Rik Van Steenbergen

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Rik van Steenbergen

Rik Van Steenbergen (* 9. September 1924 in Arendonk, Belgien; † 15. Mai 2003 in Antwerpen) war ein belgischer Radrennfahrer und einer der erfolgreichsten Klassikerjäger aller Zeiten.

Der wegen der Namensgleichheit mit dem jüngeren belgischen Radprofi Rik Van Looy auch „Rik I“ genannte Van Steenbergen war einer der ersten echten Stars des Radsports. Neben 40 Siegen auf den Sechstagerennbahnen konnte sich Rik Van Steenbergen vor allem bei den klassischen Eintagesrennen durchsetzen.

Seine größten Erfolge waren drei Siege bei der Straßen-WM 1949, 1956 und 1957. Im Laufe seiner Berufskarriere von 1943 bis 1966 konnte er einmal Mailand–Sanremo, zweimal die Flandern-Rundfahrt, zweimal Paris–Roubaix und zweimal den Wallonischen Pfeil gewinnen.

Sein bestes Ergebnis bei einem großen Etappenrennen war ein zweiter Platz beim Giro d’Italia 1951. Insgesamt holte er bei der Italien-Rundfahrt 15 Etappensiege, weitere vier bei der Tour de France.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere rutschte Van Steenbergen zeitweilig in ein kriminielles Milieu ab. Er wurde mehrfach verhaftet, wegen Menschenhandels, Autoschiebereien und schließlich 1969, nachdem im Kofferraum seines Autos zehn Kilogramm Opium sichergestellt worden waren.[1] In die Affäre waren weitere bekannte Radprofis verwickelt, u.a. Joseph Meesters.

Rik Van Steenbergen war zweimal verheiratet; aus der ersten Ehe stammten fünf Kinder. Er war der Schwiegervater des erfolgreichen Sechstage-Profis Palle Lykke. Von Van Steenbergen ist das Zitat überliefert: „Es gibt keine Supermänner, Doping im Sport ist notwendig."

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Rottiers: Rik Van Steenbergen, Bielefeld 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rottiers: Rik Van Steenbergen, S. 126.