Niederotterbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 4′ N, 8° 3′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südliche Weinstraße | |
| Verbandsgemeinde: | Bad Bergzabern | |
| Höhe: | 151 m ü. NHN | |
| Fläche: | 3,58 km² | |
| Einwohner: | 339 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 95 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76889 | |
| Vorwahl: | 06340 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SÜW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 37 056 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Königstraße 61 76887 Bad Bergzabern | |
| Website: | www.niederotterbach.de | |
| Bürgermeister: | Martin Schwöbel | |
| Lage der Ortsgemeinde Niederotterbach im Landkreis Südliche Weinstraße | ||
Niederotterbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Niederotterbach liegt nahe der französischen Grenze am namensgebenden Otterbach im Weinbaugebiet Pfalz zwischen dem Pfälzerwald und dem Bienwald. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Dierbach, Vollmersweiler, Steinfeld, Kapsweyer und Oberotterbach.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Otterbach im Speyergau schenkte Kaiser Otto III. 992 dem Kloster Seltz seine hiesigen Güter (Regesta Imperii II,3,1054). Dieser Schenkung verdanken Nieder- und Oberotterbach ihre erste urkundliche Erwähnung. Bis ins 18. Jahrhundert gehörten beide Orte zur Herrschaft Guttenberg.
In den 1930er-Jahren wurde Niederotterbach dem Landkreis Bergzabern zugeschlagen. Mit der in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre begonnenen Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wurde Niederotterbach am 7. Juni 1969 zusammen mit den meisten Gemeinden des Landkreises Bergzabern in den neugeschaffenen „Landkreis Landau-Bad Bergzabern“ eingegliedert, der wiederum zum 1. Januar 1978 in „Landkreis Südliche Weinstraße“ umbenannt wurde.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des Jahres 2013 waren 50,0 Prozent der Einwohner katholisch und 25,8 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Niederotterbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Martin Schwöbel wurde am 8. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Niederotterbach.[4] Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde,[5] oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich auf seiner konstituierenden Sitzung für Martin Schwöbel entschied.[4]
Sein Vorgänger und Vater Rudolf (Rudi) Schwöbel hatte das Amt seit 2009 ausgeübt und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht erneut als Ortsbürgermeister.[6][7]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Geteilt und oben gespalten, oben rechts in Schwarz ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter Löwe, oben links von Silber und Blau gerautet, unten in Silber über silbernem Wasser auf grünem Boden ein roter Fischotter, einen blauen Fisch im Maul haltend.“[8] | |
| Wappenbegründung: Es wurde 1952 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1599. Der Pfälzer Löwe und die Wittelsbacher Rauten erinnern an die ehemalige Zugehörigkeit zu Pfalz-Zweibrücken und der Otter symbolisiert redend den Ortsnamen. |
Partnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit dem elsässischen Littenheim wird seit 1991 eine Partnerschaft gepflegt. Aus diesem Grund wurde die 2002 gebaute neue Straße „Littenheimer Ring“ getauft.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Niederotterbach liegt im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar. Im Ort halten wochentags die Südwestbus-Linien 527 und 544, die Verbindungen nach Schweighofen sowie zu den Bahnhöfen Bad Bergzabern und Kandel bieten. Die nächstgelegene Bahnstation ist Steinfeld (Pfalz) an der Bahnstrecke Neustadt–Wissembourg , etwa zwei Kilometer südlich gelegen.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Ort wird Weinbau betrieben. Hier befindet sich die Einzellage Eselsbuckel (107,9 ha)[9] als Teil der Großlage Guttenberg im Weinanbaugebiet Pfalz.[10]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Manfred Meyer (1928–1993), Elektrotechniker, ordentlicher Professor für Elektrische Antriebe und Leistungselektronik an der Universität Karlsruhe, lebte in Niederotterbach.[11]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Niederotterbach
- Literatur über Niederotterbach in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
- ↑ Kommunalwahl 2024: Wahl zum Gemeinderat der Ortsgemeinde Niederotterbach. Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, abgerufen am 14. Dezember 2024.
- ↑ a b 1. Sitzung des Gemeinderates Niederotterbach. Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, 8. Juli 2024, abgerufen am 14. Dezember 2024.
- ↑ Niederotterbach, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Niederotterbach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 14. Dezember 2024.
- ↑ Gerhard Sommer: Zur Sache II: Welche Ortschefs in der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern wieder kandidieren. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 1. Oktober 2018, abgerufen am 22. April 2020.
- ↑ Christoph Demko: Martin Schwöbel neuer Ortsbürgermeister. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 9. Juli 2024, abgerufen am 14. Dezember 2024.
- ↑ Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
- ↑ Niederotterbacher Eselsbuckel - Eintrag auf Weinlagen-Info.de, abgerufen am 2. März 2024.
- ↑ Weinlagen in Rheinland-Pfalz - Stand Herbst 2020. Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, abgerufen am 6. August 2021. (PDF, 0,7 MB)
- ↑ Meyer, Manfred. (2) In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 838.

