Oberursel (Taunus)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Hochtaunuskreis | |
| Höhe: | 197 m ü. NN | |
| Fläche: | 45,37 km² | |
| Einwohner: |
44.075 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 971 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 61440 | |
| Vorwahlen: | 06171, 06172 (Oberstedten) |
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| Kfz-Kennzeichen: | HG, USI | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 34 008 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile (inkl. Kernstadt) | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 61440 Oberursel (Taunus) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Georg Brum (SPD) | |
| Lage der Stadt Oberursel (Taunus) im Hochtaunuskreis | ||
Oberursel (Taunus) ist mit rund 44.500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Hochtaunuskreis sowie die dreizehntgrößte in Hessen und liegt nordwestlich von Frankfurt am Main. Sie gehört zur Stadtregion Frankfurt, der größten Agglomeration des Rhein-Main-Gebiets.
Oberursel ist wie die Nachbarstädte (u. a. Königstein im Taunus, Kronberg im Taunus und Bad Homburg vor der Höhe) für seine bevorzugten und verhältnismäßig teuren Wohnlagen bekannt. Zudem weist die Stadt Oberursel (Taunus) im Jahr 2012 einen weit überdurchschnittlichen Kaufkraftindex von 142,7 Prozent[2] des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) auf.
Die Stadt Oberursel (Taunus) richtete vom 10. bis 19. Juni 2011 den 51. Hessentag aus.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Ausdehnung und Lage des Stadtgebietes [Bearbeiten]
Die größte Nord-Süd-Ausdehnung in Oberursel beträgt 7,2 Kilometer, die größte Ost-West-Ausdehnung 13,0 Kilometer.
Höhenangaben
- Krebsmühle (Weißkirchen): 138 m ü. NN
- Rathaus: 198 m ü. NN
- Hohemark: 300 m ü. NN
- Höchster Punkt im Taunus: 820 m ü. NN
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Oberursel grenzt im Nordwesten an die Gemeinde Schmitten, im Nordosten an die Stadt Bad Homburg vor der Höhe, im Südosten an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, im Süden an die Stadt Steinbach (Taunus) sowie im Südwesten an die Städte Kronberg im Taunus und Königstein im Taunus.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Oberursel besteht neben der Kernstadt inklusive dem Stadtteil Bommersheim aus den Stadtteilen Oberstedten (6421 Einwohner), Stierstadt (5162 Einwohner) und Weißkirchen (4668 Einwohner). Bommersheim ist schon vor der Gemeindereform 1972 in Oberursel aufgegangen und bildet trotz ca. 5000 Einwohnern keinen separaten Ortsbezirk.
Klima [Bearbeiten]
Da der Taunushang viele aus Nordwest kommende Regenwolken bereits vor den Stadtgrenzen abfängt, ist das Wetter in Oberursel meist etwas schöner, als es für die Region vorausgesagt wird. Man nennt es das „Orscheler Sonnenloch“, das heißt das Loch in den Wolken, die ringsumher die Sonne verdecken – nur nicht in Oberursel. Auf dem Gebiet der Stadt Oberursel befindet sich ein Einstiegsportal in den Heilklimapark Hochtaunus.
Geschichte [Bearbeiten]
Eine auf 791 datierte Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erwähnt eine Siedlung „Ursella“. Sie gilt als die älteste bis heute erhaltene Urkunde, den den Begriff „Ursella“ nennt. In dieser übereignete ein Mann namens Suicger am 26. April dem Kloster Lorsch 60 Tagewerk, einen Knecht und zwei Hofstätten in den Orten Ursella und Steorstat (Stierstadt). Im Jahre 880 wird eine Kirche erwähnt als „monasterium ad ursellam“, 1317 wird Marktverkehr bezeugt. 1444 wurden der Stadt Stadtrechte verliehen. Zwei Jahre später wurde die Stadtbefestigung fertig gestellt. Da die Stadt im 15. Jahrhundert rasant gewachsen war, wurden die Mauern 1481 nach Osten erweitert. In den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts wurde eine Lateinschule neben der Kirche eröffnet; von dieser sind heute keine Spuren mehr zu sehen.
1535 gelangte Oberursel unter die Herrschaft des Grafen Ludwig zu Stolberg und wurde protestantisch. 1557 gründete Nicolaus Henricus eine Druckerei. 1581 fiel die gesamte Grafschaft Königstein an Kurmainz, was zu einer Rekatholisierung der Stadt im Zuge der Gegenreformation führte. Besonders herausragendes Gewerbe der Stadt war im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit vor allem die Tuchmacherei.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zweimal (1622, 1645) zerstört, die Einwohnerzahl sank von 1600 auf 600. 1645 waren fast alle Häuser abgebrannt, nur drei (das alte Rathaus, eine Bäckerstube sowie ein Wohnhaus nahe dem Marktplatz) brannten nicht ab. Deshalb stammen heute die ältesten Häuser in der Oberurseler Altstadt aus dem 17. Jahrhundert. Das benachbarte Mittelursel ging vollständig unter.
