Strassenbahn Basel

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Strassenbahn Basel
Bild
Linie 2 am Bahnhof SBB
Basisinformationen
Staat Schweiz
Stadt Basel
Eröffnung 6. Mai 1895
Elektrifizierung seit Eröffnung
Betreiber Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)
Baselland Transport AG (BLT)
Verkehrsverbund TNW
Infrastruktur
Streckenlänge 74 km
Spurweite 1000 mm (Meterspur)
Stromsystem 600 Volt DC Oberleitung
Betriebsart Einrichtungsbetrieb
Betrieb
Linien 13 (BVB: 9, BLT: 4)
Netzplan
Liniennetz (Stand: 2009)
Das Basler Tramnetz wird sowohl von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) als auch der Baselland Transport AG (BLT) bedient

Die Strassenbahn Basel, dort meist Tram genannt, ist das Strassenbahn-System der schweizerischen Stadt Basel. Es besteht seit 1895 und wird heute von den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) betrieben, diese wiederum gingen 1946 aus dem Vorgängerunternehmen Basler Strassen-Bahnen (B.St.B.) hervor. Eng mit dem Tramnetz verknüpft sind die als Eisenbahn konzessionierten Aussenstrecken Basel–Aesch, Basel–Dornach, Basel–Pratteln und Basel–Rodersdorf, für deren Infrastruktur aber die Baselland Transport (BLT) verantwortlich ist. Es verkehren dabei BLT-Züge im Stadtbereich auf BVB-Infrastruktur, im Gegenzug bedienen die BVB im Auftrag der BLT die Strecke nach Pratteln.

Vorläufer des Basler Trams waren die ab 1881 verkehrenden Pferdeomnibusse.[1] Das erste elektrische Tram verkehrte am 6. Mai 1895, damals ging die Strecke zwischen dem Centralbahnplatz (Bahnhof SBB) und dem alten Badischen Bahnhof (heute Messeplatz) in Betrieb.[2] Heute umfasst das Streckennetz 74 Kilometer. Ausbaupläne sehen die Erweiterung des bestehenden Netzes um rund 19 Kilometer vor.[3]

Inhaltsverzeichnis

Linien und Betrieb[Bearbeiten]

Siehe auch: Basler Tramlinien

Das aktuelle Tramliniennetz von Basel besteht aus 13 Linien, von denen neun durch die BVB und vier durch die BLT bedient werden:

Betreiber Linie Strecke Länge Stationen Fahrzeit Verlauf
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 1 DreirosenbrückeBahnhof SBB (– Badischer Bahnhof) 06,8 km 13 (20) 27 / 26 Minuten Linie 1
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 2 Binningen Kronenplatz – Eglisee (– Riehen Dorf) 08,9 km 16 (22) 26 / 31 Minuten Linie 2
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 3 Burgfelden Grenze – Birsfelden Hard 06,4 km 20 22 / 22 Minuten Linie 3
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 6 AllschwilRiehen Grenze 12,5 km 35 40 / 39 Minuten Linie 6
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 8 Neuweilerstrasse – Kleinhüningen 07,6 km 25 28 / 29 Minuten Linie 8
Logo der Baselland Transport AG 10 DornachEttingen (– FlühRodersdorf) 25,7 km 34 (38 / 40) 62 / 63 Minuten Linie 10
Logo der Baselland Transport AG 11 St-Louis Grenze – Aesch 14,4 km 34 44 / 43 Minuten Linie 11
Logo der Baselland Transport AG E11 TheaterReinach Süd 11,6 km 29 29 / 29 Minuten Linie E11
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 14 DreirosenbrückePratteln 12,6 km 31 38 / 38 Minuten Linie 14
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 15 BruderholzMesseplatz 05,3 km 21 17 / 22 Minuten Linie 15
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 16 BruderholzSchifflände 05,3 km 18 20 / 21 Minuten Linie 16
Logo der Baselland Transport AG 17 EttingenSchifflände (– Wiesenplatz) 12,2 km 18 (26) 34 / 36 Minuten Linie 17
Logo der Basler Verkehrs-Betriebe 21 Bahnhof St. JohannBadischer Bahnhof 03,2 km 10 11 / 11 Minuten Linie 21

Die Anzahl der Stationen in Klammern beziehen sich auf verkürzte Linienführungen.
Die Angaben zur Fahrzeit beziehen sich jeweils auf den längsten Streckenverlauf einer Linie. Die Fahrzeiten für die angegebene Fahrtrichtung und die Gegenrichtung sind getrennt dargestellt.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Ab den 1850er-Jahren verkehrten in der Stadt Basel neben den Postkutschen sogenannte „Droschken“. Diese Art der Fortbewegung blieb wegen der hohen Preise jedoch den wohlhabenderen Personen vorbehalten. Mit der Einführung der Strassenbahn begann das Ende der Droschken-Ära, mit dem definitiven Ende im Jahr 1937.[4]

Ab dem 11. Juni 1881 verkehrten zusätzlich Pferdeomnibusse, schweizerdeutsch – analog zu PferdestrassenbahnenRösslitram genannt. Sie wurden vom Unternehmen Tram-Omnibus Basel auf einem sich rege verändernden Netz betrieben, hauptsächlich jedoch auf der Stammlinie zwischen den beiden wichtigsten Bahnhöfen der Stadt. Während der gesamten Betriebszeit hatte die Gesellschaft jedoch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Mit der 1892 beschlossenen Einführung der Strassenbahn endete auch die Zeit der Basler Pferdeomnibusse.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Historisches Betriebsgebäude auf dem Kannenfeldplatz

1895 nahm die Basler Strassen-Bahn ihren Betrieb auf. In den nächsten Jahrzehnten wurde das Netz kontinuierlich erweitert, wobei auf Grund der geografischen Besonderheiten auch Linien ins nahegelegene Ausland und den angrenzenden Kanton Baselland gebaut wurden. Während der Kriegszeit wurden die Linien ins Ausland an der Grenze unterbrochen, die Mobilmachung führte zudem dazu, dass die Frauen der Angestellten als Ersatz für ihre Männer angestellt wurden.

Am 24. April 1947 raste auf dem Aeschenplatz ein vom Bahnhof SBB her kommendes Tram ungebremst in eine Kurve im Haltestellenbereich. Der Motorwagen kollidierte mit einem entgegenkommenden Tram und stiess dessen Anhänger aus den Schienen. Der zweite Anhänger des Unfallzugs entgleiste, schlitterte quer über die Haltestelle und rammte ein in der Haltestelle wartendes Tram. Auf der Traminsel starben 6 Personen, 36 weitere wurden teils schwer verletzt. → Hauptartikel: Straßenbahnunfall vom Basel

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die grenzüberschreitenden Abschnitte nach und nach vollständig, 1966 fiel ausserdem die Johanniterstrecke dem aufkommenden Individualverkehr zum Opfer. Sie wurde zunächst durch Autobusse und zwei Jahre später durch den ehemaligen Trolleybus Basel ersetzt, dieser ergänzte die Strassenbahn zwischen 1941 und 2008.

Ambitionierte, wenn auch politisch gesteuerte Pläne sahen die Verlegung der Grossbasler Innenstadtstrecken in den Untergrund vor, dieses Vorhaben scheiterte jedoch an den enormen Kosten und den unbestimmbaren Risiken. Die geplante Stilllegung weiterer Strecken wurde von Trambefürwortern verhindert.

1974 fusionierten die vier Gesellschaften Trambahn Basel-Aesch (TBA), Birseckbahn (BEB), Birsigthalbahn (BTB) und Basellandschaftliche Ueberlandbahn (BUeB) zur Baselland Transport AG. Drei der vier zu diesen Gesellschaften gehörenden Strecken waren von Beginn an mit dem städtischen Netz verbunden, 1984 kam mit der Verbindung nach Rodersdorf auch die vierte hinzu.

