Dernbach (Pfalz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dernbach
Dernbach (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dernbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 8° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Annweiler am Trifels
Höhe: 219 m ü. NHN
Fläche: 3,86 km2
Einwohner: 454 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76857
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 017
Adresse der Verbandsverwaltung: Messplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
Webpräsenz: www.dernbach-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Harald Jentzer
Lage der Ortsgemeinde Dernbach im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)MaikammerSankt Martin (Pfalz)Herxheim bei Landau/PfalzHerxheimweyherRohrbach (Pfalz)InsheimBornheim (Pfalz)Essingen (Pfalz)Hochstadt (Pfalz)Offenbach an der QueichBilligheim-IngenheimBirkweilerBirkweilerBöchingenBöchingenBöchingenEschbach (Pfalz)FrankweilerFrankweilerGöcklingenHeuchelheim-KlingenIlbesheim bei Landau in der PfalzIlbesheim bei Landau in der PfalzImpflingenKnöringenLeinsweilerRanschbachSiebeldingenSiebeldingenWalsheimWalsheimWalsheimBad BergzabernBarbelrothBirkenhördtBöllenbornDierbachDörrenbachGleiszellen-GleishorbachHergersweilerKapellen-DrusweilerKapsweyerKlingenmünsterNiederhorbachNiederotterbachOberhausen (bei Bad Bergzabern)OberotterbachOberschlettenbachPleisweiler-OberhofenSchweigen-RechtenbachSchweighofenSteinfeld (Pfalz)VorderweidenthalAlbersweilerAlbersweilerAnnweiler am TrifelsAnnweiler am TrifelsDernbach (Pfalz)EußerthalGossersweiler-SteinMünchweiler am KlingbachRamberg (Pfalz)RinnthalSilz (Pfalz)VölkersweilerWaldhambach (Pfalz)WaldrohrbachWernersbergAltdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)BurrweilerBurrweilerEdenkobenEdenkobenEdesheimEdesheimEdesheimEdesheimFlemlingenFlemlingenFlemlingenFreimersheim (Pfalz)GleisweilerGleisweilerGommersheimGommersheimGommersheimGroßfischlingenHainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)KleinfischlingenRhodt unter RietburgRhodt unter RietburgRoschbachRoschbachVenningenVenningenVenningenWeyher in der PfalzWeyher in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandkreis GermersheimRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Bad DürkheimLandkreis KaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzFrankreichKarte
Über dieses Bild
Dernbach – Blick vom Neuscharfeneck

Dernbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die viertkleinste Ortsgemeinde darstellt. Seit dem 15. März 2001 ist sie „staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dernbach befindet sich in der Pfalz innerhalb des Pfälzerwalds. Es liegt im Naturpark Pfälzerwald. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Ramberg (Pfalz), Flemlingen (Exklave), Böchingen (Exklave), Frankweiler, Albersweiler, Eußerthal, Gleisweiler (Exklave) und Böchingen (Exklave). Zudem ist der Ort Bestandteil des Klettergebiets Südpfalz.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird in Nord-Süd-Richtung vom gleichnamigen Bach durchflossen, dem linken Quellbach des Queich-Zuflusses Eisbach. Vor Ort nimmt er von rechts den Pfalzbach und von links den Leinbach sowie den Sandbach auf. Markante Erhebungen auf Gemarkung sind die Südwestflanke des Harzofenberg (556 m) und der Hubberg (383 m).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dernbach wurde erstmals am 14. April 1189 in einer durch Kaiser Barbarossa in Hagenau ausgestellten Urkunde erwähnt. 1232 erlaubte König Heinrich VII. dem Ritter Heinrich von Scharfenberg die Errichtung von Burg Neuscharfeneck oberhalb des Ortes. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Ramberg zur Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Gemeinde zur Herrschaft Scharfeneck des Fürsten von Löwenstein-Wertheim.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Dörrenbach – so der damalige Ortsname – in den Kanton Annweilerim Département Mont Tonnerre und unterstand der Mairie Albersweiler. Durch die Franzosen wurde eine moderne Verwaltung aufgebaut, die als Vorbild für die Kommunalverwaltung fungierte. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 350 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen dem Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte „Dörnbach“ dem Landkommissariat Bergzabern an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Bergzabern hervor.

1906 wurde der Ort durch den Bau einer Wasserleitung ans Wassernetz angeschlossen und 1921 elektrifiziert. Ab 1939 war Dernbach Bestandteil des Landkreises Bergzabern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Dernbach am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels zugeordnet. 1979 und 1984 wurde Dernbach Landessieger des Wettbewerbs Unser Dorf soll schöner werden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dernbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Dernbach (Pfalz)
Blasonierung: „Das Wappen ist in eine silberne und eine grüne Hälfte geteilt. Der silberne Teil zeigt einen Schildfuß mit vier aufsteigenden roten Spitzen. Darüber schreitet ein nach rechts blickender rotbewehrter und bezungter roter Löwe, der eine goldene Krone trägt. Die grüne Wappenhälfte zeigt einen silbernen Schräglinkswellenbalken in einem grünen Feld.“
Wappenbegründung: Der Löwe auf einem Stein steht für das Geschlecht der Löwensteiner und der Wellenbalken symbolisiert den Bachlauf des Dernbach.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort existieren insgesamt sechs Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die katholisch Kirche „Heilige Dreifaltigkeit“, die in der Kirchstraße steht und die in der örtlichen Hauptstraße befindliche protestantischeGustav-Adolf-Kirche“ steht in der Hauptstraße. Bei den übrigen Objekten dandelt es sich um ein Forsthaus, ein Kriegerdenkmal, ein Schulhaus und ein Sühnekreuz.[3]

Außerdem befindet sich östlich des Siedlungsgebiets der Wandergasthof Dernbacher Haus.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort befanden sich bis ins 19. Jahrhundert mehrere sogenannte Aschenhäuser; entsprechend verdingten sich viele Bewohner ihr Geld durch den Beruf des Aschenbrenners.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Dernbach verläuft die Landesstraße 506. Die Gemeinde ist über die Buslinie 521, die sie mit Landau in der Pfalz, Frankweiler, Albersweiler, Eußerthal und Ramberg verbindet, an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angeschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edwin Gensheimer, Altbürgermeister
  • Lukas Grünenwald (1858–1937), Gymnasiallehrer und Heimatforscher

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Georg Rung (1854–1931), Pfarrer und Heimatforscher
  • Lukas Grünenwald (1858–1937), Gymnasiallehrer und Heimatforscher

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Schöberl (1845–1908), Architekt, entwarf 1897 die örtliche protestantische Pfarrkirche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dernbach (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2018, S. 21 f. (PDF; 10 MB).