In der Folge entsteht im Urselbachtal ein großes Mühlengewerbe, auch mit Papiermühlen sowie Eisen- und Kupferhämmern. 1858 hielt die Industrialisierung durch die Errichtung einer Baumwollspinnerei in Oberursel Einzug. 1860 wurde Oberursel an die Eisenbahn zwischen Bad Homburg vor der Höhe und Frankfurt angeschlossen, 1899 kam die Lokalbahn hinzu, die die Hohemark anfuhr (heutige Linie U3 der U-Bahn Frankfurt).
Im Zweiten Weltkrieg befand sich auf einem Gelände im Norden der Stadt das so genannte DULAG Luft (Durchgangslager der Luftwaffe). Dort wurden alle abgeschossenen Flugzeugbesatzungen der Amerikaner und Briten von Spezialisten der Deutschen Luftwaffe verhört. Am 30. März 1945 wurde Oberursel von Truppen der 3. US Army besetzt. [3] US-Militär übernahm das DULAG-Gelände und richtete in den bestehenden Gebäuden das Camp King ein. Im sogenannten „Haus Alaska“, Hohemarkstraße, wurden hochrangige Nationalsozialisten wie Hermann Göring sowie der Hitler-Attentäter Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff interniert und verhört. "Camp King" war bis in die 1990er-Jahre ein wichtiger Stützpunkt der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte.
Kirchen [Bearbeiten]
Das eigentliche Stadtgebiet Oberursels ist römisch-katholisch geprägt. Eine Vorgänger-Kirche wurde bereits seit 880 in Urkunden erwähnt. Die römisch-katholische Kirche St. Ursula wurde ab Mitte des 15. Jahrhunderts bis Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Danach wurde sie im Dreißigjährigen Krieg noch zweimal zerstört und wiederaufgebaut[4]. Neben der römisch-katholischen Kirche findet sich die evangelisch-unierte Kirche mit zahlreichen Kirchengemeinden. Weiter gibt es die evangelisch-lutherische St. Johanneskirchengemeinde, die zum Kirchenbezirk Hessen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehört. Ihre sonntäglich gefeierten lutherischen Hochmessen sind einzigartig in Oberursel. Direkter Nachbar ist die Lutherische Theologische Hochschule Oberursel, an der die lutherischen Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche ihr Studium der Evangelischen Theologie absolvieren.[5]
Christuskirche [Bearbeiten]
- Koordinate: 50° 11′ 56″ N, 8° 34′ 44″ O50.1989018.578906
Die Christuskirche wurde 1913 von den Karlsruher Architekten Curjel & Moser im Jugendstil errichtet und 1914 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 226.484,92 Goldmark. Die heute unter Denkmalschutz stehende Kirche ist die größte evangelische Kirche in Oberursel.
Sie ersetzte die bisherige evangelische Kirche (heute: „Ferdinand-Balzer-Haus“). Diese am 24. Oktober 1855 erbaute erste evangelische Kirche am Rahmtor hatte nur 200 Sitzplätze. Gemäß Volkszählung vom 1. Dezember 1910 lebten in Oberursel 3.062 evangelische Einwohner (einschließlich Bommersheim, Stierstadt und Weißkirchen).
Das Baugrundstück wurde 1911 vom Turnverein erworben. Ein Grundstückstausch mit der Zivilgemeinde führte zu der heutigen Gestaltung des Areals. Die Kirche selbst ist gegenüber der Straßenflucht 18 Meter nach hinten verschoben, woraus sich ein Vorplatz ergibt. Neben der Kirche steht das Kriegerdenkmal. Daran schließt sich ein öffentlicher Park an.
Die Kirche bietet 504 Sitzplätze im Hauptraum und 464 Sitzplätze auf den Emporen. Das Langhaus ist nicht wie in anderen Gotteshäusern in Schiffe gegliedert, sondern bildet einen nahezu quadratischen Raum. Im Innenraum sind Altar, Kanzel und Orgel axial übereinander angeordnet.
Ein markantes Gestaltungselement der Kirche sind die neun Glasfenster über dem Haupteingang und an den Seiten. Diese Werke des Expressionisten August Babberger (1885–1936) stellen wichtige Stationen aus dem Leben Jesu dar.
1914 erwarb die Kirchengemeinde für 14.916 Mark vier Bronzeglocken in h, d', e' und fis' mit einem Gesamtgewicht von 5.400 Kilogramm. Die drei größeren Glocken wurden bereits 1917 eingezogen und für Militärzwecke eingeschmolzen. Dank großzügiger Spenden konnte die Kirchengemeinde bereits Ende 1919 drei neue Glocken erwerben. Eine Stahlglocke in d' sowie zwei Bronzeglocken in e' und fis'. Am 29. April 1940 wurden die drei Bronzeglocken erneut eingezogen und eingeschmolzen. Am 13. Dezember 1949 wurde eine Bronzeglocke in e' erworben. 1961 kam eine weitere in h° hinzu.
