Bornheim (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bornheim
Bornheim (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bornheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 13′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Offenbach an der Queich
Höhe: 139 m ü. NHN
Fläche: 3,55 km2
Einwohner: 1524 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 429 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76879
Vorwahl: 06348
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Lerch-Ring 6
76877 Offenbach an der Queich
Webpräsenz: www.storchendorf-bornheim.de
Ortsbürgermeister: Karl Keilen (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Bornheim im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)MaikammerSankt Martin (Pfalz)Herxheim bei Landau/PfalzHerxheimweyherRohrbach (Pfalz)InsheimBornheim (Pfalz)Essingen (Pfalz)Hochstadt (Pfalz)Offenbach an der QueichBilligheim-IngenheimBirkweilerBirkweilerBöchingenBöchingenBöchingenEschbach (Pfalz)FrankweilerFrankweilerGöcklingenHeuchelheim-KlingenIlbesheim bei Landau in der PfalzIlbesheim bei Landau in der PfalzImpflingenKnöringenLeinsweilerRanschbachSiebeldingenSiebeldingenWalsheimWalsheimWalsheimBad BergzabernBarbelrothBirkenhördtBöllenbornDierbachDörrenbachGleiszellen-GleishorbachHergersweilerKapellen-DrusweilerKapsweyerKlingenmünsterNiederhorbachNiederotterbachOberhausen (bei Bad Bergzabern)OberotterbachOberschlettenbachPleisweiler-OberhofenSchweigen-RechtenbachSchweighofenSteinfeld (Pfalz)VorderweidenthalAlbersweilerAlbersweilerAnnweiler am TrifelsAnnweiler am TrifelsDernbach (Pfalz)EußerthalGossersweiler-SteinMünchweiler am KlingbachRamberg (Pfalz)RinnthalSilz (Pfalz)VölkersweilerWaldhambach (Pfalz)WaldrohrbachWernersbergAltdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)BurrweilerBurrweilerEdenkobenEdenkobenEdesheimEdesheimEdesheimEdesheimFlemlingenFlemlingenFlemlingenFreimersheim (Pfalz)GleisweilerGleisweilerGommersheimGommersheimGommersheimGroßfischlingenHainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)KleinfischlingenRhodt unter RietburgRhodt unter RietburgRoschbachRoschbachVenningenVenningenVenningenWeyher in der PfalzWeyher in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandkreis GermersheimRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Bad DürkheimLandkreis KaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzFrankreichKarte
Über dieses Bild

Bornheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die kleinste Ortsgemeinde darstellt. Bornheim ist durch die Aktion Pfalzstorch bekannt, die erfolgreich eine Wiederansiedelung des Weißstorches betreibt und hier ihren Sitz hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bornheim liegt wenige Kilometer vom Ostrand des Pfälzerwaldes in den hügeligen Ausläufern des Region Weinstraße. Westlich der Gemeinde breitet sich die Stadt Landau aus, östlich bestimmt die überwiegend als Grasland genutzte Niederung des Flüsschens Queich die nun flache Landschaft der Oberrheinischen Tiefebene.

Orte im nächsten Umkreis sind außer Landau: Essingen, Hochstadt und Offenbach an der Queich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bornheim wurde im 10. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Von 1500 bis 1709 teilten sich das Hochstift Speyer und die Kurpfalz die Herrschaft, bis das Dorf im Rahmen eines Tauschgeschäfts ganz zur Kurpfalz kam und es bis zur Französischen Revolution blieb.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Bornheim in den Kanton Edenkoben eingegliedert und bildete eine eigene Mairie. 1815 hatte der Ort insgesamt 460 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Zur selben Zeit wechselte die Gemeinde in den Kanton Landau. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bornheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte die Gemeinde am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. Bornheim gehört seit 1972 der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich an, die ihren Verwaltungssitz in Offenbach hat.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 waren 39,8 Prozent der Einwohner evangelisch und 39,2 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2] Die Evangelischen gehören zur Protestantischen Landeskirche Pfalz, die Katholiken gehören zum Bistum Speyer. Protestantischerseits bildet der Ort zudem zusammen mit Dammheim und Essingen die Kirchengemeinde Essingen-Dammheim-Bornheim.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bornheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 3 7 6 16 Sitze
2009 3 8 5 16 Sitze
2004 4 6 6 16 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2012 wurde Karl Keilen zum neuen Ortsbürgermeister gewählt.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bornheim (Pfalz)
Blasonierung: „In Rot ein silbernes Gemarkungszeichen in Form von zwei waagrechten dicken Balken, die in der Mitte durch einen schmäleren senkrechten Pfahl verbunden sind.“[5]
Wappenbegründung: Es wurde 1956 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1709.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Saubrunnen

In der Ortsgemeinde existieren insgesamt sechs Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die protestantische Kirche.