In der Zukunft soll das Basler Netz wiederum wachsen, sowohl in der Stadt wie auch erneut ins angrenzende Ausland. Insgesamt sollen 19 Kilometer Neubaustrecke hinzukommen. Beide Betriebe der Strassenbahn forcieren die Modernisierung der Unternehmen und der teils veralteten Infrastruktur. Nebst der Inbetriebnahme der elektronischen Fahrgastinformationen um die Jahrtausendwende soll in Zukunft auch die Gestaltung der Haltestellentafeln erneuert werden. Die Haltestellen selbst werden bis ins Jahr 2023 allesamt behindertengerecht umgebaut, die Wartehäuschen werden nach Bedarf erneuert.

Netzentwicklung[Bearbeiten]

Gleisplan 2013

Die beiden Stammstrecken in der Innenstadt[Bearbeiten]

Alter Badischer Bahnhof – Mittlere Brücke – Centralbahnhof[Bearbeiten]

Die erste Basler Tramlinie hatte ihren Ausgangspunkt 1895 analog der alten Omnibus-Strecke am alten Badischen Bahnhof, welcher sich auf dem Areal des heutigen Messeplatzes befand. Durch die Clarastrasse führte die Linie zum Claraplatz und von dort weiter durch die Rheingasse. Den Rhein überquerte das Tram über die ehemalige, zur Hälfte aus Holz gebauten Mittlere Brücke, welche am 27. Mai 1903 abgebrochen wurde. In der Zeit des Neubaus fuhr das Tram über ein Provisorium, bevor am 11. November 1905 die neue Mittlere Brücke eingeweiht werden konnte. Auf der grossbasler Rheinseite erreichte das Tram die Schifflände. Von der Schifflände führte die erste Linie Basels durch die Eisengasse in die Innenstadt, via Marktplatz und Barfüsserplatz den Steinenberg (umgangssprachlich auch Theaterberg genannt) hinauf zur Kreuzung an der Handelsbank (später in Bankverein, heute in Bankenplatz umbenannt). Dort durchquerte das Tram die Aeschenvorstadt und fuhr in den Aeschenplatz ein, welcher in ursprünglichen Planungen als Standort für den Centralbahnhof vorgesehen war. Der Aeschenplatz wurde in einer Rechtskurve überquert, die Linie führte weiter durch den Aeschengraben und mündete von Norden in den Centralbahnplatz ein, dem Vorplatz des ehemaligen Centralbahnhof Basel[6], welcher die zweite Endstation darstellte.

Zu einem späteren Zeitpunkt verlegte man die Strecke an zwei Stellen: An der Schifflände von der Eisengasse in die Marktgasse, zwischen Marktplatz und Barfüsserplatz aus der Gerbergasse in die Falknerstrasse.

Der damalige Centralbahnhof heisst heutzutage Bahnhof SBB, im täglichen Sprachgebrauch wird der alte Ausdruck jedoch noch immer verwendet. Die anliegende Centralbahnstrasse und der Centralbahnplatz zeugen ebenfalls von der Bezeichnung. Die ehemalige Stammstrecke bildet heute das Rückgrat und gleichzeitig das Nadelöhr des Basler Tramnetzes. Vom heutigen Messeplatz durch die Clarastrasse zum Claraplatz verkehren die Linien 6, 14 und 15, bevor dann die Linien 8 und 17 hinzustossen. Nach der Rheinüberquerung über die Mittlere Brücke folgen an der Schifflände zusätzlich die Linien 11 und 16. Den Abschnitt SchiffländeBarfüsserplatz befahren folglich sieben Linien, am Barfüsserplatz fährt zudem die Linie 3 vom Kohlenberg ein. Am anschliessenden Steinenberg-Gleisdreieck biegen die Linien 6, 16 und 17 nach rechts zum Theater ab, gleichzeitig münden von dort die Linien 10 und E11 ein. Den Abschnitt vom Steinenberg zum Bankverein und weiter zum Aeschenplatz befahren wiederum sieben Linien (3, 8, 10, E11, 11, 14, 15). Am Aeschenplatz biegen die Linien 3 und 14 nach links zur Hardstrasse ab, die Linien E11 und 15 fahren geradeaus weiter in Richtung St. Jakobs-Denkmal und die Linien 8, 10 und 11 zweigen nach rechts zum Bahnhof SBB ab.

Alter Badischer Bahnhof – Wettsteinbrücke – Centralbahnhof[Bearbeiten]

Am 14. April 1897 folgte die Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke als Verbindung der beiden zentralen Bahnhöfe von Grossbasel und Kleinbasel. Vom alten Badischen Bahnhof her kommend führte die Strecke gerade durch den östlichen Riehenring, die damals Bahnhofsstrasse hiess. Dort bog das Tram rechts die Riehenstrasse ein, erreichte nach einer Linkskurve die Hammerstrasse und schliesslich den Wettsteinplatz. Vom Wettsteinplatz ausgehend überquerte die Strassenbahn den Rhein, und fuhr von Norden her zur Handelsbank, wo sich die Linie mit der ersten Stammstrecke kreuzte. Geradeaus führte die Strecke in die Elisabethenanlage und folgte der Strasse bis zu deren Ende. Nach einer kurzen Links- und Rechtskurve erreichte die Linie den Centralbahnplatz, den zweiten Endhalt.

Die Wettsteinlinie wird bei Sperrungen und Störungen in der Innenstadt heute oft als Ausweichroute benutzt. Der Abschnitt Bahnhof SBB – Elisabethen – Bankverein wird von der Linie 2 regulär befahren, in der Hauptverkehrszeit auch von der Linie 1. Ab dem Bankverein verkehren Richtung Wettsteinplatz bis zu drei Linien (1, 2 und 15).

Erste Linien ausserhalb des Zentrums[Bearbeiten]

Clarplatz – Klybeckschloss – Kleinhüningen[Bearbeiten]

Zur gleichen Zeit wie die Wettsteinlinie wurde die Teilstrecke zwischen dem Claraplatz und dem Klybeckschloss in Betrieb genommen. Am Claraplatz zweigte diese Linie von der Stammstrecke nach Norden ab und führte durch die Klybeckstrasse zur Kreuzung Feldbergstrasse. Von dort erreichte die Strecke der Klybeckstrasse folgend die Grenze zum ehemals eigenständingen Dorf Kleinhüningen. Eine Gabelung führte zum neuen Depot Klybeck. Ab dem 16. Mai führte die Strecke weiter via Kleinhüningerstrasse zur Wiesenbrücke, dort wurde das Zentrum des Dorfes erreicht. Am 29. September ging das letzte Stück in den Betrieb über, das Dorfzentrum wurde erschlossen. Der Endhalt befand sich damals noch nördlich der Wiese.

1907 wurde der Ring geschlossen, indem Geleise durch die Gärtnerstrasse zum Wiesenplatz gelegt wurden, wo ein neues Depot entstand. Durch die Inselstrasse führte man ein Verbindungsgleis zur bestehenden Strecke. 1940 wurde ein zweiter Ringschluss an der Endhaltestelle Kleinhüningen bei der Wiese vollzogen, welcher 1960 von der rechten auf die linke Seite verlegt wurde.

Heutzutage wird die Strecke bis Kleinhüningen von der Linie 8 befahren, bis Wiesenplatz von Montag bis Samstag nachmittags auch von der Linie 17 der BLT.