1914 wurde eine Orgel der Firma E. F. Walcker & Cie. aus Ludwigsburg eingebaut. Diese Orgel hatte 44 Register und fast 3000 Pfeifen mit einer Länge von bis zu 7 Metern. 1966 wurde eine neue Orgel durch die Firma Hillebrand in Altwarmbüchen erbaut. Dieses Instrument wurde im Jahr 2007 überarbeitet und um drei neue Stimmen auf 36 Register insgesamt erweitert.[6][7]
Neben der Kirche befindet sich das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Lina von Schauroth (1874–1970) entwarf die monumentale Säule mit Mosaik ursprünglich für die Frankfurter Frauenfriedenskirche. Nachdem dieser Entwurf 1919 dort nicht verwirklicht wurde, wurde auf Betreiben von 27 Vereinen stattdessen in Oberursel umgesetzt und am 12. Oktober 1930 feierlich eingeweiht. Die Mosaike der Säule sind in einem schlechten Zustand. Die Inschrift auf dem Denkmal lautet: Den Trauernden Trost, den Toten zur Ehre, den Lebenden Mahnung, der Jugend zur Lehre. Der quadratische Sockel trägt die Namen von 224 gefallenen Oberurselern. Die Säule wird auf einer Seite eine monumentale Christusgestalt in hellem Gewand dominiert. Der untere Teil der Säule zeigt eine Reihe Soldaten, die sich an den Händen halten. Die (Stand 2010) vorgesehene Sanierung soll 170.000 Euro kosten; diese sollen zum größeren Teil durch Spenden aufgebracht werden. Die Säule ist in der Liste der Kulturdenkmäler aufgeführt.[8] [9]
Hospitalkirche [Bearbeiten]
Die katholische Hospitalkirche wurde nach einem Entwurf des Maurermeisters Johannes Strasser erbaut und am 1. Juli 1728 vom Mainzer Weihbischof Adolf Schnernauer geweiht. Die Kirche ist der heiligen Barbara geweiht (woraus sich die volkstümliche Bezeichnung "Bärbel" für die Kirche ableitet).[10]
St. Hedwig [Bearbeiten]
- Koordinate: 50° 12′ 42″ N, 8° 33′ 44″ O50.2116738.562255
Die St. Hedwigskirche ist ein modernes Bauwerk im Norden der Stadt. Seit dem 1. Dezember 1960 besteht die katholische Pfarrgemeinde St. Hedwig, die jedoch zunächst keine eigene Kirche hatte. Die Gemeinde erwarb das Grundstück einer ehemaligen Fabrik (im Volksmund Sensenwerk genannt) und begann nach dem Abriss der Werks im Juni 1963 mit dem Bau der Kirche. Domkapitular Hans Seidenather legte am 15. November 1964 den Grundstein. Am 14. Mai 1966 wurde die Kirche durch Weihbischof Walter Kampe geweiht.
An diesem ungewöhnlichen Bauwerk fällt das parabelförmig gewölbtes Kirchenschiff auf. Dieses gewölbte Dach ist mit Kupferblech gedeckt und zeigt den typischen Grünspan. Mit dem Kirchenschiff verbunden ist der wuchtige Turm mit einer Höhe von 32 Metern. Die Kirche verfügt über 500 Sitzplätze wozu noch weitere 30 Sitzplätze in der Seitenkapelle kommen. Von der St. Antonius-Kirche in Frankfurt wurde eine Orgel mit 23 Registern übernommen. St. Hedwig verfügt über eine Glocke.[11] Architekt der Kirche war der Frankfurter Heinz Günther. Die Altarwand wurde vom Künstler Hermann Goepelt gestaltet.[12]
Im Rahmen des Sparprogramms des Bistums Limburg wurde 2011 die Schließung und der Abriss der Kirche und ein Neubau eines Behindertenwohnheimes beschlossen. 2012 kündigte das Landesamt für Denkmalschutz an, die Kirche unter Denkmalschutz zu stellen, womit diese Pläne nicht weiter verfolgt wurden.[13]
Eingemeindungen [Bearbeiten]
1929 wird Bommersheim eingegliedert, 1972 folgen Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1542: 1100
- 1618: 1600
- 1648: 600
- 1799: 7999
- 1959: 11.000
- 1972 (vor der Gemeindereform): 25.000
- 1972 (nach der Gemeindereform): 37.000
- 2001: 42.736
- 2005: 43.190
- 2008: 43.524
- 2010: 43.879 (1. Januar 2010)
- 2011: 44.497 (31. Dezember 2011)
- 2012: 44.817 (31. Dezember 2012)[14]
Einwohner mit Hauptwohnsitz in Oberursel nach Stadtteilen:
- Kernstadt (einschließlich Bommersheim): 28.566
- Oberstedten: 6.421
- Stierstadt: 5.162
- Weißkirchen: 4.668
Der Ausländeranteil lag im Dezember 2010 bei 13,0 Prozent.[2]
Politik [Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 32,3 | 15 | 41,9 | 19 | 41,2 | 18 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 23,8 | 11 | 29,1 | 13 | 29,0 | 13 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 19,8 | 9 | 11,4 | 5 | 10,5 | 5 | |
| OBG | Oberurseler Bürgergemeinschaft | 16,6 | 7 | 9,0 | 4 | 6,1 | 3 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 5,2 | 2 | 8,6 | 4 | 8,6 | 4 | |
| Linke | Die Linke | 2,3 | 1 | — | — | — | — | |
| WILO – Freie Wähler | WählerInitiative Lebenswertes Oberursel | — | — | — | — | 4,6 | 2 | |
| Gesamt | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 52,0 | 47,2 | 54,5 | |||||
Der Magistrat besteht aus drei hauptamtlichen sowie zwölf ehrenamtlichen Mitgliedern. Davon entfallen fünf Sitze auf die CDU, vier Sitze auf die SPD, drei Sitze auf die GRÜNEN, zwei Sitze auf die OBG sowie ein Sitz auf die FDP. Am 2. Mai 2011 unterzeichneten SPD, GRÜNE und OBG einen gemeinsamen Koalitionsvertrag. Die CDU ist damit erstmals seit über 30 Jahren in der Opposition.
