Šipovo
| Šipovo Шипово | ||
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| Basisdaten | ||
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| Staat: | ||
| Entität: | Republika Srpska | |
| Koordinaten: | 44° 17′ N, 17° 5′ O | |
| Höhe: | ||
| Einwohner: | 9.444 (2018[1]) | |
| Telefonvorwahl: | +387 (0) 50 | |
| Postleitzahl: | 78364 | |
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2016) | ||
| Bürgermeister: | Milan Kovač (SNSD) | |
| Postanschrift: | Trg patrijarha srpskog Pavla 1 | |
| Webpräsenz: | ||
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Šipovo (serbisch-kyrillisch Шипово) ist ein Ort sowie die gleichnamige Gemeinde im Zentrum von Bosnien und Herzegowina und gehört seit dem Bosnienkrieg zur Republika Srpska.
Geografie
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Die Fläche der Gemeinde Šipovo beträgt insgesamt 510 km², mit knapp 11.000 Einwohnern (2013) gilt sie als Kleinstadt. Der niedrigste Punkt ist mit 430 m das Bett der Pliva bei Čerkazovići und der höchste Punkt mit 1904 m ist der Gipfel Vitorog im Süden der Gemeinde an der Grenze zur Gemeinde Glamoč.
Vier Flüsse – Pliva, Janj, Sokočnica und Lubovica – mit ihren Stromschnellen, Wasserfällen und Wirbeln machen Šipovo zu einem attraktiven Naturreservat.
Eine besondere Attraktion stellen die Pliva-Quellen und die Wasser-Mühlen – 7 km von Šipovo entfernt – sowie die Wasserfälle des Janj (Janjske otoke) südlich von Šipovo an der Straße in Richtung Kupres dar. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Vagan-Höhle. Die Gebirge um Šipovo mit ihren hundertjährigen Wäldern sind ausgezeichnete Gebiete für die Jagd auf Hoch- und Niederwild, und die Ströme der klaren Flüsse sind reich an Bachforellen und Äschen.
Das Gebiet ist rohstoffreich, Holz, Gips, Bausand, Kohle und die Mineralien Kupfer, Eisen, Mangan und Quarzkristalle zählen dazu.
Die nächsten Städte sind Mrkonjić Grad und Jajce, beide etwa 20 km entfernt.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Verbandsgemeinde zählen 11 größere Orte: Šipovo, Volari, Natpolje, Grbavica, Babići, Pribeljci, Pljeva, Dragnić Podovi, Sokolac, Mujdzici und Strojice.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An die Verbandsgemeinde Šipovo grenzen folgende Gemeinden: Mrkonjić Grad im Norden und Nordwesten, Jezero im Nordosten, Donji Vakuf im Südosten, Kupres (RS) im äußersten Süden und Glamoč im Südwesten.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit ca. 80 % stellten die Serben vor dem Bosnienkrieg die absolute Mehrheit der Bevölkerung, 16 % waren Bosniaken. Heute sind etwa 90 % der Bevölkerung Serben.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hier wurden die Überreste eines römischen Militärlagers – Castrum (1. bis 2. Jahrhundert n. Chr.) sowie einer frühchristlichen Basilika gefunden. Viele Denkmäler aus jenen Zeiten sind erhalten geblieben, so eine Statue von Minerva und eine Statue von Jupiter. Antike Funde aus dem Jahr 597 machen das Gebiet auch für Archäologen interessant.
Šipovo ist in der Geschichte zunächst durch die Burg Sokograd („Falkenburg“) bekannt, die sich über dem Canon des Flusses Sokočnica erhebt und wo eine Zeit lang auch der letzte bosnische König Stjepan Tomašević lebte. Aus einem kleinen Dorf entwickelte sich Sokol im 14. Jh. zu einer großen Burg, die viele Kriege über sich ergehen lassen musste. Die Burg ist heute als Ruine zu besichtigen.
Bekannt ist zudem das Manastir Glogovac.
In Šipovo befinden sich auch Denkmäler von Simo Šolaja und Draža Mihailović.
Verkehr und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis um 1970 wurde Šipovo von der Steinbeisbahn erschlossen, die von Jajce nach Lička Kaldrma und Prijedor führte.
Die Infrastruktur wurde im Jahr 2005 erneuert und beträgt über 220 km Straße. An asphaltierten überregionalen Straßenverbindungen existieren eine Nord-Süd-Verbindung aus Richtung Mrkonjić Grad/Jajce über Šipovo und dann durch den Canyon des Flusses Janj vorbei an Janjske otoke über einen 1170 Meter hohen Pass in Richtung Kupres sowie eine Verbindung von Šipovo über Sokolac zur Straße nach Glamoč. Erstere ist zugleich eine kurze Verbindung aus dem Westen und dem Norden des Landes zur mittleren Adria.
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nedeljko Bajić „Baja“ (* 1968), Sänger
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ https://www.rzs.rs.ba/front/article/3630/ Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen für 2018 vom Institut für Statistik der Republika Srpska. Abgerufen am 9. Juni 2019.