Missionsstrasse – Barfüsserplatz – Birsfelden[Bearbeiten]

Bereits einen Monat nach der Eröffnung der Linie über die Wettsteinbrücke wurde die dritte Linie zwischen der Missionsstrasse und dem Vorort Birsfelden im Kanton Basel-Landschaft in Betrieb genommen. Der neu gebaute Westast zweigte am Barfüsserplatz nach Westen ab und führte den Kohlenberg hinauf zur Lyss. Von der Lyss führte die Linie weiter durch die Spalenvorstadt, am Spalentor vorbei durch die Missionsstrasse bis zu deren Ende, wo sich der gleichnamige Endhalt befand. Der Ostast der dritten Linie führte vom Aeschenplatz in nördlicher Richtung durch die St. Albananlage neben dem St. Alban-Tor vorbei in das Quartier Breite. Danach überquerte das Basler Tram erstmals die Kantonsgrenze: der Hauptstrasse folgend wurde die zweite Endstation erreicht, die Schulstrasse in Birsfelden.

1932 wurde die Strecke im Dorfkern von Birsfelden weiter zum Hardwald verlängert, wo sie die heutige Endstation erreichte. Überlegungen, die Linie am Auhafen entlang in das Industriegebiet Schweizerhalle zu verlängern gab und gibt es, sind jedoch nicht Teil offizieller Planungen.

An der kurzen Teilstrecke Barfüsserplatz – Lyss, bzw. in dessen Nähe, befinden sich heute das Gymnasium St. Leonhard, die Leonhardskirche, die Musik-Akademie der Stadt Basel sowie das Kollegiengebäude der Universität Basel, beim Petersplatz. Die gesamte Strecke ist ein Teil der Linie 3 und wird seit Betriebsbeginn von dieser befahren. Die Linie 3 ist somit die einzige welche in Basel den Kohlenberg befährt.

Aufgrund der starken Steigung am Kohlenberg von 7,96% - gemäss Eisenbahnverordnung sind bei Neubaustrecken 4%, unter besonderen Bedingungen maximal 7% Steigung erlaubt - dürfen nur stark motorisierte Tramzüge auf dieser Strecke verkehren[7].

Barfüsserplatz – Heuwaage – Morgartenring[Bearbeiten]

Die vierte Linie wurde am 1. Juni 1900 eröffnet. Vom Barfüsserplatz kommend zweigte die Strecke nach rechts in die Steinentorstrasse ab und führte am Theater vorbei zur Heuwaage. An der Heuwaage ging die Strecke den Auberg hinauf in die Austrasse und folgte dieser bis zum Brausebad im Südwesten der Stadt. Ab dem Brausebad folgte die Strecke der Allschwilerstrasse zum Allschwilerplatz und weiter zum neu errichteten Depot und gleichzeitigen Endhalt Morgartenring. Die Linie endete somit unmittelbar an der Kantonsgrenze beim Vorort Allschwil.

Die vierte Linie ist heute ein Teil der Linie 6 und wird ab dem Auberg ausschliesslich von dieser befahren. Ausnahmen bilden Kurse anderer Linien, welche ins Depot Morgartenring einfahren, diese befahren diese Teilstrecke entweder vollständig ab dem Theater oder ab Brausebad. Die Teilstrecke zwischen dem Theater und der Heuwaage wird von vier Linien (6, 10, E11 und 16) befahren.

Weiterer Ausbau und Erweiterung ins benachbarte Ausland[Bearbeiten]

Schifflände – Landesgrenze – St. Ludwig[Bearbeiten]

Die fünfte Linie begann ab dem 30. Juni 1900 am Totentanz und wurde erst am 1. September desselben Jahres mit der Schifflände verbunden. Die Linie führte durch die St. Johanns-Vorstadt an der Johanniterbrücke vorbei zum St. Johanns-Tor. Ab dort verlief die Strecke durch die Elsässerstrasse bis zur Landesgrenze, beim damals noch zum Deutschen Reich gehörenden St. Ludwig. Drei Wochen später passierte die Strecke erstmals eine Staatsgrenze, die Strecke wurde bis zum Bahnübergang verlängert.

Heutzutage befährt die Linie 11 alleinig die Strecke, jedoch endet diese seit den 1950er Jahren an der Landesgrenze. Eine erneute Verlängerung wurde mehrmals in Betracht gezogen, ist jedoch nicht Bestandteil offizieller Planungen.

Schützenhaus – Johanniterbrücke – Badischer Bahnhof[Bearbeiten]

1900 wurde die Tramstrecke über die Johanniterbrücke eröffnet, welche eine Verbindung zwischen den Strecken nach St. Ludwig und Kleinhüningen herstellte. Auf beiden Seiten wurde in den nächsten Jahren der innere Ring ausgebaut. Im Süden an den Spitälern vorbei durch die Schützenmattstrasse zum Schützenhaus, wo eine Verbindung zum äusseren Ring und der Strecke ins Neubad geschaffen wurde. Im Norden führte die Strecke via Erlenmatt zur Schönaustrasse und entlang dieser zum neuen Badischen Bahnhof.

1966 wurde der Betrieb auf der gesamten Strecke vollständig auf Busbetrieb umgestellt. Ein Teilstück der ehemaligen Strecke, die Verbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Riehenring wird mit der Tramstecke Erlenmatt in den nächsten Jahren neu gebaut werden. Im Rahmen der sogenannten Traminitiative wird die vollständige Wiederherstellung der Strecke gefordert.

Aeschenplatz – Güterstrasse – Bahnhof SBB[Bearbeiten]

Die sechste Linie brachte das Tram in das Gundeldingerquartier südlich des Centralbahnhofs. Beginnend am Aeschenplatz führte die Strecke in die St. Jakobsstrasse, bis zum Denkmal der Schlacht um St. Jakob, und bog dort in einer leichten Rechtskurve in die Münchensteinerstrasse ein. Dieser folgend wurde das Gleisfeld der Schweizerischen Centralbahn via Münchensteinerbrücke überquert und das Gundeli erreicht. Durch die Thiersteinerallee führte die Strecke in einer Rechtskurve zum Tellplatz und in die Güterstrasse, an deren Ende sich südlich des Centralbahnhofs die erste Endstation befand. Später wurde die Strecke ausgebaut, sie führte nach einer Rechtskurve über die Margarethenbrücke und einer weiteren Rechtskurve bei der Markthalle zum Bahnhof SBB.

Die ehemalige Linie 5 befuhr die gesamte Strecke zwischen St. Ludwig und der Güterstrasse. Heute wird die Teilstrecke ab dem Aeschenplatz von den Linien E11 und 15 befahren, bevor die BLT-Linien 10 und 11 vom Bahnhof her kommend einmünden und alle Linien die Münchensteinerbrücke queren. Nach der Brücke befahren wiederum die Linien E11 und 15 die Strecke alleine bis zur Thiersteineralle, wo sich die Bruderholz-Linien 15 und 16 abtauschen. Der Abschnitt Güterstrasse wird von den Linien E11 und 16 befahren. Danach stösst die Linie 2 hinzu und alle drei Linien überqueren die Margarethenbrücke. Die Linien E11 und 16 befahren die innere Margarethenstrasse hinunter zur Heuwaage, während die Linie 2 rechts abbiegt und gemeinsam mit den Linien 1 und 8 zum Bahnhof SBB fährt.

Austrasse – Wielandplatz[Bearbeiten]

Die Geisterstrecke zwischen der Austrasse und dem Wielandplatz westlich der Schützenmatte bestand zwei Mal für kurze Zeit in der Geschichte des Basler Trams. Beide Male wurde die Strecke als Provisorium errichtet, um die Anfahrt an die Veranstaltungen zu erleichtern. 1901 wurde sie für die fünfmonatige nationale Gewerbeausstellung errichtet, 1912 für das viertägige 56. Eidgenössische Turnfest.