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 1897–1926: Josef Füller (DVP)
- 1926–1933: Karl Horn (parteilos)
- 27. März 1933 bis 27. Oktober 1933: Karl Lange (NSDAP)
- 1933–1945: August Weß (NSDAP)
- 1946–1960: Heinrich Kappus (CDU)
- 1960–1972: Heinrich Beil (CDU)
- 1972–1978: Karlheinz Pfaff (SPD)
- 1978–1990: Rudolf Harders (CDU)
- 1990–1996: Thomas Schadow (CDU)
- 1996–2003: Gerd Krämer (CDU)
- seit 2003: Hans-Georg Brum (SPD)
Nachdem Gerd Krämer nach dem Wahlsieg 2003 der CDU Hessen als Staatssekretär in die Landesregierung wechselte, kandidierten Hans-Georg Brum (SPD), Thorsten Schorr (CDU) und Dr. Christoph Müllerleile (unabhängig, aber damals ebenfalls CDU-Mitglied) um das Amt des Bürgermeisters. Brum setzte sich am 20. Juli 2003 im zweiten Wahlgang überraschend deutlich mit einem Stimmenanteil von 61,6 Prozent gegen den zweitplazierten Schorr durch. Dr. Müllerleile schied nach dem ersten Wahlgang als Drittplatzierter aus. Bei seiner Wiederwahl am 7. Juni 2009 erlangte Brum 73,37 Prozent gegen Monika Banzer von der CDU.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: In Blau ein silberner Schild mit zwei roten Sparren, darüber die wachsende, golden gekrönte und golden nimbierte, rot gekleidete hl. Ursula, die mit der Rechten drei silberne Pfeile, mit der Linken ein sechsspeichiges silbernes Rad emporhält.[15]
Die ursprünglich drei Sparren weisen auf die Herren von Eppstein hin, deren Ort die Stadt zur Zeit ihrer Stadterhebung 1444 war, das Mainzer Rad auf Kurmainz, zu dem sie 1581 kam. Das Wappen wurde 1908 unter Verminderung der Sparrenzahl auf zwei amtlich anerkannt.[15]
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Épinay-sur-Seine (Frankreich) – seit 1964
Rushmoor (Großbritannien) – seit 1989
Lomonossow (Russland) – seit 2003, seit 2004 Stadtteil von Peterhof
Außerdem besteht seit 1971 eine Partnerschaft zwischen dem Oberurseler Stadtteil Stierstadt und Ursem, seit 1978 Stadtteil von Wester-Koggenland, heute Koggenland, in den Niederlanden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
In der Liste der Kulturdenkmäler in Oberursel (Taunus) stehen die Kulturdenkmäler der Stadt Oberursel.
Museen [Bearbeiten]
Am Marktplatz 1 findet sich das Vortaunusmuseum, dessen Schwerpunkt auf der historischen Stadtgeschichte und dem in Oberursel entstandenen Seifenkistenrennen liegt. Außerdem zeigt das Turmmuseum in der „Hohen Wacht“ die Geschichte der St. Ursula Kirche und ihres Kirchturms in den letzten 1000 Jahren.
Stadthalle [Bearbeiten]
Bereits seit 1961 wurde über eine Stadthalle in Oberursel diskutiert. 1979 wurde mit dem Bau der heutigen Stadthalle gegenüber dem Rathaus begonnen. Für damals 23 Millionen DM (in heutiger Kaufkraft 26 Millionen Euro; noch Mitte der 1970er Jahre war man von 7,3 Millionen DM ausgegangen) wurde die Stadthalle an der Stelle der früheren Götzenmühle errichtet. Die Basis bildet eine Tiefgarage mit 250 Stellplätzen. Diese war ursprünglich auch als Schutzbunker für 2.500 Menschen ausgelegt. Die eigentliche Stadthalle verfügte bei der Eröffnung 1982 über ein Kino, Vereinsräume, eine Kegelbahn und den großen Konzertsaal mit 1.170 Plätzen. Der Betrieb der Stadthalle liegt seit 1985 bei den Stadtwerken. 2001 wurde der Kinobetrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.
