen als auch Eintagesrennen erfolgreich. So konnte er elf Etappen des Giro d’Italia gewinnen und belegte vordere Plätze im Gesamtklassement: 1970, als er 14 Tage das Maglia Rosa trug, wurde er Vierter, 1969 Sechster und 1968 Siebenter. Die Tour de France bestritt er nur einmal 1969, gewann eine Etappe und wurde 20. im Endklassement. Außerdem war er bei den Italienischen Halbklassikern Giro dell Apennino 1965, 1966 und 1967, dem Giro dell Emilia 1965 und 1967, dem Giro dell Veneto 1965 und 1966, sowie beim Giro dell Calabria 1966 und 1968, dem Giro dell Lazio 1966 und 1970 und dem Giro dell Campania 1965 erfolgreich. Seine bedeutendsten Siege hatte Dancelli bei Mailand–San Remo, dem Wallonischen Pfeil und bei Paris-Luxemburg. Er gewann zweimal die Italienische Straßenmeisterschaft der Professionells (1965 und 1966) und kam bei den Straßenweltmeisterschaften 1968 und 1969 jeweils als Dritter, 1972 als Sechster und 1967 sowie 1971 als Siebenter ins Ziel. Bei anderen WM-Teilnahmen konnte er sich ebenfalls im Vorderfeld platzieren: 1965 wurde Dancelli 27., 1966 auf dem Nürburgring 14. und 1970 18.

Größte Erfolge[Bearbeiten]

Teams[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]