Münchensteinerbrücke – Dreispitz – Dornach[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnstrecke Basel–Dornach

1902 wurde eine nächste Teilstrecke eröffnet. Sie führte von der Münchensteinbrücke abzweigend zum Dreispitz, von dort aus entlang der Jurabahn über die Kantonsgrenze durch das Gebiet Neuewelt nach Münchenstein. Dabei waren mehrere Kunstbauten nötig, denn die Strecke kreuzte sich zwei Mal mit der Jurabahn und überquerte die Birs. Von Münchenstein führte die Linie weiter in das höher gelegene Dorf Arlesheim und von dort schliesslich hinunter zum Bahnhof Dornach im Kanton Solothurn. Nach dem Bahnhof führte die Linie zur Dornachbrugg im Dorfzentrum, wo die Linie ihren Endhalt hatte.

Die gesamte Strecke der Vorortsbahn von Dornach bis zur Münchensteinerbrücke und von dort zum Aeschenplatz wurde von der Birseckbahn befahren. Später wurde der kurze Abschnitt zwischen dem Bahnhof Dornach und Dornachbrugg aufgehoben.

Heute befahren die Linien 10, 11 und E11 der BLT die Strecke von der Münchensteinerbrücke bis zum Dreispitz, wo ein neues Tramdepot errichtet wurde. Unmittelbar danach zweigen die Linien 11 und E11 ab, während die Linie 10 die gesamte Strecke zwischen der Abzweigung beim Dreispitz und Dornach bedient.

Margarethenbrücke – Brausebad – St. Johann[Bearbeiten]

1903 und 1904 wurde eine Strecke zwischen dem Bahnhof SBB und dem Lysbüchel erbaut, welche als äusserer Ring angelegt wurde und die Quartiere Bachletten, Gotthelf, Iselin, Am Ring und das westliche St. Johann an das Netz anband.

Sie führte an der Markthalle nach Westen über das Steinenviadukt dem Steinenring entlang zum Schützenhaus und weiter zum Brausebad, wo die Strecke die Allschwiler Linie kreuzte. Von dort führte die Linie weiter zum Burgfelderplatz und kreuzte sich an diesem Punkt mit der Strecke zur Burgfelder Grenze. Die Linie führte weiter zum Kannenfeldplatz und dem Bahnhof St. Johann. Schlussendlich mündete die Strecke südlich im Lysbüchel in die Strecke zur Landesgrenze bei St-Louis ein. 1935 wurde die Streckenführung verlegt, neu führte sie nach dem Bahnhof St. Johann durch die Voltastrasse zum Voltaplatz. 1963 gab es wiederum eine Änderung, der Abschnitt Kannenfeldplatz – Voltaplatz wurde in die Gasstrasse verlegt und der St. Johann-Bahnhof somit nicht mehr bedient. Die bis dato letzte Änderung erfolgte 2009, mit der Rückverlegung des Abschnitts zum Zustand von 1935 und damit mit der erneuten Anbindung des Bahnhofs St. Johann.

Der Abschnitt von der Markthalle zum Schützenhaus wird heute von den Linien 1 und 8 befahren, dort zweigt die Linie 8 in Richtung Neubad ab. Die Linie 1 befährt die gesamte Strecke bis zum Bahnhof St. Johann alleine. Der letzte Abschnitt bis zum Voltaplatz wird nebst der Linie 1 auch von der Einsatzlinie 21 befahren.

Morgartenring – Allschwil[Bearbeiten]

1905 wurde die Strecke vom bisherigen Endpunkt Morgartenring über die Kantonsgrenze hinaus nach Allschwil verlängert. Die Strecke folgte dabei der Hauptstrasse, entlang der Dorfkirche und der Ziegelei bis zum alten Dorfkern und wurde seit jeher von der Linie 6 befahren.

Es gab und gibt Überlegungen ab der Ziegelei entlang dem Quartier Letten eine Verbindung zum nahe gelegenen Endpunkt der Linie 8 bei der Neuweilerstrasse zu bauen, womit die Linie 8 nach Allschwil Dorf verlängert werden könnte.

Münchensteinerstrasse - Ruchfeld - Aesch[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnstrecke Basel–Aesch

Die Überlandstrecke nach Münchenstein, Reinach und Aesch wurde ab 1906 gebaut und bereits am 7. Dezember 1907 in Betrieb genommen. Von 1926 an wurde die Strecke kontinuierlich auf Doppelspur ausgebaut, kurioserweise entfiel der letzte Einspurabschnitt jedoch erst im Jahre 2000 durch den Ersatz mit einer Gleisverschlingung.

Seit jeher wurde die Strecke von der Trambahn Basel-Aesch als Linie 11 bedient und mündete beim Ruchfeld in die Bahnstrecke Basel–Dornach. Die Vorortsbahn endete auf Basler Boden ebenfalls am Aeschenplatz. Mit der Gründung der BLT ging die Linie 11 automatisch an das Transportübernehmen über. Zusätzlich bedient die Einsatzlinie E11 in den Spitzenzeiten werktags den Abschnitt bis Reinach Süd.

Alter Badischer Bahnhof – Riehen Dorf[Bearbeiten]

1908 wurde nach Kleinhüningen mit Riehen die zweite baselstädtische Gemeinde, nebst Basel selbst, mit der Strassenbahn erschlossen. Die ursprüngliche Strecke führte dabei vom alten Badischen Bahnhof über den Riehenring durch die Iststeinerstrasse zur Schwarzwaldallee. Von dort aus folgte sie entlang dem Eglisee, der langen Erlen, dem Bäumlihof und der Habermatten ins Dorfzentrum von Riehen. 1913 wurde der Abschnitt Iststeinerstrasse mit der Inbetriebnahme des neuen Badischen Bahnhofs aufgehoben und in die Rosentalstrasse verlegt.

Früher verkehrte die Linie 7 nach Riehen, heutzutage wird die Strecke von der Linie 6 befahren. In der Hauptverkehrszeit verkehren wenige Kurse der Linie 2 ebenfalls nach Riehen Dorf, regulär wendet die Linie 2 bereits in Basel beim Eglisee.

Lysbüchel – Hüningen[Bearbeiten]

Ab 1910 zweigte beim Lysbüchel, kurz vor der Landesgrenze bei St. Ludwig, eine Stichstrecke ab, kreuzte die Geleise der Werkbahn der Chemiefabrik Sandoz, und führte über die Grenze nach Hüningen ins Deutsche Reich. Dort endete die Strecke am Bahnhof. Nach dem Ersten Weltkrieg ging Hüningen an Frankreich über, das Dorf wurde neu Huningue genannt.

Die Strecke wurde 1961 eingestellt und abgebrochen, heute verkehrt eine Autobuslinie der elsässischen Distribus auf der ehemaligen Route.

Riehen Dorf – Riehen Grenze – Lörrach[Bearbeiten]

Hauptartikel: Straßenbahn Lörrach

Sechs Jahre später wurde die Linie vom Dorfkern an die Landesgrenze verlängert, die Verlängerung in die deutsche Grenzgemeinde Lörrach konnte trotz vollendeter Planung wegen des Ersten Weltkriegs erst fünf Jahre später, im Jahr 1919, realisiert werden.

Die Verlängerung führte von der Dorfkirche Riehen entlang der Weilstrasse und Lörracherstrasse zur Landesgrenze. In Lörrach führte sie über Stetten zum Marktplatz und weiter zum Bahnhof. Während des Zweiten Weltkriegs war der grenzüberschreitende Betrieb eingestellt. 1967 wurde dann der Trambetrieb in Lörrach vollends eingestellt und die Strecke aufgehoben.