Alter Friedhof [Bearbeiten]
Musik [Bearbeiten]
Während der Sommerferien organisiert der Kunstgriff e. V. ein Kulturprogramm für Daheimgebliebene (Orscheler Sommer). In diesem Rahmen kommt es zu Open-Air-Konzerten lokaler Bands und Filmvorführungen auf dem Rathausplatz sowie im Museumshof.
Der Förderkreis Liebfrauen e. V. veranstaltet klassische und zeitgenössische Konzerte in der Liebfrauenkirche.
Sport [Bearbeiten]
In Oberursel wurde am 31. Juli 1904 das erste Seifenkistenrennen auf deutschem Boden ausgetragen.
Der größte Oberurseler Sportverein ist die TSG Oberursel. Die TSGO hat Abteilungen für Handball, Volleyball, Badminton, Leichtathletik, Judo, Tanzen (Standard- und lateinamerikanische Tänze). Ergänzt wird das Angebot durch die Bereiche „Gymnastik und Fitness“, Turnen und Gesundheitssport. Die Handball-Mannschaft der Männer spielt in der Oberliga Hessen. Am Jugend-Handballturnier „Orscheler Bembel“ der TSGO nehmen seit 1976 jährlich bis zu 125 Mannschaften aus bis zu 14 Nationen teil. Die TSGO organisiert den traditionellen Brunnenfestlauf anlässlich des Oberurseler Brunnenfestes.
Die Fußballer des 1. FC 04 Young Boys Oberursel gewannen in der Saison 1951/1952 (damals noch unter dem Namen FC 04 Oberursel) den Hessenpokal. Mit dem 1. FFV Oberursel spielt eine Frauenfußballmannschaft in der Bezirksoberliga Frankfurt. Erfolgreich hat sich auch der Schachverein Oberursel etabliert, der bereits im Jahre 1921 gegründet wurde. 2002 gewann der Verein die hessische Blitzschachmeisterschaft.
Mit dem Tennisclub Oberursel 1901 e.V. beherbergt Oberursel zudem einen der ältesten Tennisclubs Deutschlands.
Seit 2009 ist Oberursel auch die Austragungsstätte der Deutschen Duathlon Meisterschaften auf der Kurzdistanz. Veranstalter ist die Triathlonabteilung des Schwimmclubs Oberursel zusammen mit der Deutschen Triathlon Union. Die Triathlonabteilung des SCO umfasst ca. 100 Mitglieder und unterhält mehrere erfolgreiche Liga-Mannschaften. Sportliches Aushängeschild ist die 1. Herren Mannschaft in der 2. Triathlon Bundesliga.
Freizeit [Bearbeiten]
50° 12′ 29″ N, 8° 33′ 57″ O50.2081168.565822
Die Stadtwerke Oberursel unterhalten ein Hallen- und Freibad, welches im Grünen, aber dennoch zentral liegt. Der Bau des Freibades erfolgte in den Jahren 1934 bis 1936. Am 7. Juni 1937 wurde das Bad feierlich eröffnet. Das Hallenbad Oberursel wurde im September 2008 aus statischen Gründen geschlossen. Der Erhalt wird derzeit kontrovers diskutiert, da die Anlagen technisch veraltet sind und dringend saniert werden müssen. Gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll eine Sanierung mit einem Budget von 15 Millionen Euro realisiert werden.[16]
Schillerturm [Bearbeiten]
50° 12′ 38″ N, 8° 33′ 33″ O50.2106888.559197
Zum 100. Todestag von Friedrich Schiller wurde der Schillerturm durch Oberurseler Bürger und den Taunusklub errichtet. Die offizielle Weihe erfolgte am 7. Mai 1905. An Schillers Todestag, dem 9. Mai 1905 wurde der Turm dann der Öffentlichkeit übergeben.
Auf einem vier Meter hohen Steinsockel war ein 12,5 Meter hoher Aussichtsturm aus Eisen angebracht. Die Lage auf dem Höhenrücken erlaubte einen Blick auf den Taunus und auf der anderen Seite nach Frankfurt und über das Rhein-Main-Gebiet. Anfang der 60er Jahre war der Turm sanierungsbedürftig. Durch die inzwischen gewachsenen Bäume war die Sicht auch nicht mehr gegeben. Die Stadt, die 1960 Eigentümerin geworden war, ließ daher den Metallturm 1964 abreißen. Der Steinsockel blieb stehen und verfiel weiter.
1986 wurde aufgrund einer Initiative des Taunusklubs eine Sanierung des Sockels durchgeführt. 2007/2008 erfolgten erneut Sanierungen.
