Norman Mineta

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Norman Mineta

Norman Yoshio Mineta (* 12. November 1931 in San José, Kalifornien) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Werdegang[Bearbeiten]

Norman Mineta wurde als Sohn japanischer Einwanderer geboren und besaß zunächst nicht die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor im Dezember 1941 wurde die Familie Mineta während der Internierung japanischstämmiger Amerikaner in ein Internierungslager bei Cody im Bundesstaat Wyoming verbracht. Hier lernte Mineta auch Alan K. Simpson kennen, der spätere US-Senator von Wyoming. Beide waren Mitglieder der Boy Scouts of America und seit diesem Zeitpunkt Freunde. Simpson durfte mit Genehmigung der US-Behörden zusammen mit anderen Scouts das Lager betreten, um so Kontakt mit den japanischstämmigen Scouts aufzubauen.

Mineta graduierte nach dem Krieg an der University of California in Berkeley, an der er 1953 seinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre erlangte. Er trat von 1953 bis 1956 der US Army bei und diente im Militärnachrichtendienst in Japan und Korea.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Minetas politische Laufbahn begann im Jahr 1967, als er in den Stadtrat von San José gewählt wurde. Von 1968 bis 1971 amtierte er als Vizebürgermeister. 1971 kandidierte er mit Erfolg für das Amt des Bürgermeisters der Stadt, konnte so über 60 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen und amtierte von 1971 bis 1975.

1975 wurde Mineta als Abgeordneter seiner Partei, der Demokraten, ins Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt. 18 Jahre lang vertrat er den 13. sowie von 1993 bis 1995 den 15. Wahlbezirk Kaliforniens. Von 1993 bis 1995 leitete er als Vorsitzender den Ausschuss für das Verkehrswesen und die Infrastruktur (United States House Committee on Transportation and Infrastructure).

Im Juli 2000 ernannte US-Präsident Bill Clinton Mineta zum Handelsminister der Vereinigten Staaten. Er leitete jenes Ressort bis Januar 2001. Als George W. Bush ins Weiße Haus einzog, wurde Mineta im Januar 2001 als US-Verkehrsminister angelobt. Mineta war der einzige Demokrat im Kabinett Bush. Zu Minetas wohl bekanntesten Anordnungen zählt der Befehl, infolge der Terroranschläge am 11. September 2001 alle Flugzeuge über dem Luftraum der Vereinigten Staaten zur Landung zu zwingen. Auch legte Mineta Ende September 2001 ein Gesetz vor, das Racial Profiling an Flughäfen verbot. 2006 trat Mineta auf persönlichen Wunsch hin das Amt an die Republikanerin Mary Peters ab.

Privatleben[Bearbeiten]

Norman Mineta ist mit Danealia Mineta verheiratet. Er ist Vater von zwei leiblichen Söhnen sowie von zwei Stiefsöhnen.

Ehrungen[Bearbeiten]

Im November 2001 wurde der Flughafen San José in Norman Y. Mineta San José International Airport umbenannt, zu Ehren des Politikers.

Auch trägt heute eine Forschungseinrichtung an der San José State University seinen Namen. Am Mineta Transportation Institute wird der Intermodale Verkehr erforscht.

Im November 2006 wurde Mineta von Präsident Bush mit der Presidential Medal of Freedom geehrt, dem 2007 der japanische Orden der Aufgehenden Sonne folgte.

Sonstiges[Bearbeiten]

In DC 9/11: Time of Crisis, einem Spielfilm aus dem Jahr 2003, wird Mineta von dem Schauspieler George Takei verkörpert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Norman Mineta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Norman Mineta im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)