FC Parma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
FC Parma
Emblem des FC Parma
Voller Name Parma Football Club S.p.A.
Ort Parma
Gegründet 1913 (als Verdi AC)
2004 Neugründung
Vereinsfarben weiß-schwarz
Stadion Stadio Ennio Tardini
Plätze 27.906
Präsident ItalienItalien Tommaso Ghirardi
Trainer ItalienItalien Roberto Donadoni
Homepage www.fcparma.com
Liga Serie A
2013/14 6. Platz

Der FC Parma (offiziell: Parma Football Club S.p.A.) ist ein Fußballverein aus der norditalienischen Stadt Parma.

Der Verein entstand im Sommer 2004 aus der Konkursmasse des Parmalat-Konzerns, aus der der Traditionsverein AC Parma herausgelöst und als FC Parma neu gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Stadio Ennio Tardini, seit 1923 Heimstätte des FC Parma

Gründungsphase[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1913 ursprünglich unter dem Namen Verdi AC gegründet. Jedoch wurde der Vereinsname schnell auf den Namen der Stadt geändert. Der Verein pendelte fortan die meiste Zeit seines Bestehens zwischen der zweitklassigen Serie B und der drittklassigen Serie C. Zum Ende der 1960er-Jahre stieg er dann in die halbprofessionellen Ligen Italiens ab.

Nachdem der Verein mehrmals seinen Besitzer und Namen wechselte, schloss er sich im Jahre 1970 mit dem AC Parmense zusammen. Der Verein stieg wieder in die italienische Profiliga auf, blieb aber bis Mitte der 1980er-Jahre wenig erfolgreich.

Sportliche Hochphase[Bearbeiten]

Im Jahre 1985 übernahm der spätere italienische Nationaltrainer Arrigo Sacchi das Management des Vereins. Unter seiner Führung wurde die AC Parma Meister der Serie C1. Als der Verein im Mittelfeld der Serie B stand, wechselte Sacchi zum AC Mailand.

Sacchis Nachfolger Nevio Scala führte die AC Parma 1990 zum erstmaligen Aufstieg in die Serie A. Mit der Verpflichtung einiger talentierter Spieler aus dem Ausland formte Scala eine Spitzenmannschaft. Bereits im ersten Jahr gelang es dem Team, sich mit dem sechsten Platz in der Serie A für den UEFA-Pokal zu qualifizieren.

Finanziert wurde der Erfolg durch den italienischen Nahrungsmittelkonzern Parmalat, der sich als Sponsor zur Verfügung stellte und eine Beteiligung in Höhe von 45 Prozent des Vereins erwarb.

Der Erfolg der AC Parma auf nationaler und internationaler Ebene machte den Verein für zahlreiche Stars interessant. So schlossen sich die italienischen Nationalspieler Fabio Cannavaro, Gianfranco Zola, Dino Baggio und Diego Fuser dem Verein an.

Trainer Nevio Scala verließ 1996 den Verein und sein Amt wurde von Carlo Ancelotti übernommen. Mit ihm gelang 1997 mit der Vizemeisterschaft die beste Platzierung des Vereins in seiner Geschichte. Am Ende lag die AC Parma nur zwei Punkte hinter dem Meister Juventus Turin.

Seit seinem Aufstieg in die Serie A konnte sich die AC Parma in jedem jeweils folgenden Jahr für einen Europapokal qualifizieren. Folgende drei europäische Trophäen gewann der Klub dabei: 1993 den Europapokal der Pokalsieger sowie 1995 und 1999 den UEFA-Pokal.

Niedergang des AC Parma und Neugründung als FC Parma[Bearbeiten]

Im Sommer 2004 musste die Muttergesellschaft der AC Parma, der Parmalat-Konzern, Konkurs anmelden. Dieser betraf auch den AC Parma. Nur durch ein vom italienischen Industrieminister Antonio Marzano eingebrachtes Gesetz konnte der Verein aus der Konkursmasse von Parmalat herausgelöst und somit vor der Liquidation gerettet werden. Als Nachfolgeverein wurde der FC Parma gegründet, der den Startplatz des AC Parma in der Serie A übernahm und bis zum Ablauf der Saison 2005/06 unter Gläubigerschutz gestellt wurde.