Taunus-Informationszentrum [Bearbeiten]
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
Höhepunkt in jedem Jahr ist in Oberursel das Brunnenfest im Frühsommer, das tausende Besucher aus dem Umland in die Stadt zieht. Weiterhin feiern die Oberurseler jährlich den Taunuskarnevalumzug, das Rheingauer Weinfest auf dem Marktplatz und im Herbst die Taunuskerb auf dem Festplatz Bleiche. An jedem ersten Adventswochenende bietet ein Weihnachtsmarkt neben Essen und Getränken vor allem selbstgemachten Weihnachtsschmuck an.
Auf dem Marktplatz in der Altstadt findet der Lebensmittel- und Blumenmarkt an den Samstagvormittagen statt.
Seit 1904 finden in Oberursel Seifenkistenrennen statt; nach zweijähriger Unterbrechung wird diese Tradition von der Stadt Oberusel in Kooperation mit dem Verein „Kunstgriff“ im Jahr 2009 wieder aufgenommen.
Hessentag [Bearbeiten]
Die Stadt Oberursel war vom 10. bis 19. Juni 2011 Austragungsort für den 51. Hessentag.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Oberursel ist über die Autobahn A 661 (Anschlussstellen Oberursel-Nord und Oberursel-Mitte) zu erreichen. Das nahegelegene Bad Homburger Kreuz verbindet mit der A 5 (Hannover–Frankfurt–Basel). Der Flughafen Frankfurt am Main ist in etwa 20 Minuten zu erreichen.
In Oberursel halten sechs Regionalbuslinien sowie am Wochenende der Nachtbus n31 von der Konstablerwache in Frankfurt. Daneben betreiben die Stadtwerke Oberursel vier eigene Linien, davon zwei nur in den Abendstunden. Der Bahnhof wird angefahren von der U3, der S5 (Homburger Bahn) sowie der Taunusbahn. (Siehe auch: Bahnhöfe in Oberursel)
Seit 1899 hat Oberursel auch eine innerstädtische Schienenstrecke. Die Frankfurter Lokalbahn AG betrieb zunächst eine Kleinbahn vom Bahnhof zur Hohemark (mit Dampfbetrieb), seit 1910 gibt es eine durchgehende elektrische Straßenbahnverbindung von der Hohemark über Oberursel-Bahnhof und Frankfurt-Heddernheim in die Frankfurter Innenstadt, Teil der heutigen U3.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
In Oberursel sind viele international bekannte Unternehmen angesiedelt. Ein Branchenschwerpunkt ist mit bekannten Vertretern im Bereich Versicherungs- und Finanzdienstleistung sowie der Touristik gegeben.
Gegenwärtig finden sich in Oberursel die Firmenzentralen des Tourismuskonzerns Thomas Cook AG sowie der Avis / Budget Autovermietung. Als bedeutende Stellvertreter der Versicherungsbranche sind Alte Leipziger oder DA Direkt zu nennen.
Oberursel ist (Haupt-)Sitz vieler international tätiger produzierender Unternehmen wie Rolls-Royce, Outotec, Monier Braas, Barth Galvanik oder Weppler Filter. In jüngerer Zeit haben sich ausgezeichnete Unternehmen aus dem Bereich Mess-, Regel- und Verfahrenstechnik wie Horiba Europe, Messko, Meier Gastechnik angesiedelt und etabliert. ZES ZIMMER Electronic Systems GmbH ist auf dem Gebiet der Präzisions-Leistungs-Messtechnik seit 25 Jahren in Oberursel tätig.
Als bekannter Vertreter aus der Automobilindustrie unterhält der japanische Autohersteller Mazda in Oberursel (Stadtteil Weißkirchen) das europäische Mazda-Designzentrum, in dem neben den beiden weiteren Standorten in den Vereinigten Staaten und Japan neue Designstudien für die kommenden Fahrzeuggenerationen entwickelt werden.
Am Rande der Stadt befindet sich die überregional bekannte Klinik Hohe Mark für Psychotherapie und Psychiatrie. Sie war einst eine bekannte Kurklinik für den europäischen Hochadel und ging im Jahr 1933 in die Trägerschaft des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes (DGD) mit Sitz in Marburg über, in der sie sich noch heute befindet.
Seit 1996 hat die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen ihren Sitz am Ort.
Mehrere deutschlandweit agierende Verbände haben in Oberursel ihren Sitz.
Medien [Bearbeiten]
Regelmäßige Nachrichten aus Oberursel finden sich in den Hochtaunusausgaben der Frankfurter Neuen Presse (ein bis drei Seiten täglich in der Taunus Zeitung) und der Frankfurter Rundschau (eine Seite „Oberursel“ im Lokalteil Hochtaunus) sowie in geringerem Umfang auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Darüber hinaus vertreibt der Hochtaunusverlag die kostenlose Wochenzeitung Oberurseler Woche. Seit dem 13. September 2010 veröffentlicht zudem die Gorma Medien GmbH den „Oberurseler Stadtkurier“. Die ökumenische Zeitung kritischer Christen, Publik-Forum, hat ihr Redaktionsbüro in Oberursel.