Weitere Bauwerke, die das Ortsbild prägen, sind das Wachthaus von 1835, die Storchenscheune mit WebCams auf dem Dach und Weißstorch-Pflegestation, das Storchenzentrum, das Rathaus, der vom Bildhauer Gernot Rumpf geschaffene Saubrunnen, der Max-und-Moritz-Platz, der Hirtenplatz, das Schulhaus von 1868 und das Dorfgemeinschaftshaus.

Freizeit- und Sporteinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlicher Wendepunkt der „Südpfalz-Draisine“ neben der Hornbach AG

Am Sportplatz besteht ein Boulegelände, das ganzjährig kostenlos nutzbar ist. Zudem existiert vor Ort ein Freizeitpark.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntester Verein vor Ort ist die Aktion Pfalzstorch. Zudem gibt es den Bornheimer Boule-Club e. V. „Nooh draa“; das Vereinsmitglied Rolando Jecle nahm an den Deutschen Pétanque-Meisterschaften 2008 teil.

Weitere Vereine im Ort sind der Freundeskreis „Die Wachthäusler“, Kinderinitiative Bornheim (KIB) e. V., der Diakonieverein Bornheim e. V., der Feuerwehrverein St. Florian Bornheim e. V., die Chorgemeinschaft Concordia e. V.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BC Bornheim veranstaltet jährlich am 30. April und 1. Mai das sogenannte Hexennachtturnier. Eine Woche nach Pfingsten findet stets das Saubrunnenfest statt. Das im Juli oder August stattfindende Storchenfest der Aktion Pfalzstorch ist mit einer „Versteigerung“ der Jungstörche verbunden. Anfang September wird die Kerwe veranstaltet.

Wettbewerbe zum Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldmedaille 1993
1995: 1. Platz auf Kreisebene, 1. Platz auf Bezirksebene, 5. Platz auf Landesebene
1999: 2. Platz in der Sonderklasse auf Kreisebene
2012: 2. Platz in der Sonderklasse auf Kreisebene

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungszentrale der Hornbach AG

Bornheim ist durch den Weinbau geprägt und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befindet sich die Einzellage Neuberg. Im südöstlichen Teil der Gemarkung befindet sich ein Gewerbegebiet und in diesem wiederum der Sitz der Zentrale der Hornbach Baumarkt AG. Der erste Baumarkt der Kette wurde 1968 in Bornheim eröffnet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Bornheim führt die Bundesstraße 272 (Landau–Speyer) vorbei, zu der es zwei Zufahrten gibt. Die B 272 mündet zwei Kilometer westlich an der Anschlussstelle Landau Nord in die Autobahn 65 (Ludwigshafen am RheinKarlsruhe). Zudem verläuft die Kreisstraße 42 durch die Gemeinde. Der Ort ist über die Buslinie 539, die ihn mit Landau in der Pfalz und Essingen verbindet, an das Nahverkehrsnetz angeschlossen.

1872 wurde die durch das Gemeindegebiet verlaufende Bahnstrecke Germersheim–Landau eröffnet; nächstgelegener Bahnhof war der auf dem Gemeindegebiet von Essingen befindliche Dreihof, der als gemeinsame station für Bornheim, Essingen und Offenbach an der Queich ausgelegt war. Ab Anbfang des 20. Jahrhunderts bestand zusätzlich ein Bahnhof im benachbarten Dammheim. Mangels Rentabilität wurden deide Betriebsstelle bereits einige Jahre vor der Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1984 aufgegeben. Seit 2006 finden auf der Strecke Draisinenfahrten statt, wobei auf der Gemarkung von Bornheim auf Höhe des Gewerbegebiets der westliche Endpunkt festgelegt wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Wilhelm Hornbach (1925–2015), Unternehmer
  • Dieter Hörner (1941–2014), Politiker (CDU), von 1989 bis 2004 Ortsbürgermeister

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Egon Ehmer: Bornheim – Ein Dorf und seine Geschichte. Ortschronik. Bornheim 2004.
  • Bornheim: Bilder und Geschichten erzählen aus vergangenen Tagen – Bilder und Texte. Zusammengestellt von Egon Ehmer und Dieter Hörner. Geiger, Horb am Neckar 1995, ISBN 3-89570-020-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bornheim (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. http://www.offenbach-queich.de/vg_offenbach_queich/Verwaltung%20und%20Rat/OB-Wahl%20Bornheim%202012/
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.