Die Strecke bis Lörrach wurde von Beginn weg von der Linie 6 befahren. Auch heute befährt sie noch die existierende Strecke auf Schweizer Seite.

Thiersteinerallee – Jakobsberg – Bruderholz[Bearbeiten]

1915 erhielt der Basler Hausberg und damit das Quartier Bruderholz seine erste Tramlinie. Diese führte durch die Thiersteineralle an der Heiliggeistkirche vorbei, bog links in die Gundeldingerstrasse ein und führte beim Leimgrubenweg steil in Richtung Jakobsberg. Von dort aus wand sich die Strecke in einer engen und steilen S-Kurve hoch zum Bruderholz.

Die Strecke wurde von Beginn an von der Linie 15 befahren, die Linien wechselten aber im Verlaufe der Jahre mehrfach. Mit der Inbetriebnahme der zweiten Bruderholzstrecke wurde ein Ring geschlossen, weshalb auf dem Bruderholz als Besonderheit keine Wendeschlaufe existiert.

Heutzutage wird die Teilstrecke von der Linie 16 befahren, welche dann auf dem Bruderholz zur Linie 15 wird und die westliche Teilstrecke hinunterfährt. Umgekehrt wird die Linie 15 auf dem Bruderholz zur Linie 16. Ein solcher Linienwechsel gibt es auf dem gesamten Netz nur noch ein weiteres Mal auf der Dreirosenbrücke, wo sich die Linien 1 und 14 abtauschen.

Aeschenplatz – St. Jakob – Muttenz – Pratteln[Bearbeiten]

1916 wurde das Gebiet St. Jakob erschlossen. Die Strecke zweigte bei der Hardstrasse nördlich vom Aeschenplatz rechts ab und führte via Sevogelplatz und dem Zeughaus hinunter zum St. Jakob, wo sich heute weiträumige Sportanlagen befinden, darunter auch das Heimstadion des FC Basel, der St. Jakob-Park. 1921 wurde die Strecke nach Muttenz verlängert, ein Jahr später bis nach Pratteln.

Es existierten von Beginn an Ausbaupläne, welche eine Verlängerung der Linie bis in den Kantonshauptort Liestal und gar bis nach Sissach vorsahen, jedoch allesamt verworfen wurden.

Die Strecke wurde ab ihrer Gründungszeit von der Basellandschaftlichen Ueberlandbahn befahren, wechselte mit der Entstehung der BLT betrieblich zur BVB. Anfangs bediente die Linie 12 die Strecke bis St. Jakob. Später befuhr ein Unikum auf der verlängerten Strecke nach Muttenz und Pratteln die Teilstrecke; die Linie 12/14/22. Diese nutzte je nach Endpunkt eine unterschiedliche Liniennummer.

Heute wird die gesamte Strecke von der Linie 14 befahren, der Abschnitt auf dem Gebiet des Kantons Baselland im Auftrag der BLT. Es gab Überlegungen, die Linie 14 betrieblich an die BLT zu übergeben, diese wurden jedoch bislang nie realisiert.

Weiterer Ausbau nach dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten]

Schützenhaus – Neubad – Neuweilerstrasse[Bearbeiten]

1919 wurde eine Teilstrecke eröffnet, welche das Neubadquartier in Basel erschloss. Diese Strecke zweigte beim Schützenhaus nach links ab und folgte der Schützenmatte bis ins Neubad. 1926 folgte die Verlängerung zum heutigen Endpunkt Neuweilerstrasse.

Ab der Eröffnung wurde die Teilstrecke von der Linie 18 befahren, heute verkehrt dort die Linie 8.

Eine Verlängerung ins Quartier Letten in Allschwil ist im Rahmen des Tramnetz 2020 geplant, eine Verlängerung in den Dorfkern von Allschwil existiert als Teil von Überlegungen ebenfalls.

Missionsstrasse – Burgfelden Grenze[Bearbeiten]

Nachdem bereits 1906 die Strecke von der Missionsstrasse bis zum Kannenfeldpark, damals noch ein Friedhof, verlängert wurde, baute man 1930 die Strecke weiter bis in die Nähe der Landesgrenze. Die Linie 3 übernahm diese Teilstrecke in vollem Umfang und befährt diese noch heute unverändert.

In Planung ist die Verlängerung der Strecke vom jetzigen Endhalt weiter zum Bahnhof St-Louis, in Frankreich, womit das Quartier Bourgfelden optimal erschlossen würde.

St. Johann – Dreirosenbrücke – Mustermesse[Bearbeiten]

Mit dem 1934 erfolgten Bau der Dreirosenbrücke wurde eine Verbindung zwischen dem Quartier St. Johann und dem Badischen Bahnhof geschaffen, welche schon Jahre vor dem Bau der Brücke geplant war. Ab dem Voltaplatz führte die Strecke über die neue Brücke, kreuzte die Linie nach Kleinhüningen und führte durch die Brombacherstrasse. Nach einer Rechtskurve führte die Strecke auf dem Riehenring zum alten Badischen Bahnhof, dem heutigen Messeplatz. Damit wurde das letzte Teilstück auf dem äusseren Ring geschlossen.

Heute wird die Strecke von der Linie 1/14 und der Einsatzlinie 21 auf dem gesamten Abschnitt befahren.

Margarethen – Binningen[Bearbeiten]

1934 wurde das Dorenbachviadukt eingeweiht. Eine neue Tramstrecke führte von der Margarethen rechts auf den Viadukt, überquerte diesen und bog danach links nach Binningen ein, wo die Strecke durch die Hauptstrasse zum Kronenplatz führte und ihren Endhalt fand.

Früher lag die Wendeschlaufe in einem Strassenkreisel, was besonders in verkehrsreichen Zeiten zu Problemen führte. 2008 wurde die Schlaufe um einige hundert Meter nach Osten versetzt um die Verkehrsführung auf dem Kronenplatz zu vereinfachen. Die Strecke wurde früher von der Linie 7 bedient, heute verkehrt die Linie 2.

Bruderholz – Wolfsschlucht – Tellplatz[Bearbeiten]

Die Ringstrecke über das Bruderholz wurde 1930 mit dem Bau der westlichen Strecke vollendet. Sie führte vom Bruderholz durch die Wolfsschlucht in relativ engen Kurven hinunter zur Bruderholzstrasse im Gundeldingerquartier und von dort geradeaus zum Tellplatz.

Die Strecke wird heute von der Linie 15 bedient, früher verkehrten dort die Linien 16 und 26.

Neuerungen ab den 1980er-Jahren[Bearbeiten]

Heuwaage – Rodersdorf[Bearbeiten]

Die letzte grössere Neuerung fand 1984 statt, als die BLT-Bahnstrecke nach Rodersdorf – die bereits seit 1974 als Linie 17 bezeichnet wurde – an das Stadtnetz angebunden wurde. Hierzu wurde an der Heuwaage eine Verbindung zum Tramnetz gebaut. Neue Verbindungsbögen beim Theater ermöglichen seither ausserdem einen durchgehenden Trambetrieb zwischen der Rodersdorfer und der Dornacher Strecke. Dadurch entstand die neue Durchmesserlinie 10. Die Linie 17 verkehrt heute als Einsatzlinie zwischen Wiesenplatz und Ettingen ebenfalls über ihre ehemalige Stammstrecke hinaus.

Bahnhof SBB – Peter Merian – Münchensteinerbrücke[Bearbeiten]

2001 wurde erstmals seit rund 65 Jahren eine neue Tramstrecke in Basel eröffnet. Mit der Umgestaltung des Centralbahnplatzes sollten auch die Vorortslinien aus dem Birsigtal und dem Birseck, die Linien 10 und 11 der BLT, über den Bahnhof führen.

Dazu wurde eine neue Strecke gebaut welche beim Centralbahnplatz nach Süden abzweigt, durch die Centralbahnstrasse führt und dann auf eigenem Trasse am Rande der Gleishalle und der Osteinfahrt des Bahnhofs auf einem Viadukt zur Münchensteinerbrücke führt. Auf dem Viadukt wurde eine neue Haltestelle Peter Merian errichtet, welche direkten Anschluss an die neu errichteten Häuser Peter Merian und Jacob Burkhardt bietet, in denen sich unter anderem die juristische Fakultät der Universität Basel und ein Teil der Fachhochschule Nordwestschweiz befinden.

Tram Weil (D) (im Bau, 2014)
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Weil am Rhein Bahnhof/Zentrum
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Rheintalbahn
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Bundesautobahn 5
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Riedlistraße/Kesselhaus
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Dreiländerbrücke
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Weil am Rhein-Grenze
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Hafenkanal
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Hafenbahn
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Kleinhüningeranlage
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Tram Stücki (geplant)
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Wiese
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Tramlinie 8

Kleinhüningen – Weil am Rhein[Bearbeiten]

Seit 2009 befindet sich die erste grenzüberschreitende Tramlinie Europas nach dem Zweiten Weltkrieg im Bau. Die neue Strecke führt aus der Gärtnerstrasse geradeaus über die ebenfalls neu gebaute Wiesebrücke, weiter durch die Kleinhüningeranlage, überquert auf drei weiteren neu gebauten Brücken die Hafenbahn und den Hafenkanal, wo die Staatsgrenze erreicht wird. Nach dem Grenzübergang Basel/Weil-Friedlingen führt die Strecke am Rhein Center vorbei in einer Rechtskurve in die Hauptstrasse. Entlang dieser erreicht die neue Strecke das Gleisfeld der Rheintalbahn und endet nach dessen Querung beim Bahnhof Weil am Rhein.

Eine geplante Verlängerung der Strecke innerhalb von Weil am Rhein wurde mangels Finanzen vorerst nicht weiter verfolgt.

Die neue Strecke wird nach der Eröffnung am 14. Dezember 2014 von der Linie 8 im Viertelstundentakt befahren werden, das heisst, jeder zweite Kurs führt von Kleinhüningen nach Deutschland

Wendeschlaufen[Bearbeiten]

Auf dem Basler Tramnetz befinden sich 31 Wendeschlaufen, depotinterne Wendemöglichkeiten sind dabei nicht mitgezählt. Im Regelbetrieb werden ausserhalb Basels die Schlaufen Aesch Dorf, Allschwil Dorf, Binningen Kronenplatz, Birsfelden Hard, Dornach Bahnhof, Ettingen, Flüh, Muttenz Wartenberg, Pratteln Dorf, Reinach Süd, Riehen Grenze und Rodersdorf genutzt. In Basel selbst sind dies Bahnhof SBB, Badischer Bahnhof, Bahnhof St. Johann, Burgfelden Grenze, Eglisee, Riehen Dorf, Neuweilerstrasse, Schifflände, St-Louis Grenze und Wiesenplatz.

Keine Wendeschlaufe im eigentlichen Sinne bedient die Linie 8 in Kleinhüningen, sondern verkehrt im Gegenuhrzeigersinn via Ciba - Wiesenplatz - Kleinhüningen - Inselstrasse - Ciba. Bis Ende 2014 entsteht an der neuen Endstation der Linie 8 die Schlaufe Weil am Rhein Bahnhof.

Die Linien E11 und 15 fahren je einen grösserem Rundkurs über mehrere Stationen in der Innenstadt in nur eine Fahrtrichtung. Die Linien 1/14 respektive 15/16 tauschen an den Endstationen Dreirosenbrücke respektive Bruderholz die Nummer ab, dort existiert jeweils keine Wendemöglichkeit.

Bedarfsschlaufen auf dem gesamten Netz finden sich in Arlesheim Dorf, Basel Aeschenplatz, Basel Heuwaage, Basel Jakobsberg, Basel Morgartenring, Basel MParc, Basel Schänzli, Münchenstein Dorf und Reinach Surbaum.

Zukünftige Pläne[Bearbeiten]

Da das Tramnetz seit vielen Jahrzehnten keine grosse Veränderung mehr erfuhr, die Stadt und das Umland sich aber teil stark veränderten, sind Überlegungen für zahlreiche neue Tramprojekte zustande gekommen. Die Regierung des Kantons Basel-Stadt hatte eine Studie zur zukünftigen Netzgestaltung in Auftrag gegeben, welche unter dem Namen „Tramnetz 2020“ veröffentlicht wurde und einige der seit längerem geforderten Ideen aufgreift.

Stadt Basel[Bearbeiten]

In der Innenstadt von Basel soll vor allem die stark befahrene Achse zwischen dem Bankenplatz (ehem. Bankverein) und Claraplatz durch Ergänzungen entlastet werden. Der Tramknoten Bankenplatz und der Bahnhof SBB sollen entflechtet werden, der Aeschenplatz soll zwecks höherer Sicherheit und Übersichtlichkeit neu gestaltet werden.

Eine punktuelle Erweiterung und Umleitungsmöglichkeit im Falle von Streckensperrungen würde die geplante Tramstrecke Petersgraben darstellen, welche bei der Lyss abzweigen (Linie 3), an der Universität Basel vorbeiführen und beim Universitätsspital in die bestehende Strecke (Linie 11) einmünden würde.

Die aufgehobene Strecke zwischen Schützenhaus, Johanniterbrücke und der Feldbergstrasse soll, wiederholten Forderungen nach, neu gebaut werden. Dies ist jedoch nicht Teil der Tramnetz-Studie.

Eine Neubaustrecke soll dereinst vom Badischen Bahnhof zur Hoffmann-La Roche, von dort via Wettsteinallee zum Wettsteinplatz und durch den Claragraben zum Claraplatz führen. Die Idee einer neuen Linie vom Musical-Theater via Erlenmatt-Westrand zur Hochbergerstrasse nach Kleinhüningen, sowie weiter zum Hafen existiert weiterhin, unabhängig von der verworfenen Erlenmatt-Tram-Planung.

Im Süden soll die Strecke vom Bruderholz nach dem Jakobsberg in den Leimgrubenweg führen, die Linie am Dreispitz kreuzen, den Bahnhof Dreispitz erschliessen und zum St. Jakob-Park führen, wo sie in die bestehende Strecke einmünden würde. Eine Stichstrecke vom Gundeli soll das Neubauquartier Dreispitz durch den geplanten „Broadway“ erschliessen und von dort nach Münchenstein zur Motorfahrzeugprüfstation (MFP) führen. Die Linie 8 soll von der Neuweilerstrasse ins Neubauquartier Letten in Allschwil verlängert werden.

Zwei Strecken sollen verlegt werden; zum einen ein Teil der Strecke aus der St. Johanns-Vorstadt (Linie 11) in die Spitalstrasse, zum anderen die Strecke vom Brausebad und der Schützenmattstrasse (Linie 6) neu via Schützenhaus – Schützenmattstrasse.

Grenzgebiet und Agglomeration[Bearbeiten]

Eine Verlängerung nach St-Louis wird in den nächsten Jahren mit der Verlängerung der Linie von der Grenze zu Bourgfelden an den Bahnhof realisiert werden. Die ehemalige Streckenführung von Osten her, wie sie für rund 50 Jahre bestand hatte, ist nicht geplant. Dereinst könnte jedoch die Linie an der Grenze St-Louis zum EuroAirport führen und von dort aus an den Bahnhof verlängert werden.

Eine Verlängerung der im Bau befindlichen Linie 8 vom Bahnhof Weil am Rhein zur Stadtmitte wurde wegen zu hoher Kosten und mangels Finanzen vorübergehend verworfen.

Die Linie 14 soll von ihrem jetzigen Endpunkt Pratteln durch das Industriequartier Grüssen und das Neubauquartier Salina Raurica nach Augst verlängert werden. Die Tramlinie 17 soll beim Dorenbach über die zu bauende Verbindung beim Margarethenstich zur Margarethen und von dort weiter zum Bahnhof SBB geführt werden.

Geplante Teilstrecken[Bearbeiten]

Margarethenstich (gepl. 2017)
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Margarethen
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Tramlinie 2
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Margarethenstich
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Dorenbach
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Tramlinien 10/17
Tram St-Louis (F)
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St-Louis Gare
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Centre Commercial
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Autoroute A35
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Polyclinique
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Lycée Jean Mermoz
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Frankreich/Schweiz
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Zoll Burgfelden
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Burgfelden Grenze
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Tramlinie 3
Tram Stücki/Hafen
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Rheinhafen
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Hochbergerplatz
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Tram Weil (in Bau)
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Stücki
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Hochbergerstrasse
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A3
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Mauerstrasse
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Tramlinien 14, 21
Tram Petersgraben
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Tramlinie 11
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Universitätsspital
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Universität
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Tramlinie 3
Tram Claragraben
               
Wettsteinplatz
               
Messeplatz
               
Clarastrasse
Von Nach via Zeitraum
Kleinhüningen Weil am Rhein Bhf. (D) Kleinhüningeranlage – Rhein Center (D) 2014, im Bau
Dorenbach Margarethen Margarethenstich 2017
Burgfelden Grenze St-Louis Gare (F) Lycée Jean Mermoz 2015 – 2018
Badischer Bahnhof Kleinhüningen Erlenmatt West – Hochbergerstrasse 2015 – 2018
Pratteln Augst Grüssen – Salina Raurica 2016 (bis Grüssen) / 2020 (bis Augst)
Wettsteinplatz Claraplatz Claragraben 2019 – 2022
Universität Universitätsspital Petersgraben 2019 – 2022
Neuweilerstrasse Allschwil Letten 2019 – 2022
Schützenhaus Schützenmattstrasse 2019 – 2022
Dreispitz MFP Münchenstein Broadway 2019 – 2022
Kleinhüningen Kleinhüningen Hafen ab 2023
Badischer Bahnhof Wettsteinplatz Schwarzwaldallee – Tinguely-Museum – Roche – Wettsteinallee ab 2023
Jakobsberg St. Jakob Leimgrubenweg – DreispitzBahnhof Dreispitz ab 2023
Universitätsspital Voltaplatz Spitalstrasse – Kinderspital UKBB ab 2023
Schützenhaus Feldbergstrasse SpalentorJohanniterbrücke Idee
Universität Bahnhof SBB Heuwaageviadukt Idee

Verworfene Planungen[Bearbeiten]

Erlenmatt-Tram[Bearbeiten]

Gegen eine Strecke, die beim Musical-Theater in die Erlenmattstrasse abgezweigt wäre, an dieser entlang zum neuen Stadtquartier Erlenmatt und weiter via Schwarzwaldallee zum Badischen Bahnhof geführt hätte, wurde ein Referendum ergriffen. Am 18. Mai 2014 wurde das "Tram Erlenmatt" bei einer Volksabstimmung knapp abgelehnt, die Planungen damit verworfen.

Rollmaterial[Bearbeiten]

Basler Verkehrs-Betriebe[Bearbeiten]

Motorwagen[Bearbeiten]

Bild Typ Nummern Bezeichnung Anzahl Hersteller Baujahre Bemerkungen
BVB Tram car 461, line 15 towards Bruderholz at Basel, Switzerland.jpg Be 4/4 457–476 Schweizer Standardwagen 20 Schindler 1967–1968 466–476 mit Ausrüstung für Mehrfachtraktion mit 477–502 und 659–686 (als geführter Motorwagen)
091112 Basel IMG 9903.JPG Be 4/6 624,
626–629,
637, 639,
642,
644–647,
650–653,
655–656
Duewag-Einheitswagen 18 Duewag 1972 Verkehren hauptsächlich morgens und abends auf der Einsatzlinie 21, teilweise auch auf der Linie 2, wenn diese bis Riehen Dorf verlängert wird.
Basel 2012-08 Mattes 1 (45).JPG Be 4/4 477–502 Cornichons 25 Schindler 1986–1987 An einigen Wagen wurde damit begonnen die Trittbretter umzubauen, sodass diese Wagen auch nach dem Umbau aller Haltestellen (nach BehiG-Normen) weiter im Regelbetrieb benutzt werden können.
BVB Tram car 683, line 15 towards Bruderholz at Basel, Switserland.JPG Be 4/6 S 659–686 Guggummere 28 Schindler 1990–1991 ursprünglich Be 4/6, 1997–1999 mit niederflurigem Mittelteil ("Sänfte") erweitert
BVB 315.JPG Be 6/8 301–328 Combino 28 Siemens 2000–2002 Verkehren hauptsächlich auf den Linien 6 und 8, vereinzelt auch auf der Linie 3
Be 6/8 5001–5044 Flexity 2 44 Bombardier 2014–2016 Werden auf allen Linien bis auf 15/ 16 und 21 verkehren
Be 4/6 6001–6017 Flexity 2 17 Bombardier 2016–2017 Werden hauptsächlich auf den Linien 15 und 16 verkehren

Ende Januar 2012 unterzeichneten die Basler Verkehrs-Betriebe den bisher größten Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens. Diesen Auftrag über 220 Millionen Schweizer Franken hatte Bombardier Transportation im Oktober 2011 für sich entschieden, es sollen ab dem dritten Quartal 2014 60 Trams des Typs Bombardier Flexity 2 ausgeliefert werden.[8] Anfang 2014 beschloss der Verwaltungsrat der BVB aufgrund positiv veränderter Finanzierungsumstände, statt einem Preisnachlass aus eigenen Mitteln ein zusätzliches Exemplar zu bestellen, da die Kosten des Gesamtauftrags gleich bleiben. Am 4. September in der Nacht, traf der erste Flexity in Basel ein.

Anhängewagen[Bearbeiten]

Bild Typ Nummern Bezeichnung Anzahl Hersteller Baujahre Bemerkungen
Tranvia frente al Ayuntamiento II.jpg B4 1430, 1433–1437,
1439, 1441–1448,
1450–1453, 1455,
1457–1461, 1465,
1467, 1471, 1474
1478, 1483,
1498–1500, 1504
Schweizer Standardwagen 35 Schindler / FFA 1962–1972
20061123S35 489-1463-1465.jpg B4 1449, 1456,
1463–1464,
1466,
1468–1470,
1472–1473,
1475–1477,
1479–1481,
1484–1497,
1501–1503,
1505–1506
Schweizer Standardwagen 35 Schindler / FFA 1967–1972 im Rahmen einer Komplettrevision mit niederflurigem Mittelteil ("Sänfte") versehen

Dienstwagen[Bearbeiten]

Schienenpflegewagen 2330
Xe 2/2 2021, 2022, 2023, Baujahr 1927/31, Schneepflüge
Xe 4/4 2330, Baujahr 1995, Schienenpflegewagen, Übername „Suugerli“

Historische Fahrzeuge[Bearbeiten]