Anhänger des FC Parma

Aktuelle Entwicklungen[Bearbeiten]

Am 15. Dezember 2004 übernahm Pietro Carmignani das Traineramt des italienischen Erstligisten und folgte dem zuvor entlassenen Silvio Baldini, der mit der AC Parma 2002 die Coppa Italia gewonnen hatte. In der Saison 2004/05 führten die finanziellen Turbulenzen fast zum Abstieg des Vereins, der Gang in die Serie B konnte aber gerade noch vermieden werden. In der darauf folgenden Saison lief es sportlich wieder besser und man konnte sich - auch dank der Urteile im italienischen Fußballskandal - wieder für den UEFA-Pokal qualifizieren.

Am 12. Mai 2008 wurde einen Spieltag vor Ende der Saison 2007/08 der erst am 11. März 2008 verpflichtete Trainer Héctor Cúper aufgrund des drohenden Abstiegs entlassen. Sein Nachfolger wurde Jugendtrainer Andrea Manzo. Am Ende der Saison stieg der FC Parma als Tabellenvorletzter trotzdem in die Serie B ab, schaffte aber den direkten Wiederaufstieg und spielte in der Saison 2009/10 wieder erstklassig. Zum Saisonende wurde mit dem Erreichen des achten Platzes der Ligaerhalt gesichert, mit drei Zählern Rückstand auf Juventus Turin wurde die Qualifikation für die UEFA Europa League nur knapp verfehlt.

Die Spielzeit 2010/11 verlief für den FC Parma durchwachsen und man schloss die Saison auf dem 12. Tabellenplatz ab. Dagegen verpasste man in der Saison 2011/12 als Tabellenachter die Qualifikation für die UEFA Europa League erneut nur knapp - am Ende fehlten zwei Punkte auf den Tabellensechsten Inter Mailand. Nach dem 10. Platz in der Saison 2012/13 gelang 2013/14 mit dem 6. Platz wieder die sportliche Qualifikation für die Europa League, doch wurde der FC Parma von der UEFA wegen steuerlicher Unregelmäßigkeiten von der Teilnahme ausgeschlossen.

Kader der Saison 2013/14[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Torhüter[Bearbeiten]

Abwehrspieler[Bearbeiten]

Mittelfeldspieler[Bearbeiten]

Stürmer[Bearbeiten]

Trainerhistorie[Bearbeiten]

