Leinsweiler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Leinsweiler
Leinsweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Leinsweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 11′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Landau-Land
Höhe: 263 m ü. NHN
Fläche: 5,8 km2
Einwohner: 429 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76829
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 051
Adresse der Verbandsverwaltung: An 44 Nr. 31
76829 Landau in der Pfalz
Webpräsenz: www.leinsweiler.de
Ortsbürgermeister: Thomas Stübinger
Lage der Ortsgemeinde Leinsweiler im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)MaikammerSankt Martin (Pfalz)Herxheim bei Landau/PfalzHerxheimweyherRohrbach (Pfalz)InsheimBornheim (Pfalz)Essingen (Pfalz)Hochstadt (Pfalz)Offenbach an der QueichBilligheim-IngenheimBirkweilerBirkweilerBöchingenBöchingenBöchingenEschbach (Pfalz)FrankweilerFrankweilerGöcklingenHeuchelheim-KlingenIlbesheim bei Landau in der PfalzIlbesheim bei Landau in der PfalzImpflingenKnöringenLeinsweilerRanschbachSiebeldingenSiebeldingenWalsheimWalsheimWalsheimBad BergzabernBarbelrothBirkenhördtBöllenbornDierbachDörrenbachGleiszellen-GleishorbachHergersweilerKapellen-DrusweilerKapsweyerKlingenmünsterNiederhorbachNiederotterbachOberhausen (bei Bad Bergzabern)OberotterbachOberschlettenbachPleisweiler-OberhofenSchweigen-RechtenbachSchweighofenSteinfeld (Pfalz)VorderweidenthalAlbersweilerAlbersweilerAnnweiler am TrifelsAnnweiler am TrifelsDernbach (Pfalz)EußerthalGossersweiler-SteinMünchweiler am KlingbachRamberg (Pfalz)RinnthalSilz (Pfalz)VölkersweilerWaldhambach (Pfalz)WaldrohrbachWernersbergAltdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)BurrweilerBurrweilerEdenkobenEdenkobenEdesheimEdesheimEdesheimEdesheimFlemlingenFlemlingenFlemlingenFreimersheim (Pfalz)GleisweilerGleisweilerGommersheimGommersheimGommersheimGroßfischlingenHainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)KleinfischlingenRhodt unter RietburgRhodt unter RietburgRoschbachRoschbachVenningenVenningenVenningenWeyher in der PfalzWeyher in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandkreis GermersheimRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Bad DürkheimLandkreis KaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzFrankreichKarte
Über dieses Bild

Leinsweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landau-Land an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die kleinste Ortsgemeinde darstellt. Leinsweiler ist ein Weinort und ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Blick auf Weinberge und Pfälzerwald bei Leinsweiler
Blick auf Leinsweiler und darüber der Slevogthof

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leinsweiler liegt etwa neun Kilometer westlich von Landau in der Pfalz an der Haardt. Der Westen der Gemarkung ragt in den Wasgau hinein, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird. Nordwestlich des Siedlungsgebiets erstreckt sich der 533,1 Meter hohe Föhrlenberg. Der Birnbach fließt in West- Ost-Richtung mitten durch den Ort und seine Bebauung. Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Ranschbach, Landau in der Pfalz, Ilbesheim bei Landau in der Pfalz, Eschbach (Pfalz), Landau in der Pfalz (Exklave), Ilbesheim bei Landau in der Pfalz (Exklave) und Annweiler am Trifels.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Leinsweiler entstand, als ein fränkischer König den Ort einer Freifrau namens Landswinda zum Lehen gab, die am fränkischen Hof wegen ihrer Schönheit besungen wurde. Leinsweiler wird als Lantsindewilare im Codex Edelini erwähnt, als es 985 bei dem Salischen Kirchenraub dem Kloster Weißenburg enteignet wurde. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Ramberg zu Pfalz-Zweibrücken.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Leinsweiler in den Kanton Annweiler eingegliedert und unterstand der Mairie Albersweiler. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 400 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. 1817 wechselte die Gemeinde in den Kanton Landau Von 1818 bis 1862 gehörte Ramberg dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreis Landau. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Leinsweiler innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Leinsweiler am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Landau-Land zugeordnet. 1988 wurde Leinsweiler im Wettbewerb der deutschen Weinstraße als „Das schöne Winzerdorf“ prämiert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Leinsweiler besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Leinsweiler
Blasonierung: „In Blau ein halber rotbewehrter und -bezungter silberner Löwe, eventuell auch ein Greif.“

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 23. August 2003 bestand eine kommunale Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Gerjen. Diese wurde auf Wunsch des Gemeinderates im Jahre 2011 beendet, da sowohl die große Entfernung als auch die sprachlichen Verständigungsprobleme auf die Dauer eine Zusammenarbeit fast unmöglich machten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Slevogthof von der Talgemeinde aus im Jahr 2002

Sehenswert ist das Rathaus von Leinsweiler aus dem Jahr 1619 mit seiner Arkadenhalle und dem Dorfbrunnen von 1581. Daneben besitzt der Ort eine spätgotische Martinskirche aus dem 13. Jahrhundert sowie eine Reihe gut erhaltener Fachwerkhäuser.

Auf der Gemarkung von Leinsweiler befinden sich die Ruinen der Burgen Anebos, Münz und Neukastel, die zum Trifels-Ensemble gehören. Bekanntestes Ziel auf Leinsweiler Gemarkung ist jedoch der sogenannte Slevogthof, in dem der bekannte Künstler Max Slevogt (1868–1932) ab 1914 mit Unterbrechungen bis zu seinem Tode lebte und arbeitete.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leinsweiler ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befindet sich die Einzellage Sonnenberg.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Leinsweiler verlaufen die Landesstraße 508, die in diesem Bereich mit der Deutschen Weinstraße identisch ist. und die Kreisstraße 20. Der Ort ist über die Buslinie 530 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die nach Landau in der Pfalz führt. Zudem verläuft durch Leinsweiler der Radweg Deutsche Weinstraße, darübert hinaus ist die Gemeinde östlicher Endpunkt des vom Rehberg ausgehenden August-Becker-Wanderwegs.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Slevogt (1868–1932), deutscher Maler, Grafiker, Illustrator und Bühnenbildner des Impressionismus hatte seinen Sommersitz auf dem Slevogthof.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die in der Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ortsgemeinde Leinsweiler (Hrsg.): Leinsweiler … wo die Pfalz am schönsten ist. Ein Heimatbuch – von den Historischen Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. 2006 (Ortschronik).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leinsweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen