Bosanska Krupa

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Bosanska Krupa
Босанска Крупа

Wappen von Bosanska Krupa

Bosanska Krupa (Bosnien und Herzegowina)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Föderation BiH
Kanton: Una-Sana
Koordinaten: 44° 53′ N, 16° 9′ OKoordinaten: 44° 53′ 0″ N, 16° 9′ 0″ O
Höhe: 151 m. i. J.
Fläche: 561 km²
Einwohner: 29.659
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: +387 (0) 37
Postleitzahl: 77240
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Bürgermeister: Armin Halitović (SDP)
Webpräsenz:
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Über dieses Bild
Una in Bosanska Krupa

Bosanska Krupa (kyrillisch Босанска Крупа) ist eine Stadt im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie liegt rund 25 km nordöstlich von Bihać an den Flüssen Una und Krušnica. Bosanska Krupa gehört zum Kanton Una-Sana der Föderation Bosnien und Herzegowina. In der SFR Jugoslawien gehörten die heute eigenständigen Gemeinden Bužim und Krupa na Uni zur Gemeinde Bosanska Krupa.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bosanska Krupa hat heute noch 29.659 Einwohner (Volkszählung 2013) und ist 561 km² groß.

Bei der Volkszählung 1991 ergab sich noch folgende Bevölkerungszusammensetzung:

  • Gesamt: 58.320 Einwohner
  • Bosniaken: 43.104 (73,91 %)
  • Serben: 13.841 (23,72 %)
  • Jugoslawen: 708 (1,21 %)
  • Andere: 667 (1,14 %)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festung in der Innenstadt
Gotteshäuser in der Innenstadt

Im 11. Jahrhundert trug der Ort den Namen Pset und war Sitz des ungarisch-kroatischen Königs. Auf einem Felssporn in der Innenstadt, direkt am Ufer der Una, befindet sich eine Festung aus dem 13. Jahrhundert. Die Osmanen bauten sie aus. 1783 und 1816 wurde sie erneuert.

1882 wurde die Serbisch-orthodoxe Kirche zur Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter geweiht. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und von 1989 bis 1991 wiedererrichtet. Im Bosnienkrieg wurde sie erneut schwer beschädigt und wird seit 2008 renoviert.

Während des Zweiten Weltkriegs trieben deutsche Soldaten in der Nähe von Bosanska Krupa gefangene Partisanen in der Una-Schlucht zusammen und erschossen sie. Eine Gedenktafel erinnert an das Massaker.[1]

Am 13. Dezember 1980 ereignete sich ein schwerer Eisenbahnunfall bei Bosanska Krupa: In eine eingleisige Strecke fuhr ein Güterzug vorzeitig ein. Dort aber verkehrte ein Personenzug in der Gegenrichtung. Bei dem folgenden Frontalzusammenstoß starben 23 Menschen.[2]

Während des Bosnienkriegs kam es zu erheblichen Zerstörungen. Im April 1992 hatten bosnisch-serbische Kräfte das halbe Stadtgebiet besetzt und bosniakische und kroatische Bewohner vertrieben. Neben zahlreichen Häusern wurde auch die Gradska džamija (Stadtmoschee) weitgehend zerstört. Sie wurde 1997 wieder aufgebaut.[3] 2005 wurde ein Massengrab entdeckt, in dem die Leichen von vermutlich im Jahr 1995 ermordeten bosnisch-serbischen Soldaten gefunden wurden.[4]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Bosnienkrieg befand sich eine Künstlerkolonie am Ort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bosanska Krupa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marko Plešnik: Bosnien-Herzegowina entdecken, S. 141.
  2. Peter Semmens: Katastrophen auf Schienen. Eine weltweite Dokumentation. Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71030-3, S. 187.
  3. Marko Plešnik: Bosnien-Herzegowina entdecken, S. 143
  4. Neues Massengrab in Bosnien-Herzegowina entdeckt