Oberursel verfügt über eine Stadtbibliothek. Deren Medienangebot umfasst unter anderem Buch-, Musik- und Filmmedien. Der Finken Verlag hat ebenfalls seinen Unternehmenssitz in Oberursel und stellt Lernspiele und Arbeitsmittel für Kindergarten und Schule her.
Bildung [Bearbeiten]
Oberursel ist bedeutendster Schulstandort im Hochtaunuskreis. Neben sieben Grundschulen in allen Stadtteilen finden sich im Bereich der weiterführenden Schulen das Gymnasium Oberursel, die Erich-Kästner-Schule (Haupt- und Realschule, mittlerweile ohne Förderstufe) und die Integrierte Gesamtschule Stierstadt.
Zur spezifischen Förderung von schwächeren Schülern findet man die Helen-Keller-Schule (praktisch bildbare) und die Hans-Thoma-Schule (Schule für Lernhilfe).
Zudem sind in Oberursel die Feldbergschule (wirtschaftsbezogen), die Hochtaunusschule (verschiedene, beruflich ausgerichtete Schulzweige unter anderem auch Berufliches Gymnasium und Berufsschule) und die Frankfurt International School angesiedelt.
Des Weiteren gibt es folgende Bildungseinrichtungen in Oberursel:
- Albrecht-Strohschein-Schule (Heilpädagogische Schule auf anthroposophischer Grundlage)
- Freie Waldorfschule Vordertaunus
- Fachschule für Sozialpädagogik
- Lutherische Theologische Hochschule Oberursel der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche
- BASA Jugendwerkstatt Hochtaunus
- Reformhaus-Fach-Akademie
- Bildungszentrum (seither: Verwaltungsschule) der Bundesagentur für Arbeit
- Volkshochschule Oberursel
- Musikschule Oberursel (Taunus)
- Institut für Bienenkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
- Bildungszentrum der SEB Bank
- Die Villa Gans diente als Bildungszentrum der DGB-Jugend
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
Durch demokratisch gewählte Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen verliehene Ehrenbürgerschaften in der Reihenfolge ihrer Verleihung.
- Dr. Karl Wilhelm von Meister (1863–1935), Landrat und Regierungspräsident
- Franz Kexel (1849–1926), Lehrer
- Josef Füller (1861–1953), langjähriger Bürgermeister von Oberursel
- Paul von Hindenburg (1847–1934), Reichspräsident
- Hermann Haack (1879–1954), Beigeordneter
- August Brill (1879–1964), Direktor der Maschinenfabrik Turner
- Karl Herrmann (1883–1962), Beigeordneter
- Fritz Schweig (1874–1964), Gemeindevertreter
- Emil Leutloff (1879–1964), Stadtkämmerer
- Peter Isidor Stillger (1896–1988), Hauptschullehrer
- Heinrich Kappus (1892–1974), Bürgermeister
- Josef Hartmann (1889–1972), Pfarrer von St. Ursula
- Lina Himmelhuber (1896–1979), Stadträtin und Sozialpolitikerin
- Franz Dietz (1901–1979), Bürgermeister von Weißkirchen
- Franziska Schild (1905–1993), Stadträtin und Sozialpolitikerin
- Heinrich Beil (1907–1992), Bürgermeister von Oberursel
- Gustav Lang (1901–1986), Stadtverordnetenvorsteher
- Lia Wöhr (1911–1994), eigentlich Elisabeth Wöhr, Schauspielerin, Regisseurin, Tänzerin, Sängerin und Fernsehproduzentin.
- Heinz Gerhardt (1905–1994), Dr. jur., Generaldirektor Alte Leipziger Versicherungen in Oberursel und Mäzen, auch Ehrenbürger von Bad Gandersheim
- Heinrich Geibel (1918–2002), Bürgermeister von Stierstadt
- David M. Welch (* 1931) Bürgermeister Borough of Rushmoor, England
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Melchior Acontius (* um 1515; † 1569 in Allstedt), Humanist und Lyriker
- Michael Kürtel (* 26. September 1798 in Oberursel; † 20. April 1855 ebenda), Schultheiß in Oberursel und Landtagsabgeordneter
- Franz Joseph Molitor (* 7. Juli 1779 in Oberursel; † 23. März 1860 in Frankfurt), Religionsforscher und Lehrer
- Harold Winter (* 9. Dezember 1887 in Oberursel; † 14. Oktober 1969), Bildhauer und Medailleur
Personen, die hier ihren Wohnsitz hatten oder haben [Bearbeiten]
- Erasmus Alberus (1498–1553), Theologe, Reformator und Dichter
- Rudolf Schwander (1868–1950), Oberpräsident der preußischen Provinz Hessen-Nassau und Staatskommissar der Universität Frankfurt
- Karl Horn (Bad Homburg) (1888–1971), Altbürgermeister von Oberursel 1926–1933
