Hainfeld (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hainfeld
Hainfeld (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hainfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 182 m ü. NHN
Fläche: 6,23 km2
Einwohner: 833 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76835
Vorwahl: 06323
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.hainfeld.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Schwarz (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Hainfeld im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Hainfeld - Blick vom Annaberg
Weinstraße
Schild einer Gaststätte in Hainfeld

Hainfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Edenkoben.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinbauort liegt 5 km südwestlich von Edenkoben zwischen dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Rhein. Hauptwirtschaftszweig im Weinort Hainfeld ist der Weinbau. Die ortsansässige Familie Lergenmüller übernahm zum 1. März 2013 das Weingut Schloss Reinhartshausen, und avanciert damit zum größten privaten Weinproduzenten Deutschlands.[2]

Zu Hainfeld gehört auch der Wohnplatz Mittelmühle.[3] Zur Gemeinde gehört zudem eine Exklave im Pfälzerwald, auf deren Gemarkung sich die Nordseite des Roßberg befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 781 im Güterverzeichnis des Klosters Lorsch unter dem Namen Stratfeld erwähnt. Bereits damals war Weinanbau eine wichtige Erwerbsquelle. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte der Ort dem Hochstift Speyer. In den Jahren 1621 und 1651 erfolgten kriegsbedingte Zerstörungen.

Im Jahr 1673 wurde der Ort von den Franzosen besetzt. Damals kam es zu einem Anschlag auf die französischen Soldaten, nach dem die Dorfbewohner in der Region als die „Seselmörder“ bzw. „Seselmesser“ bezeichnet wurden.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des Jahres 2013 waren 61,4 Prozent der Einwohner katholisch und 19,6 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hainfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hainfeld (Pfalz)
Blasonierung: „In Blau ein durchgehendes silbernes Kreuz, belegt mit einem schwarzen Gemarkungszeichen in Form eines mit dem oberen Arm nach oben verlängerten und nach rechts mit einem Widerhaken besetzten Kreuzes in einem Kreis, oben rechts bewinkelt von einer goldenen Traube.“[6]
Wappenbegründung: Es wurde 1961 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und enthält neben dem Gemarkungszeichen, das auf ein Siegel von 1742 zurückgeht, das Kreuz des Hochstifts Speyer.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befinden sich zahlreiche historische Gebäude im Stil der Renaissance, des Rokoko und des Barock. Als das Wahrzeichen gilt die Kirche mit einem im Jahr 1886 umgestalteten Turm. Der Röhrenbrunnen stammt aus dem Jahr 1561.

Auch die zahlreichen alten Winzerhäuser sind einen Besuch wert.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hainfeld

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  • Horst Schmid, Ehrenbürger
  • Martin Hemmer (1863–1947), Pfälzer Priester und Prälat (Monsignore) aus Niederlustadt, in der Erzdiözese Breslau tätig, als Flüchtling bei seiner Nichte in Hainfeld gestorben. Sein Grab auf dem örtlichen Friedhof wurde zur Gedenkstätte und zum regelmäßigen Treffpunkt für die Heimatvertriebenen seiner letzten und langjährigen Pfarrei Schmottseiffen/Schlesien.
  • Viktor Carl (1925–2007), Autor und Lehrer[7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hainfeld (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Lergenmüllers Pfalz-Rheingau-Cuvée Die Rheinpfalz vom 7. Februar 2013
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017, S. 102 (PDF; 1,9 MB).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Viktor Carl – Neuland Südpfalz - brand eins wissen. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  8. Carl, Viktor.: Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten. 3., überarb. und erw. Aufl. Hennig Verlag, Edenkoben 2004, ISBN 3-9804668-5-X.