1919–1920 ItalienItalien Violi
ItalienItalien Porcelli
ItalienItalien Spaggiari
1920/21 EnglandEngland Percy Humphrey
1921/23 OsterreichÖsterreich Riebe
1923/24 ItalienItalien Guido Ara
1924/25 ItalienItalien Gabbi
1925/26 ItalienItalien Carlo Achatzi
1926/27 ItalienItalien Ghini
OsterreichÖsterreich Stuardt
1927/28 ItalienItalien Emilio Grossi
1928/29 ItalienItalien Raoul Violi
1929/30 ItalienItalien Emilio Grossi
1930/31 UngarnUngarn Armand Halmos
1931/32 ItalienItalien Emilio Grossi
1932/33 ItalienItalien Crotti
1933–1936 ItalienItalien Tito Mistrali
1936/37 ItalienItalien Alfredo Mattioli
1937/38 ItalienItalien Elvio Banchero
1938/39 UngarnUngarn Pál Szalaj
1939/40 UngarnUngarn József Wereb
1940–1942 ItalienItalien Alfredo Mattioli
1942/43 ItalienItalien Italo Defendi
1945/46 ItalienItalien Giuseppe Ferrari
1946/47 ItalienItalien Renato Cattaneo
ItalienItalien Lombatti
ItalienItalien Frione
ItalienItalien Mistrali
1947/48 ItalienItalien Bruno Dentelli
ItalienItalien Mazzoni
Dietrich
ItalienItalien Tagliani
1948/49 ItalienItalien Renato Cattaneo
ItalienItalien Giuberti
ItalienItalien Mistrali
ItalienItalien Ferrari
ItalienItalien Lombatti
ItalienItalien Carlo Rigotti
1949/50 ItalienItalien Carlo Rigotti
1950/51 ItalienItalien Giovanni Mazzoni
ItalienItalien Boni
ItalienItalien Mattioli
1951–1953 ItalienItalien Paolo Tabanelli
1953/54 ItalienItalien Carlo Alberto Quario
1954–1956 ItalienItalien Ivo Fiorentini
1956/57 ItalienItalien Olivieri
ItalienItalien Giuberti
TschechienTschechien Čestmír Vycpálek
1957/58 TschechienTschechien Čestmír Vycpálek
1958–1960 ItalienItalien Guido Mazzetti
1960/61 ItalienItalien Guido Mazzetti
ItalienItalien Mario Genta
1961/62 ItalienItalien Mario Genta
1962/63 ItalienItalien Mario Genta
ItalienItalien Canforini
1963/64 ItalienItalien Canforini
ItalienItalien Diotallevi
ItalienItalien Sentimenti
1964/65 ItalienItalien Bruno Dazzi
ItalienItalien Bruno Arcari
1965/66 ItalienItalien Ivano Corghi
ItalienItalien Dante Boni
1966/67 ItalienItalien Dante Boni
ItalienItalien Brighenti
1967/68 ItalienItalien Giancarlo Vitali
1968/69 ItalienItalien Dante Boni
ItalienItalien Lorenzi
ItalienItalien Dante Boni
1968/69 ItalienItalien Giancarlo Vitali
1969/70 ItalienItalien Giancarlo Vitali
ItalienItalien Stefano Angeleri
1970/71 ItalienItalien Stefano Angeleri
1971/72 ItalienItalien Stefano Angeleri
ItalienItalien Antonio Soncini
1972/74 ItalienItalien Giorgio Sereni
1974/75 ItalienItalien Giorgio Sereni
ItalienItalien Renato Gei
1975/76 ItalienItalien Giovanni Meregalli
1976/77 ItalienItalien Tito Corsi
ItalienItalien Bruno Mora
1977/78 ItalienItalien Gianni Corelli
ItalienItalien Giorgio Visconti
1978/79 ItalienItalien Graziano Landoni
ItalienItalien Cesare Maldini
1979/80 ItalienItalien Cesare Maldini
ItalienItalien Domenico Rosati
1980/81 ItalienItalien Domenico Rosati
ItalienItalien Giorgio Sereni
1981/82 ItalienItalien Giancarlo Danova
1982/83 ItalienItalien Giancarlo Danova
ItalienItalien Bruno Mora
1983/84 ItalienItalien Marino Perani
1984/85 ItalienItalien Marino Perani
ItalienItalien Flaborea
ItalienItalien Pietro Carmignani
1985–1987 ItalienItalien Arrigo Sacchi
1987/88 TschechienTschechien Zdeněk Zeman
ItalienItalien Giampiero Vitali
1988/89 ItalienItalien Giampiero Vitali
1989–1996 ItalienItalien Nevio Scala
1996–1998 ItalienItalien Carlo Ancelotti
1998–2000 ItalienItalien Alberto Malesani
2000/01 ItalienItalien Alberto Malesani
ItalienItalien Arrigo Sacchi
ItalienItalien Renzo Ulivieri
2001/02 ItalienItalien Renzo Ulivieri
ArgentinienArgentinien Daniel Passarella
ItalienItalien Pietro Carmignani
2002–2004 ItalienItalien Cesare Prandelli
2004/05 ItalienItalien Silvio Baldini
ItalienItalien Pietro Carmignani
2005/06 ItalienItalien Mario Beretta
2006/07 ItalienItalien Stefano Pioli
ItalienItalien Claudio Ranieri
2007/08 ItalienItalien Domenico Di Carlo
ArgentinienArgentinien Héctor Cúper
ItalienItalien Andrea Manzo
2008/09 ItalienItalien Luigi Cagni
ItalienItalien Francesco Guidolin
2009/10 ItalienItalien Francesco Guidolin
2010/11 ItalienItalien Pasquale Marino
ItalienItalien Franco Colomba
2011/12 ItalienItalien Franco Colomba
ItalienItalien Roberto Donadoni
2012/13 ItalienItalien Roberto Donadoni

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: FC Parma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien