Weyher in der Pfalz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Weyher in der Pfalz
Weyher in der Pfalz
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Weyher in der Pfalz hervorgehoben
Koordinaten: 49° 16′ N, 8° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 267 m ü. NHN
Fläche: 5,16 km²
Einwohner: 559 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76835
Vorwahl: 06323
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 084
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.weyher.de
Ortsbürgermeister: Andreas Möwes
Lage der Ortsgemeinde Weyher in der Pfalz im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Weyher in der Pfalz - Blick vom Annaberg
Weyher in der Pfalz

Weyher in der Pfalz ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an. Weyher in der Pfalz ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinbauort liegt 4 km südwestlich von Edenkoben zwischen dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Rhein. Der 618 m hohe Blättersberg ist der Hausberg von Weyher.

Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Buschmühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde von Steinsärgen und von Grundmauern einer römischen Villa aus dem 2. Jahrhundert südlich der Pfarrkirche zeugen von einer ersten Besiedlung. Funde aus dem fünften Jahrhundert, beispielsweise Ware aus der Eifel, zeigen, dass Weyher als Handelsort das Ende des römischen Reichs überlebt hat und seitdem durchgehend besiedelt ist.

Der Name des 777 (Wilere) ersterwähnten Ortes leitet sich vom althochdeutschen villare (Weiler) ab. Die Mundart assimilierte Wîlre zu Wîr. In der neuhochdeutschen Diphthongierung wurde daraus Weyher. Der Ort gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Hochstift Speyer.

Nach der Besetzung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum französischen Kanton Edenkoben im Departement Donnersberg.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1815 zunächst zu Österreich und 1816 aufgrund eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern. Weyher gehörte im neu geschaffenen Rheinkreis von 1818 an zum Landkommissariat Landau.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Weyher in der Pfalz, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 726
1835 762
1871 652
1905 707
1939 675
1950 762
Jahr Einwohner
1961 729
1970 739
1987 560
1997 612
2005 546
2014 559

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 waren 71,3 Prozent der Einwohner katholisch und 13,2 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Weyher besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Silber und Blau geteilt, oben eine bewurzelte grüne Linde, unten ein silbernes Gemarkungszeichen in Form zweier aufeinander gesteckter steigender Pfeilspitzen“.

Es wurde 1902 vom bayerischen Prinzregenten genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1726. Die Farben Silber und Blau erinnern an die frühere Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächstgelegene Bahnhöfe sind Edesheim und Edenkoben an der Pfälzischen Maximiliansbahn von Neustadt an der Weinstraße nach Wissembourg.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weyher in der Pfalz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 101 (PDF; 2,3 MB)
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3