Museumswagen 181
Ce 2/2 4, 1970 Umbau aus Be 2/2 30; ex Ce 2/2 58, Baujahr 1900. Bildet mit dem technisch passenden C 281 den sogenannten Jubiläumszug zum 75-jährigen Jubiläum der BVB, ausser Betrieb.
Ce 2/2 47 „Anggebliemli“, Baujahr 1900, ex Ce 2/2 75, in Revision ab Oktober 2005, Wiederinbetriebnahme Mai 2006
Ce 4/4 450 «Dante Schuggi», Baujahr 1914, ex Ce 4/4 401, ex Be 4/4 400
Ce 2/2 126, Baujahr 1908
Be 2/2 156, Baujahr 1919/1920
Ce 2/2 163, Baujahr 1921
Be 2/2 181, Baujahr 1925, ab 1948 81, nach Einbau Luftbremse 1950 wieder 181
Be 2/2 190, Baujahr 1927,
Ce 2/2 215, Baujahr 1933
Be 4/4 413 „Pythagoras“, Baujahr 1948
C 281, Baujahr 1906; Sommerwagen, ex B2 1062, (passender Wagen zu Ce 2/2 4, ausser Betrieb)
C 309, Baujahr 1897/1908; Rekonstruktion aus Anhänger C2 319 ex Ce 2/2 19
C 331, Baujahr 1913; ex B2 1131
C 371, ex B2 1171, Baujahr 1921
C 423, ex B2 1223, Baujahr 1932
B2 1045, Baujahr 1938 als C 260 „Badwännli“, betriebsfähiger Museumswagen ohne Dach (seit April 2013 ausser Betrieb)
B2 1077, Baujahr 1900 Sommerwagen, betriebsfähiger Museumswagen
B2 1193, Baujahr 1927 betriebsfähiger Museumswagen
B3 1303, Baujahr 1933

Baselland Transport AG[Bearbeiten]

Hauptartikel: Baselland Transport

Depots und Werkstätten[Bearbeiten]

BVB-Depot Wiesenplatz

Auf dem Basler Netz[Bearbeiten]

Von insgesamt sechs Depots und Werkstätten, welche im Laufe der Zeit auf dem Netz der Basler Strassenbahn existierten, bestehen heute noch deren vier.

Die Hauptwerkstätte Klybeck liegt im Norden des gleichnamigen Quartiers, bei der Haltestelle Ciba. Sie wurde 1897 eröffnet. In der Nähe, weiter nördlich, befindet sich das Depot Wiesenplatz an der gleichnamigen Haltestelle im Süden des Quartiers Kleinhüningen. Es ist das grösste der Basler Depots und bestand bis 2004 aus 25 Abstellgeleisen. 2004 wurde ein Teil des Depots durch einen Brand zerstört, wobei auch vier Wagen Opfer der Flammen wurden. 2011 wurde das Depot nach dreijähriger Bauzeit wieder komplett in Betrieb genommen. Das Depot Allschwilerstrasse/Morgarten befindet sich an der Haltestelle Morgartenring, an der Kantonsgrenze bei Allschwil und ersetzte bei seiner Eröffnung 1900 das Depot Hammerstrasse. Das vierte Depot Dreispitz befindet sich auf dem gleichnamigen Gebiet, bei der Haltestelle M Parc, und wurde als bislang letztes Depot eröffnet. 1938 und 1941 wurde das Gleisfeld erweitert, 1950 kam eine Oberbauwerkstätte hinzu.

Die Nahe beeinander gelegenen Depots Hammerstrasse und Claragraben entstanden mit der Eröffnung im Jahre 1895. Das Depot Hammerstrasse wurde 1900 bereits wieder aufgegeben, über das Depot Claragraben ist kaum etwas bekannt. 2005 entdeckte man bei Bauarbeiten Überbleibsel des Depots, welches bereits kurz nach der Eröffnung wohl wieder geschlossen wurde.

Auf den Vorortsstrecken[Bearbeiten]

Sämtliche bestehenden und ehemaligen Depots und Werkstätten werden, respektive wurden, von der Baselland Transport AG und deren Vorgängern erbaut und genutzt.

Die beiden grossen bestehenden Depots befinden sich im Leimental und Birseck. Das Depot Hüslimatt befindet sich an der gleichnamigen Tramhaltestelle der Linien 10 und 17 im Industriegebiet der Gemeinde Oberwil. Es wurde 1981 bis 1983 erbaut und 2007 modernisiert und erweitert. Das Depot Ruchfeld befindet sich im Gebiet Dreispitz, auf dem Boden der Gemeinde Münchenstein, nahe der Kantonsgrenze zu Basel-Stadt und wurde im Dezember 1994 eröffnet. Es liegt zwischen den Stationen Dreispitz und Ruchfeld (Linien 11 und E11) bzw. Dreispitz und Neue Welt/Grün 80 (Linie 10).

Ehemalige Depots und Abstellhallen befanden sich an der Birsigtalbahn in Rodersdorf und dem Oberwiler Dorfkern, an der Birseckbahn in Arlesheim und an der Trambahn Basel-Aesch in Aesch. Ersteres besteht heute noch immer, wird jedoch nicht mehr genutzt.

Trivia[Bearbeiten]

Station Flüh-Mariastein in Bättwil
  • Die Waldenburgerbahn wird als Linie 19 der Basler Strassenbahn geführt, in der Realität kam diese Nummerierung jedoch nie zur Anwendung und die WB wird auch nicht als Teil des Strassenbahnnetzes angesehen. Lediglich die Nummerierung auf dem Fahrplan weist auf das Kuriosum hin.
  • Die Linie 2 endet an der Station Binningen Kronenplatz. Die Kopfschilder sind jedoch lediglich mit Binningen angeschrieben, eine Station diesen Namens existiert an der Linie 10 und 17. Streng genommen ist die Linie 2 mit einer Station ausgeschildert, an der sie gar nie hält.
  • Die Station Schützenstrasse an der Linie 14 in Muttenz ist nach einer Strasse benannt, die in der Gemeinde nicht existiert. Die angrenzende Strasse heisst Schützenhausstrasse.
  • Die Endstation der Linie 10 Dornach Bahnhof befindet sich seit der Neugestaltung des Bahnhofsareals nicht mehr in der namensgebenden Gemeinde Dornach im Kanton Solothurn, sondern gänzlich auf dem Boden der angrenzenden Gemeinde Arlesheim im Kanton Basel-Landschaft.
  • Die Station Flüh der Linie 10 wird am Stationsgebäude als Flüh-Mariastein bezeichnet und nimmt dabei Bezug auf die Ortschaft Flüh in der Gemeinde Hofstetten-Flüh und das Kloster Mariastein (dem zweitwichtigsten Wallfahrtsort der Schweiz) in der Gemeinde Metzerlen-Mariastein, liegt jedoch weder in Flüh noch in Mariastein, sondern auf dem Boden von Bättwil, das auch eine eigene Station hat.

Literatur[Bearbeiten]

  • Basler Verkehrs-Betriebe (BVB, Hrsg.), Stephan Appenzeller: Basel und sein Tram, Christoph Merian Verlag, Basel 1995. ISBN 3-85616-063-9

Film[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trams in Basel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephan Appenzeller: Basel und sein Tram., 1995, S. 22–23.
  2. „Strecke: (Alter) Badischer Bahnhof (1895)" auf g-st.ch
  3. „Tramnetz 2020 Kurzbericht“ (pdf; 4,4 MB), S. 41
  4. Stephan Appenzeller: Basel und sein Tram., 1995, S. 12–16.
  5. Stephan Appenzeller: Basel und sein Tram., 1995, S. 22–26.
  6. dem Ausgangsbahnhof der Schweizerischen Centralbahn (SCB)
  7. Welche Steigung kann eine Tram bewältigen? - «Tram 8 – grenzenlos»
  8.  Biggest Tram Order in Basel´s history. In: _Railvolution. 12, Nr. 1, 2012, S. 20.