- Ludwig Wilhelm Gans (1896-1946), Unternehmer und Opfer des Nationalsozialismus
- Charlotte Landé, * 25. Mai 1890 in Elberfeld (heute zu Wuppertal); † 19. September 1977 in Oberursel (Taunus), Stadtärztin von Frankfurt am Main (1926–1933) und (sozial-) medizinische Autorin
- Ludwig Ferdinand Clauß (1892–1974), Psychologe, Gerechter unter den Völkern
- Werner Hilpert (1897–1957), Landesvorsitzender der CDU, Minister für Wirtschaft und Verkehr, Minister der Finanzen
- Fritz Stamer (1897–1969), Pilot, Fluglehrer und Flugzeugkonstrukteur
- Victor Otto Stomps (1897–1970), Verleger und Schriftsteller
- Lia Wöhr (1911-1994), Schauspielerin, Regisseurin, Tänzerin, Sängerin und Fernsehproduzentin
- Gerda Johanna Werner (1915–2004), Malerin und Vorbild für die Baumpflanzerin auf den 50-Pfennig-Münzen
- Jürgen Ponto (1923–1977), Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG
- Helmut Schlesinger (* 1924), ehemaliger Bundesbankpräsident
- Heinz Köhler (1924–1994) Präsident des Bundesdisziplinargerichts in Frankfurt am Main
- Klaus Traube (* 1928), ehemaliger Atomkraftmanager, der zum Kritiker der friedlichen Atomenergienutzung wurde
- Fritz Rau (* 1930) Konzertimpressario
- Wolfgang Throll (* 1930), Abgeordneter des Hessischen Landtags und Kämmerer von Oberursel
- Dietrich Sperling (* 1933), Politiker (SPD) und ehem. Staatssekretär
- Ekkehard Gries (1936–2001), Jurist und Politiker (FDP)
- Franz Steinkühler (* 1937), ehemaliger Vorsitzender der IG Metall
- Tassilo von Grolman (* 1942), Designer
- Ernst Welteke (* 1942), ehemaliger Bundesbankpräsident
- Günther Merl (* 1946), ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
- Helena Döse (* 1946), schwedische Opernsängerin, Gesangspädagogin
- Dorothea Henzler (* 1948), 2009–2012 hessische Kultusministerin (FDP)
- Wolfgang Schaupensteiner (* 1948), Frankfurter Oberstaatsanwalt und „Korruptionsjäger“, dann Chief Compliance Officer für die Deutsche Bahn
- Dieter Zetsche (* 1953), Vorstandsvorsitzender der Daimler AG
- Jürgen Banzer (* 1955), ehemaliger Hessischer Justiz-, Kultus- und Sozialminister
- Hans Zippert (* 1957), Journalist
- Boris Guckelsberger (* 1968), Komponist
- Max Schradin (* 1978), Moderator von Call-in-Gewinnspielen
- Hanns Verres (1928 - 2003), Radiojournalist und Hörfunkmoderator
- Florian Homm (* 7. Oktober 1959 in Oberursel), deutscher Börsenspekulant und Gründer mehrerer Investmentunternehmen.
Literatur [Bearbeiten]
- Manfred Kopp: Nicolaus Henricus und Cornelius Sutor, Bürger und Drucker zu Ursel. Eine Chronik der Oberurseler Druckereien von 1557–1622. Oberursel 1964.
- Freundeskreis St. Ursula Kirche e. V.: Der Turm von Sankt Ursula zu Oberursel. Oberursel 1996.
- Renate Messer: Es war einmal in Oberursel. Vom Kinderautomobil zur Seifenkiste. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-100-4
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Stadt Oberursel (Taunus)
- Links zum Thema Oberursel (Taunus) im Open Directory Project
- Literatur zu Oberursel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ a b Oberursel in Zahlen. Stadt Oberursel (Taunus). Abgerufen am 26. Dezember 2012.
- ↑ Hessische Landeszentrale für politische Bildung (Seite 43)
- ↑ http://www.kath-oberursel.de/cms/index.php5?q=/kirchen/&pg=41
- ↑ Evangelisch-Lutherische St. Johanneskirchengemeinde der SELK
- ↑ Geschichte der Christuskirche (PDF)
- ↑ Kirchenfüher Hochtaunus, Seite 50-51 (PDF; 1,6 MB)
- ↑ „Mosaik als Mahnung für nachfolgende Generationen“; in FAZ vom 27. August 2010, Seite 61
- ↑ www.oberursel.de: Pressemitteilung (Mai 2013)
- ↑ Katholisches Oberursel
- ↑ Katholische Gemeinde Oberursel
- ↑ Angelika Baeumerth: Oberursel am Taunus, 1991, ISIN 3-7829-0404-4, Seite 305
- ↑ St. Hedwig bleibt stehen; in: Taunuszeitung vom 28. Januar 2012, Seite 21
- ↑ Einwohnerzahlen der Stadt Oberursel (abgerufen am 18. Januar 2013)
- ↑ a b Klemens Stadler: Deutsche Wappen – Bundesrepublik Deutschland, Band 3: Die Gemeindewappen des Landes Hessen, Bremen 1967, S. 73
- ↑ Planung Schwimmbad
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